Kann man E-Books verschenken?

Ja, das geht.

Bevor du dich jetzt in den nächsten Online-Shop klickst, solltest du dich allerdings informieren, wie der oder die Beschenkte E-Books am liebsten liest. Wer einen E-Reader hat, ist an bestimmte E-Book-Formate gebunden. Bei denen, die lieber auf Smartphone oder Tablet lesen, ist es (fast) egal.

Das klingt kompliziert? Ist es nicht.

Vorab aber ein bisschen Technik, sorry

Erst mal: Es gibt drei Formate für E-Books: ePub, PDF und AZW (bzw. KFX). AZW (bzw. KFX) ist eine Weiterentwicklung des Mobi-Formats wird ausschließlich von Amazon verwendet. E-Pub ist ein HTML-Klon und läuft auf praktisch allen anderen E-Readern. Die in den Online-Shops des „regulären“ Buchhandels angebotenen E-Books sind in der Regel ePubs. PDF ist eine Entwicklung von Adobe, die im Wesentlichen für die Übermittlung von Dokumenten genutzt wird, da sich PDFs nicht dynamisch an die Bildschirmgröße anpassen. Das ist bei kleinen Displays eher lästig. Deshalb spielt PDF auf dem E-Book-Markt keine große Rolle. Ich erwähne es nur der Vollständigkeit halber.

Besitzt der oder die Beschenkte also einen E-Book-Reader, ist die erste Frage: Amazon Kindle oder irgendetwas anderes? Wenn es ein Kindle ist, kann man auch nur über Amazon E-Books verschenken. Bei allen anderen E-Readern ist man dagegen frei in der Wahl des Händlers – mit Ausnahme von Amazon, weil das keine ePubs anbietet.
Ähnlich ist es, wenn das bevorzugte Lesegerät ein Tablet ist. Auch hier stellt sich die Frage Kindle oder nicht Kindle. Amazon wehrt sich sehr strikt dagegen, dass irgendwas, das nicht dort gekauft wurde, auf „seinen“ Tablets landet. Also gilt auch hier: Wenn es ein Kindle-Tablet ist, kann man nur über Amazon verschenken. Bei allen anderen Herstellern hat man die freie Händlerwahl. Dieses Mal wirklich. Das liegt daran, dass man eine App braucht, um auf dem Tablett lesen zu können. Diese sogenannten Reader-Apps gibt es von verschiedensten Anbietern und für alle Formate.
Bei Smartphones entfällt sogar die Frage: Kindle oder kein Kindle. Man braucht nur die App. Wer bereits auf dem Smartphone oder dem Tablet liest, wird eine App haben. Es ist aber auch kein Problem, eine weitere herunter zu laden (es sei denn, natürlich, man hat einen Kindle …)

Zusammenfassend kann man sagen:
Leuten, die auf einem Kindle (Reader oder Tablet) lesen, muss man E-Books bei Amazon kaufen.
Leuten, die auf einem anderen Reader lesen, kann man die E-Books bei jedem Händler außer Amazon kaufen.
Leuten, die auf dem Smartphone oder einem anderen Tablett als einem Kindle lesen, kann man E-Books überall kaufen.

Und wie funktioniert das mit dem Verschenken?

Auch hier muss man wieder zwischen Amazon und anderen Anbietern unterscheiden.

E-Books verschenken über Amazon

Wer ein E-Book über Amazon verschenken will, kauft einfach einen E-Book-Geschenkgutschein und verschenkt den. Darauf kann man auch notieren, welches Buch man verschenken will. Allerdings ist der oder die Beschenkte nicht gebunden, sondern kann auch ein anderes E-Book auswählen.

E-Books anderer Händler verschenken

Die meisten Händler bieten in ihren Online-Shops eine Geschenkoption für E-Books, über die sich die Bestellung wie jeder andere Geschenkversand abwickeln lässt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass man statt der Postanschrift die E-Mail-Adresse der Person eingibt, die man beschenken möchte. Das E-Book wird als Datei versandt und kann auf das übliche Lesegerät übertragen werden. Natürlich ist es nett, trotzdem mit einer Karte darauf hinzuweisen, dass im Posteingang eine Überraschung wartet.

Damit eignen sich E-Books ganz besonders als Last-Minute-Geschenke. Jedenfalls für chaotische Menschen wie mich, für die Nikolaus, Weihnachten und Geburtstage immer völlig überraschend kommen. Du bist vermutlich viel besser organisiert und hast längst alle Geschenke zusammen, oder?
Egal, ich wünsche dir in jedem Fall eine schöne (Vor-)Weihnachtszeit!

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Bildquelle: Couleur via Pixabay

Was noch fehlt

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Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich frohe und friedliche Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Danach wird sich hier auch wieder mehr tun. Versprochen! Bis dahin verabschiede ich mich mit einem Gedicht vom ollen Wilhelm Busch:

Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

Wilhelm Busch (1832 – 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Ein Vorweihnachtsgedicht

Heute kommt der Weihnachtsbaum,
Kommt in unser Zimmer,
Bunte Kugeln häng‘ ich dran,
Äpfelchen und Flitterkram,
Dass er richtig glänzen kann,
Dann im Kerzenschimmer.

Heute kommt der Weihnachtsbaum,
Öffnet Kinderherzen.
Doch hoffe ich, er kommt allein,
Dryade nicht, noch Engelein
Möge heute bei ihm sein!
Falls doch: Wir ha’m Elektrokerzen.


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Ja, das Gedicht ist eine Anspielung auf O Tannenbaum, die 4. Ausgabe des Codex Aureus. Eine Leseprobe gibt es hier.

O Tannenbaum ist als eBook in den Formaten ePub und Mobi erhältlich und damit für alle gängigen Lesegeräte verfügbar.
Kindle-Nutzer können das Buch bei Amazon beziehen. Die Nutzer aller anderen Reader bekommen es über die Online-Buchhandlungen der Tolino Allianz. Mein besonderer Favorit ist Bookzilla, weil man mit dem Kauf dort die Entwicklung freier Software fördert. Es gibt O Tannenbaum aber z. B. auch bei:

Leseprobe von „O Tannenbaum“ ist online

Vielleicht sollte ich auch hier im Blog noch kurz darauf hinweisen, dass die Leseprobe von O Tannenbaum (der 4. Ausgabe des Codex Aureus) freigeschaltet ist.

Wer also Velona in freier Wildbahn erleben möchte, bitte hier entlang.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und ein fröhliches Weihnachtsfest!


o-tannenbaum-kleinO Tannenbaum ist als eBook in den Formaten ePub und Mobi erhältlich und damit für alle gängigen Lesegeräte verfügbar.
Kindle-Nutzer können das Buch bei Amazon beziehen. Die Nutzer aller anderen Reader bekommen es über die Online-Buchhandlungen der Tolino Allianz. Mein besonderer Favorit ist Bookzilla, weil man mit dem Einkauf die Entwicklung freier Software fördert. Es gibt O Tannenbaum aber z. B. auch bei:

O Tannenbaum ist im Handel – bisher leider nur bei Amazon

Mit „O Tannenbaum“ liegt nun schon die vierte Ausgabe des Codex Aureus vor. Leider derzeit nur bei Amazon, weil die Tolino Qualitätssicherung noch Mängel gefunden hat: Man findet die Einordnung des Genres nicht verkaufsfördernd.

In einer freundlichen Mail wurde mir mitgeteilt, dass folgendes Problem bestehe:

Für die Sichtbarkeit, die Auffindbarkeit und damit Ihrem Umsatz auf den Partnerportalen ist die Platzierung des Genres „Belletristik“ als erstes Genre eher ungünstig, da es sehr allgemein ist. Je spezifischer das erste Genre den Charakter Ihres Titels beschreibt, desto leichter lässt es sich unter allen anderen Titeln finden. Bitte ändern Sie die Reihenfolge.

Dieser Aufforderung werde ich selbstverständlich nachkommen. Es ist ja auch irgendwie schön, dass man sich bei Tolino derart viele Gedanken macht, statt das Buch ohne Rücksicht auf die Konsequenzen einfach hochzuladen.
Zum Genre sei hier schon gesagt, dass es sich um Urban bzw. Contemporary Fantasy handelt.

o-tannenbaum-midiVelona ist eine Dryade; eines jener friedfertigen Wesen, die wenig anderes im Kopf haben, als die Bäume, mit und von denen sie leben. Die Bindungen zu einzelnen Bäumen kann sehr eng werden. So eng, dass die Dryade leidet, wenn ihr Baum Schaden nimmt und stirbt, wenn er gefällt wird. Solche Seelenfreundschaften oder Symbiosen sind selten. Aber auch sonst können Dryaden sehr wütend werden, wenn sich jemand an »ihren« Bäumen vergreift.

Wenn man, wie Velona, in einer Baumschule lebt und sich ausgerechnet in eine gutgewachsene Nordmanntanne verguckt, ist der Ärger vorprogrammiert.

Ich wünsche eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Lesen. Und natürlich freue ich mich riesig über Rückmeldungen. Sei es als Rezension auf euren eigenen Blogs oder auf Portalen wie Lovely Books oder als Bewertung bei der Buchhandlung, bei der ihr gekauft habt.

Für alle, die auf dem Kindle oder per Kindle App lesen, hier schon mal der Link zu O Tannenbaum bei Amazon,

Ankündigung: O Tannenbaum (Codex Aureus 4)

Obwohl der November im Großen und Ganzen gar nicht so gelaufen ist, wie geplant und der Dezember sich daran nahtlos angeschlossen hat, bin ich zuversichtlich, den Termin für O Tannenbaumdie nächste Ausgabe des Codex Aureus, halten zu können. Nur bei Thalia dürfte es kritisch werden, weil die aus unerfindlichen Gründen immer sehr lange brauchen, um eBooks hochzuladen.
Bei allen anderen Online Buchhandlungen der Tolino Allianz und bei Amazon sollte O Tannenbaum ab dem 15. Dezember erhältlich sein.

Hier schon mal die Vorschau:

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Schöne Bescherung bei Clue Writing

Heute ist zwar erst der dritte Advent, aber bei Clue Writing gibt es ab 18:00 Uhr trotzdem schon eine schöne Bescherung.

Schöne Bescherung lautet nämlich der Titel der Gaststory, die ich nach den von Rahel und Sarah vorgegebenen Clues verfasst habe. Herausgekommen ist eine fast klassische Weihnachtsgeschichte. Aber eben nur fast. Als Soundtrack empfehle ich Don’t Pay The Ferryman von Chris de Burgh.

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Dieter on Tour  –  Bildquelle: Open Cliparts via Pixabay

Und um den Service perfekt zu machen, hier der Direktlink.

Viel Spaß beim Lesen!

Schöne Bescherung bei Clue Writing

Habe ich schon erzählt, dass diesen Dezember gleich zwei Geschichten von mir erscheinen? Rahel und Sarah von Clue Writing hatten angefragt, ob ich Lust hätte, eine Gaststory zu schreiben. Natürlich hatte ich.

Die erste Idee war von einer Dryade zu erzählen, der man ihren Lieblingsbaum „geklaut“ hat. Aber da als Setting ein Schlitten vorgegeben war, ist eine fast klassische Weihnachtsgeschichte entstanden, mit Weihnachtsmann, Schlitten, Rentieren und Geschenken. Schöne Bescherung heißt sie und wer mich ein bisschen kennt, ahnt jetzt vermutlich, dass das durchaus doppeldeutig gemeint ist.

Schöne Bescherung erscheint am 11.12.2016 bei Clue Writing.

Viel Spaß beim Lesen!

Die Dryade, der Schlitten und die Geister – drei Geschichten im Werden

Nach ganz vielen Artikeln über alles Mögliche mal wieder einen in eigener Sache. Schließlich ist das Blog auch eine Art Arbeitstagebuch oder soll zumindest ein paar Einblicke in meine Arbeitsweise und einen Überblick über die aktuellen Projekte geben.

Aktuell arbeite ich an einer Weihnachtsgeschichte. Es geht darin um eine ziemlich besitzergreifende Dryade und ein verhängnisvolles Versprechen. Die Idee überfiel mich kurz nachdem Sarah und Rahel von Clue Writing angefragt hatte, ob ich Lust hätte als Gastautorin einen Beitrag für sie zu verfassen. Der einzige Haken ist, dass sie so gar nicht zum von Rahel und Sarah vorgegebenen Setting passt. Die beiden möchten als Ort des Geschehens nämlich gerne einen Schlitten und da spielt die Dryade nicht mit.

Dafür passt sie viel besser in mein Veröffentlichungskonzept als die Geschichte, die ich eigentlich um Weihnachten rum veröffentlichen wollte. Eigentlich wollte ich dann nämlich eine weitere Geschichte aus der Welt der Khon veröffentlichen. Und weil Weihnachten bekanntlich das Fest der Liebe ist, sollte es eine Liebesgeschichte werden. Wunderschön und herzzerreißend traurig. Dafür kitschfrei. Versprochen!
Aber die Geschichte mit der Dryade spielt nicht nur in der Gegenwart und in der Vorweihnachtszeit, sondern es geht auch um einen Weihnachtsbaum. Was passt wohl besser zu Weihnachten?

Also werde ich zwei Weihnachtsgeschichten schreiben. Mindestens. Vielleicht noch etwas ganz kurzes als Draufgabe, wenn die Dryade zu kurz werden sollte.

Außerdem muss noch eine andere Geschichte endlich umgeschrieben und überarbeitet werden, damit sie Anfang Oktober fertig ist. Passend zur Jahreszeit und zu dem dann bald wieder anstehenden Halloween wird das eine Geistergeschichte. Sie hat, wie schon Steppenbrand wieder einen männlichen Protagonisten, aber auch eine starke Frau in der Nebenrolle. Aber damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Setting und Plot sind vollkommen. Die Handlung entführt ins europäische Frühmittelalter und in die Berge. Unter anderen treten auf: ein alter Einsiedler, eine schöne Frau und eine außergewöhnlich kluge Ziege.