[Selfpublishing] E-Lending – erlaubte Abzocke

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Bericht über die Session von Janet Clarke auf dem Literaturcamp Heidelberg stehen. Statt dessen habe ich mich entschlossen speziell über eines der Themen zu bloggen, die Janet bei ihrer Sitzung auch angesprochen hatte: Das E-Lending.

Das Wort klingt schon nach Elend und genau das ist es in meinen Augen auch. E-Lending bedeutet nichts anderes, als dass sich Bibliotheken die Möglichkeiten von eBooks voll zunutze machen können. D. h. statt Lizenzen müssen sie nur noch ein Exemplar eines eBooks kaufen und können es dann so unbegrenzt vielen Nutzern gleichzeitig zugänglich machen. Das ist natürlich ein schöner Vorteil für die Onleihe gegenüber Amazon, da die Onleihe ja noch mal deutlich günstiger ist. Im Prinzip bekommt die Onleihe damit das Recht, genau das zu tun, was Piratenseiten schon lange machen. Nur eben legal.

Für Verlage, Selfpublisher und Autor*innen ist eine Katastrophe.

Genau das hat der Bundestag aber gerade beschlossen. Versteckt im Gesetz zur Änderung des Urheberrechts in Bildung und Wissenschaft.  Allerdings beschränkt sich die Regelung nicht auf wissenschaftliche Bibliotheken oder wissenschaftliche Werke, sondern gilt allgemein für alle Bibliotheken und alle eBooks. Die einzige Beschränkung besteht darin, dass pro Sitzung nur bis zu zehn Prozent des Buches heruntergeladen werden dürfen. Diese „Beschränkung“ ist jedoch Augenwischerei, weil keine Begrenzung der Sitzungen vorgesehen ist. Wenn man 10% ausgelesen hat, holt man sich einfach die nächsten 10% ohne Wartezeit.
Und da Dateien nicht abnutzen, geht das unbegrenzt lange. Für die Bibliotheken eine große Ersparnis, da sie eBooks – anders als gedruckte Bücher – nicht nachkaufen muss. Wunderbar auch für die Leser*innen, die so noch billiger an Lesestoff kommen.

Nur diejenigen, die die Bücher geschaffen haben, gehen leer aus.

Und erzähle mir jetzt keiner, das sei Werbung!


Bei der Veröffentlichung hatte ich ganz vergessen, eine Quelle mitzuliefern. Hier ist ein Artikel aus dem Börsenblatt, der sich u.a. mit diesem Thema befasst.

Mein wunderbares Selfpublisherinnenleben

Die Disruption der Buchbranche habe gerade erst begonnen, las ich kürzlich, und dass Selfpublishing die Zukunft sei. So viel Geld, wie als Selfpublisherin habe sie noch nie verdient, verriet eine Autorin dem Deutschlandfunk. Ich verrate vermutlich kein Geheimnis: Ich war das nicht.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich finde Selfpublishing großartig. Es ist eine Chance, Formate und Geschichten auf den Markt zu bringen, an die sich Verlage nicht herantrauen. Verlage sind keine Gralshüter der Kunst, sondern Wirtschaftsunternehmen. Das heißt, die herausgegebenen Bücher müssen sich rechnen. Ihr Verkauf soll nicht nur die Tantiemen für die Autorin, sondern auch das Gehalt der aller Beschäftigten finanzieren und sogar noch einen Gewinn abwerfen. Verständlich, dass man da lieber auf Alt- oder im Ausland Bewährtes setzt.

Als Selfpublisherin sieht die Sache etwas anders aus: Ich bin in erster Linie mir selber verpflichtet. Ich kann herausgeben, was ich selber für gut und richtig halte, ohne auf den Gewinn schielen zu müssen.
Dass ich es doch tue, steht auf einem anderen Blatt. Aber letztlich tun das vermutlich alle, denn, seien wir ehrlich: Verkäufe bedeuten auch Anerkennung. Der Blick auf die Verkaufsstatistiken ist dann manchmal schon ein bisschen deprimierend.
Es ist ja nicht nur das Herzblut, das in den Geschichten steckt. Auch nicht die Umwandlung in ePub oder Mobi bei eBooks, über die jene Autorin so klagt. Es ist vor allem die Arbeit darüber hinaus. Die Überarbeitungen, die Arbeit an Klappentext, ein Cover zu finden, Marketingkampagnen zu planen, Blog- und Facebookeinträge zu schreiben und überhaupt in den sozialen Medien präsent zu sein; das Nachsinnen, wen man noch ansprechen und motivieren könnte, während man schon am nächsten Werk schreibt, das auch wieder promotet werden muss und wer sollte das schon tun, wenn nicht man selber …
In stillen Momenten keimt dann schon mal die Frage auf, ob ein Job als Taxifahrer, Bäckereifachverkäuferin oder bei Lidl an der Kasse nicht sinnvoller wäre.

Aber natürlich ist das Humbug. Schließlich weiß ich, dass Erfolg auch langen Atem braucht. Vor allem aber, weil ich an meine Geschichten glaube.

[Autorenleben] Interview mit Markus Heitz

Ein absolut hörenswertes Interview dazu, wie Markus Heitz arbeitet. Dazu gibt es Einsichten in den Buchmarkt und Tipps für (angehende) Autoren.

Für mich war auch die Aussage spannend, selbst als Verlagsautor müsse man sich in den sozialen Netzen engagieren und Werbung für sich selber machen. Gleichzeitig hat er sich deutlich von Ramschaktionen distanziert. Mit Verzweiflungsaktionen, bei denen die Leser gebeten würden, das erstes Buch doch bitte umsonst herunterzuladen und das nächste dann billig zu kaufen, ruinierten die Autoren sich selber. Zwar seien die Daten auf dem eBook nur ein paar Cent wert – was zähle seien aber die Inhalte. Und da müsse man als Autor dazu stehen, dass es die nicht für lau gebe.
Dass auch ein erfolgreicher Autor wie Heitz so offen Stellung bezieht, finde ich gut!

Hier aber endlich der Link zum Interview. Bitte nicht durch das Bild verunsichern lassen, das hat mit dem Interview selber nichts zu tun.

 

Meldung: Hobbit Presse verabschiedet sich von DRM

Offenbar setzt sich auch bei den Verlagen die Erkenntnis durch, dass der „harte Kopierschutz“ von eBooks den ehrlichen Kunden schadet, aber nichts gegen Raubkopierer bewirkt. So jedenfalls verstehe ich die Meldung der Hobbitpresse, künftig ein Wasserzeichen als Standard-Kopierschutz zu nutzen. Die Änderung betrifft die meisten eigenen eBooks, etliche von Knaur und die des Imprints Tropen. Lediglich die Bücher von J. R. R. Tolkien sind (noch) ausgenommen; der Text lässt aber vermuten, dass dies an den Lizenzvereinbarungen liegt und im Hintergrund bereits daran gearbeitet wird, auch insofern Abhilfe zu schaffen.

eBooks: Flatrates, Verkauf und Produktpiraterie

Dieser Artikel ist gewissermaßen ein Nachklapp zu dem vom 07.11., in dem ich der Frage nachgegangen war, wie verfehltes eBook-Marketing die Preisspirale immer weiter nach unten treibt.

Ausgehend von diesem Artikel hatte ich heute morgen eine sehr inspirierende Unterhaltung mit der Autorin Anne Colwey, die schrieb, sie überlege wegen der um sich greifenden eBook-Piraterie ernsthaft, ihre Bücher künftig nur noch als Prints herauszugeben.
Da reine eBook-Verlage nichts gegen den Preisverfall und Produktpiraterie täten, müsse man darüber nachdenken, die Zusammenarbeit einzustellen und in letzter Konsequenz zum „klassischen Veröffenlichungsweg“ zurückzukehren. Also Agentur und Printverlag.
Das Problem der Produktpiraterie gebe es nicht erst seit gestern, würde aber trotzdem vernachlässigt. Und Selfpublisher könnten ihre ohnehin knappe Zeit nicht auch noch damit verbringen, auf Piratenjagd zu gehen.

Ich stimme dem in fast allen Punkten zu. Mit einer Ausnahme: Bei meinem Formaten ist der „klassische Weg“ leider ausgeschlossen. Alles unter 250 Seiten ist für die meisten Verlage vollkommen uninteressant – und die wenigen, die auch Novellen und Erzählungen im Programm haben, veröffentlichen keine Fantasy.
Und für mich ist Print ist einfach zu teuer, weil die Nische zu klein ist. Selbst bei BoD müsste ich meine Bücher so teuer machen, dass sie keiner kauft.

Andererseits kann es das ja wohl auch nicht sein, dass man ein technisches Verfahren, das es Lesern erlaubt, günstiger an Bücher zu kommen, nicht mehr nutzt, weil andere es ausnutzen.
Sicher: Wenn es keine eBooks mehr gäbe (bis auf den Ramsch, den man Selfpublishern nachsagt und von Autoren, wie mir, die sich nichts anderes leisten können), würden sich die Piraten nach einträglicheren Geschäftsmodellen umsehen. Raubkopien im Preissegment 0 – 99 Cent lohnen nicht. Schon gar nicht, wenn nicht mal ein Bestseller darunter ist.
Aber ist es das, was wir wirklich wollen? Sollten wir nicht alle – und damit meine ich Autoren genauso wie Leser, Selfpublisher wie Verlage – daran interessiert sein, das eBook am Leben zu halten? Und zwar so, dass alle, die es produzieren, auch etwas davon haben, damit sie für Nachschub sorgen?
Dann wäre es doch konsequent, gemeinsam Druck zu machen. Gemeinsam dafür einzutreten, dass die illegalen Verkäufe durch Piratenportale unterbunden werden. Zum Beispiel, indem man die Verkäufer zur Nachzahlung der unterschlagenen Tantiemen zwingt. Die Server mögen ja im außerhalb der EU stehen – aber die Verkäufer sitzen oft innerhalb der EU.
Genauso konsequent wäre es, den Preisverfall zu stoppen, eBooks nicht als Flatrate, sondern nur noch im Modell der Onleihe zu verleihen (was durch entsprechende Lizenzvereinbarungen möglich ist).

Aber wir müssen schon selber aktiv werden. Von alleine wird sich in der Politik kaum etwas zu unseren Gunsten ändern. Im Gegenteil. Im Justizministerium von Nordrhein-Westfalen wird nach Informationen der Legal Tribune Online auf einen Bundesratsentwurf hingearbeitet, der den Verkauf „gebrauchter“ eBooks ermöglicht. Da es keinen Kopierschutz für eBooks gibt, der auch nur ansatzweise sicher stellt, dass ein so verkauftes Buch auch tatsächlich aus dem Bestand gelöscht wird, wäre das quasi der Freibrief für die Raubkopierer.

Tja. Und nun seid ihr dran. Meiner Meinung nach ist es noch nicht zu spät. Aber wenn wir das aufhalten wollen, dann müssen wir bald in die Puschen kommen. Alle.

Oder wie siehst du das?

eBook-Marketing: In der Ramschspirale immer weiter abwärts?

In der Flatrate-Falle überschreibt die ZEIT-online einen Artikel von Nina George über die zunehmende „Kannibalisierung des Buchmarkts„. 

Es werden mehr Bücher denn je online genutzt – und gleichzeitig wird immer weniger für die Nutzung bezahlt. Meist: gar nicht.

Elektronische Kampfpreise seien alles, was den Verlagen einfiele, um Leser zu gewinnen, lautet der Vorwurf. Nicht nur, dass die Preise für eBooks immer weiter sänken: Das beliebteste Marketingmittel der Verlage seien Verschenk-Aktionen. Rund 8.000 Titel könne man allein bei Thalia völlig legal kostenlos herunterladen. Aufgrund der Buchpreisbindung schätze ich, dass es bei Hugendubel und anderen Mitgliedern der Tolino-Allianz genauso aussieht. Bei Amazon dürften es sogar noch mehr sein.

Umsonst-Aktionen sind das häufigste „Werbemittel“ im Web und so aufdringlich, dass sich der geneigte Leser fragt, warum er überhaupt jemals wieder Geld für Literatur ausgeben sollte.

Wenn das nicht helfe, werde das Preisdumping fortgesetzt, indem man das Buch bei Plattformen eingestellt, wo sich der Leser gegen geringe monatliche Gebühren nach dem Motto „all you can read“ bedienen könne. Der Autor verdiene daran zwar kaum, werde aber damit getröstet, das sei ja immerhin Werbung.
Allerdings stellt George auch fest, dass bei keinem der von ihr befragten 80 Autoren, deren Bücher über derartige Portale angeboten wurden, die Verkaufszahlen gestiegen seien. Die Einnahmen aus eBooks seien je nach Genre sogar um 30 -75 Prozent gesunken!

Die Leihen glichen also in keinem Fall den Verlust durch ausbleibenden Verkauf aus, die sogenannte Elastizität der Nachfrage blieb einfach aus.

Dafür brächten die Leseflatrates ein neues Problem mit sich: Aus den dort geliehenen und kopierten eBooks würden die Piratenportale ihre „Regale“ bestücken, so dass der von „Geiz ist geil“ getriebene Kunde das Buch noch billiger holen könne. Verlieren würden dadurch letztlich alle.

Ich fand den Artikel sehr lesenswert und stimme im Kern auch zu. Allerdings würde ich das Problem nicht allein den Verlagen zuschreiben. Immerhin waren es die Selfpublisher, die angefangen haben, die Preisschraube nach unten zu drehen. Und noch immer werden Rabatt- und Verschenk-Aktionen in Selfpublisherkreisen als das ultimative Marketinginstrument angepriesen. Auch Amazon versucht, „seinen“ Autoren Kindle-Deals als Werbemittel schmackhaft zu machen (wobei Amazon seine Verluste minimiert, indem es die Anteile am Verkaufserlös umkehrt).

Das Verramschen wird daher erst aufhören, wenn auch die Mehrheit der Selfpublisher genug Arsch in der Hose … Pardon! Ich wollte natürlich „Rückgrat“ sagen. Also, wenn wir genug Rückgrat haben, auch einen angemessenen Preis für unsere Werke zu fordern und kreativere Marketingmethoden einsetzen.
Das wiederum gilt dann aber auch für Verlage.

Fundstück: Hybrid-Autoren – wie’s am Besten passt

Auf Indie-Publishing gibt es ein interessantes Interview mit dem Autor Markus Hünnebeck, der für seine Bücher je nach Projekt einen Verlag sucht, oder sie als Selfpublisher herausbringt und Maguerite Jolie, die den Bereich Neue Geschäftsinitiativen der Ulstein Buchverlage leitet.

Thema sind (natürlich) die Vor- und Nachteile von Verlagen bzw. des Selfpublishing und wie Autoren für sich den besten Weg finden.

Das ganze Interview gibt es hier: http://www.indie-publishing.de/home/markt/markt_artikel

Mehr vom Gleichen, oder …?

Deutschlandradio Kultur berichtet über eine Software, mit dem das Leseverhalten analysiert und aufgezeichnet werden kann. Während des Lesens zeichnet sie z. B. die Lesegeschwindigkeit auf, aber auch, ob das Buch zuende gelesen wird. Das ist an sich nichts Neues – Apple und Amazon machen das schon lange. Allerdings werden die Daten nicht an die Verlage weitergegeben.

Diese Lücke soll Jellybooks schließen. Anders, als die Apps von Apple und Amazon arbeitet Jellybooks plattformunabhängig, funktioniert also auf jedem Reader. Ein weiterer Unterschied ist, dass Jellybooks nicht an jedes Buch gekoppelt ist, sondern nur an Freiexemplare für Testleser.

Das ist mal wieder eine Sache, bei der ich nicht weiß, ob ich sie gut oder schlecht finden soll. Einerseits steht natürlich die Befürchtung im Raum, dass Bücher immer mehr konfektioniert und der Mainstream immer stromlinienformiger wird. Andererseits kann es natürlich auch heißen, dass die Verlage plötzlich Segmente entdecken, bei denen sie bisher kein Kundeninteresse vermutet haben und damit neue Autoren mit frischen Ideen eine Chance bekommen.

Wie siehst du das?

Selfpublishing Rocks!

Selfpublishing Rocks ist eine Initiative, deren Verlinkung mir ein Herzensanliegen ist. Gegründet hat sie Stephan Waldscheidt, dessen Schreibratgeber wahrscheinlich vielen ein Begriff sind. Kurz gesagt geht es um eine freiwillige Selbstverpflichtung für Indie-Autoren, die dabei helfen soll, Selbstverlegern und ihren Büchern ein besseres Image bei Lesern, aber auch bei Verlagen, Buchhändlern, Verlagsautoren und anderen Institutionen im Literaturbetrieb zu verschaffen. Dazu können sich Selbstverleger freiwillig Qualitätskriterien auferlegen, die auch für die meisten Verlage selbstverständlich sind.

Und das ist der Inhalt der Selbstverpflichtung:

1. Ich respektiere meine Leser und nehme sie und ihre Ansprüche ernst.

2. Ich biete die beste mir mögliche Qualität an – in Inhalt und Aufmachung.
Das heißt unter anderem:
+ gründliche und mehrfache Überarbeitung des Geschriebenen
+ Fakten-Check bei Sachbüchern und Ratgebern
+ zitieren nur mit Quellen-Angaben
+ Respekt vor der Leistung von anderen: Beachtung des Urheberrechts
+ keine Plagiate
+ keins meiner Bücher erscheint, ohne dass es zuvor von Test-Lesern geprüft wurde, egal ob das Bekannte sind oder bezahlte Profis
+ gründliches Lektorat und Korrektorat von mir selbst und / oder Dritten
+ ein zumindest ordentliches und liebevoll gestaltetes Cover, zu dem ich die Meinung von Dritten einhole oder das Fachleute für mich erstellen

3. Ich biete meine Bücher zu fairen, sich im Rahmen des Üblichen bewegenden Preisen an und garantiere ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung.
Ich verzichte dabei insbesondere auf extrem überhöhte Mondpreise, die das Ansehen der Selfpublisher schädigen, ebenso wie auf dauerhafte Gratisaktionen oder extrem niedrige Preise. Mit Letzterem soll verhindert werden, dass bei den Lesern eine Umsonst- oder Billig-Mentalität einreißt, die längerfristig das ganze Selfpublishing gefährdet. Die Buchpreisbindung in Deutschland sorgt bis heute dafür, dass unsere Buchlandschaft noch immer sehr vielfältig ist. Wenn sich die Leser daran gewöhnen, so gut wie gar kein Geld mehr für Bücher ausgeben zu müssen, schadet das langfristig allen Autoren, Verlagen und Händlern – und am Ende auch den Lesern selbst.

4. Ich vermarkte und bewerbe meine Bücher selbstbewusst – aber ich spamme niemanden mit Werbung voll, nicht in den sozialen Netzen und erst recht nicht per Mail. Dabei bemühe ich mich um inhaltlich korrekte und informative oder unterhaltsame Werbung in erträglichen Dosierungen und verzichte auf marktschreierisches Feilbieten meiner Bücher.

5. Ich respektiere die Arbeit anderer Selfpublisher. Ich will kein Hauen und Stechen, keinen brutalen Wettbewerb, stattdessen gesundes und beflügelndes Konkurrenzdenken und ein faires Miteinander in einem Markt, der groß genug für alle ist, die Qualität anbieten.

6. Ich respektiere die Arbeit von Verlagen und Buchhändlern. Beide sind nach wie vor essenziell für eine Verbreitung des Buchs und für sein Image.

7. Ich respektiere auch die Autorenkollegen, die sowohl mit Verlagen zusammenarbeiten als auch andere Bücher selbst veröffentlichen (Hybrid-Autoren).

8. Ich will als Selbstverleger permanent besser werden und bilde mich weiter – als Autor und als Unternehmer.

9. Ich verfolge meine Autorenkarriere mit Nachhaltigkeit. Vor jeder Veröffentlichung stelle ich mir die folgenden Fragen: Muss dieser Text, an dem ich gerade arbeite, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Ist dieses das richtige Buch für mich als Autor zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere? Ist es tatsächlich gut genug? Stehe ich hinter dem Inhalt? Kann ich auch noch morgen dazu stehen? Oder schade ich mir damit selbst? Ich respektiere eben nicht nur meine Leser, sondern auch mich selbst als Autor.

Dieser Initiative schließe ich mich gerne an!

Gute Bücher direkt vom Erzeuger -- Selfpublishing rocks! -- Eine Initiative der Selbstverleger & Indie-Autoren