Von Liebe, Tod und Geistern

Eigentlich wollte ich, angeregt von einer Twitter-Diskussion über Liebe und Romance schreiben. Dann fiel mir auf, dass das vielleicht nicht die beste Idee ist; genauer gesagt und ich dazu besser den Mund halten sollte, weil Liebe und Romantik bei mir gerne tödlich ausgehen. „Steppenbrand“ enthält eine Liebesgeschichte mit tödlichem Ausgang. In „Der Fluch des Spielmanns“ führt das Begehren zu einer Frau zur Katastrophe. Die Dryade in „O Tannenbaum“ liebt ihren Baum so sehr, dass sie dafür über Leichen geht. Nur Silke, die Vampirin aus „Biss zum letzten Akt“ liebt niemanden (außer sich selbst vielleicht) – und oh Wunder – niemand stirbt.

In „Was von ihnen blieb“ gibt es naturgemäß Tote. Ohne Tote keine Geister. Aber niemand stirbt im Laufe der Handlung. Was daran liegen könnte, dass es auch keine Liebesgeschichte gibt.
Ich hoffe nicht. Ich hoffe, irgendwann eine Geschichte erzählen zu können, in der sich zwei Wesen ineinander verlieben und tanzend in einen Sonnenuntergang voller Geigen entschwinden. Ok. Ganz so kitschig muss es vielleicht nicht werden. Aber bevor ich nicht wenigstens ein ganz kleines Happy End gestiftet habe, erzähle ich besser nichts von Liebe und Romantik.

Vorankündigung 1

Advertisements

Biss zum letzten Akt – bald als Taschenbuch

Wer mir bei Twitter folgt, hat es vielleicht mitbekommen: Eine weitere Erzählung aus dem Codex Aureus geht in den Druck. Wie schon Steppenbrand, wird demnächst auch Biss zum letzten Akt als Taschenbuch bei BoD erscheinen. Auf der Leipziger Buchmesse werde ich es offiziell vorstellen.

Biss Print
Hier schon mal die Vorschau auf das Cover

Ein neues Buch herauszubringen (und sei es nur in einem neuen Format) ist immer wieder eine Herausforderung. Um so mehr freue ich mich, dass es jetzt geschafft ist, und dass ich mich beim Bearbeiten wieder in die Geschichte von Silke verliebt habe.

Vampirnovelle trifft Krimi Noir

Auch der 5. Band des Codex Aureus ist wieder alles außer gewöhnlich. Dafür sorgt schon die Protagonistin Silke. Wenn es den Begriff Badass nicht gäbe, müsste er für sie erfunden werden.

Silke ist da

Biss zum letzten Akt gibt es für alle gängigen Lesegeräte, z. B. bei folgenden Händlern: https://books2read.com/bisszumletztenakt

Eine Leseprobe gibt es hier.

Biss zum letzten Akt

Nach der Coverenthüllung gestern hat sich vielleicht der eine oder die andere gefragt, worum es in der Geschichte eigentlich geht.

Deshalb hier nun der Klappentext:

Image8Die moderne Gesellschaft stellt Vampire vor neue Herausforderungen.

Das muss auch Silke feststellen, die als Ex-Junkie einiges gewöhnt ist. Immer wieder machen ihr die deutsche Bürokratie und allzu neugierige Nachbarn zu schaffen. Und weit und breit keine geheime Vampirgesellschaft, die hilft.

Silke entwickelt einen Plan, um endgültig unterzutauchen. Aber vorher gibt es noch einiges zu erledigen.

Der erste Frankfurter Vampir-Krimi. Ein Crossover aus Urban-Fantasy und Krimi-Noir, gewürzt mit schwarzem Humor.

Ab dem 07.08. in allen guten eBook-Stores.

[Projekte] Es geht voran

Gestern habe ich endlich die Überarbeitung der Vampirgeschichte abgeschlossen und sie den Testlesern geschickt. Jetzt bibbere ich den Urteilen entgegen. Das tue ich zwar jedes Mal, wenn ich eine Geschichte aus der Hand gebe, aber dieses Mal noch ein bisschen mehr als sonst, denn diese Geschichte viel realistischer und gleichzeitig literarischer als alles, was ich bisher veröffentlicht habe.

Bis alle Rückmeldungen vorliegen, werde ich die Arbeit an der neuen Geschichte aus der Welt der Khon wieder aufnehmen. Das Handlungsgerüst steht zwar im Wesentlichen, aber in der Mitte lauert noch eine große Qualle. Wer selber schreibt kennt das vermutlich: Man weiß recht genau, was passiert, aber dann kommt eine Stelle an der alles weich und schwammig wird. Eine Qualle eben. Man könnte auch Treibsand dazu sagen. Aber egal, wie man es nun bezeichnet, muss ich entweder einen Weg drumherum finden oder eine Brücke darüber bauen.

Und ich will endlich den lange versprochenen Newsletter fertig stellen.

[Schnipsel] Sorgen und Nöte moderner Großstadtvampire

Sie achtete darauf, sich unauffällig zu verhalten, kleidete sich dezent, grüßte höflich im Vorbeigehen und zahlte vorbildlich Steuern, Abgaben und Fahrkarten. Geldsorgen hatte sie trotzdem keine. Jetzt, da sie eine eigene Wohnung besaß, reichte das Geld aus den Brieftaschen ihrer Opfer, um die laufenden Kosten zu decken.
Dass sie ein ganz anderes Problem hatte, merkte sie im August 1985, als sie eine neue Jahreskarte kaufen wollte und die Frau hinter dem Schalter ihren Ausweis mit der Bemerkung zurückgab: »Der ist leider abgelaufen. Den müssen sie erst verlängern, Vorher kann ich ihnen keine neue Fahrkarte ausstellen.« Sie warf einen Blick auf Silke. »Aber immerhin müssen Sie kein neues Foto machen. Sie sehen ja noch keinen Tag älter aus, als auf dem Bild hier.«
Bei einem Mann hätte Silke vielleicht an Schmeichelei und einen Flirtversuch geglaubt und den Ausweis unbesehen eingesteckt. So aber schrillten sämtliche Alarmglocken. Das Bild war zehn Jahre alt und unter der peinlichen Frisur guckte tatsächlich noch genau das gleiche Gesicht hervor, das ihr jeden Tag aus dem Spiegel entgegenblickte.

Aus: Biss zum nächsten Akt – demnächst als eBook erhältlich!