[Selfpublishing] Tolino macht Druck

Seit neuestem kann man über Tolino-Media nicht nur E-Books erstellen, sondern seine Werke auch ganz klassisch auf Papier drucken lassen. Damit, und wegen seiner großen Nähe zum Buchhandel ist Tolino doppelt interessant für Selfpublishing geworden. Ein Grund, sich das Angebot näher anzusehen, zumal ich schon von einem anderen Selfpublisher gehört hatte, dass die Qualität sehr gut sei. Diese Info hatte ich aber erst mal nur im Hinterkopf abgelegt, weil die Märchenanthologie, an der ich derzeit arbeite, noch nicht veröffentlichungsreif ist.
Dann jedoch fand ich in meinen Mails die Einladung zum „Tolino-Print-Day.“

Selbstverständlich habe ich das genutzt und bin „hingegangen“. Virtuell, denn die Veranstaltung fand als Lifestream auf Youtube statt. Zunächst gab es eine allgemein gehaltene Einführung darüber, was jetzt alles möglich ist.

Der zweite Teil enthielt einen virtuellen Rundgang über die Plattform. Hierbei konnten dann auch Detailfragen gestellt und geklärt werden. Dabei wurde vor allem deutlich, dass vieles noch im Werden ist.

Für mich entstand der Eindruck, dass Tolino inzwischen alles anbietet, was andere Selfpublishing-Anbieter wie BoD, Amazon oder epubli auch können. Der Teufel versteckt sich wie immer im Detail (oder im Kleingedruckten).
Da ich bisher über BoD veröffentlicht habe, bietet sich der Vergleich mit den dortigen Konditionen an. Beide verwenden ähnliches, wenn nicht sogar das gleiche Papier (90g, weiß oder cremeweiß). Außerdem bekommen die Bücher eine ISBN und werden im Verzeichnis lieferbarer Bücher eingetragen, können also normal über den Buchhandel bestellt werden. Die Verträge sind nicht exklusiv und man behält alle Rechte.

Positiv an Tolino

  • unbegrenzte Vertragslaufzeit: Das war der Punkt, der mich als erstes hat hellhörig werden lassen und der für mich ein wesentlicher Grund für einen Wechsel wäre. Anders als bei BoD, wo man den Vertrag nur über ein Jahr abschließt und das Buch danach aus dem Handel verschwindet, bleibt es bei Tolino so lange erhältlich, bis der Vertrag storniert wird.
  • günstig: Die Gebühr für die Einrichtung des Buchs fällt bei Tolino niedriger aus, als bei BoD. Zwar ist BoD mit 19 Euro im Tarif Classic auch nicht teuer, aber Tolino ist noch mal um ein Viertel günstiger.
  • schnell: Nach dem, was im Stream gesagt wurde, ist Tolino außerdem bei Druck und Auslieferung schneller als BoD. Die Rede war von ca. 5 Tagen. Bei BoD können es schon mal 14 werden. Ob das bei steigenden Auftragszahlen so bleibt, wird sich natürlich noch herausstellen müssen.
  • kundenorientiert: Gut an Tolino gefällt mir auch die starke Kundenorientierung. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Auch BoD ist da super aufgestellt. Aber im Stream fiel eben auch auf, dass sich Tolino aktuell sehr darum bemüht, den Wünschen und Anforderungen gerecht zu werden und Anregungen aufzugreifen.

Nachteile gegenüber BoD

  • kein Impressumsservice: Auch, wenn man mit seinen Werken Ruhm und Ehre eringen will, möchten viele das nicht unter ihrem richtigen Namen tun. Nicht nur, weil wir alle schon von Stalkern gehört haben – es gibt viele gute Gründe für ein Pseudonym. Erst recht dafür, die eigene Anschrift nicht zu veröffentlichen. Leider bietet Tolino-Media – anders als BoD – keinen Impressumsservice.
  • keine Abgabe von Pflichtexemplaren: Von jedem, in Deutschland veröffentlichten Buch müssen zwei Exemplare an die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt und, je nachdem in welchem Bundesland die Veröffentlichung erfolgt, ein bis zwei weitere Exemplare an die jeweilige Landesbibliothek übersandt werden.* Bei BoD erfolgt diese Abgabe von Pflichtexemplaren automatisch. Tolino macht das derzeit nur bei E-Books.
  • keine Rezensionsexemplare: Bei BoD erhält man auf Nachfrage Rezensionsexemplare, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Bei Tolino ist das zumindest derzeit nicht der Fall.
  • geringere Marge(?): Hier habe ich ein Fragezeichen gesetzt, denn während sich mit dem Preiskalkulator von BoD sehr genau bestimmen lässt, wie viel man an einem Buch verdient, habe ich eine vergleichbare Funktion bei Tolino nicht gefunden. Daher habe ich die Preise für Bestellungen zum Eigenbedarf verglichen. Hier ist BoD dann doch erheblich günstiger.

*In Österreich existiert eine ähnliche Regel.


Fazit

Das Angebot von Tolino klingt erst mal durchaus attraktiv, wobei der größte Pluspunkt die unbegrenzte Vertragsdauer ist. Nicht jedes Jahr verlängern zu müssen, ist nicht nur organisatorisch ein großer Vorteil. Auch die schnellen Lieferzeiten sprechen für Tolino (wenn sie denn eingehalten werden). BoD punktet demgegenüber mit größerer Transparenz bei der Preisgestaltung, höheren Margen und – zumindest derzeit noch – besserem Service. Bei letzterem kann es sein, dass Tolino da noch nachlegt.

Alles in allem bin ich daher ganz froh, jetzt noch keine Entscheidung treffen zu müssen, sondern noch etwas abwarten zu können.


Wie siehst du das? Was ist für dich bei einem Anbieter wichtig?

Raus aus der Kuschelecke

Marah Woolfe hat einen Brief von einer Buchhändlerin bekommen, in dem diese sich darüber empört, dass Marah Woolfe auf ihrer Seite für die Bestellmöglichkeit über Amazon wirbt.
Warum

ich das erwähne? Weil ich die Antwort auf Marahs Blog Wort für Wort unterschreibe und weil das Ganze thematisch zu dem Artikel „Was ich mir von Tolino wünsche“ passt, den ich vor ein paar Tagen veröffentlicht habe.

Sich zu überlegen, was seinen Laden, sein Geschäft zu etwas Besonderem macht, ist täglicher Alltag aller Selbständigen, Unternehmer, Gewerbetreibenden.

Was ich mir von Tolino wünsche

Vor zwei Jahren noch, habe ich zu den Leuten gehört, die auf „echte Bücher“ geschworen haben. Print also. Weil sie so schön in der Hand liegen. Weil man Zettel reinstecken kann. Weil man sie im Regal vor Augen hat. Weil sie einfach hach sind.
Dann bekam ich einen Tolino und seitdem möchte ich eBooks nicht mehr missen. Weil sie keinen Platz im Koffer wegnehmen. Weil sie nichts wiegen. Weil sie nicht zerknittern. Weil sie bei jeder Beleuchtung lesbar sind. Weil man mit „suchen“ schnell und gezielt bestimmte Passagen findet. Kurz gesagt: Der Reader hat mein Verhältnis zum gedruckten Buch verändert.

Trotzdem gibt es da einige Dinge, die mich nerven. Gerade bei Tolino.

Es ist jetzt 10 Jahre her, dass Amazon den ersten Kindle auf den Markt gebracht hat. Trotzdem sind – so mein Eindruck – die einzigen, die eBooks für eine großartige Entwicklung halten, Selfpublisher, Plattformen wie neobooks und natürlich Amazon.
Die Selfpublisher, weil sie ihre Bücher dadurch schnell, kostengünstig und an den Verlagen vorbei auf den Markt bringen können. Neobooks, weil sie an den Selfpublishern verdienen und Amazon, weil sie an den Selfpublishern nicht nur verdienen, sondern die Selfpublisher und ihre eBooks außerdem das Kanonenfutter im Kampf gegen die Verlage sind.*

Aber obwohl diese Haltung nun seit einer ganzen Weile bekannt ist, fällt Verlagen und Buchhandel wenig mehr ein, als Plakete und Buy-local-Kampagnen. Immerhin hat man 2013, mit dem Tolino einen eigenen Reader auf den Markt gebracht, um Amazon wenigstens etwas entgegenzusetzen. Also rund 13 Jahre nach dem Kindle. Damit kann man die meisten eBooks jetzt auch total lokal beim örtlichen Buchhändler kaufen. Trotzdem bleibt das eBook für Verlage und Handel noch so etwas, wie der ungeliebte Bastard; das etwas anrüchige Produkt eines Fehltritts, der sich zum Leidwesen aller nicht totschweigen lässt. Die mangelnde Begeisterung schlägt sich leider auch bei der Funktionalität des Tolino nieder.

Noch mal als Erinnerung: Ich finde den Tolino toll. Er ist technisch super, dabei aber deutlich leichter als der Kindle und sehr angenehm in der Bedienung.

https://pixabay.com/de/ebook-buch-aufladekabel-2467267/
Bildquelle: Myriams-Fotos via pixabay

Was mich nervt, ist die lieblose Art, in der dort Bücher präsentiert werden.
Der Startbildschirm begrüßt mich zwar mit Namen, hat aber nichts mit meinen Lesevorlieben zu tun. Statt dessen werden dort Bestseller gelistet, quer über alle Genres verteilt. Die Chance, nichts zu finden, ist da schon sehr groß.
Aber auch, wenn ich mich ins Menü klicke in die Kategorie Fantasy und Science Fiction gucke, stehen Bestseller wieder als erste Auswahlmöglichkeit ganz oben. Es folgen Neuheiten, Top-Vorbesteller und Top-Autoren und dann, fast verschämt am Ende: Fantasy, Science Fiction, Vampirromane. Bei Krimis (bzw. Krimis, Thriller, Horror, wie die Kategorie vollständig heißt) sieht es nicht viel anders aus. Nur tauchen dort „Gratis Krimis“ in den oberen Rängen auf und Anthologien sind offenbar eine eigene Gattung. Ansonsten gibt es die Subgenres Historischer Krimi, Horror und Kulinarische Krimis.
Mehr Subgenre gibt es nicht.  Ein bisschen dürftig, wenn ich gerade nach einer Steampunk Autorin suche, deren Name mir nur leider entfallen ist. Das liegt auch nicht an dem Shop, an dem mein Tolino hängt, sondern ist bei allen Online-Buchhandlungen gleich schlecht : Die Aufteilung ist unübersichtlich, fantasielos und offenkundig mehr am Umsatz als am Interesse des konkreten Kunden orientiert. Amazon ist da durchaus keine Ausnahme.

Allerdings macht Amazon ein paar Dinge besser. Zum Beispiel, indem es mich zum „Stöbern“ einlädt und mir dabei Bücher vorstellt, die denen ähneln, die ich mir angesehen, gekauft oder auf meinen Wunschzettel geschrieben habe. Dadurch stoße ich tatsächlich immer wieder auf Bücher, die mich interessieren.
Von den Tolino-Buchhandlungen bietet nur Thalia persönliche Empfehlungen. Alle anderen bieten allen Kunden den gleichen Einheitsbrei. Im Zeitalter von Digitalisierung und Big Data wirkt das nicht nur rückständig sondern beinahe snobistisch. Als sei es das Problem des Kunden, ob er etwas findet. Das Problem eines Kunden, dessen Geld man zwar nimmt, wenn er es denn unbedingt ausgeben will, auf das man aber nicht angewiesen ist.

Vielleicht ist dieser Eindruck ja gar nicht so falsch. Vielleicht verfolgt die mangelnde Struktur des Angebots und das Fehlen von Kundenorientierung ja ein Ziel. Vielleicht glaubt man tatsächlich, Kunden würden, wenn sie nicht finden, was sie suchen, in die Filiale gehen, um dort zu kaufen. Dafür sprächen die unübersehbaren (weil viel Platz einnehmenden) Hinweise auf die Filialen auf manchen Seiten.
Allerdings ist der Wunsch naiv. Wer online einkauft, tut das in der Regel, weil der Einkauf im Internet bequemer ist. Deshalb geht er auch nicht in die Filiale, wenn ihn das Angebot im Online-Shop nicht interessiert, sondern zur Konkurrenz. Also im Zweifel zu Amazon.

Dass ich 2018 so etwas in einem Blogartikel schreiben muss, weil ich das Gefühl habe, dass manche Unternehmen da draußen immer noch nach Zielen ausgerichtet werden, die schon in den 1990ern überholt waren, lässt mich schaudern.
Man hatte 20 Jahre Zeit, die Konkurrenz zu beobachten und von ihren Erfolgen und Fehlern zu lernen. Was dabei herausgekommen ist, ist ein schlecht gemachter Abklatsch. Ja, es gibt einen gemeinsamen Reader, ein gemeinsames Format. Aber da hört die Gemeinsamkeit schon auf. Die Mitglieder der Tolino-Allianz haben es nicht mal geschafft, ihre Verkäufe nicht etwa über ein gemeinsames Portal abwickeln.
Das heißt aber auch: Es gibt keine Plattform, auf dem man Bücherbewertungen teilt. Oder Autorenportraits.
Dabei hat das ganz praktische Auswirkungen: So hat z. B. der Roman „Das Lavendelzimmer“ bei Thalia 78 Bewertungen, bei der Meyerschen nur 5 und bei Osiander gar keine. Je nachdem, wo ich mich gerade befinde, wird mir als Kunde das Buch daher mehr oder weniger attraktiv erscheinen – aber in jedem Fall unattraktiver als bei Amazon, wo es auf über 300 Rezensionen kommt, weil Amazon die Bewertung für alle Formate einbezieht, während die o. g. Buchhandlungen z. T. nicht einmal das hinbekommen.

Wohin geht ein Kunde also wohl? Dorthin, wo er sich nur mühsam zurecht findet und wo ihm Informationen allenfalls häppchenweise präsentiert werden? Oder da hin, wo er zum Stöbern eingeladen wird und wo er das Gefühl hat, man kümmert sich um seine Interessen?

girl-564460_640
Symbolbild: Was will der Kunde? Bildquelle: Pixabay

Ok, das war eine rhetorische Frage.

Außerdem hatte ich den Artikel anders überschrieben. Das oben ist eigentlich nur die Vorrede, damit die Unternehmen der Tolino-Allianz erkennen, vielleicht erkennen, wie ihr System auf Kunden wirkt (ich habe manchmal das Gefühl, Kunden kommen in dem Kosmos nicht vor).

Was ich mir also als Kunde wünsche:

  1. Ernst genommen zu werden. Das bedeutet nicht nur, mit Namen angesprochen zu werden, sondern vor allem, dass die Daten, die ich dort lasse (und erzählt mir nicht, dass sie nicht gespeichert und verarbeitet werden) auch dafür genutzt werden, mir den Aufenthalt auf der Seite so angenehm wie möglich zu machen.
    Das bedeutet

    • mich nicht mit Einheitskontent zu überschwemmen, sondern mir maßgeschneiderte Angebote zu machen, die sowohl auf meinem Kauf-, Lese- und Stöberverhalten als auch auf den Metadaten der Bücher beruht. Dafür ist nicht mal ein Abgleich mit dem Kauf- und/oder Leseverhalten anderer erforderlich.
    • die Seitengestaltung übersichtlich und die Navigation einfach, wie möglich.
    • Bücher mindestens nach Genres und Subgenres zu sortieren.
    • Eine Stichwortsuche zuzulassen.
  2. Eine gemeinsame Plattform über die ich eBooks herunterladen kann und auf der ich alle Informationen zu Buch und Autor bekomme. Als ich den Reader gekauft habe, war zwar ein Online-Händler vorinstalliert, aber ich kaufe da ohnehin nur selten, weil das Angebot dort besonders unübersichtlich ist. Eine solche Plattform hätte für mich als Kundin den Vorteil, dass ich mich schnell und umfassend über Buch, Bewertungen und Autor informieren könnte. Sie hätte außerdem den Vorteil, dass sie von Buchbloggern als Affiliate-Link eingebunden werden könnte und damit den Umsatz der Teilnehmer insgesamt erhöhen würde (kein Buchblogger bindet für das gleiche Buch Links von 5 verschiedenen Buchshops ein, der übliche Link geht zum großen A). Trotzdem ist es technisch problemlos umsetzbar, vorrangig über den Shop einzukaufen, der auf dem Reader vorinstalliert ist.
  3. Dass eBooks endlich als „normale Bücher“ gesehen und mit entsprechender Wertschätzung behandelt und verkauft werden. An einem Buch zählt nicht in erster Linie der Duft oder die Haptik. Wenn das so wäre, zöge ich einen Handschmeichler aus Zitronen- oder Zedernhölz allemal vor. Bei Büchern zählt der Inhalt. Und der ist der Gleiche, ob sie nun rascheln oder nicht.

 


  • Von Jeff Bezos wird der Spruch kolportiert “that Amazon should approach these small publishers the way a cheetah would pursue a sickly gazelle.”

#Autorinnenzeit: Empfiehl das Buch einer Autorin

Jetzt mache ich mal was ganz Dreistes. Ahnst du, was? Genau! Ich empfehle mich selber. Schließlich bin ich Autorin. Und Selfpublisherin. Außerdem meine eigene Coverdesignerin und Marketingabteilung.
Meine eBooks haben durch die Bank fünf-Sterne-Bewertungen bei Amazon. Für meine Cover bin ich schon mehrfach gelobt worden. Genauso für meine Werbebilder und -sprüche.

Da darf ich mir schon mal selber auf die Schulter klopfen und sagen, dass ich alles in allem einen verdammt guten Job abliefere.

Aber die Aufgabe lautet „Empfiel ein Buch …“ Nicht das Gesamtwerk. Und obwohl ich natürlich alle Ausgaben des Codex Aureus mag (sonst hätte ich sie nicht veröffentlicht) gibt es eines, an dem mein Herz besonders hängt: Steppenbrand.

Cover für Steppenbrand, die Geschichte von Dejasir no'Sonak, der eigentlich nur das Beste für sich und sein Volk wollte.
Steppenbrand – Codex Aureus (2) (Erzählung)

Nicht nur, weil es zu den ersten Geschichten gehört, die ich anderen zu lesen gegeben habe, sondern weil ich glaube, damit etwas Zeitloses geschaffen zu haben.
Steppenbrand spielt in einer ganz anderen Welt als unserer. Sie ist brutaler, aber auch farbenprächtiger. Phantastischer. Die Gesellschaft ist eine andere. Nicht besser als unsere, auch nicht schlechter. Anders eben. Mit einem ganz anderen Rollenverständnis. Natürlich ist die Geschichte spannend. Das gleiche gilt für die Charaktere. In gewisser Weise sind sie Archetypen, aber sie bleiben Individuen. Das macht es leicht, sie zu verstehen und ihre Handlungen nachzuvollziehen, auch wenn man sie manchmal ohrfeigen möchte. Natürlich war es ein Wagnis, ausgerechnet den Antagonisten in den Mittelpunkt zu stellen. Aber ich mag Dejasir. Trotz allem. Die einzige Figur, die ich nicht mag, ist seine erste Frau, obwohl ich der Meinung bin, dass sie vom Typ her sehr genau getroffen ist.
Das sind schon eine ganze Menge Gründe, Steppenbrand zu mögen. Was ihn in meinen Augen aus den übrigen Ausgaben des Codex Aureus hervorhebt, ist aber, dass die Geschichte nicht nur auf vielen Ebenen gelungen ist, sondern diese sich auch noch gegenseitig unterstützen und verstärken.

Bisher gibt es Steppenbrand als eBook sowohl über die Tolino-Allianz als auch über Amazon. Ich plane aber, es außerdem als Taschenbuch zu veröffentlichen. Aktuell arbeite ich mich dafür in Scribus ein.

Falls du jetzt neugierig geworden sein solltest, geht es hier zu den Verkaufslinks.

Meldung: Telekom verkauft Tolino-Anteil

Heise online meldet, dass die Telekom ihren Anteil an der Tolino Allianz offenbar an den japanischen Konzern Rakuten verkauft hat. Als Selfpublisherin sehe ich diesen Verkauf mit gemischten Gefühlen.

Einerseits könnte diese Entwicklung bedeuten, dass eBooks, die via Tolino veröffentlicht werden, nun über die Kobo-Stores weltweit in den Handel kommen.

Andererseits sind die AGB von Rakuten/Kobo mehr als nur ein bisschen seltsam und eBooks unter 1,99 € wurden in der Vergangenheit gar nicht erst ins Programm genommen. Das jedenfalls war meine Erfahrung, als ich versucht habe, den Codex Aureus auch bei Kobo anzumelden.

Und nun soll Rakuten ausgerechnet die technische Plattform und die Geräte übernehmen…
Ob sich Hugendubel, Weltbild und Co. die Konsequenzen überlegt haben? Oder folgen sie dem englischen Buchhändler Waterstones und verabschieden sich ganz aus dem eBook-Geschäft?

Leseprobe von „O Tannenbaum“ ist online

Vielleicht sollte ich auch hier im Blog noch kurz darauf hinweisen, dass die Leseprobe von O Tannenbaum (der 4. Ausgabe des Codex Aureus) freigeschaltet ist.

Wer also Velona in freier Wildbahn erleben möchte, bitte hier entlang.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und ein fröhliches Weihnachtsfest!


o-tannenbaum-kleinO Tannenbaum ist als eBook in den Formaten ePub und Mobi erhältlich und damit für alle gängigen Lesegeräte verfügbar.
Kindle-Nutzer können das Buch bei Amazon beziehen. Die Nutzer aller anderen Reader bekommen es über die Online-Buchhandlungen der Tolino Allianz. Mein besonderer Favorit ist Bookzilla, weil man mit dem Einkauf die Entwicklung freier Software fördert. Es gibt O Tannenbaum aber z. B. auch bei:

O Tannenbaum jetzt auch für Tolino

Tolino media hatte O Tannenbaum zunächst nicht an den Handel ausgeliefert, weil die Einordnung des Genres als „nicht verkaufsfördernd“ eingestuft wurde (ich hatte gestern darüber berichtet). Nach Änderung der entsprechenden Angaben gab es zum Glück keine weiteren Beanstandungen, so dass die Geschichte von der Dryade und ihrem Baum jetzt auch für Tolino erhältlich ist. Am schnellsten war – wie bisher immer – die Mayersche.

Für alle, die den gestrigen Artikel nicht gelesen haben, hier noch einmal der Klappentext: o-tannenbaum-midiVelona ist eine Dryade; eines jener friedfertigen Wesen, die wenig anderes im Kopf haben, als die Bäume, mit und von denen sie leben. Die Bindungen zu einzelnen Bäumen kann sehr eng werden. So eng, dass die Dryade leidet, wenn ihr Baum Schaden nimmt und stirbt, wenn er gefällt wird. Solche Seelenfreundschaften oder Symbiosen sind selten. Aber auch sonst können Dryaden sehr wütend werden, wenn sich jemand an »ihren« Bäumen vergreift.

Wenn man, wie Velona, in einer Baumschule lebt und sich ausgerechnet in eine gutgewachsene Nordmanntanne verguckt, ist der Ärger vorprogrammiert.

Ich wünsche eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Lesen. Und natürlich freue ich mich riesig über Rückmeldungen. Sei es als Rezension im eigenen Blogs, auf Portalen wie Lovely Books oder als Bewertung bei der Buchhandlung, bei der O Tannenbaum gekauft wurde.

Für Tolino ist O Tannenbaum u.a. bei folgenden Buchhandlungen erhältlich:

O Tannenbaum ist im Handel – bisher leider nur bei Amazon

Mit „O Tannenbaum“ liegt nun schon die vierte Ausgabe des Codex Aureus vor. Leider derzeit nur bei Amazon, weil die Tolino Qualitätssicherung noch Mängel gefunden hat: Man findet die Einordnung des Genres nicht verkaufsfördernd.

In einer freundlichen Mail wurde mir mitgeteilt, dass folgendes Problem bestehe:

Für die Sichtbarkeit, die Auffindbarkeit und damit Ihrem Umsatz auf den Partnerportalen ist die Platzierung des Genres „Belletristik“ als erstes Genre eher ungünstig, da es sehr allgemein ist. Je spezifischer das erste Genre den Charakter Ihres Titels beschreibt, desto leichter lässt es sich unter allen anderen Titeln finden. Bitte ändern Sie die Reihenfolge.

Dieser Aufforderung werde ich selbstverständlich nachkommen. Es ist ja auch irgendwie schön, dass man sich bei Tolino derart viele Gedanken macht, statt das Buch ohne Rücksicht auf die Konsequenzen einfach hochzuladen.
Zum Genre sei hier schon gesagt, dass es sich um Urban bzw. Contemporary Fantasy handelt.

o-tannenbaum-midiVelona ist eine Dryade; eines jener friedfertigen Wesen, die wenig anderes im Kopf haben, als die Bäume, mit und von denen sie leben. Die Bindungen zu einzelnen Bäumen kann sehr eng werden. So eng, dass die Dryade leidet, wenn ihr Baum Schaden nimmt und stirbt, wenn er gefällt wird. Solche Seelenfreundschaften oder Symbiosen sind selten. Aber auch sonst können Dryaden sehr wütend werden, wenn sich jemand an »ihren« Bäumen vergreift.

Wenn man, wie Velona, in einer Baumschule lebt und sich ausgerechnet in eine gutgewachsene Nordmanntanne verguckt, ist der Ärger vorprogrammiert.

Ich wünsche eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Lesen. Und natürlich freue ich mich riesig über Rückmeldungen. Sei es als Rezension auf euren eigenen Blogs oder auf Portalen wie Lovely Books oder als Bewertung bei der Buchhandlung, bei der ihr gekauft habt.

Für alle, die auf dem Kindle oder per Kindle App lesen, hier schon mal der Link zu O Tannenbaum bei Amazon,

Fundstück: Anatomie eines eBooks: HTML/XML und CSS für Einsteiger

Im tolino media Blog gibt es mal wieder einen Beitrag mit interessante Tipps und Tricks für die Erstellung von eBooks. Dieses Mal geht es um den technischen Aufbau, genauer gesagt darum, wie man mittels HTML und CSS die Formatierung eines eBooks festlegt.

Nach unseren vorherigen beiden Teilen, die sich mit den Unterschieden zwischen einem Printbuch und einem eBook sowie mit den besonderen Layoutanforderungen an ein eBook beschäftigt haben, wird es heute spannend, denn wir steigen endlich in den technischen Aufbau eines eBooks ein. Eine Epub-Datei ist im Grunde nichts anderes als eine Zip-Datei. Benennt man die Dateiendung…

über Anatomie eines eBooks: HTML/XML und CSS für Einsteiger — tolino media Blog