Ich brauche noch einmal Hilfe

Im IndieBuchtober, der Challenge rund um Indie-Bücher wird heute das allergruseligste Buch gesucht. Aber wie ich schon in mehreren Beiträgen erzählt habe, kann ich mit Grusel wenig anfangen. Mir gruselt es einfach nicht. Spannung ist etwas anderes. Spannung empfinde ich durchaus, aber Angst vor dem Übernatürlichen? Mir machen die Lebenden Angst, nicht die Toten oder irgendwelche paranormalen Phänomene.*

Nun gehört das Übernatürliche zum Grusel aber nun mal dazu. Deshalb meine Frage an dich: Wovor gruselt es dich? Was ist das allergruseligste Buch das du je gelesen hast? Schön wäre, wenn es aus einem kleinen, unabhängigen Verlag kommen würde oder im Selfpublishing produziert wäre. Aber da ja nur ich an der Challenge teilnehme, ist das kein Muss.

Quelle: DasWortgewand via pixabay

*Wie mir gerade auffällt, stimmt das nicht so ganz. Nachdem ich O Tannenbaum geschrieben und veröffentlicht hatte, wurde mir beim Kauf des Weihnachtsbaums durchaus mulmig. Natürlich wusste ich, dass ich damit garantiert keine rachsüchtige Dryade nach Hause bringe. Schließlich war Velona meine Erfindung. Aber mein Unterbewusstsein war nicht so leicht zu überzeugen.
Egal. Trotz dieser Nachwirkungen ist O Tannenbaum keine Gruselgeschichte.


Alle Aufgaben der IndieBuchtober Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Werwölfe bei Neumond
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbisgemetzel
03.10.Supernatural18.10.Gesucht wird ein Herbstkrimi
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.Wir gruseln uns weiter23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.Der Herbst, der Herbst,
der Herbst ist da
26.10.Buch und Schal
12.10.Heißes für die kalte Zeit27.10.schwarz und orage
13.10.Nun schlägt es dreizehn28.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichte29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

Mehr über den IndieBuchtober findest du auf der Webseite von Indie-Buecher.com.

(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten.)

Zombie-Apocalypse now!

Wenn der Oktober endet, beginnt die richtig gruselige Jahreszeit, in der die Grenzen zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten dünn wird. Feste wie Halloween, Allerseelen oder Samhain dienen auch dazu, die Geister zu besänftigen, die diese Grenze vielleicht passieren, damit sie nicht zu viel Unheil anrichten.

Aber noch ist es nicht so weit. Deshalb geht es heute noch einmal um die, die nicht so ganz tot sind. Um Untote. Genauer gesagt: um Zombies.

Ich muss gestehen, dass ich der üblichen Spielart dieser Hirnfresser wenig abgewinnen kann. Deshalb meide ich sie üblicherweise, so gut es denn eben geht. Aber der IndieBuchtober, d. h. die Challenge rund um Bücher von Selfpublisher:innen und aus kleinen, unabhängigen Verlagen sieht für heute das Thema „Zombies“ vor. Deshalb stelle ich heute Gefesselt – Der Anfang von Elenor Avelle vor.

Der Ausbruch der Seuche, die die Menschheit vernichtet, ist noch Jahre entfernt, doch schon jetzt werden Entscheidungen getroffen, die in die Katastrophe führen …
Rebecca und ihre Zwillingsschwester sind unzertrennlich – bis Gabriella ein Jobangebot von der Firma Genetics erhält und kurz darauf spurlos verschwindet. Aus sämtlichen Erinnerungen getilgt, glaubt nur noch Rebecca an ihre Existenz. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, macht sie sich auf die Suche nach den Verantwortlichen, nicht ahnend, in welche Gefahr sie sich begibt. […]
– und der Ausbruch rückt unaufhaltsam näher.

(Auszug aus dem Klappentext)

Ich habe Gefesselt noch nicht ausgelesen, daher kann ich noch kein abschließendes Urteil abgeben. Aber ich kenne Elenor Avelles Bücher seit Infiziert – Geheime Sehnsucht, das den Auftakt der Reihe „Die verfallene Welt“ bildet und ich mag die Art, wie sie schreibt. Was mir ihre Bücher trotz Zombies sympathisch macht, ist, dass Zombies nur ein Teil einer dystopischen Entwicklung sind – und nicht mal der wichtigste. Dementsprechend liegt der Fokus nicht auf Ekelfaktoren, sondern darauf, wie Menschen mit einer Katastrophe umgehen, bzw. wie sie hineingeraten.


Alle Aufgaben der IndieBuchtober Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Werwölfe bei Neumond
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbisgemetzel
03.10.Supernatural18.10.Gesucht wird ein Herbstkrimi
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.Wir gruseln uns weiter23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.Der Herbst, der Herbst,
der Herbst ist da
26.10.Buch und Schal
12.10.Heißes für die kalte Zeit27.10.schwarz und orage
13.10.Nun schlägt es dreizehn28.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichte29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

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(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten.)

Gesucht wird ein Herbstkrimi

Literarisch gesehen ist der Herbst eine vernachlässigte Jahreszeit. Abgesehen von ein paar Anthologien rund um Halloween, herrscht genreübergreifende Ödnis. Geliebt wird im Frühling oder Sommer. Gemordet gerne im Winter – vielleicht, weil das Blut dann so schön im Schnee glitzert, vielleicht aber auch, weil der Winter es leicht macht, Metaphern für Einsamkeit, Trauer und Tod zu finden. Nur der Herbst ist mal wieder außen vor.

Seltsam eigentlich, denn auch der Herbst bietet mit Erntezeit, Regen und den länger werdenden Nächten reichlich Metaphern für Tod und Sterben. Außerdem lassen sich gerade im Herbst sehr spezifische Tode kreiren: Der durch Pilzvergiftung zum Beispiel. Jagdunfälle, die vielleicht gar keine sind. Amok laufende Erntemaschinen. Und a pro pos Ernte: Die Kartoffelernte kann notdürftig verscharrte Leichen zu Tage fördern. Oder beim Abnehmen der Halloweendekoration stellt sich heraus, dass eine besonders schaurige Puppe gar keine Puppe war, sondern der seit Wochen vermisste Sohn der Bürgermeisterin …

Wie du siehst, fällt mir ad hoc eine ganze Menge zu Krimi und Herbst ein. Leider fällt mir partout kein Krimi ein, der das umsetzt.

Das ist insofern doppelt schade, weil die heutige Aufgabe des IndieBuchtobers darin besteht, einen Herbstkrimi oder -Thriller vorzustellen. Natürlich wieder einen, der im Selfpublishing herausgegeben wurde oder in einem der kleinen, unabhängigen Verlage erschienen ist. Ich lese gerne Krimis. Aber mir ist absolut keiner eingefallen.

Das heißt doch. Einer. Auch, wenn puristische Geister vielleicht bemängeln, dass das eigentlich Fantasy sei, weil die Geschichte in einer alternativen Wirklichkeit spielt, in der Geister, Feen und Götter existieren. Außerdem ist die Ermittlerin eine Hexe. Eine echte Hexe mit entsprechendem Diplom.
Aber in dieser alternativen Wirklichkeit ist Allerseelenkinder von Diandra Linnemann so etwas wie ein Regio-Krimi. Außerdem entspricht es genau der Zeitvorgabe, denn der Hauptteil der Handlung spielt Ende Oktober, kurz vor Samhain.

MAGIC CONSULTANT AND SOLUTIONS. Dieser Slogan steht auf Helena Weides Visitenkarte. Aber als der Bonner Bürgermeister sie persönlich damit beauftragt, eine verschwundene Wicca zu suchen, hilft ihr das auch nicht weiter. Die Verschwundene hat nämlich nicht nur einen heimlichen Liebhaber, ein ungeborenes Kind und einen merkwürdigen Hexenzirkel, sondern auch eine dubiose Vergangenheit.

(Auszug aus dem Klappentext)

Diandra Linnemann ist Selfpublisherin. Allerseelenkinder ist der Auftakt ihrer Serie Magie hinter den sieben Bergen und sowohl solo als Print oder E-Book verfügbar oder als Teil von Magie hinter den sieben Bergen, Sammelband 1 (Sommer).

Zartbesaitete Gemüter sollten allerdings die Hände davon lassen, denn die Geschichte enthält nicht nur äußerst unappetitliche Zombies, sondern auch auch explizite, sehr anschaulich geschilderte Gewaltszenen und sehr viel Blut.

Alle Aufgaben der IndieBuchtober Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Werwölfe bei Neumond
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbisgemetzel
03.10.Supernatural18.10.Gesucht wird ein Herbstkrimi
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.Wir gruseln uns weiter23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.Der Herbst, der Herbst,
der Herbst ist da
26.10.Buch und Schal
12.10.Heißes für die kalte Zeit27.10.schwarz und orage
13.10.Nun schlägt es dreizehn28.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichte29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

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(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

IndieBuchtober: Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da

Das haben wir schon im Kindergarten gesungen und aus irgendwelchen Gründen ist es hängengeblieben.

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Wind, hei hussassa!
Schüttelt ab die Blätter,
bringt uns Regenwetter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!

Tatsächlich faucht draußen gerade der Wind und treibt Regen gegen die Fensterscheiben, während ich diesen Text schreibe. Vielleicht ist das der Grund, warum mir bei der Tagesaufgabe zum IndieBuchtober als Erstes dieses Kinderlied eingefallen ist. Heute ist nämlich ein Indie-Buch mit einem herbstlichen Cover gefragt. Auch dafür böte sich Schwesternband von Wiebke Tillenburg an. Aber da ich das vor ein paar Tagen schon vorgestellt habe, scheidet dieses Buch leider aus. Challenges leben von der Abwechslung.

Aber es kann ja wohl nicht so schwer sein, ein Buchcover mit Kürbissen zu finden; mit roten Blättern vor blauem Himmel oder eins, in dem ein schon braun und wellig gewordenes Blatt in einer Pfütze treibt. Reife Äpfel, Nüsse, Birnen, Pilze, Nebel, Korngarben … Nichts!*
Wenn es nach Buchcovern geht, gibt es Frühling, Sommer und Winter. Dazwischen klafft eine riesige Lücke.

Und dann ist da noch das Problem, dass Indie-Bücher extrem schwer zu finden sind. In den stationären Buchhandel kommen sie nur ausnahmsweise, was in den Zeiten von Corona nicht mal ein Nachteil sein muss. Aber auch die Algorithmen der Online-Buchhandlungen bevorzugen klar die Bücher aus Publikumsverlagen und die Suchfunktion ist unterirdisch. Inzwischen gibt es zwar meist auch eine Abteilung „Indie-Autoren“, aber die ähnelt einer Kruschkiste, in sich der Anleitungen zum Stricken von Babyschuhen, Fantasyromane, Splatter und Einhand-Erotik mit Krimi, Western, Romance, BDSM, Poesie und Low-Carb-Rezepten mischt. Vermutlich habe ich noch ein paar Genres vergessen, aber ich werde mindestens einen Liter Gehirnbleiche brauchen, um die Cover der sogenannten Erotiktitel wieder aus dem Kopf zu bekommen.
Das nächste Mal, wenn wieder von den Leiden des deutschen Buchhandels und dem bösen Amazon die Rede ist, werde ich an diese Suche zurückdenken. Corona wäre ein guter Anlass gewesen, die Online-Shops auszubauen und zu verbessern. Getan hat sich nichts. Und eine Branche, die Bedürfnisse seiner Kunden so konsequent ignoriert, dass sie es nicht mal fertig bringt, aus den zu jedem Buch mitgelieferten Metadaten eine vernünftige Suchfunktion zusammenzuklöppeln, hat es irgendwann auch nicht mehr verdient, zu überleben.

Am Ende war ich schon fast so weit, mich von der Belletristik ab und den Kochbüchern zuzuwenden. Es gibt bestimmt einen Indie-Titel: wie „Herbstgenüsse – die besten Rezepte meiner Oma“ mit Äpfeln, Pilzen, Kürbissen oder etwas in der Art auf dem Cover. Nur, weil ich ein Kochbuch nicht wirklich gut zu einem Blog passt, bei dem es um Fantastik, Selfpublishing und ein bisschen auch der Geschichte geht, habe ich es nicht getan, sondern weitergesucht.

Wie du siehst, bin ich schließlich sogar noch fündig geworden. Die Blätter des Herbstbringers von Fabienne Siegmund hat nicht nur den Herbst im Titel, sondern auch schöne Herbstblätter auf dem Cover.
Der Klappentext spricht von einem Geheimnis und die Leseprobe las sich angenehm. Außerdem genießt der OHNEOHREN-Verlag in der Fantastikszene einen guten Ruf. Deshalb habe ich auch keine Bedenken, das Buch hier zu präsentieren, auch wenn ich es selber noch nicht gelesen habe.


*Oder besser gesagt: Fast nichts. Es gab zwei oder drei Bücher, die ich im Rahmen dieser Challenge leider nicht zeigen kann, weil sie in großen Publikumsverlagen erschienen sind, also nicht Indie sind – und ungefähr doppelt so viele Indie-Bücher, die aber leider völlig an meinem Geschmack vorbeigingen.


Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.Wir gruseln uns weiter23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

Mehr über den IndieBuchtober findest du auf der Webseite von Indie-Buecher.com.

(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

Wir gruseln uns weiter

Im IndieBuchtober soll es heute um ein gruseliges Buch gehen und nun sitze ich schon eine ganze Weile da und grüble, was ich eigentlich gruselig finde. Die üblichen Kategorien sind mir natürlich geläufig. Irgendwas Düsteres mit Gespenstern, Blut, Tod, alten Knochen, Gefahren und – vielleicht zur Krönung noch – über einen dunklen Himmel jagende Wolkenfetzen. Das Problem ist nur: Mir geht es dabei ein bisschen wie dem Protagonisten im Märchen Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. Ich finde es sehr stimmungsvoll, nur gruselt es mich dabei kein bisschen.

Vor ein paar Jahren war ich mit meinem älteren Sohn auf einer Mittelalterveranstaltung in Österreich. Für einige Tage haben wir zusammen mit anderen die Burg eines kleinen Orts in den Alpen belebt. Abends hatten wir frei und saßen oft noch lange mit den anderen Darstellern zusammen. Aber den einen Abend fragte mein Sohn, ob ich Lust, mit ihm noch spazieren zu gehen. Unser Spaziergang führte uns zum Friedhof und weil das Tor offen stand, sind wir hineingegangen.
Das Licht der Straßenlaternen reichte nicht bis hierher, aber vor fast jedem der Grabsteine brannte ein ewiges Licht. Im Schein der rot flackernden Lichter gingen wir bis zu einer kleinen Kapelle. Keiner von uns sprach. Es gab auch keinen Eulenschrei. Das einzige Geräusch war das Knirschen der Kiesel unter unseren Füßen.

Als Schriftstellerin weiß ich, was man mit einem solchen Setting machen könnte. Vielleicht werde ich es irgendwann sogar einmal nutzen. Aber in der Realität lauterten keine Gefahren. Der Friedhof war genau das, was sein Name ausdrückt: Ein Ort des Friedens.

Warum sollte ich mich in Büchern vor Dingen fürchten, die mir im Leben nichts ausmachen? Was ich an gruseligen Büchern genieße ist im Grunde nicht viel anders als das, was ich auch an andern mag: das Spiel mit Erwartungen und die daraus resultierende Spannung.

Cover des Buchs "Schwesternband" von Wiebke Tillenburg

Wenn du nach alledem immer noch auf einen Tipp für ein gruseliges Buch hoffst, dann rate ich dir zu Schwesternband von Wiebke Tillenburg. In dieser kurzen Geschichte steckt viel mehr als klassischer Grusel. Schwesternband ist eine moderne Gothic Novel mit viel Familiengeschichte und einem wirklich schaurigen Ende. Voller Geheimnisse und sehr gut geschrieben. Aber sage nachher nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!

Wiebke Tillenburg ist Selfpublisherin. Schwesternband ist bei Twenty Six erschienen und sowohl als E-Book als auch als Print erhältlich.



Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick
:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.gruseliges Buch23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

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(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

Supernatural

Nein, hier geht es nicht um die Serie. Dieser Monat steht ganz im Zeichen des IndieBuchtobers, der Challenge von Indie-Buecher.de. Hier geht es um Bücher. Genau genommen um Indie-Bücher, d. h. solche, die nicht in den großen Publikumsverlagen erschienen sind.

„Supernatural“ beschreibt die heutige Tagesaufgabe: „Übernatürliches“. Also das, was mit Naturgesetzen nicht zu erklären ist. Alles, was mit Göttern zu tun hat, mit Dämonen, Geistern oder Feen. Auch Kräfte können darunter fallen, wie die Fähigkeit der Gestaltwandlung, des Gedankenlesens und der Telekinese.

Damit ist das Thema des Tages eine Steilvorlage, einmal ganz schamlos Eigenwerbung für den Codex Aureus zu betreiben. Dass selbstverlegte Bücher Indie sind, wird wohl kaum jemand bestreiten. Und wie so oft in der Fantastik, lauert das Übernatürliche auch in meinen Geschichten. Mal versteckter wie bei Steppenbrand, wo offen bleibt, ob Dejasirs Halsschmuck vielleicht doch mehr ist, als eine wunderbare Goldschmiedearbeit und ob er und Shoulaika nach ihrem Tod wirklich zu Geistern wurden. Das Übernatürliche kann aber auch ganz offen auftreten, wie zuletzt in den beiden Kurzgeschichten in Was von ihnen blieb.



Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10. Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Gruselzitat20.10.das allergruseligste Buch
06.10.schwarze(s) Cover21.10. herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.gruseliges Buch23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

Kerze und Buch

So lautete die heutige Aufgabe der IndieBuchtober-Challenge. Leider bin ich keine Heldin an der Handykamera. Deshalb sieh es mir nach, wenn das Bild etwas krisselig geworden ist.

Dafür passt die Stimmung, wie ich finde, sehr schön zum Herbst.

Das Bild beantwortet auch gleich die Frage von gestern: „Was lesen im Oktober?
Ich für meinen Teil fange mit Magie hinter den sieben Bergen von Diandra Linnemann an. Das hier ist der zweite Teil einer Reihe. Lass dich vom Titel nicht täuschen. Diandra Linnemanns Bücher sind deutlich düsterer als der märchenhaft anmutende Name vermuten lässt.

Was liest du?

Was lesen im Oktober?*

Der Oktober bietet sich als Lesemonat geradezu an. Die Tage werden kürzer und nasser. Höchstens im Altweibersommer locken noch ein paar letzte Sonnenstrahlen nach draußen. Gleichzeitig liegt der Back-, Bastel- und Geschenkestress der Vorweihnachtszeit noch in weiter Ferne. Optimal, um etwas kürzer zu treten, die Ärmeldecke aus dem Schrank zu holen und es sich auf dem Sofa bequem zu machen. Wenn der Oktober genauso trübe weitergeht, wie der September aufgehört hat, gerne auch mit Tee, Kerze und ein paar Keksen.

Und einem Buch. Nichts gegen Serien oder Games – absolut nicht. Aber das ultimative Entspannungsmittel sind für mich nun mal Bücher.

Frau liest ein Buch, neben sich eine halb gefüllte Tasse

Aktuell lese ich noch Narrenlauf, den ersten Band der Weltenwechsler Akten von Carolin Summer, ein Crossover von Urban Fantasy und CSI. Außerdem Trubel in Transsylvanien, einen feministischen Krimi, der zum Glück nicht ansatzweise den Vampirklamauk enthält, den man aufgrund des Titels auch vermuten könnte.

Auf meinem SUB, dem Stapel ungelesener Bücher, warten jetzt noch Achtsam Morden, ein Krimi, den mein Mann mir mitgebracht hat. Müsse ich unbedingt lesen. Ganz viele Kollegen hätten schon und alle fänden ihn ganz großartig und sehr lustig. Ich hoffe, ihn nicht wieder durch meine eigene Unlustigkeit zu enttäuschen.
Sicherheitshalber hatte ich mir gleichzeitig Die linke Hand der Dunkelheit von Ursula le Guin besorgt, was wenigstens vom Titel her schon mal zur Jahreszeit passt.

Aber das richtige Wohlfühlbuch ist noch nicht dabei. Und dann ja auch noch IndieBuchtober, eine Challenge für Bücher aus dem Bereich der Fantastik, die in kleinen und unabhängigen Verlagen oder im Selfpublishing erschienen sind. Da würde le Guin zwar thematisch vielleicht passen – aber das Buch ist in einen der großen Publikumsverlage erschienen, also alles andere als Indie. So ein Ärger aber auch! Da muss ich mir glattweg noch mehr Bücher zulegen. Vielleicht den zweiten Sammelband der Magie hinter den sieben Bergen von Diandra Linnemann?
Oder Schattenkünder, den dritten Band der Unstern-Serie von Katrin Ils?
Ich könnte aber auch den Zombies aus Gefesselt von Elenor Avelle eine Chance geben, auch wenn Zombies eigentlich nicht so mein Ding sind. Aber sie stehen definitiv auf der Liste für den IndieBuchtober.

Schwierig. Von allen drei Autorinnen habe ich schon Bücher gelesen und weiß daher, dass mir ihr Stil gefällt. Sehr schwierig.
Zumal es mit Erntenacht und Kürbisgemetzel auch noch zwei Anthologien gibt, die perfekt ins Schema passen.
Wirklich sehr, sehr schwierig.

Wobei …
Wenn die Entscheidung so schwer fällt, kann ich sie mir auch leicht machen. Dann kaufe ich sie einfach alle.


Und du? Wie sieht deine Planung für Oktober aus? Was steht auf deiner Leseliste?


*Der Beitrag ist im Rahmen der von Indie-Buecher.com ausgerufenen Challenge IndieBuchtober verfasst. Mehr dazu findest du in den sozialen Medien unter dem Hashtag #IndieBuchtober.

Was mich heute gefreut hat

Mein heutiges, ganz persönliches Tageshighligt war ein Tweet von Ivy Lang.

Ich war selbst nicht vor Ort und weiß nicht, wer das gesagt hat. Aber es hat mich sehr glücklich gemacht. Danke! Und danke auch für das Weiterverbreiten.


Akualisierung: Es war Lena Falkenhagen, selbst Schriftstellerin, vormalige Vorsitzende des PAN (Phantastik Autoren Netzwerk) und aktuelle Vorsitzende des VS (Verband der deutschen Schriftstellerinnen und Schriftsteller), die das gesagt hat. Haltet mich! Ich bin kurz vor dem Abheben.

[Fundstück] Libri schmeißt Kleinverlagsbücher aus dem Katalog

Libri verkleinere sein Sortiment, war vor kurzem in der Fachpresse zu lesen. Klingt unspektakulär? Ist es aber nicht. Warum diese Entscheidung das Sterben der kleinen Buchhandlungen fördert und Amazon hilft, hat Stephan Holzhauer von PhantaNews in diesem Artikel auf den Punkt gebracht.

Ich schätze, das Problem wird nicht nur Kleinverlage treffen, sondern auch alle Autor*innen im Selfpublishing, die nicht über BoD laufen.

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Quelle: DasWortgewand via pixabay