Tolino bietet neuen Service für Indie-Autoren

Indie-Autoren, die ihre eBooks über Tolino veröffentlichen, können sich über einen neuen Service freuen. Alles, was man tun muss ist ist, vorab Titel, Erscheinungsdatum und Preis an publishing@tolino.media zu melden.

Unter den gemeldeten Neuerscheinungen wird dann  jeden Monat quer durch die Genres eine Auswahl getroffen und die ausgewählten eBooks durch e.Books.de in der neu geschaffenen Rubrik „Indie-Kiste“ in den sozialen Medien vorgestellt.

Einziger Wermutstropfen: Tolino hat noch nicht vermeldet, wie lange vorher man die Neuerscheinung anmelden muss, um für das Auswahlverfahren berücksichtigt zu werden. Trotzdem freue ich mich über diese Initiative und werde mit Hochdruck an der Endfassung von „Der Fluch des Spielmanns“ arbeiten, weil ich natürlich hoffe, damit in die Auswahl für Oktober 2016 aufgenommen zu werden.

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Werbung auf Wattpad? Was sagst du dazu?

Gerade bin ich über die Meldung gestolpert, dass Wattpad ein neues Geschäftsmodell für Selfpublisher anbietet: Ihre Bücher sollen weiterhin kostenlos erhältlich sein, aber mit Werbevideos verlinkt werden können, wenn der Selfpublisher zustimmt.
Klickt der Leser das Video an, bekommt der Selfpublisher einen Teil der Einnahmen.

Die Idee finde ich zunächst mal ganz spannend, denn es hört sich so an, als würden alle Seiten davon profitieren: Wattpad generiert Einnahmen, der Selfpublisher bekommt ein bisschen Honorar und die Leser können ihre Lieblingsautoren unterstützen, ohne in die eigene Tasche greifen zu müssen. Allerdings stelle ich mir auch die Frage, ob solche Werbefilme nicht eher nerven.

Wie siehst du das? Findest du solche „Werbeeinblendungen“ gut oder würde dich das eher nerven?


 

Die komplette Meldung findest du hier

Selfpublishing Rocks!

Selfpublishing Rocks ist eine Initiative, deren Verlinkung mir ein Herzensanliegen ist. Gegründet hat sie Stephan Waldscheidt, dessen Schreibratgeber wahrscheinlich vielen ein Begriff sind. Kurz gesagt geht es um eine freiwillige Selbstverpflichtung für Indie-Autoren, die dabei helfen soll, Selbstverlegern und ihren Büchern ein besseres Image bei Lesern, aber auch bei Verlagen, Buchhändlern, Verlagsautoren und anderen Institutionen im Literaturbetrieb zu verschaffen. Dazu können sich Selbstverleger freiwillig Qualitätskriterien auferlegen, die auch für die meisten Verlage selbstverständlich sind.

Und das ist der Inhalt der Selbstverpflichtung:

1. Ich respektiere meine Leser und nehme sie und ihre Ansprüche ernst.

2. Ich biete die beste mir mögliche Qualität an – in Inhalt und Aufmachung.
Das heißt unter anderem:
+ gründliche und mehrfache Überarbeitung des Geschriebenen
+ Fakten-Check bei Sachbüchern und Ratgebern
+ zitieren nur mit Quellen-Angaben
+ Respekt vor der Leistung von anderen: Beachtung des Urheberrechts
+ keine Plagiate
+ keins meiner Bücher erscheint, ohne dass es zuvor von Test-Lesern geprüft wurde, egal ob das Bekannte sind oder bezahlte Profis
+ gründliches Lektorat und Korrektorat von mir selbst und / oder Dritten
+ ein zumindest ordentliches und liebevoll gestaltetes Cover, zu dem ich die Meinung von Dritten einhole oder das Fachleute für mich erstellen

3. Ich biete meine Bücher zu fairen, sich im Rahmen des Üblichen bewegenden Preisen an und garantiere ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung.
Ich verzichte dabei insbesondere auf extrem überhöhte Mondpreise, die das Ansehen der Selfpublisher schädigen, ebenso wie auf dauerhafte Gratisaktionen oder extrem niedrige Preise. Mit Letzterem soll verhindert werden, dass bei den Lesern eine Umsonst- oder Billig-Mentalität einreißt, die längerfristig das ganze Selfpublishing gefährdet. Die Buchpreisbindung in Deutschland sorgt bis heute dafür, dass unsere Buchlandschaft noch immer sehr vielfältig ist. Wenn sich die Leser daran gewöhnen, so gut wie gar kein Geld mehr für Bücher ausgeben zu müssen, schadet das langfristig allen Autoren, Verlagen und Händlern – und am Ende auch den Lesern selbst.

4. Ich vermarkte und bewerbe meine Bücher selbstbewusst – aber ich spamme niemanden mit Werbung voll, nicht in den sozialen Netzen und erst recht nicht per Mail. Dabei bemühe ich mich um inhaltlich korrekte und informative oder unterhaltsame Werbung in erträglichen Dosierungen und verzichte auf marktschreierisches Feilbieten meiner Bücher.

5. Ich respektiere die Arbeit anderer Selfpublisher. Ich will kein Hauen und Stechen, keinen brutalen Wettbewerb, stattdessen gesundes und beflügelndes Konkurrenzdenken und ein faires Miteinander in einem Markt, der groß genug für alle ist, die Qualität anbieten.

6. Ich respektiere die Arbeit von Verlagen und Buchhändlern. Beide sind nach wie vor essenziell für eine Verbreitung des Buchs und für sein Image.

7. Ich respektiere auch die Autorenkollegen, die sowohl mit Verlagen zusammenarbeiten als auch andere Bücher selbst veröffentlichen (Hybrid-Autoren).

8. Ich will als Selbstverleger permanent besser werden und bilde mich weiter – als Autor und als Unternehmer.

9. Ich verfolge meine Autorenkarriere mit Nachhaltigkeit. Vor jeder Veröffentlichung stelle ich mir die folgenden Fragen: Muss dieser Text, an dem ich gerade arbeite, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Ist dieses das richtige Buch für mich als Autor zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere? Ist es tatsächlich gut genug? Stehe ich hinter dem Inhalt? Kann ich auch noch morgen dazu stehen? Oder schade ich mir damit selbst? Ich respektiere eben nicht nur meine Leser, sondern auch mich selbst als Autor.

Dieser Initiative schließe ich mich gerne an!

Gute Bücher direkt vom Erzeuger -- Selfpublishing rocks! -- Eine Initiative der Selbstverleger & Indie-Autoren

eBooks: Welche Distributoren lohnen sich für mich?

Als Selfpublisher will man logischerweise auch gelesen werden. Also muss man sich fragen, wo man seine Kunden findet. Wer sein Buch drucken lässt, muss sich Buchhandlungen oder andere Vertriebspartner suchen. Bei eBooks ist es ein bisschen leichter, weil es nicht so viele Vertriebswege gibt. Die verschiedenen Möglichkeiten hatte ich in diesem Beitrag unter der Überschrift „Hochladen“ beschrieben.

Ich habe mich entschieden, meine Geschichten für den Codex Aureus direkt beim Distributor hochzuladen. Das bedeutet zwar etwas Mehraufwand, lohnt sich in meinem Fall aber, weil die ohnehin geringe Marge sonst weiter geschmälert würde.
Rein intuitiv bin ich damit zuerst zu Amazon und zu Tolino gegangen. Beide werden immer wieder verglichen und letztes Jahr meldete die GfK*, dass Tolino inzwischen Amazon bei den Verkaufszahlen überholt habe**. Kann also nicht ganz verkehrt sein.

Erst mit der Veröffentlichung von Steppenbrand, der zweiten Geschichten im Codex Aureus, kam mir langsam die Frage in den Sinn, ob das so sinnvoll ist. Was ist mit denen, die Kobo, iBook oder einen der anderen Reader nutzen? Schließe ich durch Beschränkung auf Tolino und Kindle vielleicht einen riesigen potentiellen Leserkreis aus?
Die Frage ließ mir keine Ruhe, aber leider fand ich im Internet kaum Informationen. Fast alle Beiträge beziehen sich auf das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Tolino-Allianz und Amazon. Also beschloss ich, ein bisschen eigene Marktforschung zu betreiben und startete eine kleine Umfrage auf Twitter, bei der ich abfragte, auf welchen Readern gelesen wird.

Umfrage zu Readern

Die Ergebnisse sind natürlich keineswegs repräsentativ. Aber immerhin geben sie eine Momentaufnahme aus der Gruppe, die ich auch mit meinen Marketingmaßnahmen erreiche. Von dem Gleichstand zwischen Tolino und Amazon ist hier nicht viel zu sehen. Statt dessen gibt es eine massive Dominanz von Kindle-Nutzern, was eigentlich kein Wunder ist, wenn man bedenkt, wie lange der deutsche Buchhandel die Entwicklung auf dem eBook-Markt verschlafen hat. Interessant ist auch, dass Tolino und Kobo fast gleichauf liegen. Andere Reader spielen dagegen kaum eine Rolle. In den Kommentaren meldeten sich vorwiegend Leser, die ihre eBooks auf dem Tablet lasen.

Für mich heißt das Ergebnis aber ganz klar, dass ich mich nicht auf zwei Distributoren beschränken sollte.

Nachtrag v. 04.09.2016
Aufgrund der Umfrageergebnisse wollte ich Steppenbrand auch bei Rakuten (das ist die Firma hinter Kobo) herausbringen, damit es auch in den Kobo Shops gelistet ist. Meine Erfahrungen damit habe ich in einem anderen Artikel beschrieben: Wie man sich ins Knie schießt.
Dort erkläre ich, warum ich mich gegen eine Zusammenarbeit mit Rakuten entschieden habe, aber auch, warum das für Kobo Nutzer kein Problem ist: Da die Kobo eReader ebenso wie die Tolinos auf ePub ausgelegt sind, können Kobo Nutzer den Codex Aureus über den online Buchhandel der Tolino-Allianz herunterladen.


*GfK: Laut Wikipedia das größte deutsche Marktforschungsinstitut
** Quelle: e-book-news.de v. 23.09.2015

Fallstricke beim Selfpub

– Oder: Was ich bei der Veröffentlichung von „Steppenbrand“ gelernt habe

1. Überlege dir, was du erzählst und wann

Version1.2 kleinEine goldene Regel beim Marketing lautet, möglichst früh und möglichst oft über das eigene Produkt zu sprechen, wann immer möglich. Allerdings diskret, sonst wirkt es aufdringlich. Am besten – so der Ratschlag – man erzählt Anekdoten drumherum. Zum Beispiel über den Entstehungsprozess.

Daran habe ich mich gehalten, indem ich ganz viel darüber geschrieben habe, das ich in „Steppenbrand“ ein Glossar einbauen und mit dem Text verlinken will.
Rückblickend keine gute Idee. Das heißt, die Idee an sich (in einem eBook bestimmte Textstellen mit dem Glossar zu verlinken) ist schon gut. Es war nur keine gute Idee, darüber zu schreiben, weil die Umsetzung nicht funktioniert hat. Technisch ist das Ganze machbar. Es funktioniert in beiden Textverarbeitungsprogrammen, die ich nutze. Es funktioniert in HTML. Ich hatte sogar schon ein eBook auf dem Reader, das solche Links hatte. Aber bei der Konvertierung von „Steppenbrand“ ins ePub-Format wurden diese Links regelmäßig zerschossen. Aus OpenOffice heraus wurden sie gar nicht mehr erkannt; aus Papyrus Autor heraus wurden sie zwar angezeigt, funktionierten aber nicht.
Mit anderen Worten: Weil ich vorher so viel darüber geschrieben habe, was ich vorhabe und wie ich das umsetzen will, stehe ich jetzt gefühlt ziemlich doof da. Ist wahrscheinlich kein ganz gravierender Fehler, aber zumindest ärgerlich.

Für mich ist die Konsequenz, wenn ich mir auf einem Gebiet nicht sicher bin, lieber zuerst mal nichts darüber zu schreiben. Woran man gescheitert ist, kann man auch nachher noch erzählen, aber dann hat man keine falschen Erwartungen geweckt.

2. Links wären schön, aber …

In dem Artikel dazu, was ins eBook gehört und was man noch alles beifügen kann, hatte ich u. a. vorgeschlagen auch auf schon vorhandene Publikationen zu verweisen.

road-sign-1280256_640Das habe ich bei „Steppenbrand“ getan, natürlich mit Verweis auf die Bezugsquellen. Ich hätte sie auch gerne verlinkt – nur besteht da das gleiche Problem, wie bei textinternen Links: Beides wird bei der Konvertierung zerschossen.
Das ließe sich zwar vermutlich beheben, wenn man ein bisschen am CSS schraubt und die Befehle in xHTML korrigiert, aber ganz ehrlich? Wenn ich sage, dass ich eBooks schreibe, meine ich damit Geschichten. Keinen Code. Und irgendwie erwarte ich auch, dass ein Textverarbeitungsprogramm wie Papyrus das packt. Bei Open Office bin ich etwas nachsichtiger, weil das kostenlos ist – aber wenn ich für etwas zahle, erwarte ich auch, dass es funktioniert. Papyrus wirbt damit, dass es in alle gängigen Formate übersetzen kann – dann sollte die Übersetzung auch insgesamt klappen und nicht nur in Teilbereichen.

Ok, aber das Fazit ist trotzdem: Links wären schön, sind aber im Moment zu viel Aufwand.

3. Nicht alle Distributoren mögen alle Inhalte

Nachdem ich „Steppenbrand“ hochgeladen hatte, bekam ich eine freundliche Mail von Tolino Media, weil ich mich an meine eigenen Vorschläge gehalten und Bezugsquellen für den ersten Band des „Codex Aureus“ genannt hatte. Ich möge doch bitte verstehen, dass sie Verweise auf Mitbewerber nicht gerne sähen.
Ok, das kann ich sogar nachvollziehen, auch wenn Amazon das Problem nicht zu haben scheint. Dort ist das Buch nämlich schon gelistet. Aber Amazon scheinen die Inhalte ohnehin egal zu sein (siehe dazu die unten verlinkten Artikel).

In der Konsequenz werde ich in Zukunft eine spezielle Tolino-Variante erstellen, in der Amazon nicht erwähnt wird. Ich wünschte nur, alle Probleme ließen sich so leicht lösen.


Heise online: Betrüger fluten Kindle Unlimited
SZ: Betrüger kassieren auf Amazon mit Nonsense-E-Books ab

Selfpub: Was kommt ins Buch?

Vermutlich denken jetzt einige: Was ’ne blöde Frage. Die Geschichte natürlich. Aber je näher die Veröffentlichung von Steppenbrand rückt, desto mehr Gedanken mache ich mir über das „was noch“. Also welche Informationen hineinkommen und ob ich noch zusätzliches „Bonusmaterial“ aufnehmen sollte. Bei meinem Erstling „Der Esel als Pilger“ habe ich mit dem Impressum begnügt, aber selbst da nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Impressum

Jedes Buch benötigt ein Impressum in dem die wichtigsten Informationen zusammengefasst sind. Dazu gehören

  • der Name des Autors,
  • der Verlag (wenn man einen gegründet hat)
  • eine ladungsfähige Anschrift (kein Postfach),
  • Erscheinungsjahr,
  • die Auflage (es sei denn, es ist die erste),
  • weitere Mitwirkende (z. B. Druckerei, Satz, Grafiker)
  • ISBN,
  • Urheberrechtsvermerk

Beide Textverabeitungsprogramme, mit denen ich arbeite, enthalten Vorlagen, die diese Informationen abfragen. Aber natürlich kann man auch mehr aufnehmen, z. B. einen Verweis auf das eigene Blog.
Interessanterweise steht das Impressum bei gedruckten Büchern meist am Anfang, bei eBooks aber ganz am Ende.

Nachwort/Danksagungen

Ich habe hier im Blog sehr viel zur Entstehung von Steppenbrand geschrieben und ich denke, dass das auch in einem Buch sinnvoll sein kann. Gerade wenn man ein bisschen vom Mainstream abweicht, interessieren sich die Leser vielleicht auch dafür, wie man auf seine Gedanken kommt. Andererseits kann es auch interessant sein, zu wissen, ob eine Geschichte isoliert für sich geschrieben wurde oder in einem größeren Kontext steht.
Auch zum Codex Aureus ließe sich z. B. noch einiges erzählen.

Bei Danksagungen zweifle ich ein bisschen am Sinngehalt. Als Leserin überblättere ich diese Listen aber regelmäßig. Trotzdem finden sie sich immer wieder. Irgendeinen Grund dafür wird es also geben. Klar: Wenn man von jemandem unterstützt wurde, ist es selbstverständlich, sich zu bedanken. Aber haben die Unterstützer etwas davon, erwähnt zu werden? Ist es gut für das Ego? Oder bringt es dem Autor einen Nutzen, weil er mit den Danksagungen Anstand demonstriert? Vielleicht ist die Liste aber auch ein Hinweis darauf, wie gründlich er zu einem Thema recherchiert hat (wenn darin besondere Experten genannt werden).

Autorenvita

Bei Printausgaben steht die meist auf der Rückseite des Schmutztitels. Bei eBooks scheint es kein System zu geben. Bei den Verlagsausgaben wird teilweise die Gestaltung der Printversion übernommen, andere verzichten ganz darauf. Bei Indie-Autoren steht die Vita (wenn es eine gibt) mal vorn, mal hinten.
Die Frage ist natürlich: Braucht man das? Ich denke, schon. Jedenfalls macht man nichts verkehrt, wenn man die Vita drin hat. So haben die Leser eine Chance, einen ein bisschen besser kennen zu lernen. Wenn ihnen das Buch gefallen hat, werden sie sich den Namen merken und die Chancen steigen, dass sie auch das Nächste kaufen.
Weil ich davon ausgehe, dass Leser sich aber in erster Linie für die Geschichte interessieren, würde ich die Vita ans Ende setzen.

Hinweise auf andere Veröffentlichungen

Wenn man noch andere Bücher geschrieben hat, sollte sich auch darauf ein Hinweis finden. Das kann z. B. im Anschluss an die Vita geschehen.

Social-Media

Wenn man in sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte man auch im Buch darauf hinweisen, wenn man möchte, dass Leser einem folgen.

Newsletter

Auch auf Newsletter sollte man hinweisen, wenn man einen hat.

Jetzt bin ich gespannt auf Reaktionen. Stimmen meine Einschätzungen? Ist irgendwas totaler Kokolores? Oder habe ich etwas vergessen?

 

Cover: Der Hintergrund

Beim Umgang mit Grafikprogrammen beschleicht mich manchmal das Gefühl, gar nichts zu können. Was mit Pinsel, Palette und Zeichenfeder ganz einfach ist, wird digital zum Geduldsspiel. Aber es geht voran.  Inzwischen habe ich einen noch neuen Hintergrund, nämlich diesen hier:

Hintergrund3

Ich finde ihn nicht nur ziemlich schick, er passt  auch viel besser zum Obertitel „Codex Aureus“, als die vorherigen Entwürfe. Das Aussehen erinnert an alte Pergamente und auch die feine Schrift im Hintergrund ist ein subtiler Rückbezug auf den Titel.
Die Schriften sind sehr klassisch geworden und einheitlicher als zuvor. Und die Schrift im Titel wirkt sogar fast golden.

Meine Sorge, das Ganze könne langweilig wirken, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Was jetzt noch fehlt, ist eine passende Schrift für den Untertitel und natürlich das Bild. Für beides habe ich schon ein paar Ideen bzw. Entwürfe. Allerdings ist noch nichts darunter, was mich so weit hingerissen hat, dass ich es verwenden möchte. Da werde ich noch ein paar Stunden Bastelarbeit und ein bisschen Gehirnschmalz brauchen.

Covergedanken (mal wieder)

Buchcover Codex Aureus - Der Esel als Pilger
Cover für die Startgeschichte

Über meine Gedanken zum Cover für den Codex Aureus hatte ich schon früher einiges geschrieben. Das Ergebnis war der Entwurf links und eigentlich dachte ich, damit die perfekte Lösung gefunden zu haben: Ein Universalcover, in das nur noch der Titel der aktuellen Kurzgeschichte und ein passendes Bild eingefügt werden müssen.

Doch dann kam Alex, genau gesagt, Alexander Bartels, mit dem ich auf Twitter eine lange Diskussion hatte und der sehr fundiert begründete, warum das Cover seiner Meinung nach nicht funktioniert: Zu dunkel, zu wenig Kontrast, zu viele Schriften (bzw. Schriftschnitte).
Andere haben sich dem angeschlossen, gerade was den Kontrast angeht und deshalb habe ich mich schweren Herzens zu einer Generalüberholung entschlossen, auch wenn mir das Cover nach wie vor ganz gut gefällt. Aber, der Feind des Guten ist der Wurm, der dem Fisch schmecken soll, oder so ähnlich …

Der erste Angang, das Cover einfach aufzuhellen, war völlig unbefriedigend. Also bastele ich wieder. Fluche, weil mit Papier, Bleistift und Tuschen (bzw. anderen Farben) so viel leichter zu arbeiten ist, als mit Grafikprogrammen, sich handgemalte Bilder aber nicht verlustfrei auf die Festplatte übertragen lassen. Jedenfalls habe ich noch keinen Weg gefunden.

Hintergrund2Von den bisherigen Ergebnissen gefällt mir diese Vorlage noch am besten, obwohl eindeutig nicht optimal ist. Es wirkt zu historisch und zu wenig phantastisch. Außerdem ist es so wolkig und rosig, das es geradezu schreit: ROMANZE! (ja, in Versalien und mit Ausrufezeichen) – aber genau das schreibe ich ja nicht, auch wenn Steppenbrand eine Liebesgeschichte enthält.

Das endgültige Aus für diesen Entwurf kam aber, als ich versuchsweise die Zeichnung für Steppenbrand eingefügt habe. Das Ergebnis sah so altbacken aus, als käme es frisch aus den 60ern. Gruselig.

Aber wie gesagt: Ich arbeite dran. Sowohl an der Zeichnung, wie auch am Grundcover. Dadurch dauert es zwar länger, bis die nächste Geschichte erscheint, aber ich denke, das ist es wert. Schließlich will ich nicht irgendein Cover, sondern eines, bei dem möglichst viele Leser sagen: “Ey, das ist ja geil!”

Er ist da!

Die Kurzgeschichte „Codex Aureus – Der Esel als Pilger“ ist jetzt auch im Buchhandel erhältlich:

Screenshot_Thalia
Angebot bei Thalia
Screenshot_Hugendubel
Angebot bei Hugendubel

Damit ist der Testlauf für die Veröffentlichung eigener Texte erfolgreich abgeschlossen. Die Vorbereitungen für die Veröffentlichung der nächsten, deutlich längeren Kurzgeschichte sind bereits zu 2/3 abgeschlossen.

Warten auf den Buchhandel

Am vergangenen Mittwoch bekam ich Mail von Tolino Media:

Mitteilung von Tolino Media, dass das eBook jetzt ausgeliefert werde.

Gute Nachrichten also, auch wenn schon angekündigt wird, dass es 3 – 4 Werktage dauert, bis das Buch in den Onlineshops erhältlich ist. Aber die müssen das natürlich auch in den Bestand einpflegen – und das dauert. Klar.

Aber ich dachte auch, dann spätestens heute verkünden zu können, dass das Eselchen jetzt auch bei Thalia und Hugendubel usw. angekommen ist.

Aber Pustekuchen. Also geht das Warten weiter. Nicht auf Godot, sondern auf den (Online-)Buchhandel.