Von Liebe, Tod und Geistern

Eigentlich wollte ich, angeregt von einer Twitter-Diskussion über Liebe und Romance schreiben. Dann fiel mir auf, dass das vielleicht nicht die beste Idee ist; genauer gesagt und ich dazu besser den Mund halten sollte, weil Liebe und Romantik bei mir gerne tödlich ausgehen. „Steppenbrand“ enthält eine Liebesgeschichte mit tödlichem Ausgang. In „Der Fluch des Spielmanns“ führt das Begehren zu einer Frau zur Katastrophe. Die Dryade in „O Tannenbaum“ liebt ihren Baum so sehr, dass sie dafür über Leichen geht. Nur Silke, die Vampirin aus „Biss zum letzten Akt“ liebt niemanden (außer sich selbst vielleicht) – und oh Wunder – niemand stirbt.

In „Was von ihnen blieb“ gibt es naturgemäß Tote. Ohne Tote keine Geister. Aber niemand stirbt im Laufe der Handlung. Was daran liegen könnte, dass es auch keine Liebesgeschichte gibt.
Ich hoffe nicht. Ich hoffe, irgendwann eine Geschichte erzählen zu können, in der sich zwei Wesen ineinander verlieben und tanzend in einen Sonnenuntergang voller Geigen entschwinden. Ok. Ganz so kitschig muss es vielleicht nicht werden. Aber bevor ich nicht wenigstens ein ganz kleines Happy End gestiftet habe, erzähle ich besser nichts von Liebe und Romantik.

Vorankündigung 1

[Werkstattgeplauder] Sexszenen schreiben

In meinen Büchern gibt es (bisher) eher wenige explizite Sexszenen. Nicht, weil meine Charaktere keinen Sex haben, aber weil ich die Szenen dramaturgisch nicht brauche. Im Prinzip ist es das Gleiche, wie bei anderen körperlichen Verrichtungen: Natürlich haben meine Charaktere Stuhlgang, aber deshalb muss ich nicht über jeden Klogang berichten.

Daher kann ich aktuell gar nicht so viel darüber berichten, wie ich Sexszenen angehe. Ich kann aber sagen, wie ich Sexszenen angehen würde. Nämlich so, wie es der Situation und den Charakteren angemessen ist.
Das ist sehr allgemein, sagst du? Stimmt. Aber bei mir hängt nun mal alles an den Charakteren. Wenn du konkrete Empfehlungen zum Schreiben einer Sexszene suchst, kann ich dir diesen Blogbeitrag von Tristan (auf Twitter auch bekannt als Desasterotik / @germanerotika) sehr ans Herz legen. Das ist so gut und ausführlich beschrieben, dass ich absolut nichts hinzuzufügen habe.

[Werkstattgeplauder] Spannung aufbauen

Neulich beklagte sich jemand in meiner virtuellen Autorenrunde, dass immer nur Action gefordert sei. Aber man könne doch nicht eine Actionszene an die andere reihen. Irgendwo dazwischen müsse es doch auch mal Erholungsphasen geben.

Recht hat er.

Allerdings glaube ich, dass die Grundannahme falsch ist. Action ist nicht gleich Spannung. Alfred Hitchcock hat das Verhältnis von Action und Spannung so gut beschrieben, dass ich hier einfach zitiere:

Let’s suppose that there is a bomb underneath this table between us. Nothing happens, and then all of a sudden, „Boom!“ There is an explosion. The public is surprised, but prior to this surprise, it has seen an absolutely ordinary scene, of no special consequence. Now, let us take a suspense situation. The bomb is underneath the table and the public knows it, probably because they have seen the anarchist place it there. The public is aware the bomb is going to explode at one o’clock and there is a clock in the decor. The public can see that it is a quarter to one. In these conditions, the same innocuous conversation becomes fascinating because the public is participating in the scene. The audience is longing to warn the characters on the screen: „You shouldn’t be talking about such trivial matters. There is a bomb beneath you and it is about to explode!“

Im Fall der explodierenden Bombe löst die Action (Explosion) die Spannung sogar auf. Anders ist es natürlich, wenn der Held oder die Heldin eine Gruppe von Schulkindern durch den Bombenhagel lotsen muss. Hier steigern die einzelnen Explosionen die Spannung. Aber warum?

Was macht Spannung aus?

In einigen Schreibratgebern heißt es, Spannung entstünde durch offene Fragen. Das ist mir noch ein bisschen zu allgemein und allein auch nicht ausreichend. Aber der Reihe nach.

Spannung durch offene Fragen

Mir ist es zu allgemein, weil nicht jede offene Frage Spannung erzeugt, sondern nur diejenigen, die aus Sicht der Leserin oder des Lesers für den Fortgang der Handlung wichtig sind. Das klingt jetzt sehr theoretisch, deshalb ein Beispiel: Ist der folgende Dialog spannend oder nicht?

„Ich suche Frau Schneider. Svantje Schneider. Können Sie mir sagen, wo ich sie finde?“
„Svantje Schneider?“ Der dünne Mann schüttelte den Kopf. „Nie gehört. Wer soll das sein?“

Die letzte Frage trifft den Punkt. So lange ich als Leserin nicht weiß, wer diese Svantje Schneider ist und weshalb sie gesucht wird, ist das Ganze ziemlich unspektakulär. Es wird auch nur unwesentlich spannender, wenn der Fragesteller Taxifahrer ist und vor einem reichlich abgewohnten Mietshaus steht, bei dem die Hälfte der Namensschilder fehlt oder unleserlich ist.
Aber gesetzt den Fall, es handelt sich um ein einsames Gebäude, dann fängt das Hirn schon an, zu arbeiten, oder?

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FrankWinkler via Pixabay

Grundsätzlich möchte man dem dünnen Mann ja glauben. Aber andererseits muss jemand den Taxifahrer zu dieser Adresse gerufen haben. Wer, wenn nicht der dünne Mann? Und warum? Und was hat es mit dieser Frau auf sich? Gibt es sie überhaupt? Vielleicht ist der dünne Mann ein Einbrecher, Vergewaltiger, Mörder? Oder ist der Taxifahrer in eine Falle getappt?
Ich finde jede einzelne dieser Fragen spannend und würde an dieser Stelle weiterlesen wollen.
Eine Sonderform dieser Art der Spannungserzeugung ist der Cliffhanger. Hier ist die offene Frage, wie sich die Figur der meist lebensbedrohlichen Situation entzieht – und genau damit lässt man seine LeserInnen allein.

Atmosphärische Spannung

Noch größer wäre die Spannung, wenn mir der Autor oder die Autorin sie auch atmosphärisch vermittelt. Zum Beispiel, indem der Taxifahrer vorher durch einen nebelverhangenen Wald muss oder das Haus so düster beschrieben wird, wie es auf dem nächsten Bild aussieht.

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Bild: darksouls via pixabay

In unserem Unterbewusstsein sind bestimmte Erwartungshaltungen angelegt. Die Fahrt auf einer einsamen Landstraße bei Nebel und einbrechender Dämmerung ruft ganz andere Gefühle hervor, als die gleiche Landstraße bei Sonnenschein. Nebel, Dunkelheit – überhaupt jede unübersichtliche Situation verknüpfen wir automatisch mit Gefahr.
Natürlich ist die „dunkle und stürmische Nacht“, mit der Snoopy jeden seiner nie vollendeten Romane beginnt, ein ausgelutschtes Klischee. Aber geschickt eingesetzt, erzeugen solche Topoi trotzdem Spannung. Hier ist es aber keine konkrete Frage, die sich Leser oder Leserin stellen, sondern das Spiel mit der Erwartungshaltung.

Spannung durch Widerstände

Bei unserem letzten Werkstattgeplauder war ich kurz darauf eingegangen, dass Romanfiguren Ziele brauchen, um interessant zu sein. Diese Ziele können völlig banal sein, wichtig ist nur, dass sie sich nicht unmittelbar erreichen lassen. Sofern die Figur den unbedingten Willen hat, ihr Ziel zu erreichen, passiert das Gleiche wie in der Physik: Jeder Widerstand erhöht die Spannung.
Diese Methode der Spannungserzeugung dominiert actionlastige Szenen, also z. B. Verfolgungsjagden, Kämpfe, Fluchten … Hier sind wir wieder bei den Bomben vom Anfang: Wenn das Ziel ist, die Schulklasse sicher durch ein vermintes Gelände zu lotsen, ist jede einzelne Explosion ein Widerstand, der die Gefährlichkeit der Situation bestätigt.
Das heißt aber nicht, dass sich diese Methode der Spannungserzeugung nur für actionlastige Geschichten eignet – ganz im Gegenteil. Auch Liebesromane leben genau davon. Im Grunde besteht der klassische Liebesroman nämlich vor allem daraus, die Hindernisse zu überwinden, die der glücklichen Vereinigung im Weg stehen.

Spannung durch Sprache

Das auch die Sprache dazu beitragen kann, Spannung zu erzeugen, ist so eine Binsenweisheit, dass ich diesen Punkt der Vollständigkeit halber erwähne. Das steht nun wirklich in jedem Schreibratgeber, dass überbordende Beschreibungen, lange Sätze, viele Hilfsverben, Adjektivitis und Adverbivitis einen Text schwerfällig und damit langweilig machen.

Wichtig ist die Kombination

Da sind wir wieder am Anfang und bei der Klage des Kollegen. Eine Geschichte, sich nur einer Methode der Spannungserzeugung bedient, wird schnell langweilig. Das Gleiche gilt für zu schnelle Auflösungen. Aber hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn man nämlich zu lange darauf herumreitet, wie gruselig die Atmosphäre ist oder was es nun mit dem geheimnisvollen Anruf auf sich hat, schmeißt der Leser das Buch irgendwann genervt in die Ecke. Deshalb Abwechslung. Fragen rechtzeitig klären – aber nicht bevor mindestens eine (besser: zwei) neue aufgetaucht sind.
Das Schöne daran: Ich kann meinen LeserInnen auf der einen Ebene Entspannung bieten, während ich gleichzeitig die Spannung auf einer anderen aufbaue. So könnte ich z. B. den zwischen den Bäumen hochkriechenden Nebel bildhaft und in langen Sätzen beschreiben und gleichzeitig das Unbehagen schildern, das den Fahrer befällt. Böse Assoziationen, die er mit fröhlicher Musik zu bekämpfen versucht. Schlager vielleicht oder Helene Fischer (eine sehr grausame Vorstellung).


So, das waren meine 5 Cent zum Thema Spannung. Jetzt bin ich gespannt: Hast du noch andere Punkte? Anmerkungen? Fragen? Tipps und Verbesserungsvorschläge?
Falls nicht, habe ich noch eine kleine Schreibanregung: Ich habe die ganze Zeit fast ausschließlich bedrohliche Situationen geschildert. Das ist ziemlich simpel. Versuch‘ du doch mal, mich auszustechen und das Gleiche mit einer Situation zu schaffen, die Ruhe und Geborgenheit verheißt: Nimm an, es ist heller Tag, blauer Himmel, die Sonne scheint und die Luft ist voller Bienengesumm und Vogelgezwitscher.


Und falls du neugierig geworden sein solltest, ob ich nur schlau daherreden oder auch schreiben kann, ist hier ein Link zu der Seite mit meinen Büchern.

[Werkstatt] Aller Anfang ist schwer

Anfänge scheinen mir ein gutes Thema für meinem ersten Schreibwerkstatt-Artikel. Wo fängt man an? Wann fängt man an? Womit fängt man an?
In der Vorstellung meiner Familie läuft das so: Der Autor hat eine Idee, setzt sich hin und schreibt sie auf. Fertig ist das Buch. Aber jeder, der sich schon einmal ernsthaft mit Schreiben beschäftigt hat, weiß, dass das in der Regel nicht so läuft.

Wenn wir ehrlich sind, starten wir mit einer Idee, die sich im Kopf ganz toll anfühlt. Das Problem beginnt in dem Moment, wo wir versuchen, sie aufzuschreiben. Kaum setzen wir uns hin, verkriecht sie sich in der hintersten Hirnwindung und macht sich ganz klein. Mir geht es jedenfalls so. Ein weißes Blatt Papier oder ein leerer Bildschirm haben eine unglaublich abschreckende Wirkung auf jeden noch so gloriosen Einfall. Wendungen, die im Kopf grandios klangen, wirken niedergeschrieben nur noch hohl, fad und lahm.

Anzufangen ist Schwerstarbeit. Immer. Wenn jemand ein Rezept hat, es leichter zu machen: Immer her damit. Ich kenne nämlich keins, außer: Zähne zusammenbeißen und durch. Es ist wie beim Anschieben eines Autos. Man muss sich unglaublich anstrengen, um die Kiste in Bewegung zu setzen – aber wenn sie erst mal rollt, wird alles einfacher.
recite-1jx0bvdDeshalb würde ich auch davon abraten, der oft gegebenen Empfehlung von Faulkner zu folgen, den ersten Satz so zu schreiben, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.
Der Tipp ist gut, wenn es ums Überarbeiten geht. Beim Schreiben hält er nur auf. Anders gesagt: Je länger ich brauche, um den ersten Satz zu formulieren, desto länger brauche ich auch, um überhaupt zum zweiten zu kommen, der mit der gleichen Sorgfalt formuliert werden muss, damit der Leser auch den Dritten … Verstehst du, was ich meine? Auf diese Weise dauert es unendlich lange, um in Schwung zu kommen. Wenn man überhaupt in Schwung kommt und nicht spätestens bei Satz fünf das Gefühl hat, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein und frustriert aufgibt. Es mag Menschen geben, die so arbeiten können. Meiner Meinung nach, ist das einer der sichersten Wege in die Schreibblockade.

Und wo ich gerade dabei bin, würde ich empfehlen gleich noch einen in Schreibratgebern oft gegebenen Rat mit in die Tonne zu treten. Nämlich den, immer möglichst spät in eine Szene einzusteigen. Wenn du Zeit brauchst, dich auf eine Szene einzustimmen, dann nimm sie dir. Wenn es dazu nötig ist, erst die Vergangenheit deiner Heldin, das Gefühlsleben deines Helden oder die nähere Umgebung in allen Einzelheiten zu beschreiben, dann tu es. Es ist vollkommen ok, sich erst mal warmzuschreiben. Wenn es Mist ist, ist es eben Mist, aber das muss dich in dem Moment nicht kümmern. Hauptsache, du schreibst.

Überarbeiten kannst du immer noch. Solltest du auch. Aber das ist ein anderes Thema. Jetzt, wo ich mich mit diesem Blogpost warmgeschrieben habe, werde ich mit der Vampirgeschichte weitermachen. Und du? Was schreibst du heute?

[Schreibwerkstatt] Welche Tipps ich geben kann

Nachdem ich ja nun versprochen hatte, hier im Blog künftig auch Schreibtipps zu geben, habe ich sehr schnell festgestellt, dass es eine Sache ist, welche zu verprechen. Sie zu erteilen ist eine ganz andere.
Ich bin zwar überzeugt, gut schreiben zu können, sonst würde ich nicht publizieren. Trotzdem maße ich mir aber nicht an, im Besitz irgendeiner alleinseeligmachenden Wahrheit zu sein. Auch beim Schreiben gibt es verschiedene Wege.

Das fängt schon bei der Arbeitsweise an. Einige Autoren verhalten sich wie Forscher im Labor: Sie nehmen ihre Figuren, schmeißen sie in eine interessante Konstellation und warten ab, was passiert. Stephen King ist damit sehr erfolgreich. Und eine große Schriftstellerin hat einmal sinngemäß gesagt, der Verlust eines Manuskripts wäre für sie eine Katastrophe; sie wäre unfähig das Buch ein zweites Mal zu schreiben, denn sie kenne ja das Ende.
Leider finde ich das Zitat nicht wieder. Aber worauf ich hinaus will ist, dass ich mit dieser Art zu schreiben überhaupt nicht klarkomme. Ich gehöre nicht nur zu den Plottern, also denen, die eine Geschichte vorplanen, sondern brauche ein Ende, als Fixpunkt, auf den ich zusteuern kann. Oft ist es sogar einer der ersten Teile die ich von einer Geschichte kenne. Die einzige Ausnahme war bisher Der Fluch des Spielmanns – aber das hat mit der Entstehungsgeschichte zu tun. In der Ursprungsversion, die ich für einen Wettbewerb geschrieben habe, war das Ende mehr oder weniger vorgegeben. Zwar hatte ich auch da schon die Idee mit dem Einsiedler, konnte sie aber wegen der begrenzten Zeichenzahl nicht umsetzen (für die Wettbewerbstexte war eine Maximallänge von 10.000 Zeichen vorgegeben). Erst mit dem Entschluss, den Fluch im Codex Aureus zu veröffentlichen, war auch wieder Platz für Vater Gion, der allerdings während des Schreibprozesses seine Rolle änderte, was wieder zu einem ganz anderen Ende führte.

Ok, ja, ich schweife ab. Eigentlich waren Schreibtipps das Thema. Genauer gesagt, die Form, in der ich welche geben könnte. Wie schon gesagt, glaube ich nicht, an den einen, für alle Zeiten, Genres und Autoren gültigen Weg. Schlechte Voraussetzungen, sich wirksam als Guru aufzuspielen – ganz abgesehen davon, dass vermutlich auch gar kein Bedarf an einem Blog besteht, das einem beibringt, nicht zu viele Adjektive zu verwenden, perfekte Protagonisten zu bauen und was es mit der Heldenreise auf sich hat. Das tun längst diverse gedruckte Schreibratgeber und etliche Blogs.
Was also dann? Was ich anbieten kann, sind eher Erfahrungsberichte. Lockere Plaudereien darüber, welche Methoden ich kenne und was ich mit welchem Erfolg ausprobiert habe. Immer mit der Einschränkung, versteht sich, dass das ein subjektiver Ansatz ist. Deshalb würde es mich um so mehr freuen, wenn andere die Themen in Kommentaren oder eigenen Blogbeiträgen aufgreifen, so dass auf lange Sicht so etwas, wie eine virtuelle Kaminrunde entsteht.

Was halten Sie, was hältst du von der Idee?

Nun doch Schreibtipps im Blog

Das ist eines der Ergebnisse der Umfrage im Beitrag vom 27. Dezember: Die potentiellen Leser des Blogs möchten Schreibtipps; etwas, das ich in der Eindeutigkeit nicht erwartet hätte.
Die Umfrage war aber noch in anderer Hinsicht aufschlussreich. Nachdem ich den Beitrag zunächst nur über meine Hauptkanäle, als Twitter und den WordPress-Reader geteilt habe, sahen die Ergebnisse nämlich ganz anders aus. Da rangierten die Selfpublisher-Themen an erster Stelle, gefolgt von den Fachartikeln zu Fantasy, Mythen und Historischem und Werkstattberichten. Die Schreibtipps kamen erst auf Platz 5.
Dieses Verhältnis änderte sich erst, als ich den Artikel über Facebook in verschiedenen Foren geteilt habe. Interessant ist außerdem, dass die Bereiche „Nachrichten vom Buchmarkt“, „Persönliches und Privates“ sowie „Rezensionen“ kaum angeklickt wurden.

Daraus ziehe ich den Schluss, dass meine jetzigen Leser mit dem Themenmix grundsätzlich zufrieden sind, ich das Blog aber für andere Inhalte öffnen muss, um neue Leser zu gewinnen. Aktuell sind Autoren offenbar die am Besten erreichbare Gruppe und da sie als Vielleser gelten, sind sie natürlich auch Teil der Zielgruppe des Blogs. Und da sie sich offenbar über Schreibtipps gewinnen lassen, wird es zukünftig Schreibtipps geben.
Allerdings muss ich mir noch überlegen, wie genau diese Schreibtipps aussehen werden. Schließlich sollen sie, wenn es sie schon gibt, auch etwas Neues darstellen. Artikel darüber, wie man den perfekten Protagonisten verfasst oder Adjektivitis vermeidet, gibt es aber schon reichlich. Außerdem misstraue ich Königswegen und Ratschlägen, die den Anspruch erheben, immer und unter allen Umständen gültig zu sein. Schon deshalb werde ich mich davor hüten. Da ich außerdem keine Ratgeberliteratur veröffentliche, sondern phantastische und manchmal historische Erzählungen, wird es bei der Ausrichtung des Blogs auf Fantasy und historisches bleiben. Auch in Zukunft werden phantastische und historische Themen im Mittelpunkt stehen. Da dieser Bereich in der Umfrage an dritter Stelle genannt wird, wäre es vermutlich sinnvoll, ihn sogar ausbauen, z. B. durch eine regelmäßige wöchentliche Rubrik.

In dem Sinne: Es bleibt spannend. Ich hoffe, du bleibst / Sie bleiben mir gewogen.

Fundstück: 12 ultimative Schreibtipps

Ich hab ja auch nie Zeit zum Schreiben, bzw. Kinder, Hund, Mittelalter, einen Mann, Eltern, Geschwister, Freunde, Sozialleben und Social Media. Jetzt aber habe ich den ultimativen Ratgeber für mehr Schreibzeit entdeckt. Et voila:

http://einwortzuviel.de/2016/10/zwoelf-ultimative-schreibtipps-um-mehr-zeit-zum-schreiben-zu-finden/#comment-5