Was war und was wird

Was 2018 für mich bedeutet hat

Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückschaue, ist vieles gut, manches mau und leider sehr viel auch miserabel gelaufen. Ganz wunderbar war die Zeit auf der Leipziger Buchmesse. Hier muss ich ganz vielen Leuten DANKE! sagen. Den Freunden von Lebendige Geschichte zum Beispiel, die mich äußerst gastfreundlich aufgenommen haben. Dem Bundesverband junger Autorinnen und Autoren (BVjA), der mich zur Podiumsdiskussion „Was macht mich zum Schriftsteller“ eingeladen hatte. Vor allem aber den Schwestern vom Nornennetz, die es mir ermöglicht haben, meine Bücher in wirklich fantastischer Umgebung zu präsentieren, und die außerdem eine Lesung, sowie eine Podiumsdiskussion zu „starke Frauen in der Fantastik“ organisiert haben.

LBM18 am Nornenstand
Foto: Elenor Avelle

Der absolute Tiefpunkt des Jahres war der sehr überraschende Tod meines Vaters. Es war nicht der einzige Todesfall in der Familie dieses Jahr. Aber die Art seines Todes und ganze Drumherum waren, gelinde gesagt, sehr unschön. Auch sonst er hat mich stärker getroffen, als ich es für möglich gehalten hätte. Dazu kam eine neue Krebserkrankung bei meiner Mutter, die ich – anders als die im letzten Jahr – aber mehr oder weniger nur aus der Ferne begleiten konnte. Mit alledem zurechtzukommen, hat viel Zeit und Kraft gekostet, was schließlich in einer Depression mündete, an der ich immer noch knabbere.
Dass mein „kleiner“ Sohn sich kurz vor Weihnachten noch das Bein gebrochen hat und nun zu 100% pflegebedürftig ist, war dann nur noch der Vogelschiss auf dem Misthaufen.

Coverentwurf1 klein

Daher bin ich dieses Jahr auch weit hinter meinen Schreibplänen zurückgeblieben. Das Werwolfprojekt ist so häufig ins Stocken geraten, dass ich irgendwann den Faden nicht wiedergefunden habe. Auch der Roman „Steppe und Steine“ liegt vorläufig wieder auf Eis.
Um in diesem Jahr überhaupt etwas zu veröffentlichen, habe ich auf zwei ältere Geschichten zurückgegriffen. Meine Leser mögen mir dieses Recycling verzeihen.

Immerhin habe ich etwas veröffentlicht und betrachte das schon als kleinen Erfolg, zumal das Cover zu „Was von ihnen blieb“ wirklich wunderschön geworden ist. Auch das ist eine Eigenleistung, auf die ich stolz bin.

Was 2019 kommen soll

Der Dezember ist aber nicht nur die Zeit der Rückbesinnung, sondern auch dafür, Pläne für das neue Jahr zu schmieden.
Eigentlich wollte ich jetzt verkünden, dass ich im Januar meinen privaten WriMo ausrufen und endlich „Steppe und Steine“ fertig schreiben werde. Das hat sich vorläufig zerschlagen, ich hoffe aber, dass es im März oder April klappt.
Im Februar bin ich als Gast zur Jubiläumsveranstaltung „Literatur unter Strom“ des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller nach Aschaffenburg eingeladen, wo ich sowohl an einer Podiumsveranstaltung teilnehmen als auch eine Lesung halten werde.
Außerdem will ich neben dem Werwolfwestern noch mindestens eine weitere Erzählung für den Codex Aureus schreiben.

Der Codex Aureus wird im Lauf des Jahres einen eigenen, unabhängigen Webauftritt bekommen. Dazu soll neben einer selbst gehosteten Webseite auch eine Social-Media-Präsenz gehören. Ich hoffe, dadurch gezielter Leserinnen und Leser ansprechen zu können.
Der Webspace und die Adresse sind schon reserviert, ein Twitteraccount ist angemeldet. Es geht also „nur noch“ darum, beides mit Leben zu füllen.

Und du? Was sind deine Pläne für 2019?

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So etwas wie ein Messe-Rückblick

Der lange, ausführliche Bericht über die Leipziger Buchmesse ist leider immer noch nicht fertig. Inzwischen habe ich aber so viele Beiträge darüber gelesen, dass ich ernsthafte Zweifel bekomme, ob die Welt noch einen braucht – und den ausgerechnet von mir.
Was soll ich auch groß erzählen? Meine Füße haben überlebt, die Schuhe auch. Zum Glück. Aber das interessiert dich vermutlich genauso wenig, wie eine Aufzählung, wen ich gesehen und welche Veranstaltungen ich besucht habe. Außerdem war ich ohnehin die meiste Zeit am Stand des Nornennetzes. Darüber, was dort passierte, hat Diandra Linnemann bereits einen so ausführlichen Blogartikel für das Nornennetz verfasst, dass es praktisch unmöglich ist, noch etwas zu ergänzen.

LBM18 am Nornenstand
Foto: Elenor Avelle

Die Probleme der Cosplayer und das seltsame Gebaren der Buchmesse gegenüber den rechten Verlagen, die dort anscheinend Narrenfreiheit genießen, kenne ich auch nur vom Hörensagen bzw. aus schriftlichen Quellen. Persönlich hatte ich mit der Security keine Probleme. Nur, dass man Sektflaschen auch als Aussteller nur unter erschwerten Bedingungen aufs Gelände bringen kann, kam unerwartet.
Natürlich war ich wegen der beiden Podiumsdiskussionen und der Lesung nervös. Vor allem wegen der, der BVjA, mit der Fragestellung „Was macht mich zum Schriftsteller?„. Immerhin kannte ich von den Mittalkern dort nur Tanja Steinlechner (die bei den Sprechern nicht aufgeführt ist. Dafür hat Gino Leineweber nicht teilgenommen), konnte also die Positionen nur schwer abschätzen.

LBM18 Talkrunde
Foto: Ela Schnittke

Der Nornentalk zu Frauen in der Fantastik war dagegen fast ein Selbstgänger. Dankenswerter Weise hat Nora Bendzko sich anschließend die Mühe gemacht, die Diskussion zu transkribieren. Den ersten Teil kannst du auf ihrer Webseite nachlesen, den zweiten Teil findest im Blog vom Nornennetz.

Gerne hätte ich auch noch eine Aufnahme meiner Lesung beigefügt. Aber an dieser Stelle muss ein Foto reichen.

LBM18 Lesung
Foto: Anne Zandt

Aktuell überlege ich, die Lesung zu wiederholen und via youtube hochzuladen. Die Frage ist aber: Interessiert das jemanden? Würde es dich interessieren?

Triff mich auf der Leipziger Buchmesse

Nicht mal mehr zwei Wochen bis zur Leipziger Buchmesse! Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und nun ist es höchste Zeit, anzukündigen, wofür.

Dass ich auf der Buchmesse sein würde, hatte ich ja schon längst geschrieben. Ich werde am Nornenstand (Halle 2 J303) die Neuauflage von Steppenbrand und die gerade erschienene Taschenbuchausgabe von Biss zum letzten Akt präsentieren. Beide Bücher wird es dort auch zu gewinnen geben.
Selbstverständlich werde ich den Stand auch mitbetreuen. Falls sich nichts ändert, sind meine „Dienstzeiten“ am Donnerstag den 15.03 von 12:00 bis 14:00 Uhr und am Sonntag von 16:00 bis zum Schluss um 18:00. Aber auch sonst werde ich mich oft dort herumtreiben.

Außerdem werde ich bei zwei Talkrunden mitmachen und eine Lesung halten.
Die erste Talkrunde hat die Frage Was macht mich zum Schriftsteller? und findet am Donnerstag den 15.03. um 15:00 statt (Forum autoren@leipzig, Halle 5, Stand D600). Veranstalter ist das Netzwerk Autorenrechte im BVjS, weitere Teilnehmer: Gino Leineweber, Eva Leipprand und Tanja Steinlechner.

Nornennetz_Talkrunde_fertig_2
Die zweite Talkrunde wird vom Nornennetz veranstaltet und befasst sich mit Frauen in der Fantastik. Die Diskussion wird sich nicht nur um die vielbeschworenen starken Frauenrollen drehen, sondern auch über Frauen im Literaturbetrieb. Mitdiskutierende sind Nora Bendzko und Katherina Ushachov, die Moderation hat Stella Delaney. (17.03.2018 ab 16:30 Uhr, Leseinsel Fantasy, Halle 2, Stand H410/J400)

Meine Lesung findet am Nornenstand (Halle 2 J 303) statt. Ich werde dort am Sonntag, den 18.03. von 11:00 bis 11:30 Uhr aus „Der Fluch des Spielmanns“ und „Biss zum letzten Akt“ vorlesen und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen.

Lesung und Meet & Greet mit Nike Leonhard, Sonntag den 18.03.2018 v. 11:00-11:30 am Stand des Nornennetzes auf der Leipziger Buchmesse (Halle 2 J 303)

[Veranstaltung] Starke Frauen in der Fantastik

Heute ist das Programm von Leipzig Liest erschienen und damit ist es offiziell: Am 17. März werde ich mit vier weiteren ganz tollen Frauen auf dem Podium der Leseinsel in Halle 2 sitzen, das Nornennetz vorstellen und über Frauenrollen in der Fantastik, Leseerwartungen und Genreklischees diskutieren.

Hier der Link: http://www.leipziger-buchmesse.de/ll/veranstaltungen/28519

Ja, ich bin aufgeregt. Sehr. Aber ich freue mich auch, dass das geklappt hat. Und ich freue mich auf die Veranstaltung.

Sehen wir uns?

 

 

#WirSchreibenDemokratie – Und ich schreibe mit

Eigentlich sollte das hier eine politikfreie Zone werden,

schrieb ich vor etwa anderthalb Jahren als Reaktion auf das Erstarken der AfD,

ein Wolkenschloss mit Elfenbeintürmchen sozusagen, abgeschieden von der realen Welt. Genau wie meine Geschichten. Ich verstehe mich nicht als politische Schriftstellerin.

Inzwischen hatte ich Zeit diese Position zu überdenken. Ich verstehe mich nach wie vor nicht als politische Schriftstellerin. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ich irgendwen zu irgendetwas bekehren will. Meine Geschichten sollen in erster Linie unterhalten. Aber natürlich habe ich eine Meinung und eine Haltung. Beides prägt die Figuren, die ich erschaffe und die Geschichten, die ich erzähle. Ich glaube nicht, dass ich z. B. einen klassischen James Bond schreiben könnte, einfach, weil ich dieses Klischee des männlichen Mannes (ja, die Doppelung ist beabsichtigt) albern und ein bisschen ekelhaft finde.

Diese Haltung prägt natürlich auch die Beiträge im Blog, die sehr viel politischer sind als ursprünglich geplant. Spätestens, seit ich angefangen habe, auch über Sprache zu schreiben und Tipps zur Figurenentwicklung zu geben, ist das Politische sozusagen durch die Hintertür hereingekommen.
Das gestrige Wahlergebnis hat mich bewogen, nun auch die Vordertür zu öffnen, denn das, was da gestern in den Bundestag eingezogen ist, hat mit Demokratie nichts am Hut. Bei Ankündigungen, wie, man werde sich „sein Volk zurückholen“, möchte ich schreien. Ich bin nicht das Volk von irgendwem. Ich bin kein Eigentum, kein Besitz und ganz bestimmt lasse ich mich von niemandem einfach holen! Schon gar nicht von einem alten Mann mit Hundekrawatten. Das ist nicht mein Kandidat und das Land, von dem er träumt ist und war nie meine Heimat.

Mein Deutschland ist ein reiches, fruchtbares Land, wobei ich „reich“ und „fruchtbar“ nicht nur im materiellen Sinne verstehe. Mein Deutschland ist ein Land, dessen Bewohner so selbstbewusst sind, dass sie anderen offen gegenüber treten können. Ein Land, in dem Kultur sich nicht als etwas gegebenes, abgeschlossenes verstanden wird, weil sie schon immer von anderen Kulturen befruchtet wurde und weil man es versteht, von anderen zu lernen. Mein Deutschland ist das Land, in dem jeder in den Grenzen der Gesetze nach seiner Façon selig werden kann und in dem Freiheit ganz selbstverständlich auch die Freiheit des anders Denkenden bedeutet.
Das ist vielleicht eine Utopie. Aber eine, für die es sich zu leben und zu streiten lohnt.

Auch das ist ein Zitat aus dem Artikel von vor anderthalb Jahren und in diesem Punkt hat sich meine Meinung kein bisschen geändert. Deshalb schließe ich mich dem vom Nornennetz aufgebrachten Hashtag #WirSchreibenDemokratie an und deshalb wird es hier von jetzt an auch offen politische Artikel geben. Wer das nicht erträgt, braucht hier ja nicht mitzulesen. Noch ist es ein freies Land und wenn ich mit meiner Stimme, mit meinen Worten oder mit meinen Taten irgendetwas dazu beitragen kann, wird es das auch bleiben!

In eigener Sache: Wie es mit den Vampiren weitergeht

Ja, es ist mir peinlich, aber leider kann ich immer noch nicht absehen, wann der nächste Band des Codex Aureus mit der Vampirstory herauskommen wird. Immerhin: Es geht weiter. Die erste Überarbeitungsrunde ist beendet. Nur an ein paar Stellen muss noch nachjustiert werden. Und da sich das Erscheinungsdatum ohnehin so verzögert hat, habe ich beschlossen, die Geschichte danach noch einmal den Kolleginnen vom Nornennetz zum Testlesen anzubieten. Eine zusätzliche qualifizierte Beratung schadet schließlich nie!

Danach wird es vermutlich sehr zügig weitergehen. Das Cover steht schon lange. Was noch fehlt, sind das Nachwort* und der Klappentext. Beides zusammen dürfte aber nicht mehr als eine Woche in Anspruch nehmen. Wenn nichts dazwischen kommt. Drückt bitte die Daumen!

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Der Crackgeruch ist der Überarbeitung zum Opfer gefallen. Die Szene spielt in den 80ern. Da war Crack noch kein Thema.

 


*Jemand sagte mal, ich hätte das Nachwort zur Kunstform erhoben. Das freut mich natürlich und wenn tolle Nachworte ein Alleinstellungsmerkmal sind, möchte ich meine Leser*innen keinesfalls enttäuschen!

Nornennetz – das Netzwerk der deutschsprachigen Fantastik-Autorinnen

Manchmal hat Impulsivität seltsame Folgen. Diesen Artikel z. B. gäbe es nicht, wenn ich immer genau abwägen würde, was ich sage oder schreibe. Und es gäbe das Nornennetz nicht, das Netzwerk das deutschsprachigen Fantastik-Autorinnen.

Dabei habe ich nur auf einen Werbetweet der mörderischen Schwestern reagiert. Ein bisschen flapsig, zugegeben.

wie alles begann

Was dann passierte, war fantastisch. Mehrere Autorinnen schrieben mich an, meinten: „Na, dann machen wir doch!“, „ich wäre dabei“ und „wer, wenn nicht wir?“ und kurz darauf waren wir über Discord im Gespräch über die Einzelheiten. Seit Samstag haben wir auch einen Namen: Das Nornennetz.
Unser Ziel ist neben der Vernetzung, Fantastik-Autorinnen bekannter zu machen und zu zeigen, dass wir neben Romantasy auch alle anderen Subgenres beherrschen.

Seit heute gibt es uns offiziell auf Facebook und Twitter.