NaNoWriMo (Tag 6) – erstaunlicherweise noch im Soll

Soll ich was verraten? Am Wochenende habe ich geschwänzt. Statt zu schreiben bin ich auf einer Geburtstagsfeier gewesen, habe bis in die Puppen gezockt und viel zu viel getrunken. Scheiß auf den Wordcount. Der Spaß war die Müdigkeit danach allemal wert.

Die Müdigkeit hält bis jetzt an. Deshalb habe ich mein Tagesziel auch um ein paar hundert Worte unterboten. Trotzdem bin ich laut Statistik immer noch im Soll.
Eigentlich könnte ich für heute also Schluss machen.

Andererseits ist übernächstes Wochenende eine Tagung, auf die ich mich schon seit Monaten freue. Und überhaupt ist es mit Wochenenden und Schreiben so eine Sache, wenn die ganze Familie um einen herumspringt.

computer-1185637_640
Bildquelle: janeb13 via pixabay

#NaNoWriMo (Tag 3): Über eine liebenswürdige Antagonistin

Aktuell schreibe ich das Tagebuch der Antagonistin, bin also sehr mit ihr verbunden und gewinne sie dadurch richtig lieb. Sie ist ein lieber Mensch mit guten Absichten. Das ist einerseits gut, weil das (hoffentlich) auch auf die Gefühle der Leserschaft

überträgt, was der Geschichte dann eine Tiefe gibt, die ich nicht eingeplant hatte. Andererseits muss ich aufpassen, dass die die Biege noch kriegt, sonst kippt das Ganze und die Geschichte wird unglaubwürdig.

Die Protas müssen noch ein bisschen warten, bis ich mich mit ihnen befassen kann. Aber das ist auch fair, weil sie zu diesem Zeitpunkt (also dem, zu dem die Antagonistin schreibt) noch gar nicht geboren sind.

Im Buch werden sich Haupthandlung und Tagebuchauszüge abwechseln, bis die Antagonistin für sich selber sprechen kann und beides zu einem Handlungsstrang zusammenfließt. Ein bisschen, wie bei modernen Thrillern, wo der irre Killer auch immer wieder Kapitel bekommt, in denen er seine Perspektive darlegt – nur ist meine Antagonistin halt tot. Oder auch nicht. Jedenfalls nicht vollständig.

mortality-401222_640
Quelle: DasWortgewand via pixabay

Mörderische Pläne für den #NaNoWriMo

Ich habe Fun Facts über den NaNo und den Schreibprozess von „Shirrin und Barkat“ (so heißt das Projekt) versprochen. Nun also …

Ich habe die Angewohnheit, mit mir selber zu reden. Das geht von einem gemurmelten: „wo ist jetzt wieder …?“ bis zu längeren Pro-und-Kontra-Diskussionen. Je mehr mich etwas beschäftigt, desto intensiver.
Und so ein Roman beschäftigt mich sehr, selbst wenn ich gerade nicht am Rechner sitze. Vielleicht sogar gerade dann, weil die Gedanken dann nicht auf den Text fokussiert sind, sondern freier flottieren. Jedenfalls kam es heute morgen bei der Hunderunde zu folgendem Selbstgespräch:

Wird höchste Zeit, dass der Opa stirbt. Dann noch ein paar Monate und ich kann den Rest der Familie umbringen.

Ich hoffe, mich hat keiner gehört.

Alles NaNo, oder was?

Es ist November und irgendwie gehört es schon fast dazu, beim NaNo (NaNoWriMo = National November Writing Month) mitzumischen. Ziel ist es, in dieser Zeit 50.000 Worte zu schreiben und gerne auch ein paar darüber.

Das passt in diesem Jahr für mich um so besser, weil immer wieder angefragte Spinn-off zu Steppenbrand gerne ein Roman werden möchte. Da bringt der NaNo hoffentlich den nötigen Schwung, um im Schreibfluss zu bleiben und den einen oder anderen ebenfalls notwendigen Tritt, nicht in bewährte Prokrastinationsmuster zu verfallen.

Das heißt aber auch, dass es im November keine langen Blogartikel geben wird. Dafür verspreche ich öfter mal Fun Facts über das Werk und den Schreibprozess zu bringen. Hier gleich der erste:

In der Backgroundstory taucht ein Prophet namens Dafuq al Bernejd auf. Der Name entstand spontan, verrät aber vielleicht gerade deshalb einiges über meine Einstellung zu Propheten, Auserwählten und Esoterik. Ich hoffe, das ist nicht zu auffällig.

Neues vom NaNo: Aktuell geht gar nichts

Irgendwie ist dieses Jahr der Wurm drin. Mein Wordcount steht bei knapp bei 10.000 Worten, also etwa der Hälfte dessen, was ich jetzt haben sollte. Der Grund? Ich kann nicht loslassen; komme nicht in den Flow.
Das liegt auch daran, dass meine Familie diese Jahr nicht mitspielt, wie in den Jahren zuvor. Nicht, dass sie mein Schreiben aktiv sabortieren – das würden sie nie tun. Aber dauernd ist etwas: Die Kinder werden krank oder haben Ärger in der Schule. Und auch wenn ich nicht der Muttertyp Glucke bin – das Kind ins Bett stecken und nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“ am Text weiter zu arbeiten, klappt nicht. Genauso wenig kann ich mich nach einem Elterngespräch (das natürlich in meine Schreibzeit fällt) hinzusetzen und einfach weiterschreiben, als sei nichts vorgefallen.
Das sind nur zwei Beispiele. Denn natürlich will der Mann auch was, die Eltern, Freunde …

Das Leben lässt sich nicht einfach abschalten. Das ist oft auch sehr schön. Aber trotzdem schlecht für den Wordcount, denn das Umswitchen aufs Schreiben fällt mir schwerer, denn je.
Vielleicht wird’s ja noch was. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Nur die Geschichte würde ich wirklich gerne fertig kriegen, damit sie – wie geplant – im Dezember als Codex Aureus 4 erscheinen kann.


Unter der Überschrift Neues vom NaNo berichte ich über meine Erlebnisse beim NaNoWriMo, dem größten virtuellen Schreibtreffen. Einen Monat lang treffen sich Autoren aus aller Welt, um sich gegenseitig bei einem Ziel zu unterstützen: Innerhalb von 30 Tagen mindestens 50.000 Worte zu schreiben.

Neues vom NaNo: Warum mache ich das überhaupt?

Ihr seid doch alle wahnsinnig! So in etwa lässt sich ein Artikel von Textflash zusammenfassen, in dem sie begründet, warum sie das Vorhaben aufgegeben hat, beim NaNoWriMo mitzuschreiben. Warum also tue ich mir das an?

woman-1148923_640
Foto: Unsplash via Pixabay

Ganz ehrlich: Der NaNoWriMo ist ein Hype. 50.000 Worte in 30 Tagen bedeutet zwar „nur“ 1.667 Worte pro Tag (und nicht etwas über 3.000, wie ich vor ein paar Tagen geschrieben hatte, weil ich nicht rechnen kann), aber auch das ist eine ganze Menge und man gerät schnell ins Hintertreffen. Ich habe die letzten drei Tage im Schnitt gerade mal 780 geschafft; bei dem Tempo würde ich das Ziel von 50.000 Worten erst Anfang Januar erreichen.

Ganz schön viel Druck also, vor allem, wenn man die Erfolgsmeldungen der anderen hört. Meine halbe Timeline auf Twitter beglückwünscht sich zu ihren Erfolgen und im deutschen NaNo-Forum ist nachzulesen, dass die ersten Teilnehmer die 50.000 schon geknackt haben.

Aber diesen Druck muss man sich ja nicht antun. Ich sehe es eher anders herum:

  • Für mich bedeutet der NaNo in erster Linie die Freiheit, schlecht zu schreiben. zitat-der-unterschied-zwischen-dem-richtigen-wort-und-dem-beinahe-richtigen-ist-derselbe-unterschied-wie-mark-twain-267890Der NaNo „erlaubt“ mir, einen Satz stehen zu lassen, obwohl er nicht perfekt ist, weil die Begriffe nur fast richtig gewählt sind. Nicht den Blitzen nachzujagen, sondern zufrieden zu sein, ein Glühwürmchen gefangen zu haben. Eine große Erleichterung für Leute wie mich, die eine halbe Stunde darüber grübeln, wie eine Dryade, die vorher nie ein Auto gesehen hat, einen Pritschenwagen beschreiben würde (Es sind genau 5 Sätze geworden).
  • Ein bisschen beflügelt mich der Druck aber auch. Ich gehöre zu den Menschen, die viel Zeit mit anderen Dingen vertändeln können. Nicht nur Social Media, sondern auch Recherchen, Querbeet-Lesen, Spielen, Zeichnen, mit Photoshop experimentieren … Zeugs, das zwar auf lange Sicht irgendwann sinnvoll ist, aber meist gerade zu dem Zeitpunkt, an dem ich es tue unter Prokrastination fällt. Der NaNo hilft mir, mich auf ein Projekt zu fokussieren. Mehr als sonst jedenfalls. Ein bisschen. (Wie lange schreibe ich schon an diesem Artikel?)
  • Seltsamerweise respektieren auch die Menschen meiner Umgebung meine Schreibzeiten eher während des NaNos. Der Satz „Ich schaffe die 50.000 nie, wenn ich jetzt noch … tun muss“, verfängt aus irgendwelchen Gründen besser als: „Ich der nächste Band vom Codex Aureus wird nicht rechtzeitig fertig, wenn ich jetzt noch … tun muss.“
  • Natürlich muss sich auch während des NaNoWriMos auch niemand mit Süßigkeiten vollstopfen. Aber gerade für Menschen, die sonst extrem auf ihre Ernährung achten, ist er ein hervorragender Grund, auszubrechen und über die Stränge zu schlagen. Ist ja für die gute Sache! Ich persönlich bin schon wieder dabei, auf Tee und Weintrauben umzusteigen. Die Vernichtung der restlichen Halloweensüßigkeiten hat gereicht.

Kurz gesagt, der Der NaNo ist für mich eine Art Schreiburlaub, ohne zu verreisen. Eine großartige Ausrede, sich ein Stück weit aus dem Alltag auszuklinken. Ob ich die 50.000 wirklich schaffe und mir am Ende eine neue Plakette anheften kann – egal, ich habe Spaß.

Und deshalb werde ich vermutlich auch 2017 wieder dabei sein.


Unter der Überschrift Neues vom NaNo berichte ich über meine Erlebnisse beim NaNoWriMo, dem größten virtuellen Schreibtreffen. Einen Monat lang treffen sich Autoren aus aller Welt, um sich gegenseitig bei einem Ziel zu unterstützen: Innerhalb von 30 Tagen mindestens 50.000 Worte zu schreiben.

Neues vom NaNo: Anmerkungen über Dryaden

Nachdem ich gestern Velona, meine Protagonistin für den diesjährigen NaNo, vorgestellt habe, gibt es heute ein paar Hintergrundinfos zu ihrer Rasse. Bitte nicht am Begriff stören, in der Fantasy und in Rollenspielen ist „Rasse“ wertfrei. Irgendwie muss man schließlich unterscheiden, ob eine Figur ein Ork, Engel oder Drache ist.

Velona ist eine Dryade, also eine Baumnymphe. Anders als in der griechischen Mythologie beschrieben, würde sie allerdings niemand mit einer wunderschönen Frau verwechseln. Meine Dryaden sind Wesen, die nur sehr langsam wachsen – genau wie Bäume. Und Velona ist jung, also winzig.

trees-1209660_640
Symbolbild (Quelle: Unsplash, Pixabay)

Wie es sich für Dryaden gehört, leben meine in enger Symbiose mit Bäumen, unter denen sie zuweilen Lieblingsbäume auswählen. Die Bindung kann so stark werden, dass die Dryade leidet, wenn der Baum verletzt wird. Auch das ist ein klassisches Motiv.
Unter diesen Umständen kann man sich leicht vorstellen, dass Dryaden sehr böse werden können, wenn man sich unerlaubt an „ihren“ Bäumen vergreift. Sie haben allerdings das Problem, dass normalbegabte Menschen sie weder sehen, noch hören können. Eher müssen die Dryaden aufpassen, nicht unter die Füße dieser tumben Riesentrampel zu geraten. Außerdem ist auch die Magie der Dryaden sehr „baumisch“, d. h. sie wirkt nur langsam. Eine Dryade kann keinen Blitz beschwören, um ihren Baum zu verteidigen – aber sie kann z. B. Nerven und Immunsystem ihres Gegners nachhaltig schädigen.

Als Gegner kommt alles in Betracht, was Bäume schädigt; angefangen bei Raupen bis hin zu Bulldozern. Die Dryaden sind eine kriegerische Rasse, die ihr Territorium mit allen Mitteln verteidigt – auch gegen andere Dryadenclans.


Unter der Überschrift Neues vom NaNo berichte ich über meine Erlebnisse beim NaNoWriMo, dem größten virtuellen Schreibtreffen. Einen Monat lang treffen sich Autoren aus aller Welt, um sich gegenseitig bei einem Ziel zu unterstützen: Innerhalb von 30 Tagen mindestens 50.000 Worte zu schreiben.

Neues vom NaNo: Meine Protagonistin

Jepp, du hast richtig gehört. Nachdem Steppenbrand und der Fluch des Spielmanns männliche Hauptfiguren hatten (genauso wie die Weihnachtsgeschichte, die ich für Clue Writing verfasst habe), ist es Zeit, mal wieder aus weiblicher Sicht zu schreiben. Obwohl ich nicht finde, dass die Unterschiede so wahnsinnig groß sind. Wenn ich mir meine Protagonisten ansehe, ist es wie in der „echten Welt“: Es gibt sehr große Unterschiede zwischen Männern und genauso große bei den Frauen. Tatsächlich ist das biologische Geschlecht nur ein kleiner Teil dessen, was unsere Identität und den Charakter ausmacht.

Aber ich schweife ab, ich wollte ja von meiner Protagonistin erzählen. Dieses Mal musste es eine Frau sein, weil sie eine Dryade ist und Dryaden nun mal weiblich sind. Wikipedia meint, dass die Dryaden laut griechischer Mythologie sogar die Gestalt besonders schöner Frauen gehabt hätten. Aber das liegt vermutlich im Auge des Betrachters und wenn der z. B. ein Faun ist und sowieso über alles herfällt, was nicht bei drei auf dem Baum ist … Besten Dank auch!

img_20161102_134204
Darf ich vorstellen: Velona. Nicht unbedingt eine klassische Schönheit.

Ich schweife schon wieder ab. Hauptmerkmal der Dryaden ist jedenfalls, dass sie Baumnymphen oder -geister sind und verdammt sauer werden können, wenn man sich an „ihren“ Bäumen vergreift. Und genau das passiert in meiner Geschichte.


Unter der Überschrift Neues vom NaNo berichte ich über meine Erlebnisse beim NaNoWriMo, dem größten virtuellen Schreibtreffen. Einen Monat lang treffen sich Autoren aus aller Welt, um sich gegenseitig bei einem Ziel zu unterstützen: Innerhalb von 30 Tagen mindestens 50.000 Worte zu schreiben.

Der Novemberwahnsinn hat begonnen

Heute ist der erste November und eigentlich sollte ich fleißig geschrieben haben. Schließlich will ich die 50.ooo Worte für den NaNoWriMo auch in diesem Jahr schaffen und das bedeutet, im Schnitt etwas über 3.000 Worte pro Tag. Aber bisher habe ich nichts. Oder besser gesagt: Mein Wordcount steht auf Null. Etwas habe ich nämlich schon. Eine vollständig durchgeplottete Geschichte.

Die sieht derzeit noch so aus:ideenskizze-ausschnitt2

Das ist natürlich nur ein Ausschnitt. Aber man sieht, dass ich das Denkbrett von Papyrus Author ausgiebig genutzt habe. Man sieht vielleicht auch, es nicht ganz einfach war, den Stoff in den Griff zu bekommen. Dabei hat mir das Programm wirklich geholfen und zum ersten Mal habe ich das Gefühl, Mindmapping hätte doch einen Sinn.

Jetzt hoffe ich nur, die dadurch gewonnenen Erkenntnisse auch umsetzen zu können. Los geht’s!

Ab morgen beginnt der Wahnsinn

Am ersten November beginnt der NaNoWriMo, der National November Writing Month. Auch ich werde wieder unter dem Namen Nike Lennard dabei sein und versuchen, innerhalb dieser Zeit mindestens 50.000 Worte zu schreiben.

Ein Roman wird dabei nicht entstehen. Aber zumindest die Weihnachtsgeschichte für den Codex Aureus. Vielleicht auch ein bisschen mehr.

Drück mir die Daumen!