Zum Schluss von #CharactersofSeptember: Wofür Seraina kämpft

Die Challenge „Characters of September“ bot fiktiven Charakteren die Möglichkeit, selbst auf Fragen zu antworten. Bei mir war es die Spielfrau Seraina, die mehr über sich und ihr Leben preisgab. Alles andere erzählt die Geschichte Der Fluch des Spielmannsdie als eBook sowohl über die Tolino-Händler also auch über Amazon erhältlich ist.

Nike: „Letzter Tag heute, wie fühlst du dich?“

Seraina: „Müde. Es war gut, mal wieder rauszukommen. Aber nun ist es auch genug.“

Nike: „Dann eine letzte Frage noch: Wofür setzt du dich ein? Welche Ziele hast du?“

Seraina: „Ziele? Ich bin tot! Alles, was ich noch will, ist meine Ruhe.“

Nike: „Moment, gestern hast du noch gesagt …“

Seraina: „Gestern ging es um die Frage, was ich ändern würde, wenn ich könnte. Aber wir Toten können nichts ändern. Wir sind nur Schatten und Erinnerung. Blass, blutleer und ohne Macht oder Einfluss. Das Heute ist eure Welt. Du hast gestern gesagt, sie sei besser geworden. Gerechter. Gratuliere! Aber wir sind nicht mehr Teil davon, also müsst ihr euch kümmern. Ihr könnt neue Fehler machen oder unsere wiederholen; das Erreichte ausbauen oder zerstören. Uns Tote kümmert das nicht mehr. Aber eure Kinder, vielleicht.“


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem kann es bei diesen Anbietern heruntergeladen werden:

https://books2read.com/Spielmannsfluch

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#CharactersofSeptember (Tag 29) – Was Seraina ändern würde

Vorletzter Tag bei Characters of September, der Challenge, die fiktiven Charakteren eine Stimme gibt und sie selber erzählen lässt. Bei mir kommt Seraina zu Wort, eine fahrende Jongleurin aus dem frühen Mittelalter. Sie ist eine der Figuren aus Der Fluch des Spielmanns und bei ihrem ersten Auftritt bereits tot.

Nike: „Hallo Seraina, heute geht es um folgende Frage: Wenn du eine Sache ändern könntest – was wäre das?“

Seraina: „Eine Sache ändern? Meine Vergangenheit kann ich nicht ändern. Alle Fehler, die ich gemacht habe, habe ich guten Gewissens und mit den besten Absichten begangen. Sie sind Teil von mir. Vielleicht sogar mehr als meine guten Taten.
Aber wenn ich etwas ändern könnte, etwas wirklich wichtiges, dann wäre es, dass sich die Menschen mit mehr Respekt begegnen. Dass sie für einander da sind, statt nur gegeneinander.“

Nike: „Also wie heute.“

Seraina: „Wie meinst du das?“

Nike: „Nun, eine Geschichte, wie deine, wäre heute unmöglich. Wir haben die Sklaverei abgeschafft. Es gibt funktionierende Sozialsysteme, Gerichte, die Polizei …“

Seraina: „Ist das so, ja? Das heißt, ihr behandelt die Fahrenden so, wie die Sesshaften? Ihr betrachtet den Fremden mit dem gleichen Respekt wie den Nachbarn? Ohne Angst und Argwohn? Ihr achtet nicht auf Stand und Ansehen? Und niemand muss hungern oder frieren?“ (Sie macht eine Pause, schüttelt den Kopf und zuckt mit den Achseln) „Das klingt, wie die Erfüllung eines Traums. Ich würde mir wünschen, dass die Welt so geworden ist. Aber glauben, …?“


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#CharactersofSeptember (Tag 28) – Schlechte Angewohnheiten

Die Challenge Characters of September, bei der fiktive Charaktere Rede und Antwort stehen, geht langsam zu Ende. Noch dreimal wird Seraina, die Spielfrau aus der Erzählung Der Fluch des Spielmanns von sich und ihrem Leben im frühen Mittelalter berichten.

Nike: „Hallo Seraina. Heute geht es um die Frage, welche schlechte Angewohnheit du gerne loswerden würdest.“

Seraina: „Sei gegrüßt Nike – aber welche schlechten Angewohnheiten sollte ich loswerden wollen? Ich bin tot. Seit achthundert Jahren!“

Nike: „Und als du noch gelebt hast? Gab es da etwas?“

Seraina: „Ja, vielleicht. Vielleicht hätte ich etwas freundlicher sein können. Weniger hart. Aber bei dem Leben, der ich …, das wir geführt haben, ist es schwer, nicht hart zu werden.“


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#CharactersofSeptember (Tag 27) – Seraina und die Tränen

Wer mitliest, kennt es bereits: Characters of September ist eine Challenge, bei der fiktive Charaktere selbst zu Wort kommen. Bei mir beantwortet Seraina, eine Spielfrau aus dem 8. Jahrhundert die Fragen. Sie ist eine der Figuren aus der Erzählung Der Fluch des Spielmanns.

Nike: „Hallo Seraina, noch vier Tage, dann ist die Challenge zuende. Ich hoffe, die Fragen sind dir nicht zu nahe gegangen.“

Seraina: „Sei gegrüßt. Nein, es passt schon. Wenn es zu viel ist, sage ich das auch. Du kennst mich.“

Nike: „Das ist gut, denn heute wird es wieder sehr persönlich und zwar geht es darum, wann du das letzte Mal geweint hast – und warum.“

Seraina: „Ich habe in meinem Leben viele Tränen vergossen, aber wann das letzte Mal und warum? Das ist alles so lange her und es gab so viele Gründe zu weinen. Hunger, Schmerzen, Verachtung …
Nicht, dass es irgendwie geholfen hätte. Es erschöpft nur und die Probleme bleiben. Aber das sagt sich so leichthin. Wenn es so weit ist, weint man ja doch. Aber irgendwann … Irgendwann hat es aufgehört. Die Probleme waren noch da. Die Gefühle auch. Aber ich hatte keine Tränen mehr. Ganz so, als wäre ich innerlich vertrocknet.“


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#CharactersofSeptember (Tag 26) – Worauf Seraina stolz ist

„Characters of September“ ist eine Challenge, bei der fiktive Charaktere selbst zu Wort kommen. Bei mir stellt sich Seraina, eine Spielfrau aus dem frühen Mittelalter, den Fragen. Sie ist eine der Figuren aus der Erzählung Der Tod des Spielmanns.

Nike: „Hallo Seraina. Schön, dass du wieder da bist. Nachdem wir uns gestern über Scham unterhalten haben, geht es heute um Stolz. Gibt es etwas, auf das du rückblickend besonders stolz bist?“

Seraina: „Sei gegrüßt, Nike. Stolz ist ein großes Wort und wir waren kleine Leute. Stolz konnten wir uns nicht leisten. Aber doch, es gibt eine Sache, auf die ich tatsächlich stolz bin.“

Nike: „Lass mich raten. Darauf, dass du weggelaufen bist? Du hast diesen Moment der Freiheit erwähnt.“

Seraina: „Das war ein wundervolles Gefühl. Aber stolz? Nein! Stolz bin ich darauf, Corvin das Leben gerettet zu haben. Wenigstens ihm.“


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#CharactersofSeptember (Tag 24) – Seraina über das Schrecklichste, was sie Corvin angetan hat

Wer hier mitliest, weiß inzwischen vermutlich sehr genau, dass es bei Characters of September darum geht, fiktiven Charakteren eine Stimme zu geben. Trotzdem schreibe ich es für die Neueinsteiger sicherheitshalber noch einmal dazu.
Bei mir beantwortet Seraina, eine Spielfrau aus dem frühen Mittelalter die Fragen.

Nike: „Hallo Seraina! Noch einmal herzlichen Dank, dass du dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Ich weiß, dass dir die Fragen sehr zusetzen und auch die nächste wird vermutlich nicht leicht. Es geht darum, was das Schrecklichste war, das du jemandem, den du liebst, angetan hast.“

Seraina: „Du hast recht. Ich hätte es mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen sollen, bevor ich zusage. Oder die Fragen genauer lesen. Manche davon sind wirklich …
Warum wird so in den düsteren Winkeln der Seele gestochert? Was soll das bringen? Glaubt wirklich jemand, mich besser zu kennen, nur weil solche Sachen ans Licht gezerrt werden? Ist denn der Kern meines Seins das Böse? Sind es nicht auch die hellen Dinge? Meine Talente und Fähigkeiten, die schönen Erlebnisse; das, was mich mit anderen verbindet? Warum sprechen wir nicht über meine Beziehung zu Corvin oder – wenn es denn schon hart und schwer sein muss – über das Leben als Fahrende und darüber, wie es ist, Geld für Ehre zu nehmen?“

Nike: „Tut mir leid, aber …“

Seraina: „Ja, ja, ich weiß. Du hast die Fragen nicht gemacht und so weiter. Hatten wir schon. Also kurz die Antwort: Das Schlimmste, was ich Corvin, meiner großen Liebe angetan habe, war natürlich die Drohung, ihn mit in den Tod zu nehmen. Ich habe damals keinen anderen Weg gesehen, aber es zerschneidet mir immer noch das Herz, wenn ich an das Entsetzen in seinen Augen denke.“


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#CharactersofSeptember (Tag 21) – Serainas Kindheit

Characters of September ist eine Challenge, die fiktiven Charakteren die Gelegenheit gibt, über sich selber zu reden. Bei mir kommt Seraina zu Wort, eine Spielfrau aus dem 8. Jahrhundert. Ein Teil ihrer Geschichte wird in Der Fluch des Spielmanns erzählt.

Nike: „Hallo Seraina, noch mal zurück zu deinen Jahren als Sklavin. Du warst damals ja doch Teil der familia und du hast uns auch von einigen glücklichen Augenblicken erzählt. Kann daraus schließen, dass du eine halbwegs glückliche Kindheit hattest?

Seraina: „Glaubst du ernsthaft, ich hätte ein Dach über dem Kopf, ein Bett, Kleidung und regelmäßiges Essen aufgegeben, um ein Leben auf der Straße zu führen, den Unbilden des Wetters ausgesetzt, ohne zu wissen, wann ich wieder etwas in den Magen bekomme, wenn meine Kindheit auch nur halbwegs erträglich gewesen wäre? Dass ich Corvin nur aus romantischen Gefühlen gefolgt bin? Nein, so naiv war ich nicht.
Meine Kindheit bestand aus Verwünschungen, Maulschellen, Tritten, Stockhieben, Angst und Einsamkeit, und später, als ich älter wurde, kamen noch harte Arbeit und die Begehrlichkeiten der Männer dazu. Ich war Sklavin, mich schützte keiner. Eher hat mich die Herrin geschlagen, weil ich die Männer vom Arbeiten ablenke. Später konnte ich mir wenigstens aussuchen, wem ich zu Willen bin und habe noch Geld dafür bekommen.“


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#CharactersofSeptember (Tag 20) – Seraina und Haustiere

Bei Characters of September kommen fiktive Charaktere zu Wort. Bei mir ist es Seraina, aus Der Fluch des Spielmanns die auf die Fragen der Challenge antwortet. Zum besseren Verständnis ihrer Antworten muss gesagt werden, dass Seraina seit ca. 1200 Jahren tot ist. Ihre Knochen wurden vor einigen Jahren bei Bauarbeiten gefunden. Der Fluch des Spielmanns ist auch eine mögliche Rekonstruktion der Umstände ihres Todes.

Nike: „Hallo Seraina, nach den Fragen zu deiner Familie und Freunden geht es heute um Tiere. Genau gesagt, um Haustiere.“

Seraina: „Haustiere? Was soll das sein?“

Nike: „Tiere, die man sich als Gesellschaft hält. Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten …“

Seraina: „Meine Herrin damals hatte einen Vogel in einem Käfig. Und natürlich hatten sie Hunde, um Haus und Werkstatt zu verteidigen. Aber die waren im Hof angekettet. Ins Haus haben die nie gedurft und das war auch gut so. Ich hatte Angst vor denen.
Nur vor Huldas Hunden hatte ich keine Angst. Aber die waren auch ganz anders. Außerdem habe ich sie ja schon gekannt, als sie noch ganz klein waren.
Katzen habe ich nur ein paar mal im Wald gesehen. Und Ratten?! Warum sollte jemand Ratten haben wollen? Da wo ich groß geworden bin, hielt man Frettchen, um sie loszuwerden! Die anderen Tiere kenne ich nicht.“


Anm.: Tatsächlich kann Seraina keine Meerschweinchen kennen, da diese erst in der Neuzeit aus Süd- und Mittelamerika nach Europa kamen. Kaninchen hingegen waren in Norditalien bereits bekannt, wurden aber in speziellen Gehegen gehalten, so dass sie vermutlich wirklich nie eins gesehen hat.

 

 


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#CharactersofSeptember (Tag 19) – Was Seraina verabscheut

Im Rahmen der Challenge Characters of September stellen sich fiktive Charaktere selber vor. Bei mir ist es Seraina, eine Spielfrau aus dem frühen Mittelalter, die aus ihrem Leben (und von ihrem Tod) erzählt.

Nike: „Hallo Seraina, nachdem wir gestern darüber gesprochen haben, was dir an deinen Freunden wichtig ist, geht es heute genau um das Gegenteil: Was kannst du bei anderen gar nicht leiden?“

Seraina: „Das ist seltsam. Bei dem was wichtig ist, fiel mir nur eine Sache ein. Aber jetzt – das ist ein ganzer Strauß an Eigenschaften, die ich nicht mag. Heimtücke, Arglist, Neid, Gier, Überheblichkeit …“

Nike: „Wenn du jetzt auch noch ‚Wollust‘ sagst, haben wir fast die sieben Todsünden.“

Seraina: „Was sind ‚Todsünden‘? Und was sollte gegen Wollust sprechen?“

Nike: „Die sieben Todsünden, vor denen die christliche Kirche warnt? Nie davon gehört?“

Seraina: „Wenn es dafür Essen gibt, gehe ich schon mal in eine Kirche. Aber sonst? Was sollte ich da?“


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#CharactersofSeptember (Tag 18) – Was Seraina an Freunden schätzt

Seraina ist einer der Geister aus Der Fluch des Spielmanns. Im Rahmen der Challenge #CharactersofSeptember erzählt sie aus ihrem Leben als Spielfrau im frühen Mittelalter.

Nike: „Unser gestriges Gespräch über deine Freunde ist unerwartet lang geworden. Ich bin gespannt, ob das heute ebenso ist. Heute geht es nämlich darum, was dir bei deinen Freunden wichtig ist.“

Seraina: „Dann wird das heute ein kurzes Gespräch. An meinen Freunden ist mir vor allem der Zusammenhalt wichtig. Alles andere lässt sich ertragen. Gerade wenn man sonst niemanden hat.“


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