#Autorinnenzeit: Empfiehl das Buch einer Autorin

Jetzt mache ich mal was ganz Dreistes. Ahnst du, was? Genau! Ich empfehle mich selber. Schließlich bin ich Autorin. Und Selfpublisherin. Außerdem meine eigene Coverdesignerin und Marketingabteilung.
Meine eBooks haben durch die Bank fünf-Sterne-Bewertungen bei Amazon. Für meine Cover bin ich schon mehrfach gelobt worden. Genauso für meine Werbebilder und -sprüche.

Da darf ich mir schon mal selber auf die Schulter klopfen und sagen, dass ich alles in allem einen verdammt guten Job abliefere.

Aber die Aufgabe lautet „Empfiel ein Buch …“ Nicht das Gesamtwerk. Und obwohl ich natürlich alle Ausgaben des Codex Aureus mag (sonst hätte ich sie nicht veröffentlicht) gibt es eines, an dem mein Herz besonders hängt: Steppenbrand.

Cover für Steppenbrand, die Geschichte von Dejasir no'Sonak, der eigentlich nur das Beste für sich und sein Volk wollte.
Steppenbrand – Codex Aureus (2) (Erzählung)

Nicht nur, weil es zu den ersten Geschichten gehört, die ich anderen zu lesen gegeben habe, sondern weil ich glaube, damit etwas Zeitloses geschaffen zu haben.
Steppenbrand spielt in einer ganz anderen Welt als unserer. Sie ist brutaler, aber auch farbenprächtiger. Phantastischer. Die Gesellschaft ist eine andere. Nicht besser als unsere, auch nicht schlechter. Anders eben. Mit einem ganz anderen Rollenverständnis. Natürlich ist die Geschichte spannend. Das gleiche gilt für die Charaktere. In gewisser Weise sind sie Archetypen, aber sie bleiben Individuen. Das macht es leicht, sie zu verstehen und ihre Handlungen nachzuvollziehen, auch wenn man sie manchmal ohrfeigen möchte. Natürlich war es ein Wagnis, ausgerechnet den Antagonisten in den Mittelpunkt zu stellen. Aber ich mag Dejasir. Trotz allem. Die einzige Figur, die ich nicht mag, ist seine erste Frau, obwohl ich der Meinung bin, dass sie vom Typ her sehr genau getroffen ist.
Das sind schon eine ganze Menge Gründe, Steppenbrand zu mögen. Was ihn in meinen Augen aus den übrigen Ausgaben des Codex Aureus hervorhebt, ist aber, dass die Geschichte nicht nur auf vielen Ebenen gelungen ist, sondern diese sich auch noch gegenseitig unterstützen und verstärken.

Bisher gibt es Steppenbrand als eBook sowohl über die Tolino-Allianz als auch über Amazon. Ich plane aber, es außerdem als Taschenbuch zu veröffentlichen. Aktuell arbeite ich mich dafür in Scribus ein.

Falls du jetzt neugierig geworden sein solltest, geht es hier zu den Verkaufslinks.

[Selfpublishing] Schreiben unter Pseudonym

Lewis Caroll tat es. Iny Lorenz tun es. Und ich mache es zugegebenermaßen auch: Schreiben unter Pseudonym. Stehe ich deshalb weniger hinter meinen Büchern? Nein, natürlich nicht. Wenn ich nicht von meinen Geschichten überzeugt wäre, würde ich sie gar nicht erst veröffentlichen.

Welche Gründe sprechen für ein Pseudonym?

Es gibt viele Gründe, sich ein Pseudonym zu suchen. Die von Kolleginnen und anderen Buchmenschen am häufigsten genannten sind:

  • Anonymität
  • häufiger Name
  • Verwechslungsgefahr mit anderen Autoren
  • unpassender Name
  • Markenbildung und -schärfung

Den Wunsch nach Anonymität habe ich ganz auf die Liste gesetzt, weil er auch am häufigsten genannt wird. In diesen Fällen schwingt manchmal ein bisschen Scham mit. Schließlich müssen die Kollegen nicht wissen, dass man Krimis mit schwulen Polizisten verfasst und den Verwandten zu erklären, dass man die heißen Szenen in seinen Erotikromanen nicht alle selbst erlebt hat, ist auch nicht unbedingt einfach.

Auch ein häufiger Name ist ein guter Grund, ein Pseudonym zu wählen, vor allem, wenn die Gefahr besteht, mit anderen Autoren verwechselt zu werden. Schließlich will man unter diesem Namen auch gefunden werden. Wie schwierig das ist, wenn man einen häufigen Nachnamen trägt, wird schnell klar, wenn man bei Wikipedia z. B. „Müller“ nachschlägt. Nicht nur, dass es darunter etliche Schriftsteller gibt, man will vielleicht auch nicht unbedingt mit einem Politiker, Schlagersternchen oder Sportler gleichen Namens in Verbindung gebracht werden.

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Bild: leandrodecavalhophoto via pixabay

Auch ein als unangenehm oder unpassend empfundener Name kann ein Grund für ein Pseudonym sein. Jürgen Fick (Fick ist in einigen Teilen Norddeutschlands ein sehr üblicher Familienname) taugt vielleicht noch für sehr explizite Erotik. Aber seien wir ehrlich: Selbst da klingt die Kombination aus dem biederen Vor- und dem „gewagten“ Nachnamen absurd. Und einen heiteren Familienroman würde man ihm vermutlich ebenso wenig abnehmen, wie Chantalle Himmelsbächer den knallharten Thriller.

Viele Autorinnen geben auch Markenbildung und -schärfung als Grund an, was von den Verlagen unterstützt wird. Der Grund ist, dass viele von uns in verschiedenen Genres schreiben. Als Leserin knüpft man aber auch an den Autor bestimmte Erwartungen. Das ist mir bei einem Roman von Sarah Paretsky deutlich geworden. Normalerweise schätze ich sie wegen ihrer realistischen hard-boiled Krimis, aber irgendwann ist mir ein sehr esoterisch angehauchter Geisterroman von ihr in die Hände gefallen, an dem ich alles vermisst habe, was ich an ihren Krimis liebe. Vielleicht hätte das Buch eine Chance gehabt, wenn ich die Krimis nicht gekannt hätte … Aber so: nein. Ging gar nicht.
Aus dem gleichen Grund hat J. K. Rowling vermutlich auch nur einen einzigen Krimi unter diesem Namen veröffentlicht. Inzwischen veröffentlicht sie als Rowling ausschließlich Fantasy. Ihre Krimis erscheinen unter Pseudonym.
Indirekt unter Markenbildung fällt auch, wenn man Pseudonyme benutzt, um einen sehr hohen „Literaturausstoß“ zu bemänteln. Vielschreiber werden ja oft mit Schlechtschreibern verwechselt, d. h. ihnen wird mangelnde Qualität unterstellt. Stephan King hat sich genau deshalb Pseudonymen bedient, um seinen Marktwert hoch zu halten.

Probleme mit dem Pseudonym

Natürlich gibt es Nachteile.
Wer ein Pseudonym nutzt, um anonym zu bleiben, hat als Selfpublisher z. B. erhebliche Nachteile bei der Werbung. Wenn es keinen Verlag gibt, der das Marketing übernimmt, muss man selber auf Menschen zugehen – und da bietet sich der eigene Freudes- und Bekanntenkreis nun mal als Erstes an. Denen klar zu machen, dass du Bücher schreibst, ist eine Sache (ich finde schon das schwer). Sie dazu zu bringen, sich ein Pseudonym zu merken, ist ungleich schwieriger.
Aber auch in den sozialen Medien stößt man mit einem Pseudonym auf Schwierigkeiten. Xing z. B. verbietet Pseudonyme ganz, ist also vollkommen ungeeignet, sich unter Pseudonym mit anderen zu vernetzen und sich einen Namen zu machen. Auch Facebook ist mit Pseudonym nur schwer nutzbar. Eigentlich darfst du dir dann nämlich nur eine Seite einrichten, was bedeutet, dass du nicht von dir aus Kontakt zu den Profilen „echter Menschen“ aufnehmen kannst. Außerdem kommst du als Seite nicht in Gruppen. Die Möglichkeiten, sich zu vernetzen, sind daher sehr eingeschränkt. Die einzige (aber eigentlich verbotene) Alternative besteht darin, deinem Pseudonym einen eigenen Account einzurichten – was inzwischen allerdings die Angabe einer Mobilfunknummer voraussetzt. Dumm, wenn du die schon für deinen privaten Account verwendet hast.

Geringere Probleme macht die Impressumspflicht in Büchern, auf Webseiten und in Blogs. Hier reicht es, einen Empfangsbevollmächtigten anzugeben. Das kann ein Impressumsdienst sein (wie ihn z. B. Papyrus Autor seinen Nutzern anbietet), aber auch der Nachbar, ein Familienangehöriger oder eine Freundin. Hauptsache, es ist eine Kontaktaufnahme möglich und die Post landet irgendwo, wo sich dich am Ende erreicht.
Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass du deinen eigenen Namen als Kontaktadresse angeben kannst, ohne dass man daraus zwingend schließen kann, dass das Pseudonym zu diesem Namen gehört.

Was macht ein gutes Pseudonym aus?

Wie immer gibt es also keinen Königsweg. Letztlich muss jede/r selbst entscheiden, was in seinem/ihren Fall das Beste ist. Wer sich für ein Pseudonym entscheidet, sollte sich die Zeit nehmen, gründlich darüber nachzudenken, welches das Richtige ist.
Dabei lassen sich die beiden wesentlichen Kriterien eines guten Pseudonyms schon aus dem ersten Absatz ableiten: Ein gutes Pseudonym ist ein Name mit hohem Wiedererkennungswert, der zum Genre passt.

Zum Wiedererkennungswert gehört auch, dass der Name eingängig sein sollte. Deshalb Vorsicht bei exotischen Namen. Qui Xiaolong ist zwar (für Europa) selten, aber (für Europäer) auch schwer zu merken. Drago Fellner bleibt deutlich besser haften.

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Bild: Mysticartdesign via pixabay

Natürlich kommt dann auch noch der Wohlfühlfaktor dazu. Ein Pseudonym, wird idealerweise so etwas, wie eine zweite Haut. Nicht unbedingt eine andere Identität, eher wie Kleidung, die bestimmten öffentlichen Anlässen vorbehalten bleibt. Auch da wählt man vorzugsweise das, was einem selber gefällt. Allerdings sollte das Pseudonym langlebiger sein. Schließlich will man in der Regel mehr als ein Buch veröffentlichen. Also lieber keinen hochkreativen, top-angesagten Namen wählen. Nichts veraltet so schnell, wie die Mode. Und nichts ist später so peinlich. Das gilt für Klamotten genauso wie für Namen.

Auch ich habe meinen Namen sehr bewusst gewählt und mir Bestandteile gesucht, die für mich hohen Symbolwert besitzen. Nike ist die griechische Siegesgöttin. Leonhard kommt von Löwenherz. Beides zusammen drückt für mich den Willen aus, mich in einem schwierigen Umfeld erfolgreich zu behaupten.
Ich finde außerdem, dass der Name gut klingt, ungewöhnlich genug ist, um aufzufallen und zur Phantastik passt. Wenn ich besser nachgedacht und ein bisschen Marktforschung betrieben hätte, hätte ich mich vermutlich trotzdem dagegen entschieden, weil der Name Nike fast automatisch mit Sportbekleidung assoziiert wird. Da ich mich weder für Sport, noch für Klamotten sonderlich interessiere, ist mir das aber entgangen. Jetzt muss ich mit den Folgen klarkommen.


Und du? Schreibst du unter Pseudonym oder Klarnamen? Was sind die Vor- und Nachteile, die du erlebst?

Messebesuch – Gewinn oder Geldverschwendung?

Das ist das Thema einer Blogparade, die Vera Nentwich anlässlich der bevorstehenden Leipziger Buchmesse ins Leben gerufen hat. Da ich schon Karten habe, ist das ein guter Anlass, mitzumachen und zu erzählen, was mich auf Messen treibt.

Bisher kenne ich allerdings nur die Frankfurter Buchmesse. Die liegt praktischerweise direkt vor der Haustür und so bin ich die letzten Jahre immer mindestens einen Tag dort gewesen. Bis 2016 allerdings immer nur am Wochenende und als einfacher Besucher, weil mir das Fachbesucher-Ticket zu teuer war.
2016 habe ich aufgrund des Blogs und meiner Twitteraktivitäten eine Presseakkreditierung für die gesamte Dauer bekommen. So will ich auch dieses Jahr halten. Für mich bietet die Messe Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. Das ist zwar ganz generell auch an den Wochenenden möglich, aber der Termindruck ist viel geringer, wenn man ihn auf mehrere Tage verteilt. Einige Leute, wie z. B. die meisten Lektoren und Agenten sind auch nur an den Fachbesuchertagen da. Außerdem läuft das Programm über die gesamte Woche, so dass man mehr mitnehmen kann, wenn man öfter da ist. Nicht zuletzt sind die Hallen deutlich leerer und das Standpersonal ist viel freundlicher als an den Wochenenden.
Soweit daher nicht am Wochenende ganz besondere Vorträge sind, werde ich mir dieses Jahr die allgemeinen Besuchertage vermutlich schenken und statt dessen zur BuchmesseCon nach Dreieich fahren, die immer parallel zur FBM am Wochenende stattfindet. Letztes Jahr hat das wegen einer Terminüberschneidung leider nicht geklappt.

Außerdem werde ich dieses Jahr erstmals auch die Leipziger Buchmesse besuchen. Die Tickets sind schon gekauft, die Unterkunft gesichert; sogar eine Fahrgemeinschaft hat sich gefunden.Tolle Voraussetzungen also.
Auch hier steht die Vernetzung mit anderen im Vordergrund. Werbung für meine Bücher zu machen, ist eher schwierig, weil ich bisher ausschließlich eBooks produziere. Bisher fehlt mir noch eine zündende Idee, wie sich die präsentieren lassen. Aber vielleicht ergibt sich irgendwo eine Gelegenheit zu einer Spontanlesung. Meine Reader nehme ich auf jeden Fall mit; die Bücher damit auch.

Außerdem werde ich mir zur Vorbereitung noch einmal sämtliche Überlebenstipps für Messebesuche angucken.

In jedem Fall haben sich Messebesuche für mich bisher immer gelohnt. Selbst bei den im Rückblick eher langweiligen Wochenendbesuchen der Frankfurter Buchmesse hat es immer für ein paar nette Treffen gereicht. Wie sieht es aus: Vielleicht sehen wir uns auch mal?


Zum Abschluss hier noch mal den Link auf Vera Nentwichs Blog

[Marketing] kreatives Recycling

Auf der Seite vom Wieken-Verlag-Autorenservice habe ich folgende Idee gefunden, wie sich „übriggebliebene“ Textteile doch noch kreativ verwerten lassen – zum Marketing. Buchmarketing kostet bekanntlich Zeit und Nerven und manchmal fehlen einem auch die Ideen.
Die hier vorgestellten Beispiele haben den Vorteil, sich unkompliziert umsetzen zu lassen und zudem einen Dialog mit dem Leser anzuregen. Sehr gelungen. Danke!

More Details » Vor kurzem habe ich in einem Post dazu geraten, Ideen mehrfach zu verwenden. So könnte eine Idee in einer Szene Ihres Romans, in einem Blogbeitrag, einer Collage bei Instagram, einer Kurzgeschichte, einem Gedicht usw. erneut erscheinen. All diese anderen Texte oder Collagen zu erstellen, kostet jedoch Zeit. Was, höre ich Sie fragen, mache…

über Entwürfe und verworfene Szenen als Lockmittel — Wieken-Verlag Autorenservice

Teaser und Marketingbilder

Durch die Grippe, oder was auch immer mich gepackt hat, war ich in den letzten Tagen leider kaum in der Lage zu schreiben. Wenn sich das Hirn wie Matsch anfühlt, kommt auch keine gescheite Formulierung bei den Fingern an.

Was aber lustigerweise trotzdem ging, war Bildbearbeitung. Vielleicht, weil man da nicht groß denken, sondern in erster Linie machen muss (jedenfalls auf dem Niveau, auf dem ich praktiziere). Herausgekommen sind ein paar ganz hübsche Teaser und Marketingbilder, zuletzt das hier für meine Vampirgeschichte:

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Aber auch der „Valentinsteaser“ für Steppenbrand ist, wie ich finde, sehr schön geworden.

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Weniger zufrieden bin ich mit den Marketingbildern. Da habe ich Probleme mit der Lesbarkeit der Schrift. Außerdem stimmt das Verhältnis von Schrift, Bild und eingebundenem Cover noch nicht.
Außerdem bin ich mit den Texten unzufrieden. Aber gut. Ich lerne. Und das für O Tannenbaum ist zumindest schon einigermaßen ok.

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Die beiden anderen empfinde ich zu gruselig, um sie im Blog zu veröffentlichen. Die gibt es exklusiv auf Twitter – da verschwinden sie am Schnellsten wieder. ^^

Gute Vorsätze und konkrete Pläne für 2017

Irgendwie gehören gute Vorsätze zum Jahreswechsel. Man nimmt sich vor, im neuen Jahr abzunehmen oder wenigstens gesünder zu essen, endlich eine Fremdsprache zu lernen, öfter bei den Eltern anzurufen oder ganz allgemein ein besserer Mensch zu werden. Auch für mein Blog und das Veröffentlichen habe ich ein paar gute Vorsätze gefasst. Vor allem den, professioneller zu werden.

Meine guten Vorsätze

Bisher agiere ich mit dem Blog noch vollkommen spontan. Es gibt weder einen Veröffentlichungsplan, noch bestimmte Termine. Ich schreibe darüber, was mich gerade anspringt und zu den Zeiten, wo mir etwas einfällt. Dadurch kann es passieren, dass an einem Tag drei Artikel erscheinen und dann eine Woche oder länger gar nichts.
Ähnlich ist es mit den Veröffentlichungen. Gut, da plane ich die Termine und im vergangenen Jahr hat das auch ganz gut geklappt. Aber Werbung? Marketingkampagnen? Die überlege ich mir immer erst im letzten Moment. Wenn überhaupt.
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Beides will ich 2017 ändern. Für das Blog will ich einen Veröffentlichungsplan ausarbeiten. Das muss nicht heißen, dass gar nichts mehr spontan läuft, aber es sollte feste Termine für bestimmte Themen geben. Also z. B. Selfpub-Themen immer montags, Werkstattberichte am Mittwoch und Fantasy am Freitag. Und ich habe mir vorgenommen, zumindest für einzelne Ausgaben des Codex Aureus schon parallel zum Schreiben zu überlegen, wie, wo und wann ich auf das Erscheinen hinweisen will, atmosphärische Hintergründe und passende Pitches zu entwickeln.
Mal sehen, wie lange ich das durchhalte. Denn eins ist mal sicher: Viele Vorsätze halten nicht länger als der Kater zu Neujahr. Ein mehr Ausdauer traue ich mir dann allerdings doch zu.

Konkrete Pläne

Auch dieses Jahr soll es wieder 4 Ausgaben des Codex Aureus geben. Als Veröffentlichungstermine peile ich den 15. März, 15. Juni, 15. September und 15. Dezember an.
In der März-Ausgabe wird es um Großstadtvampire gehen. Allerdings nicht um die angesagte hippe Glitzer-und-Glamourvariante. Meine Vampire sind … anders. Aber dazu werde ich noch ein paar Blogbeiträge schreiben.
Im Juni steht eine neue Geschichte aus der Welt der Khon auf dem Plan. Dieses Mal wird es deutlich emotionaler, denn im Zentrum wird eine Liebesgeschichte stehen.
Für September plane ich wieder eine Geistergeschichte und zwar die Special Extendet Version von „Alte Geister„. Der Version hier im Blog fehlt ein ganzes Stück vom Anfang. Außerdem endet sie am ersten Wendepunkt.
Nur bei der Dezemberausgabe bin ich mir noch nicht sicher. Vielleicht zur Abwechslung was mit echtem Happy End.
Der wesentlichste Plan für das Blog ist, dieses Jahr endlich einen Newsletter zu starten. Auch inhaltlich wird es ein paar Änderungen geben. Aber bevor ich dazu konkret werde, muss ich mir erst mal überlegen, wie ich die Ergebnisse der Umfrage umsetze.

Wie sieht es bei dir/bei Ihnen aus? Hast du/haben Sie gute Vorsätze und Pläne für 2017?

Fundstück: Textflash empfiehlt Codex Aureus

Manchmal muss auch ein bisschen Eigenwerbung erlaubt sein. Ganz besonders, wenn man seine Werke als Buchempfehlung auf den Seiten von Kollegen wiederfindet. So geschehen jetzt mit den Bänden 2 und 3 des Codex Aureus, Steppenbrand und Der Fluch des Spielmanns.

Beide stehen stehen in illustrer Gesellschaft in den Buchempfehlungen von Textflash, die als Mikaela Sandberg gerade mit ihrem Schwedenkrimi „Schweig Still“ Furore macht.

Soll ich oder soll ich nicht? Kurzgeschichtenwettbewerb von BoD und readfy

girl-564460_640Seit dem 20.10.2016 läuft bei BoD unter dem Motto „read my short“ ein Kurzgeschichtenwettbewerb in den Kategorien Romance, Fantasy und Crime. Zu gewinnen gibt es auch etwas. Anders als bei anderen Wettbewerben gibt es allerdings keine feste Jury. Statt dessen handelt es sich hier um einen Publikumspreis, d. h. die Gewinner der einzelnen Katgorien werden durch die Leser von readfy bestimmt. Daher muss man nicht nur eine Kurzgeschichte verfassen und bei BoD als E-Short registrieren, sondern diese auch in der readfy-App zu veröffentlichen.

Der Haken? Natürlich gibt es einen. Genau gesagt sogar zwei.
Damit meine ich nicht, dass man sich bei BoD registrieren und seine Geschichte dort hochladen muss, um überhaupt teilnehmen zu können. Anders ließe sich dieser Wettbewerb schließlich kaum durchführen. Nein, es sind zwei andere Haken, die mir Kopfzerbrechen machen:

Der erste liegt in den folgenden Absätzen der AGB:

2.10. Mit der Teilnahme am Schreibwettbewerb stimmt der Teilnehmer einer Veröffentlichung seines eingesendeten Textes zu und räumt BoD und readfy sowie etwaigen Kooperationspartnern das räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkte und übertragbare Recht ein, den Text zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich zugänglich zu machen, zu Werbezwecken zu nutzen und zu bearbeiten und zwar in sämtlichen bekannten und unbekannten Nutzungsarten.
2.11. Insbesondere ist BoD berechtigt, ein E-Book mit allen, im Rahmen des Schreibwettbewerbs eingereichten Kurzgeschichten zu erstellen. Das E-Book soll nach dem Wettbewerb zu Werbezwecken kostenlos vertrieben werden. Die Teilnehmer erhalten dementsprechend keine Vergütung oder Beteiligung. Ein Anspruch auf Aufnahme einer Kurzgeschichte in das E-Book oder sonstige Veröffentlichung besteht nicht.

Mit anderen Worten: Der Wettbewerbsbeitrag ist weg. BoD, readfy und andere, nicht genannte Vertragspartner können damit machen, was sie wollen, ohne dass man als Autor einen Cent dafür bekommt. Eine Rückübertragung der Nutzungsrechte ist nämlich ausdrücklich nicht vorgesehen!

Der zweite Haken ist etwas versteckter: Da es sich um einen Publikumspreis handelt, muss die Geschichte irgendwie gepusht werden. Sie nur einzustellen dürfte – wie überall – zu wenig sein, zumal readfy sich über Werbung finanziert und dauernd Werbung für Bücher eingeblendet wird, während das Lesen selbst kostenlos ist. Die einzige Möglichkeit, dagegen anzukommen, dürfte darin bestehen, sich in die bestehende readfy Community einzuklinken …

Uff. Das wäre viel Aufwand für eine Geschichte, die vermutlich sowieso verbrannt ist.

Trotzdem überlege ich, mitzumachen. Und sei es nur, um meinen Namen bekannter zu machen. Wenn die Leser auf readfy eine Geschichte von mir lesen, könnte es doch sein, dass sie mehr wollen. Oder?

Ich glaube, ich wähle den Publikumsjoker. Was meinst du: Mitmachen oder Finger weg?

Vorbereitungen auf die #FBM16

Weniger als drei Wochen zur Frankfurter Buchmesse und ehrlich gesagt, bin ich ein bisschen nervös. Bisher kenne ich die FBM nur von den Publikumstagen, aber dieses Mal habe ich ja die Presseakkreditierung und werde schon an den Fachbesuchertagen dort sein. Ob das ein Unterschied ist? Ich glaube schon.

Die Frankfurter Buchmesse richtet sich ja eigentlich nicht an die Leser. Sie ist ein Schaulaufen aller, die irgendwie mit der Buchproduktion zu tun haben – aber die Zielgruppe sind in erster Linie Händler und es gibt Momente, wo ich mich frage, was ich da eigentlich soll.
Gut, es gibt auch ein paar Angebote für Autoren. Weniger von den Verlagen; auch auf der Buchmesse gilt: Die einzigen, die Autoren nachrennen, sind die Bezahlverlage.  Aber es gibt einen eigenen Bereich, die LitAG, wo die verschiedenen Agenturen versammelt sind. Da kann man zwar auch nicht einfach vorbeispazieren, sondern braucht einen Termin, den man im Voraus ausmachen muss. Aber immerhin kann man gezielt die Agenturen aussuchen, die vielleicht interessant sind und sich um einen Termin zu bemühen. Der Termin muss an den Fachbesuchertagen, d. h. unter der Woche sein. Am Wochenende ist der LitAG Bereich tot, wie Helle Froyd und ich letztes Jahr festgestellt haben.

ProTipp: Das Cafe der LitAG hat auch am Wochenende geöffnet und ist himmlisch leer – im Gegensatz zu allen anderen Gastrobereichen. Der optimale Ort für ein Treffen.

Gut, zurück zu den Vorbereitungen: Termine sollte man sowieso im Voraus machen, wird allenthalben geraten. Am besten Wochen vorher, wenn nicht sogar Monate. Da beißt sich die Katze irgendwie in den Schwanz. Wie soll man denn bitte einen Termin ausmachen, wenn man niemand ist und niemanden kennt? Wenn man nicht mal weiß, wer überhaupt da sein wird? Ausstellerliste und Programm werden erst ungefähr einen Monat vorher veröffentlicht.
Klar, ich kann und werde mich mit Freunden und Bekannten aus meiner Social Media Blase treffen. Aber an die „wichtigen“ Leute werde ich wohl auch dieses Jahr nicht herankommen, wobei ich mir auch die Frage stelle, wer die denn (für mich) sind.

Als Autorin bin ich für Verlage und Literaturagenten uninteressant, weil ich aktuell kein marktreifes Manuskript anzubieten habe. Also wäre es umgekehrt Zeitverschwendung mich dort intensiv um Kontakte zu bemühen, auch wenn ich die Stände natürlich besuchen werde. Vielleicht ergibt sich dann ja doch etwas.
Trotzdem ist die Selfpublisherszene für mich aktuell deutlich interessanter. Deshalb habe ich mir dazu auch schon eine Reihe von Veranstaltungen notiert, die ich besuchen werde. Aber Termine ausmachen? Mit wem? Und mir welchem Ziel? Auch da werde ich also sehen müssen, was sich ergibt.

Immerhin habe ich inzwischen Visitenkarten in Auftrag gegeben. Und ich plane, mindestens einen eReader dabei zu haben, falls jemand in meine Geschichten reinlesen will.

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Die Druckvorlage. Der rote Rand wird (leider) zum Teil abgeschnitten.

Außerdem überlege ich, ob ich mir ein T-Shirt oder eine Tasche mit der Aufschrift „Codex Aureus“ und meinem Namenszug gönnen soll, um meine Sichtbarkeit zu erhöhen. Viel Zeit bleibt allerdings nicht.

Und du? Kommst du auch und wenn ja, mit welchen Zielen? Vielleicht sehen wir uns ja. 🙂

Tolino bietet neuen Service für Indie-Autoren

Indie-Autoren, die ihre eBooks über Tolino veröffentlichen, können sich über einen neuen Service freuen. Alles, was man tun muss ist ist, vorab Titel, Erscheinungsdatum und Preis an publishing@tolino.media zu melden.

Unter den gemeldeten Neuerscheinungen wird dann  jeden Monat quer durch die Genres eine Auswahl getroffen und die ausgewählten eBooks durch e.Books.de in der neu geschaffenen Rubrik „Indie-Kiste“ in den sozialen Medien vorgestellt.

Einziger Wermutstropfen: Tolino hat noch nicht vermeldet, wie lange vorher man die Neuerscheinung anmelden muss, um für das Auswahlverfahren berücksichtigt zu werden. Trotzdem freue ich mich über diese Initiative und werde mit Hochdruck an der Endfassung von „Der Fluch des Spielmanns“ arbeiten, weil ich natürlich hoffe, damit in die Auswahl für Oktober 2016 aufgenommen zu werden.