Teaser und Marketingbilder

Durch die Grippe, oder was auch immer mich gepackt hat, war ich in den letzten Tagen leider kaum in der Lage zu schreiben. Wenn sich das Hirn wie Matsch anfühlt, kommt auch keine gescheite Formulierung bei den Fingern an.

Was aber lustigerweise trotzdem ging, war Bildbearbeitung. Vielleicht, weil man da nicht groß denken, sondern in erster Linie machen muss (jedenfalls auf dem Niveau, auf dem ich praktiziere). Herausgekommen sind ein paar ganz hübsche Teaser und Marketingbilder, zuletzt das hier für meine Vampirgeschichte:

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Aber auch der „Valentinsteaser“ für Steppenbrand ist, wie ich finde, sehr schön geworden.

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Weniger zufrieden bin ich mit den Marketingbildern. Da habe ich Probleme mit der Lesbarkeit der Schrift. Außerdem stimmt das Verhältnis von Schrift, Bild und eingebundenem Cover noch nicht.
Außerdem bin ich mit den Texten unzufrieden. Aber gut. Ich lerne. Und das für O Tannenbaum ist zumindest schon einigermaßen ok.

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Die beiden anderen empfinde ich zu gruselig, um sie im Blog zu veröffentlichen. Die gibt es exklusiv auf Twitter – da verschwinden sie am Schnellsten wieder. ^^

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[Marketing von eBooks] 5 Aktionen die man sich sparen kann

MarketingexpertInnen raten zwar von Negativformulierungen im Titel ab, aber was manchmal geht es eben nicht anders. Heute zum Beispiel soll es um Marketingstrategien gehen, die zumindest für den Verkauf von eBooks völlig für die Füße sind. Und so ganz schlimm kann der faux pas auch nicht sein, sonst würden Sie/würdest du das hier nicht lesen.

1. Lesezeichen

Lesezeichen sind unter Self-PublisherInnen ein sehr beliebtes Give-away. Kein Wunder. Wenn sie gut gemacht sind, haben einen hohen Erinnerungswert und sind außerdem billig in der Herstellung.
Leider sind sie bei eBooks vollkommen nutzlos. Und was keinen Gebrauchswert hat, bringt für die Kundenbindung nichts. Da kann man sich die Druckkosten sparen.

2. Flyer

Auch sehr beliebt bei SelfpublisherInnen: Flyer mit dem Titelbild und vielleicht einer kurzen Inhaltsangabe oder Leseprobe. Finde ich auch superchic, vor allem, wenn man schon mehrere Bücher am Markt hat und seine Bücher (auch) selber verschickt. Dann kann man dem einen Buch Flyer vom anderen beilegen und so schon mal Neugier wecken.
Aber bei eBooks? Da bleibt höchstens, die Flyer irgendwo auszulegen, wo sich potentielle Leser rumtreiben und zu hoffen. Kann man machen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich deshalb jemand hinsetzt und ein eBook runterläd, ist leider ziemlich gering.

3. Lokalpatriotismus

„Ich komme aus dieser Ecke, mein Buch spielt hier, können Sie das nicht wenigstens versuchsweise ins Regal stellen“, ist eine Strategie, die angeblich im lokalen Buchhandel ganz gut funktioniert. Beim Print.
Bei eBooks ist man für den Vertrieb auf überregionale PartnerInnen angewiesen und die interessieren sich absolut nicht dafür, woher man kommt oder wo das Buch spielt.

4. Gefälligkeitsrezensionen

Fünf Sterne bei Amazon sind toll. Ich rede aus Erfahrung, denn auch ich freue mir jedes Mal ein Loch in den Bauch, wenn jemand meine Bücher lobt. Aber wenn ausschließlich pauschale Urteile, wie das nachstehende abgegeben werden, guckt man sich die RezensentInnen auch mal genauer an.

Wunderschöne spannende Liebesgeschichte. Hat echt Spaß gemacht zu lesen, ich freue mich auf Band 2. Ich will unbedingt wissen wie es weitergeht.

Wenn dabei rauskommt, dass die sonst keine oder immer nur die gleichen drei AutorInnen loben, wird man als LeserIn schon stutzig. Und wenn dann nicht mal ein verifizierter Kauf dabei ist, kauft man dieses Buch gleich gar nicht. Mit Pech (für die AutorIn) merken sich die LeserInnen den Namen und kaufen nie wieder eines der Bücher.

5. BuchbloggerInnen nerven

Buchblogs sind eine tolle Erfindung und inzwischen gibt es mehr und mehr Plattformen, die sich auf SelfpublisherInnen spezialisieren. Als Medium für das eBook-Marketing optimal, denn wer Blogs liest, hat in der Regel auch weniger Vorbehalte gegen das elektronische Lesen allgemein.
Trotzdem sollte man auch hier die allgemeinen Regeln der Höflichkeit beachten. Niemand ist gezwungen, ein Buch zu lesen – auch eine BuchbloggerIn nicht. Der denkbar schlechteste Weg, zu einer Besprechung zu kommen ist, die Datei zu schicken und die BloggerIn eine Woche später zu bepöbeln, dass das Buch immer noch nicht besprochen ist (nein, ich sauge mir das Beispiel nicht aus den Fingern).

Nächsten Sonntag gibt es hier Ideen, was man besser oder statt dessen machen könnte.

Codex Aureus: Alles so schön neu hier

Erinnert sich noch jemand an die alte Vorstellungsseite des Codex Aureus? Nein? Nicht schlimm, sie war grausam. Das heißt, die Struktur war schon ok, aber der Text … Keine Ahnung, was mich geritten hat, als ich das formuliert habe, aber das ist jetzt auch egal.

Heute habe ich die Seite nämlich von Grund auf überarbeitet. Jetzt ist nicht nur viel klarer, was der Codex Aureus ist, die Beschreibung liest sich auch deutlich schwungvoller. Außerdem hat die Seite ein eigenes Titelbild bekommen und die Abstände in der Tabelle sind endlich einheitlich.

 

eBook-Marketing: In der Ramschspirale immer weiter abwärts?

In der Flatrate-Falle überschreibt die ZEIT-online einen Artikel von Nina George über die zunehmende „Kannibalisierung des Buchmarkts„. 

Es werden mehr Bücher denn je online genutzt – und gleichzeitig wird immer weniger für die Nutzung bezahlt. Meist: gar nicht.

Elektronische Kampfpreise seien alles, was den Verlagen einfiele, um Leser zu gewinnen, lautet der Vorwurf. Nicht nur, dass die Preise für eBooks immer weiter sänken: Das beliebteste Marketingmittel der Verlage seien Verschenk-Aktionen. Rund 8.000 Titel könne man allein bei Thalia völlig legal kostenlos herunterladen. Aufgrund der Buchpreisbindung schätze ich, dass es bei Hugendubel und anderen Mitgliedern der Tolino-Allianz genauso aussieht. Bei Amazon dürften es sogar noch mehr sein.

Umsonst-Aktionen sind das häufigste „Werbemittel“ im Web und so aufdringlich, dass sich der geneigte Leser fragt, warum er überhaupt jemals wieder Geld für Literatur ausgeben sollte.

Wenn das nicht helfe, werde das Preisdumping fortgesetzt, indem man das Buch bei Plattformen eingestellt, wo sich der Leser gegen geringe monatliche Gebühren nach dem Motto „all you can read“ bedienen könne. Der Autor verdiene daran zwar kaum, werde aber damit getröstet, das sei ja immerhin Werbung.
Allerdings stellt George auch fest, dass bei keinem der von ihr befragten 80 Autoren, deren Bücher über derartige Portale angeboten wurden, die Verkaufszahlen gestiegen seien. Die Einnahmen aus eBooks seien je nach Genre sogar um 30 -75 Prozent gesunken!

Die Leihen glichen also in keinem Fall den Verlust durch ausbleibenden Verkauf aus, die sogenannte Elastizität der Nachfrage blieb einfach aus.

Dafür brächten die Leseflatrates ein neues Problem mit sich: Aus den dort geliehenen und kopierten eBooks würden die Piratenportale ihre „Regale“ bestücken, so dass der von „Geiz ist geil“ getriebene Kunde das Buch noch billiger holen könne. Verlieren würden dadurch letztlich alle.

Ich fand den Artikel sehr lesenswert und stimme im Kern auch zu. Allerdings würde ich das Problem nicht allein den Verlagen zuschreiben. Immerhin waren es die Selfpublisher, die angefangen haben, die Preisschraube nach unten zu drehen. Und noch immer werden Rabatt- und Verschenk-Aktionen in Selfpublisherkreisen als das ultimative Marketinginstrument angepriesen. Auch Amazon versucht, „seinen“ Autoren Kindle-Deals als Werbemittel schmackhaft zu machen (wobei Amazon seine Verluste minimiert, indem es die Anteile am Verkaufserlös umkehrt).

Das Verramschen wird daher erst aufhören, wenn auch die Mehrheit der Selfpublisher genug Arsch in der Hose … Pardon! Ich wollte natürlich „Rückgrat“ sagen. Also, wenn wir genug Rückgrat haben, auch einen angemessenen Preis für unsere Werke zu fordern und kreativere Marketingmethoden einsetzen.
Das wiederum gilt dann aber auch für Verlage.

Fundstück: Welches Marketing passt zu mir?

Sagte ich nicht vor kurzem erst, dass ich nicht auf jedem Social Media Kanal präsent sein will, weil mir das alles zu viel wird? Und schrub ich nicht gerade gestern, dass es sich langfristig auszahlt, langfristig Kontakte in ausgewählten Kanälen zu pflegen?
Und heute stolpere ich über einen Artikel von Annika Bühnemann, in dem sie genau das bestätigt.

Ja, ich weiß, es klingt nach: „Siehst du, hab ich’s dir doch gesagt!“ in so einem fies besserwisserischen Tonfall, dass ich das so betone. Aber weil ich ja auch kein Marketingprofi bin, sondern mir das ganze Zeugs (und Werkzeugs) selbst zusammensammle, freue ich mich jedes Mal wie Bolle, wenn ich meine Meinung bestätigt finde.

Und manchmal kann ich mich nicht zurückhalten und muss diese Freude einfach rausschreien. Auch, wenn das nach Selbstbeweihräucherung klingt.

Aber lass dich von solcher Egozentrik bitte nicht abhalten, den Artikel zu lesen. Er ist nämlich sehr gut!

Marketing für Selfpublisher: Vier Dinge, die man von den Großen lernen kann

Im Börsenblatt des Buchhandels bin ich auf einen Beitrag über Beziehungsmarketing gestoßen. Unter der Überschrift „geliked, geshared, gekauft?“ wird dort über den Aufwand berichtet, den z. B. der Dressler Verlag betreibt, um die Leserinnen schon im Vorfeld auf „Die Feder des Greifs“ von Cornelia Funke aufmerksam zu machen. Da ist von Verlags-, Autoren- und Buchseiten im Internet die Rede, Social-Media-Accounts, Buchtrailern auf einem eigenen YouTube-Kanal, Trailer-Ads auf Facebook und Youtube, Teaserposts an ausgewählte Buchblogger, klassischen Online-Bannern und Gewinnspielen.

Uff, nein!

Als Selfpublisherin lässt sich dieser Aufwand unmöglich auch noch stemmen.

Trotzdem lohnt ein zweiter Blick auf den Artikel, denn einiges lässt sich doch übernehmen und ist nicht mal soooo schwierig umzusetzen.

1. Früh anfangen

Was als erstes auffällt ist, wie lange im voraus diese Kampagnen ansetzen. Das Buch soll am 26. September erscheinen, aber schon Anfang September habe ich die ersten „Gerüchte“ gehört, es werde eine Fortsetzung von Drachenreiters geben. Natürlich war die Veröffentlichung da längst beschlossene Sache.
Die Nachricht zu streuen, dass man demnächst etwas veröffentlichen wird, ist nun wirklich etwas ist etwas, was man auch als Selfpublisherin* vollkommen unproblematisch machen kann.

2. Vorab Kontakte knüpfen

Tatsächlich setzen die Kampagnen aber noch viel früher an, denn um z. B. Teaserposts an ausgewählte Buchblogger schicken zu können, muss man zuerst mal über Kontakte zu Buchbloggern verfügen.
Das ist auch etwas, das man als Selfpublisherin relativ unkompliziert umsetzen kann: Vorab Kontakte knüpfen. Damit meine ich allerdings nicht, ein paar Internetadressen zu kennen und den dahinter stehenden Jungs und Mädels eine Mail zu schicken: „Ey, ich hab da was geschrieben, bloggt doch mal darüber!“ Damit macht man sich sehr schnell sehr unbeliebt.
Kontakt heißt, dass man sich möglichst vorher kennt und sich schon einmal ausgetauscht hat. Wenn nicht, ist das zwar auch kein Drama (irgendwann muss man schließlich anfangen), aber man sollte sich dann wenigstens informieren, wie der oder die BlogbetreiberIn heißt und worüber er oder sie schreibt. Nur, wenn das zum eigenen Buch passt, lohnt es sich, sie anzuschreiben. Und dann gehört es sich, sich und sein Projekt zunächst einmal vorzustellen und zu fragen, ob sie (oder er) Lust und Zeit hat, es zu rezensieren. Ganz professionell ist es, sich für die Antwort zu bedanken – auch bei Absagen. Die BloggerInnen dafür anzumaulen, zeugt dagegen von miserablen Manieren und schadet nicht nur einem selber, sondern dem Image von Selfpublishern allgemein.**

3. Regelmäßigkeit

Der dritte Punkt, den man sich abgucken und ziemlich einfach umsetzen kann, ist, die ausgewählten Social-Media-Kanäle regelmäßig zu bespielen, um so mit seinen potentiellen Leserinnen im Dialog zu bleiben. Dabei sagt das Wort „Dialog“ schon sehr deutlich, dass es hier nicht darum geht, nur ein paar Werbetexte oder -bilder einzustellen, sondern auch zu antworten und zu kommentieren.

4. Konzentration

Was man sich als Selfpublisherin als vierten Punkt von den Großen abgucken kann, ist vielleicht aber sogar das Wichtigste: Nämlich nicht einfach alles machen zu wollen, sondern sich genau zu überlegen, wo man seine Leser (bzw. Käufer) findet und die Kampagne auf sie abzustimmen. Klar: Wenn ich Menschen ansprechen will, die gerne Fantasy lesen, bringt es mir vermutlich wenig, auf Youtube süße Katzenvideos zu zeigen. Da können die Klickzahlen noch so hoch sein – allein wegen der süßen Videos wird niemand die Bücher kaufen.
So lange ich also keine Ahnung habe, ob und gegebenenfalls wie ich Leserinnen oder Multiplikatoren über einen bestimmten Social-Media-Kanal ansprechen kann, kann ich mir den Aufwand sparen und meine Energie anderswo besser verwenden. Zum Beispiel, um die nächste Geschichte fertig zu stellen. ^^

Wie siehst du das: Gibt es noch andere Dinge, die wir SelfpublisherInnen uns von den Kampagnen großer Verlage abgucken können?


*Da ich selber immer wieder Probleme habe, mich in Artikeln durch das generische Maskulinum angesprochen zu fühlen, verwende ich in diesem Artikel gelegentlich ein generisches Femininum und die Schreibweise mit dem Binnen-I. So kann sich hoffentlich jede/r/s angesprochen fühlen.

**Ich bin mir sicher, dass ich dir das alles eigentlich nicht zu sagen brauche. Aber die Diskussionen im Netz zeigen und Blogartikel, wie dieser von Brösel, zeigen, dass bei Selfpublishern zum Teil noch erheblicher Nachholbedarf in Sachen Nettiquette und Umgang mit anderen besteht. Deshalb wollte ich diesen Punkt nicht unerwähnt lassen.

Social Media: Hilfe! Wo soll ich denn noch überall hin?

Als Autorin und Selfpublisherin ist es wichtig, gut vernetzt zu sein. Sagt dir jede/r und ist ja auch richtig. Wenn du nirgends auftauchst, kennt dich keiner. Und natürlich kennt auch keiner deine Bücher. Und wat de Buur nicht kennt, das liest hei nich. Oder so ähnlich.

Also rein ins soziale Netz!

Nur welches? Aktuell bin ich Mitglied der BartBroBros, bei Facebook, Twitter, neobooks, Pinterest, Lovelybooks, Instagram und Xing gemeldet, besitze ein Konto bei der Autorenwelt und werde mich vermutlich auch noch bei Indie-Publishing registrieren.
Wenn ich mich so umhöre, dann ist es ein Fehler, nicht auch auf Google+ zu sein. Außerdem sollte ich auch noch ganz dringend zu Snapchat, weil da der Bär steppt. Und wieso habe ich eigentlich noch keinen Youtube-Kanal? Oder wenigstens Podcasts?

Irgendwo ist mal Schluss.

abstract-1231870_640Ganz ehrlich: Das wird mir alles zu viel. Eigentlich ist es mir jetzt schon zu viel und das, obwohl ich mich eigentlich nur um Twitter und Facebook kümmere. Und um das Blog versteht sich. Bei Pinterest und Instagram schaue ich nur ganz gelegentlich vorbei. Das Gleiche gilt für Xing, das ich aus anderen Gründen aber weiter nutze. Die Accounts bei neobooks und Lovelybooks könnte ich löschen, ohne dass es jemandem auffiele.
Aber mehr schaffe ich einfach nicht. Social Media macht Spaß. Keine Frage. Aber es frisst Zeit und die fehlt mir dann anderswo.

Nicht zu vergessen: Social Media ist kein Selbstzweck.

Auch wenn ich auf Twitter noch so viele interessante Menschen treffe, die unglaublich spannende Artikel verlinken, im WordPress Reader noch so viele tolle neue Blogbeiträge harren, die gelesen und kommentiert werden wollen und der Nachrichtenstrom auf Facebook sowieso nie abreißt – eigentlich bin ich da unterwegs, um für meine Bücher zu werben. Es ist enorm hilfreich, dort so viele tolle Menschen zu treffen, und dass das Lesen, Teilen und Kommentieren so viel Spaß macht. Aber es ist ein Teil des gegenseitigen Gebens und Nehmens.
Meine Hauptaufgabe als Autorin ist es, Geschichten zu schreiben. Meine Hauptaufgabe als Selfpublisherin ist es, die Geschichten in Bücher umzuwandeln und diese so zu präsentieren, dass sie gefunden werden.
Deshalb bin ich in den sozialen Netzwerken unterwegs. Und deshalb stelle ich mir die Frage, welche ich eigentlich brauche.

Auch im richtigen Leben bin ich nicht auf jeder Party.

Auch nicht in jeder Bar, jedem Einkaufszentrum, jedem Café, Museum, Kino – und schon gar nicht gleichzeitig! Im richtigen Leben schaue ich, was ich brauche und worauf ich Lust habe und da gehe ich hin. Da kann der neue Club noch so angesagt sein, wenn da Dubstep läuft geh ich nicht rein. Das ist nicht meins, da fühle ich mich nicht wohl – was soll ich da also?
Ähnlich ist es mit Social Media: Was soll ich in einem sozialem Netz, das bei 16 – 25 jährigen gerade angesagt ist? Meine Zielgruppe ist 25+, auch wenn meine Bücher vielleicht gelegentlich auch von jüngeren gelesen werden. Deshalb bleibe ich (zumindest vorerst) noch bei Facebook, auch wenn ich von der viel gepriesenen Reichweite bisher nicht viel mitbekomme. Deshalb gebe ich Instagram eine Chance, obwohl ich es nicht verstehe und die Bedienung grauslich kompliziert finde.

Wie siehst du das? Wo bist du unterwegs und warum?


Nachtrag vom 08.01.17:
Aktuell bin ich dabei, meinen Xing-Account zu löschen, zumal er mir für meine schriftstellerische und verlegerische Arbeit nichts bringt. Dafür habe ich mich bei Google+ angemeldet, weil sich angeblich das Suchmaschinenranking verbessert, wenn Artikel auch dort erscheinen.

Marketing von eBooks – Wie du aus dir eine Marke machst

Create Your Own Brand Ideas Planning Inspiration Concept

In meiner kleinen Reihe über Marketing von eBooks will ich dir heute ein paar Tipps geben, warum du zu deiner eigenen Marke werden solltest und wie du das schaffst.

„Hä?“, denkst du jetzt vielleicht. „Marke? Ich bin doch ein Mensch und keine Marke und überhaupt schreibe ich für die Kunst und will mich nicht irgendwelchem Mainstream unterordnen!“

In dem Fall kann ich nur sagen: „Tut mir leid, dich hergelockt zu haben.“ Dann ist dieser Artikel nämlich nichts für dich. Weiterzulesen wäre vergeudete Lebenszeit.

Der Nutzen einer Marke

woman-690216_640Dass du weitergelesen hast, sehe ich als Zeichen dafür, dass ich dich immerhin nicht verschreckt habe. Aber vielleicht fragst du dich immer noch, warum du eine Marke werden sollst. Die Antwort ist einfach: Eine Marke zu werden, hilft dir, als Autorin* sichtbar(er) und auffindbar(er) zu werden, deinen Wiedererkennungswert zu steigern und letztendlich auch mehr Leser zu gewinnen.

Gerade wenn du deine Bücher selber herausgibst, hast du vermutlich nur ein kleines Budget für Marketingmaßnahmen. Um so wichtiger ist es, das Maximum herauszuholen. Aber auch als Verlagsautorin profitierst du davon, „dir einen Namen zu machen.“ Nichts anderes bedeutet es nämlich, selbst zur Marke zu werden.

Den Effekt kannst du bei bekannten Kolleginnen, wie Joanne K. Rowling, George R. R. Martin oder Terry Pratchett sehen. Ihre Namen sind so sehr mit bestimmten Inhalten verbunden, dass ihre Bücher schon deshalb gekauft werden, weil der Name darauf steht. Eine Sabine Kennichnicht oder ein Michael Niegehöhrt haben es deutlich schwerer. Ihre Bücher dreht man zwischen den Händen, liest den Klappentext, schnuppert ein bisschen rein – und stellt sie im Zweifel doch zurück, weil nebenan das Buch der bekannteren Kollegin lockt. Da weiß man, was man hat.

Warum es sinnvoll ist, als Autorin zur Marke zu werden

Quelle: https://www.rawpixel.com„Aber warum so viel Aufwand um mich machen?“, könntest du einwenden. „Es sind doch meine Bücher, um die es geht. Sollen die nicht für sich sprechen?“
Grundsätzlich gebe ich dir erst mal recht: Es geht um deine Bücher und es gibt auch Bücher, die so weit zur Marke geworden sind, dass die Autorin dahinter ganz zurücktritt. Das sind vorwiegend Serien; vielfach solche, an denen mehrere Autorinnen mitarbeiten. Perry Rhodan ist so ein Fall.
Grundsätzlich spricht also nichts dagegen, die Bücher(reihe) zur Marke werden zu lassen. Ich mache das mit meinem Codex Aureus auch.

Trotzdem ist es sinnvoll, sich auch als Autorin einen Namen zu machen. Als Autorin kannst du aktiv auf andere zugehen, Beziehungen und Kontakte knüpfen. Das ist mit dem Namen einer Buchreihe oder Serie eher schwierig. Du kannst zwar Werbung machen, aber immer nur als Außenstehende. Alternativ weist du darauf hin, dass du die Autorin von … bist – und wirst damit zur Marke.

Abgesehen davon ist es für die Leserinnen meist leichter, Zugang zu einem Menschen zu finden, als zu einem Buch an sich. Selbst Serienfans haben in der Regel einige spezielle Charaktere, die sie besonders mögen und die der eigentliche Grund sind, die Serie zu verfolgen.

Und schließlich kann es auch sein, dass du keine oder nicht ausschließlich Reihen schreiben willst, sondern verschiedene Bücher, die zwar zum gleichen Genre gehören, aber nicht aufeinander aufbauen. Auch in diesem Fall hast du es deutlich leichter, wenn du dich selber als Marke etablierst.

Butter bei die Fische: Wie werde ich denn nun eine Marke?

„Schön und gut“, sagst du jetzt vielleicht. „Hab ich alles begriffen. Aber was muss ich konkret tun?“
Dann will ich mal Butter bei die Fische geben.

Um dir einen Namen zu machen, musst du zunächst mal eins tun: Präsenz zeigen. Logisch, oder? Wenn du nicht greifbar bist, hat niemand die Chance, dich kennenzulernen. Das heißt nun nicht, dass du dich jetzt überall mit: „Ich bin übrigens Lieschen Schreibviel, die Autorin der Müssenselesen-Saga“, vorstellen und dein Gegenüber die nächsten drei Stunden mit Anekdoten aus deinem Leben als Schriftstellerin unterhalten sollst. Es ist nicht verkehrt, deine Umgebung wissen zu lassen, was du tust. Aber wichtiger ist es, deine Zielgruppe zu finden, also die Leute, die dich lesen wollen.

woman-1446557_640Das geht am einfachsten über soziale Medien. Im Internet gibt es tausende von Foren und Plattformen, die dem Netzwerken dienen. Die Kunst besteht darin, die richtige auszuwählen, also die, auf der du die besten Chancen hast, deine Leserinnen zu treffen.
Dazu müsste man sie nur kennen. Ganz ehrlich: Das ist der Punkt, den ich persönlich am schwierigsten finde. Zu definieren, für wen ich denn eigentlich schreibe. Ganz spontan wäre meine Antwort vermutlich: „Leute, so zwischen 15 und 75, die gerne Fantasy lesen, aber keinen Nerv auf dicke Schwarten haben.“ Nicht eben präzise, aber so ähnlich geht es fast allen am Anfang. Meist ist man als Autorin auf die Geschichte fokussiert – also darauf, was man schreibt und wie man seine Inhalte am besten rüberbringt. Aber praktisch niemand, den ich kenne, hat sich am Anfang Gedanken gemacht, wer sie am Ende lesen soll.

Ein erster Schritt ist also, einzugrenzen, für wen man schreibt und dann zu überlegen, wo man diese Gruppe am besten findet.
Dazu gehört auch, das Genre zu umreißen, in dem du schreibst. In einem Forum für Fragen des Steuerrechts Werbung für eine romantische Liebesgeschichte finden, ist ziemlich albern – logisch. Anders, wenn du ein Sachbuch mit Steuertipps verfasst hättest. Dann wären solche Foren genau dein Jagdrevier. Aber auch wenn du nur in den großen Netzwerken, wie Twitter oder Facebook fischt, ist es wichtig, das Genre deines Buchs umreißen zu können. Deine Leserinnen wollen schließlich keine Katze im Sack kaufen, sondern vorher wenigstens ungefähr wissen, worauf sie sich einlassen.

Der nächste Punkt ist, sich darüber Gedanken zu machen, wie du wahrgenommen werden willst. Dazu gehören neben den Inhalten, über die du schreiben willst, auch die Art zu schreiben, ein Logo, Farben – alles abgestimmt auf Zielgruppe und Genre versteht sich. Grob gesagt: Wenn du Liebesgeschichten für 15 – 21 jährige Mädchen schreibst, brauchst du andere Farben, Ausdrücke und Inhalte, als wenn du techniklastige Dystopien für Ingenieurinnen zwischen 45 und 60 entwirfst.

Eventuell solltest du dir außerdem Gedanken um deinen Namen machen. Ein guter Name ist kurz, prägnant und passt zum Genre bzw. zur Erwartung deiner Leserinnen. Da besteht zwar eigentlich kein Zusammenhang, trotzdem wirkt der Name Lisa Schmalz-Lieblich für eine Autorin knallharter Thriller eher unglaubwürdig und von einer Yuki Kikoyu erwartet man keine Alpenromanzen.

Wenn du das alles authentisch, also ohne dich zu verbiegen rüberbringst, hast du gewonnen. Nun gilt es nur noch am Ball zu bleiben. Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst.

Ich würde mich freuen, von dir gelegentlich zu hören, wie es mit der Vermarktung deiner Bücher klappt und ob dir meine Tipps ein bisschen dabei helfen.


* Alles, was in diesem Artikel steht, gilt sinngemäß auch für Autoren. Aber ich bin die Experimente mit Binnen-I’s, Sternchen und ähnlichem leid. Deshalb schreibe ich meine Artikel ab und an in der weiblichen Form, um für Sprache zu sensibilisieren. Als Frau ist es nämlich auch nicht immer leicht, sich mit angesprochen zu fühlen, wenn ausschließlich das generische Maskulinum verwendet wird.

Der Codex Aureus: Fantasy kurz und gut

Cover für Steppenbrand, die Geschichte von Dejasir no'Sonak, der eigentlich nur das Beste für sich und sein Volk wollte.

o-tannenbaum-midiInzwischen weiß ich, dass es beim Marketing nicht darum geht, Nutzer für das eigene Produkt zu finden, sondern Marketingmaßnahmen dem Nutzer helfen sollen, das Produkt zu finden.

dfdsOk. Verstanden. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass ich dringend wieder über den Codex Aureus bloggen muss, weil sonst niemand erfährt, dass es in der deutschsprachigen Fantasy nicht nur Romane gibt, sondern auch viel kürzere Formate. Und so lange niemand weiß, dass es Fantasy Kurzgeschichten, Erzählungen und Novellen gibt, wird auch niemand danach suchen. Ein Teufelskreis, aus dem es aber einen Ausweg gibt!

Darf ich also vorstellen: Der Codex Aureus.
Der Name Codex Aureus ist Latein und bedeutet so viel, wie „Das goldene Buch.“ Genauer genommen, ist ein Codex eine Sammlung verschiedener Texte. Daher fand ich den Begriff sehr passend, um unter dieser Bezeichung phantastische Kurzgeschichten, Erzählungen und Novellen zu veröffentlichen.

Cover für Steppenbrand, die Geschichte von Dejasir no'Sonak, der eigentlich nur das Beste für sich und sein Volk wollte.

Die einzelnen Bände erscheinen vierteljährlich als eBooks, und zwar sowohl für Kindle als auch für Tolino und Kobo. Aber natürlich sind sie mit der entsprechenden App auch auf anderen Lesegeräten lesbar.

Bisher erschienen (neueste zuerst):

  • O Tannenbaum (Codex Aureus 4)
    Eine Dryade versucht, ihren Baum zu retten.
    Urban-Fantasy
  • Der Fluch des Spielmanns (Codex Aureus 3)
    Eine Geister- und Gaunergeschichte aus dem frühen Mittelalter
  • Steppenbrand (Codex Aureus 2)
    Die Legende von Dejasir no’Sonak. Heroische Fantasy im orientalischen Setting
  • Der Esel als Pilger (Codex Aureus 1)