#Autorinnenzeit im Mai: Bewusst einkaufen

Wie ihr wisst, soll es diesen Monat speziell um Autorinnen und ihre Bücher gehen. Die Idee zu diesem Themenmonat stammt von Sven Hensel, der auf seinem Blog auch ein paar Vorschläge macht, worüber sich bloggen lässt. Mein Schwerpunkt wird naturgemäß im Bereich Fantasy liegen, schließlich ist das immer noch mein Hauptthema.

Gleich die erste Aufgabe lautet: Kaufe das Buch einer Autorin. Nun habe ich zufällig gerade ein Buch ausgelesen, da kommt die Aufforderung genau richtig.

Allerdings war es durchaus keine triviale Aufgabe, etwas Passendes zu finden. Das lag nicht nur am Feiertag. Wozu habe ich schließlich einen eReader? Aber gefühlte 90% der mir vorgeschlagenen Bücher waren verkappte Nackenbeißer, deren Protagonistin meist nicht mal volljährig war. Sorry, aber das ist nicht, was ich unter Fantasy verstehe. Nichts gegen Liebe, Erotik und Sex irgendwo in einer Nebenhandlung, aber wenn das schon im Klappentext als zentrales Thema herausgestellt wird, dann ist m. E. das Genre falsch zugeordnet. Und was Young Adult angeht, bin ich vermutlich schlicht zu alt für den Scheiß.
Immerhin: Die Nische Liebe und Erotik scheint überproportional gut mit Autorinnen besetzt zu sein. Auch das kann man als gutes Zeichen betrachten. Es ist nur einfach nicht das, was mich reizt.

Zum Glück ist mir dann ein Selfpub-Titel eingefallen, den ich schon länger lesen wollte, nämlich Geteiltes Blut . com von Alexa und Alena Coletta.
Zwar steht auch hier eine minderjährige Protagonistin im Mittelpunkt und außerdem geht es um Vampire (denen ich sehr skeptisch gegenüber stehe, wie alle bezeugen können, die das Blog verfolgen), aber die Gründe, aus denen die Protagonistin hinter dem Vampir her ist, unterscheiden sich dann doch ganz erheblich vom Mainstream und auch ihre Mittel sind eher ungewöhnlich.

Das Buch hat gute Kritiken. Natürlich werde ich am Ende trotzdem berichten, wie es mir gefallen hat.


Nachtrag:
Erst, als dieser Beitrag schon geschrieben und das Buch schon gekauft war, sind mir noch eine Reihe von Indie-Fantasy-Autorinnen eingefallen, deren Bücher ebenfalls mein Interesse geweckt hatten. Dazu gehören u. a. die Galgenmärchen von Nora Bendzko, aber auch Autorinnen wie Ally J. Stone, Jill Noll, Bianca Fuchs und Mackenzie Sturm. Vermutlich werden mir mit etwas Nachdenken noch mehr einfallen. Eine Lehre für mich, mich nicht nur auf mein Siebhirn zu verlassen, sondern einmal für interessant befundene Bücher auch tatsächlich in einer Liste zu notieren.

[Selfpublishing] Cover selbst gestalten?

Bücher brauchen ein Cover. So viel ist jedem klar, auch wenn man sich als Leser nicht unbedingt mit der Gestaltung auseinandersetzt, sondern höchstens feststellt „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“. Für Selfpublisher geht es aber um mehr und die meisten von uns sind sich dessen auch sehr bewusst. Die Zeiten, in denen das Cover aus wenig mehr als Name und Titel in irgendeiner Schrift bestand, sind vorbei. Solche Bücher sind mir in letzter Zeit jedenfalls nicht mehr untergekommen.

Insgesamt ist festzustellen, dass sich selbst publizierte Bücher äußerlich kaum noch von Verlagsprodukten unterscheiden.
Allerdings wird angehenden Selfpublishern teilweise immer noch suggeriert, es reiche aus, mit einem einfachen Bildbearbeitungsprogramm ein Stockphoto und eine (hübsche) Schrift zu kombinieren. Das Ergebnis sind dann genau die Cover, denen man auf den ersten Blick ihre Unprofessionalität ansieht, weil die Schrift nicht zum Genre passt, die Motive oder die Ausschnitte schlecht gewählt sind oder, oder, oder.

Wohlgemerkt: Ich sage nicht, dass man seine Cover nicht selber machen kann oder nicht selber machen sollte. Für diejenigen, die Spaß an Bildbearbeitung haben, lohnt es durchaus. Aber man muss sich von der Idee zu verabschieden, es gäbe eine einfache, schnelle Lösung. Ein selbst gemachtes Cover ist nie umsonst. Es kostet vielleicht kein Geld, aber Zeit. Viel Zeit.
Das beginnt schon damit, dass man sich leistungsfähiges Grafikprogramm besorgen und sich mit der Handhabung vertraut machen muss. Es kommt auch Zeit für die Recherche und die Konzeption dazu: Welche Trends gibt es bei Covern? Welches Design ist in dem Genre, in dem ich schreibe, gerade besonders angesagt? Dazu lohnt ein Besuch von Buchhandlungen, in denen das eigene Genre gut vertreten ist. Dabei sollte man sich auch bewusst machen, welche Bücher einen selber ansprechen bzw. welche nicht und was die Ursachen sind. Die nächste Frage ist: Will ich auf diesen Trend aufspringen oder hebe ich mich bewusst davon ab? Wie?
Dann gilt es, sich darüber Gedanken zu machen, was das eigene Buch auszeichnet. Was ist die Kernaussage? Welche Stimmung will man auf dem Cover vermitteln? Durch welche Gestaltungselemente lässt sie sich erzielen? Man braucht Zeit, Bilder- und Fontdatenbanken zu durchsuchen, um die passenden Gestaltungselemente zu finden. Und schließlich braucht man Zeit, das alles zu verbinden und zu bearbeiten. Selbst für meine, bewusst minimalistisch gehaltenen Cover brauche ich mindestens zwei bis drei Tage, wenn ich mit dem ersten Entwurf auf Anhieb zufrieden bin. Es ist aber auch schon passiert, dass ich mir nach mehreren Tagen eingestehen musste, ein das Konzept nicht umsetzen zu können und deshalb noch einmal ganz von vorne beginnen musste.

Wen das nicht abschreckt, findet auf „Vom Schreiben leben“ einen schon etwas älteren, aber immer noch aktuellen Artikel über Aufbau und Gestaltung von Covern. „Was liest du“ gibt gute eine Übersicht der Covertrends von 2016 in verschiedenen Genres und auf bestseller-romane.de kannst du in einem Experteninterview nachlesen, was die Profis über das Thema denken.

 

[Schreibwerkstatt] Welche Tipps ich geben kann

Nachdem ich ja nun versprochen hatte, hier im Blog künftig auch Schreibtipps zu geben, habe ich sehr schnell festgestellt, dass es eine Sache ist, welche zu verprechen. Sie zu erteilen ist eine ganz andere.
Ich bin zwar überzeugt, gut schreiben zu können, sonst würde ich nicht publizieren. Trotzdem maße ich mir aber nicht an, im Besitz irgendeiner alleinseeligmachenden Wahrheit zu sein. Auch beim Schreiben gibt es verschiedene Wege.

Das fängt schon bei der Arbeitsweise an. Einige Autoren verhalten sich wie Forscher im Labor: Sie nehmen ihre Figuren, schmeißen sie in eine interessante Konstellation und warten ab, was passiert. Stephen King ist damit sehr erfolgreich. Und eine große Schriftstellerin hat einmal sinngemäß gesagt, der Verlust eines Manuskripts wäre für sie eine Katastrophe; sie wäre unfähig das Buch ein zweites Mal zu schreiben, denn sie kenne ja das Ende.
Leider finde ich das Zitat nicht wieder. Aber worauf ich hinaus will ist, dass ich mit dieser Art zu schreiben überhaupt nicht klarkomme. Ich gehöre nicht nur zu den Plottern, also denen, die eine Geschichte vorplanen, sondern brauche ein Ende, als Fixpunkt, auf den ich zusteuern kann. Oft ist es sogar einer der ersten Teile die ich von einer Geschichte kenne. Die einzige Ausnahme war bisher Der Fluch des Spielmanns – aber das hat mit der Entstehungsgeschichte zu tun. In der Ursprungsversion, die ich für einen Wettbewerb geschrieben habe, war das Ende mehr oder weniger vorgegeben. Zwar hatte ich auch da schon die Idee mit dem Einsiedler, konnte sie aber wegen der begrenzten Zeichenzahl nicht umsetzen (für die Wettbewerbstexte war eine Maximallänge von 10.000 Zeichen vorgegeben). Erst mit dem Entschluss, den Fluch im Codex Aureus zu veröffentlichen, war auch wieder Platz für Vater Gion, der allerdings während des Schreibprozesses seine Rolle änderte, was wieder zu einem ganz anderen Ende führte.

Ok, ja, ich schweife ab. Eigentlich waren Schreibtipps das Thema. Genauer gesagt, die Form, in der ich welche geben könnte. Wie schon gesagt, glaube ich nicht, an den einen, für alle Zeiten, Genres und Autoren gültigen Weg. Schlechte Voraussetzungen, sich wirksam als Guru aufzuspielen – ganz abgesehen davon, dass vermutlich auch gar kein Bedarf an einem Blog besteht, das einem beibringt, nicht zu viele Adjektive zu verwenden, perfekte Protagonisten zu bauen und was es mit der Heldenreise auf sich hat. Das tun längst diverse gedruckte Schreibratgeber und etliche Blogs.
Was also dann? Was ich anbieten kann, sind eher Erfahrungsberichte. Lockere Plaudereien darüber, welche Methoden ich kenne und was ich mit welchem Erfolg ausprobiert habe. Immer mit der Einschränkung, versteht sich, dass das ein subjektiver Ansatz ist. Deshalb würde es mich um so mehr freuen, wenn andere die Themen in Kommentaren oder eigenen Blogbeiträgen aufgreifen, so dass auf lange Sicht so etwas, wie eine virtuelle Kaminrunde entsteht.

Was halten Sie, was hältst du von der Idee?

Ist Romeo und Julia keine Liebesgeschichte?

Gerade habe ich eine Aufstellung verschiedener Sub-Genres gelesen und alle liefen darauf hinaus, dass die Liebenden wahnsinnige Probleme überstehen müssen, sich am Ende aber alles in Glück und Wohlgefallen auflöst und der rosarote Himmel voller Streichinstrumente hängt.

Müssen Liebesgeschichten also ein Happy End haben?

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Bildquelle: Pixabay

Kann ja sein, dass sich inzwischen etwas geändert hat, aber was ist dann mit Romeo und Julia? Nur noch ein Klassiker, den keiner mehr lesen (oder sehen) will? Wie sieht es mit Harold und Maude aus? Fallen die jetzt unter Tragikomödie? Und was ist mit Lovestory? Oder mit „Brokeback Mountain“, um mal was moderneres zu nehmen.
Gehören die alle jetzt nicht mehr ins Genre „Liebe und Romantik“?

Das ist durchaus keine rhetorische Frage. Ich bin ernsthaft verwirrt. Ganz abgesehen davon, dass man damit ein Heilsvesprechen ausgibt, das nicht eingelöst werden kann. Nicht einmal alle Märchen enden mit dem Satz: „Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende“.
Sollte dann wirklich ein ganzes Genre das Happy End als maßgebliches Kriterium haben?

Neuer Service bei Amazon

Amazon führt eine neue Funktion ein. Seit kurzem kann man seinen Lieblingsautoren folgen, soweit diese ein Autorenprofil eingerichtet haben. In diesem Fall wird man von Amazon per Mail über z. B. über Neuerscheinungen dieser Autoren informiert. Das zum Beispiel dann sehr hilfreich, wenn man gerne Genreliteratur abseits der Bestsellerlisten liest; ganz besonders natürlich, wenn diese ausschließlich als eBook veröffentlicht wird.

Folgen auf Amazon
Wie zu sehen, kann man mir jetzt auch auf Amazon folgen

Das Verfahren ist denkbar einfach: Man sucht sich ein Buch des betreffenden Autors und klickt auf den Autorennamen. Es öffnet sich eine Seite, auf der alle Bücher dieses Autors angezeigt werden. Sofern der Autor sich beim Autorenservice von Amazon angemeldet hat, befindet sich oben links ein Bild und darunter der „Folgen“-Button.

Edit:
Ganz stabil scheint das System aber noch nicht zu funktionieren, denn als ich eben ein neues Bild machen wollte, war der Button wieder verschwunden.

Warum ich ein Pseudonym benutze

Nike Leonhard ist nicht mein richtiger Name. Dass ich den nicht benutze, hat mehrere Gründe. Zum einen sind Autorennamen so etwas, wie Marken. Sie müssten einprägsam sein und zum Produkt passen, also zum Genre, in dem man schreibt. Angeblich erfüllt mein richtiger Name diese Voraussetzungen sogar (auch wenn ich ihn als zu lang empfinde, um einprägsam zu sein), aber es gibt noch ein anderes Problem: Unter meinem richtigen Namen habe ich bereits mehrere Sachtexte u.a. zu historischen Themen veröffentlicht. Und da passt es nun gar nicht, wenn dieser Name auch auf einer Reihe mit in phantastischen und historischen Kurzgeschichten steht, zumal es im Bereich „History“ mehr um Geschichten, als um historische Wahrheiten geht. Anders gesagt: Wenn ich phantastische Elemente oder Anachronismen in eine meiner historischen Kurzgeschichten einbaue, ist das literarisch vollkommen ok. Aber es birgt die Gefahr, dass danach die Sachtexte weniger ernst genommen werden, wenn der gleiche Name drunter steht.

Daher habe ich beschlossen, den Codex Aureus unter einem ähnlichen Namen zu schreiben, unter dem ich mich beim NaNoWriMo angemeldet habe. Damals hatte ich gehofft, dass er mir Glück bringt und in gewisser Weise hat er das auch getan. Ich hoffe, dass das ein gutes Vorzeichen ist.

Novelle, Kurzgeschichte, Erzählung …

Katrin Ils hat gestern unter der Überschrift „Novelle vs. Roman“ darüber gebloggt, warum sie lieber Novellen als Romane schreibt und sich gleichzeitig mit den verschiedenen Erzählformen auseinander gesetzt. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, ob es eigentlich richtig ist, meine Texte im Codex Aureus als „Kurzgeschichten“ zu vermarkten. Streng genommen sind die meisten es nämlich nicht. Nach den Maßstäben der Science Fiction and Fantasy Writers of America (SFWA) nicht, weil die meisten deutlich länger sind, als 7.500 Worte. Nach den Kriterien, die in Deutschland an eine Kurzgeschichte angelegt werden nicht, weil sie in der Regel keine Momentaufnahmen sind.
Trotz der Länge kann man eine Fantasy-Geschichte aber m. E. (jedenfalls im deutschen Sprachraum) nicht als Novelle bezeichnen, wenn sie erkennbar in einer anderen Welt oder in der Vergangenheit spielt, weil im Wort „Novelle“ der Begriff „novum“ steckt. Also eine Neuigkeit; etwas, das man so noch nicht gehört hat. Das ist meiner Ansicht nach gemeint, wenn Goethe die Novelle als „eine sich ereignete unerhörte Begebenheit„, beschreibt.
Damit könnte man „Alte Geister“ mit ein paar Änderungen als Novelle bezeichnen, aber bestimmt nicht die fiktive Sage, die ich gerade überarbeite. Die müsste man vermutlich eher als Erzählung ansprechen, vielleicht aber auch als Kunstmärchen.

Wie wichtig ist die Bezeichnung?

Die Frage, die ich mir stelle, ist allerdings, wie wichtig die Bezeichnung tatsächlich ist. Und auf die Gefahr hin, gleich von aufgebrachten Germanisten gesteinigt zu werden: Meines Erachtens ist die Bezeichnung nur von akademischem Interesse. Natürlich achte ich auf die Länge, wenn ich eine Geschichte für einen Wettbewerb einreiche. Aber darüber hinaus schreibe ich für einen Markt, auf dem Game of Thrones schon mal unter „historische Romane“ einsortiert wird, während phantastische Elemente im Genre „Historischer Roman“ vollkommen normal sind.
Daher glaube ich nicht, dass die ganzen feinsinnigen Unterscheidungen zwischen den einzelnen Erzählformen vom Markt nachvollzogen werden, sondern dass Verlage, Handel und Leser in erster Linie auf die Länge gucken. Vielleicht tue ich dem einen oder anderen großes Unrecht. Sicher gibt es da draußen Leser, die die korrekte Bezeichnung goutieren. Aber das Gros richtet sich meiner Erfahrung nach nach dem Umfang. Ist es lang (> 250 Seiten), dann ist es ein Roman. Wenn nicht, ist es eine Kurzgeschichte.

Wie seht ihr das?

Überlegungen zum Cover

Überlass die Covergestaltungen den Profis, lautet eine der ersten Empfehlungen, die man bekommt, wenn man seine Sachen selber veröffentlichen will. Wenn du nicht gerade selbst Designer bist, wird daraus nur Müll.

Ok, kann sein.

Kann auch sein, dass ich vollkommen größenwahnsinnig bin, aber mir ist diese Empfehlung ziemlich schnurz.

Die zehn größten Fehler beim Coverdesign hätte ich rein instinktiv auch dann ausgelassen, wenn ich diesen Artikel nicht gelesen hätte. Ganz abgesehen davon, dass in meinen Augen auch das als Beispiel für die „richtige“ Gestaltung gewählte Cover absolut unterirdisch ist, wenn man nicht gerade Romances über Rockerbräute im Drogenrausch schreibt.
Andererseits bin ich aber auch nicht so größenwahnsinnig, dass ich glaube mit meinen Covern erfolgreich völlig neue Wege beschreiten zu können. Mehr Mut, bei der Covergestaltung eigene Wege zu gehen, um Herausragendes zu erreichen, lautet nämlich die konträre Empfehlung, die Selfpublishern mit auf den Weg gegeben wird. Aber auch da bin ich skeptisch. Die vorgestellten Beispiele sind in meinen Augen nämlich viel zu wirr, um als Thumbnails im Shop noch ansprechend zu wirken.

Womit wir schon bei meinen eigenen Überlegungen sind:

  1. Das Cover muss klar und übersichtlich gegliedert sein, damit es auch in der Verkleinerung noch gut aussieht. Ein wirr wirkendes Cover suggeriert außerdem einen wirren Inhalt und mindert den Wiedererkennungswert.
  2. Die Schrift muss auch in der Verkleinerung lesbar sein, damit der Titel wahrgenommen wird. Menschen gucken automatisch erst auf ein Bild, bevor sie die Beschriftung lesen. Also nützt es nichts, sich darauf zu verlassen, dass der Titel ja auch noch mal in der Buchbeschreibung steht.
  3. Das Cover muss zum Inhalt passen. Es muss vermitteln, dass es sich um Fantasy handelt und es sollte einen Bezug zur Geschichte selbst beinhalten.
  4. Da es sich nicht lohnt, für jede Geschichte ein ganz neues Cover zu entwerfen, erscheinen alle mit einem einheitlichen Design, das für die jeweilige Geschichte nur um ein einzelnes zentrales Motiv ergänzt wird. Dieses Vorgehen erhöht außerdem den Wiedererkennungswert.

Jetzt muss ich diese Vorgaben noch gestalterisch umsetzen. Zwei bis drei Ideen habe ich schon und eine ist sogar schon zu einem ersten Entwurf gediehen, der aber noch weiter bearbeitet werden muss. Aber darüber erzähle ich ein anderes Mal.

Warum ich Fantasy und Historisches schreibe

An der Fantasy reizt mich, neue Welten zu erschaffen, bzw. die Regeln unserer Wirklichkeit zu verbiegen. Nehmen wir z. B. an, es gäbe Nixen und Nöcke wirklich. Wo würden sie jetzt leben? Gehen die Legenden von Krokodilen in der Kanalisation vielleicht auf Begegnungen mit ihnen zurück, nur dass man heute eben nicht mehr an sie glaubt und daher eher annehmen würde, ein Krokodil zu sehen? Wo fänden Feen in der Großstadt ihre ökologische Nische?
Aber daneben schreibe ich auch klassische High Fantasy, in der Schwert und Magie regieren. Diese Geschichten haben ihr eigenes Universum, das vielleicht noch Spuren von Mittelerde und Narnia trägt, aber ich lasse mich auch gerne von Märchen und Sagen aus aller Welt inspirieren und von historischen Stoffen inspirieren.

So gesehen liegt es dann schon wieder nahe, auch historische Ereignisse aufzugreifen, zumal ich mich auch privat für Geschichte interessiere und die Genres ohnehin nicht scharf getrennt sind. In vielen historischen Romanen finden sich Figuren mit magischen Fertigkeiten. Angefangen bei Gustave Flauberts Salammbo über Gordons Medicus und Follets Säulen der Erde bis hin zu Sabine Eberts Hebamme.  Das Buch wird dann dem dominieren Genre zugeordnet. Wobei auch schon mal der eine oder andere Fehler passieren kann.

Game of Thrones als Historischer Roman (Quelle: Twitter, Fotograf unbekannt)

In jedem Fall versuche ich, auch klassische Themen und bekannte Stoffe originell aufzubereiten und ihnen neue, überraschende Aspekte abzugewinnen. Schmachtende Vampire wird es bei mir in absehbarer Zeit nicht geben. Allenfalls verschmachtende. Versprochen.

Autorenfragenbingo

Bei Twitter bin ich über dieses Bild gestolpert:

cvaxiubwoaiwren
Quelle: Internet, Verfasser unbekannt

Anscheinend wird das so ziemlich jeder gefragt, der sich als Autor outed. Aber wenn das Interesse so generell ist, werde ich das doch gerne aufgreifen und die gestellten Fragen in nächster Zeit in lockerer Reihenfolge beantworten.

Die Antwort auf die letzte Frage ist dabei ein klares: Nein. Da ich kein zusammenhängendes Buch schreiben, sondern eine Reihe von Kurzgeschichten verfassen und veröffentlichen will, kann ich auch kein Buch verschicken.