Wer will den Fluch des Spielmanns hören?

Nun gut, es gibt nicht den ganzen. Aber Klaus_Nb, ein lieber Bekannter von Twitter, der u. a. auch für Clue Cast liest, hat sich die Mühe gemacht, den Anfang vom „Spielmann“ aufzunehmen. Seine Stimme erzeugt dabei genau den Gänsehautmoment, den ich beim Schreiben im Sinn hatte.

Unbedingt anhören! Wo? Auf Klaus‘ Blog.


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Die im frühen Mittelalter spielende Geister- und Gaunergeschichte „Der Fluch des Spielmanns“ gibt es als eBook für alle gängigen Lesegeräte.

Man bekommt sie sowohl über Amazon als auch die Händler der Tolino-Allianz, also Buch.de, Hugendubel, die Mayersche, Osiander, Thalia, Weltbild usw. Mein Favorit dort ist allerdings Bookzilla, weil Bookzilla 5% des Kaufpreises für die Entwicklung freier Software spendet.

 

[Selfpublishing] Ein Jahr Codex Aureus

Vor einem Jahr startete der Codex Aureus mit der Fabel „Der Esel als Pilger“. Das „Eselchen“ war ursprünglich nur dazu gedacht, auszuprobieren, wie das Veröffentlichen von eBooks genau funktioniert.

Ausgaben 1,2,3-1
Inzwischen sind drei weitere Codex-Ausgaben erschienen, die alle ihre Liebhaber gefunden haben. Das bestätigt mich in der These bestätigen, dass auf dem Markt auch eine Nische für kürzere Fantasy-Formate gibt. Allerdings sind alle mit rund 50 Seiten auch deutlich länger, als der „Esel“.

Bei jeder einzelnen Ausgabe habe ich viel dazu gelernt.

Buchcover Codex Aureus - Der Esel als Pilger

Die erste (und bitterste) Lektion war die Reaktion auf das Cover des „Esels“. Ich hatte mir viel Mühe damit gegeben und war ganz begeistert von mir, auch weil ich endlich begriffen hatte, wie das mit den verschiedenen Ebenen bei Paintshop funktioniert.
Und dann wurde es bei der ersten Präsentation als viel zu dunkel befunden. Außerdem als zu unruhig, zu kontrastarm, mit zu vielen Schriften, die zudem noch schlecht lesbar seien.
Gut, ich habe das getan, was vermutlich jeder Anfänger macht: Ich habe mein Baby verteidigt. Tatsächlich mag ich es immer noch. Aber nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, habe ich es trotzdem geändert. Schließlich soll das Cover in erster Linie potentiellen Lesern gefallen. Oder, wie Marketingleute das so charmant ausdrücken: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Das soll nicht heißen, dass mir das neue Cover nicht gefällt. Natürlich gefällt es mir. Sonst hätte ich es nicht genommen.

Cover für Steppenbrand, die Geschichte von Dejasir no'Sonak, der eigentlich nur das Beste für sich und sein Volk wollte.

Bei der zweiten Ausgabe, Steppenbrand, bin ich tiefer in die Geheimnisse der ePub-Convertierung eingestiegen. Steppenbrand enthält ziemlich viele Worte einer selbst erfundenen Sprache, was seit Tolkien einerseits zur klassischen Fantasy dazu gehört, den Text aber stellenweise schwer lesbar macht. Also hatte ich mir überlegt, ein Glossar einzufügen und – weil ein eBook im Grunde nichts anderes ist, als ein HTML-Dokument – mit Hyperlinks zu arbeiten. Die Idee war, dass jedes neue Wort mit dem Glossar verlinkt wurde, vom Glossar dann aber auch ein Hyperlink in den Text zurückführte. Ich hatte das kurz zuvor in einem Krimi gesehen und fand es so superschick, dass ich es auch unbedingt haben musste.
Die Links zu setzen war kein Problem. Das Problem war, dass die Konvertierung sie mir immer wieder zerschoss. Ich war schon kurz davor, aufzugeben und Steppenbrand ohne Links rauszubringen, als völlig unerwartet Hilfe von Michaela Stadelmann alias Textflash kam, die mir Sigil empfahl. Ich bin ihr dafür bis heute unendlich dankbar.
Außerdem habe ich bei Steppenbrand gelernt, dass Tolino media keine Verkaufslinks mag. Nicht mal zu den eigenen Partnern, weil sie nicht wissen, ob es nicht irgendwann mehr werden.

entwurf2Der Fluch des Spielmanns hat mich einmal mehr davon überzeugt, dass Code entweder doch irgendwo etwas mit Magie zu tun hat, oder dass Computer insgeheim Sadisten sind, die sich darüber amüsieren, wie sie ihre Nutzer in den Wahnsinn treiben. Wieso? Nun, ich habe die Geschichte mit Papyrus Author geschrieben und auch damit konvertiert.
Der Validator sagte es gäbe ein Problem und nannte die Stellen.
Ich habe versucht, die Stellen mit Sigil zu überprüfen – nur fand Sigil die Stellen nicht.
Na gut. Blöd gelaufen. Aber kein Grund, die Nerven zu verlieren. Immerhin hatte bei Steppenbrand, das ich komplett mit OpenOffice geschrieben und konvertiert hatte, die Konvertierung auf Anhieb geklappt. Also habe ich das Papyrus-Dokument in ein .doc verwandelt, in OpenOffice geladen und konvertiert.
Der Validator sagte, es gäbe Probleme. Aber immerhin weniger.
Sigil wusste trotzdem nicht weiter.
Also habe ich es mit LibreOffice versucht, das ich mir kurz zuvor runtergeladen hatte, weil OpenOffice nicht mehr weiterentwickelt wird. Hätte ja sein können, dass das Problem dort lag.
Der Validator fand neue Fehler.
Dann habe ich das .doc in ein .odt (das Format von Open- und LibreOffice) verwandelt. Inzwischen schon ein bisschen genervt, was aber auch nichts half.
Ich weiß nicht mehr genau, wie viele Versuche ich gemacht habe. Irgendwas war immer. Bis ich es aus lauter Verzweiflung noch mal mit Papyrus Autor versucht habe und – oh Wunder! – der Validator nichts zu maulen fand. Was die Ursache war, weiß ich bis heute nicht. Nur, dass eine Fehlermeldung beim Validator offenbar kein Grund zur Panik ist.

o-tannenbaum-klein„O Tannenbaum“ schließlich hat mich gelehrt, dass man sich vom Weihnachtsgeschäft nicht zu viel erwarten sollte und Weihnachtgeschichten alles andere als Selbstgänger sind. Die Hoffnung, „Schöne Bescherung„, das kurz vorher bei Clue Writing veröffentlicht wurde, werde auch Werbung für O Tannenbaum“ machen, erwies sich ganz schnell als Satz mit X. Und nach Weihnachten geraten Geschichten, die an Weihnachten spielen, völlig aus dem Blick.
Insofern ist der Titel auch blöd gewählt, weil „O Tannenbaum“ eine reine Weihnachtsgeschichte suggeriert, obwohl es eigentlich ein modernes Märchen ist. „Das ist immer noch mein Baum!“ oder „Die Dryade“ wäre daher ein deulich besserer Titel gewesen.

Aber ich will überhaupt nicht maulen. Jede einzelne Ausgabe des Codex Aureus hat gute Kritiken bekommen. Meine Leser verzeihen mir großzügig Rechtschreib- und Grammatikfehler (oder schicken mir sogar korrigierte Fassungen, wie der unglaubliche Elyseo da Silva es bei Steppenbrand getan hat. Auch dafür ganz, ganz herzlichen Dank).

Was ausbaufähig ist, ist auf jeden Fall das Marketing. Ich schreibe zwar viel darüber, aber an der praktischen Umsetzung hapert es manchmal. Selbständig heißt nun mal auch bei Autoren selbst und ständig – und da ist es oft schwer, die Prioritäten richtig zu setzen.

Aktuell beschäftige ich mich damit, Banner für verschiedene soziale Medien zu erstellen, um die Sichtbarkeit meiner Bücher zu erhöhen. Außerdem habe ich eine Idee für eine (wie ich finde) ganz witzige Kampagne, um mich als Fantasy-Autorin bekannter zu machen.
Und dann wird es meine Geschichten voraussichtlich auch auf die Ohren geben. Aber dazu mehr, wenn das Ganze in trockenen Tüchern ist.

Was leider gar nicht geklappt hat, ist den Termin für die 5. Ausgabe einzuhalten, weil nacheinander verschiedene Familienmitglieder krank geworden sind und meine Depressionen darin einen willkommenen Anlass gesehen haben, auch mal wieder zu Besuch zu kommen. Aber jetzt ist sowieso erst mal Buchmesse in Leipzig und Buchmessen sind ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für Neuerscheinungen. Bücher unbekannter Autoren werden besser wahrgenommen, wenn sich der Trubel gelegt hat – das ist etwas, was ich von der Frankfurter Buchmesse gelernt habe.
Dafür ist diese Ausgabe des Codex Aureus vermutlich die am Besten angeteaserte. Ich hoffe, die Neugier hält noch ein bisschen. Ich verspreche, dass es sich lohnen wird. Muss ich ja. Denn wenn ich nicht von meinen Geschichten überzeugt wäre, wer dann? Und wie könnte ich sie mit gutem Gewissen veröffentlichen?

Aber auch im zweiten Jahr wird es noch eine Menge Überraschungen geben. Für mich. Für dich. Für Sie. Für euch. Ich hoffe, nur gute!

[Werkstatt] Die Grundhaltung der Figuren als Charaktermerkmal

Letzte Woche hatte ich im Zusammenhang mit der Frage, wie mit Charakterbögen umzugehen sei, in einem Nebensatz geschrieben, dass es bei der Charakterisierung von Figuren in erster Linie auf ihre Haltung ankäme. Damit meine ich nicht die Körpersprache, also ob jemand schnell geht, aufrecht steht oder niemandem in die Augen sieht. Alle genannten Eigenarten sind zwar ebenfalls wunderbar geeignet, eine Figur zu charakterisieren, aber sie rühren aus einer inneren Haltung, um die es hier gehen soll.

Mit dieser inneren Haltung meine ich zunächst die Grundstimmung einer Figur: Ist sie optimistisch, ängstlich, feindselig, nervös, neugierig … Das zu bestimmen, fällt am Anfang nicht immer leicht, ist aber ungemein wichtig, denn diese Grundstimmung ist das, was in Krisensituationen durchschlägt (und ein Buch besteht, wie wir alle wissen, vor allem aus kleineren und größeren Krisen). Sie bestimmt das Verhalten der Figur in der Krise und verändert sich im Lauf einer Geschichte nicht.
Du* meinst, das stünde im Widerspruch zu allem, was in Schreibratgebern steht? Nämlich, dass Figuren im Verlauf der Geschichte eine Wandlung durchmachen sollen?
Stimmt.
Und stimmt doch nicht.
Aber der Reihe nach.

Zunächst mal lässt sich dieses Phänomen auch bei „realen“ Menschen beobachten. Obwohl die Entwicklungspsychologie inzwischen davon ausgeht, dass „Persönlichkeit“ nichts ist, das sich zwischen 16 und 25 fixiert und fortan nicht mehr ändern lässt*, bauen die meisten Menschen danach nur noch ihre Marotten aus. Vielleicht lernen sie auch mit gewissen Schwächen umzugehen. So kann ein chaotischer Mensch ein gewisses Maß an Ordnung in sein Leben bringen, indem er Hilfsmittel wie To-Do-Listen verwendet. Aber anders, als bei einem Ordnungsfanatiker werden bei ihm immer unsortierte Bereiche bleiben, in denen das Chaos die Oberhand behält. Mit anderen Worten: Reale Menschen ändern schon etwas, aber im Normalfall bleibt ihre Persönlichkeit im Kern gleich. Es muss schon ein sehr großer Anstoß von Außen kommen, damit sich die Persönlichkeit grundlegend ändert. Solche Anstöße können u. a. Traumata, spirituelle Erlebnisse (Nahtoderfahrungen, Offenbarungen etc.), aber auch psychiatrische Behandlungen sein.

Für literarische Figuren gilt das Gesagte um so mehr, da sie sich zwar ändern sollen, ihre Handlungen aber für den Leser nachvollziehbar bleiben müssen. Genau das erreicht man am Besten indem man ihnen eine Haltung mitgibt, die bis zum Schluss unverändert bleibt, auch wenn die Figur vielleicht lernt, mit den daraus resultierenden Problemen umzugehen. Ron Weasleys Angst vor Spinnen ist ein schönes Beispiel: Er wird in den verschiedenen Harry-Potter-Bänden immer wieder auf verschiedene Weise mit ihr konfrontiert. Manchmal ist das Ergebnis witzig (wie bei dem Irrwicht), aber immer muss er seine Angst zugunsten eines höheren Ziels überwinden und schafft es auch. Trotzdem würde er unglaubwürdig werden, wenn er eine noch so winzige, flaumige Spinne plötzlich „niedlich“ fände.

Wie kommt man nun zu dieser Grundhaltung?
In der Fantasy ist das vergleichsweise leicht, weil hier die Grundhaltung oft schon durch Rasse und Charakterklasse vorgegeben ist. So sind Tolkiens Elben immer großherzig, dem Schönen zugeneigt und gleichzeitig so vergangenheitsfixiert, dass man sie schon fast reaktionär nennen könnte. Hobbits sind gutmütige Genusswesen, Orks zerstörerisch und nur dem Recht des Stärkeren gehorchend. Bei den Charakterklassen haftet Dieb, Assassine und Spion immer Verschlagenheit an, während Ritter gerecht sind und Heiler (im Gegensatz zu Schamanen) Fürsorge verkörpern.
Klischees?
Klar sind das Klischees. Niemand sagt, dass du dich daran halten musst. Aber diese Klischees geben einen guten Eindruck davon, was ich mit „Grundhaltung“ meine.

Tatsächlich mag ich Charaktere, die gegen das Klischee gebürstet sind. Als Discovery Writer würde ich daher vermutlich hergehen und mir überlegen, welche Eigenheiten meine Figuren haben sollen, ihnen eine interessante Aufgabe geben und dann sehen, wie sie damit zurecht kommen.
Nun bin ich aber Plotter, d. h. ich plane meine Geschichten durch, bevor ich anfange zu schreiben. Das bedeutet auch, dass ich zumindest eine grobe Vorstellung vom Inhalt der Geschichte habe, bevor ich mir Gedanken über die Figuren mache. Dementsprechend läuft auch die „Rollenbesetzung“ ein bisschen anders. Wer jetzt an ein Casting für einen Film denkt, liegt gar nicht mal verkehrt.
Es gibt ja so eine Schreibtheorie, wonach alle Geschichten in „story driven“ oder „charakter driven“ einsortiert werden. Also danach, ob die Spannung eher aus der Handlung entsteht oder ob die Charaktere im Vordergrund stehen. In aller Unbescheidenheit möchte ich behaupten, dass die besten Bücher beides sind. Meiner Meinung nach lassen sich Charakter und Handlung nicht trennen. Der Charakter einer Figur beeinflusst ihre Handlungen, was Prozesse in Gang setzt, die neue Handlungen erfordern, die wieder auf dem Charakter beruhen. Wäre Bilbo nicht aus dem Haus gegangen, wäre er Gollum nicht begegnet und auch keinem Drachen. Hätte Galadriel den Ring genommen, wäre Frodo nicht über Lothlorien hinausgekommen.
Wenn ich also überlege, wie ich eine Rolle besetzen will, überlege ich als erstes, welcher grundlegende Charakterzug meine/n Prota antreibt und die Geschichte am Laufen hält. Bei O Tannenbaum war das die bedingungslose Hingabe der Dryade an ihren Baum. Bei Fluch des Spielmanns ist es die verbotene Liebe zur schönen Hulda und bei Steppenbrand Dejasirs Gier nach Macht und Reichtum.
Diese Grundhaltung muss natürlich durch zusätzliche Facetten ergänzt werden, damit die Figuren glaubwürdig agieren. Teilweise können diese Facetten sogar im scheinbaren Widerspruch zur Grundhaltung stehen. Faramir ist hier ein schönes Beispiel (der Buchcharakter noch stärker, als der im Film): Er würde alles tun, um die Gunst seines Vaters zu gewinnen; er riskiert dafür sogar sein eigenes Leben. Aber als ihm der Ring in die Hände fällt, bleibt er sich und seinem Charakter treu, obwohl er weiß, dass sein Vater ihn dafür nur noch mehr verachten wird.

Jetzt bin ich gespannt: Wie entwirfst du deine Charaktere?
Ich freue mich über jeden Kommentar.


 

*Das „du“ ist nicht despektierlich gemeint. Ich habe mich für diese informelle Anrede entschieden, um den informellen Charakter dieser Werkstattgespräche zu betonen.

** Das Leben ist eine Baustelle, Interview mit der Psychologin Ursula Staudinger, Karriere-Spiegel 29.08.2013

Fundstück: Textflash empfiehlt Codex Aureus

Manchmal muss auch ein bisschen Eigenwerbung erlaubt sein. Ganz besonders, wenn man seine Werke als Buchempfehlung auf den Seiten von Kollegen wiederfindet. So geschehen jetzt mit den Bänden 2 und 3 des Codex Aureus, Steppenbrand und Der Fluch des Spielmanns.

Beide stehen stehen in illustrer Gesellschaft in den Buchempfehlungen von Textflash, die als Mikaela Sandberg gerade mit ihrem Schwedenkrimi „Schweig Still“ Furore macht.

Der Fluch des Spielmanns – Eine Geister- und Gauklergeschichte

entwurf2Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass sich der Fluch des Spielmanns um die Frage dreht, wer die drei Geister sind, die Corvin nachts heimsuchen und ihn sogar in die Hütte von Vater Gion verfolgen. Das steht sogar im Klappentext.

Aber moment mal – Hütte? Geister assoziiert man doch eher mit Burgen und Schlössern! Aber Schlossgespenster, weiße Frauen und ähnliches gibt es im Fluch des Spielmanns nicht. Genauso wenig wie holde Maiden, Burgfräuleins oder edle Ritter in schimmernder Wehr.
Der Fluch des Spielmanns spielt in einer ganz anderen Welt. Die Geschichte wirft ein Schlaglicht auf das Leben der Gaukler und Vaganten. Sie erzählt von Menschen, die von Ort zu Ort zogen und oft nur von der Hand in den Mund lebten.

„Kein leichtes Leben“, wie Corvin selber sagt. Aber trotzdem konnte er sich kein besseres vorstellen. Jedenfalls nicht bis zu dem Tag, an dem das Unheil seinen Lauf nahm.

Neugierig geworden? Dann bitte hier entlang für weitere Informationen!

 

Der Fluch des Spielmanns – Ein Grab in der Wildnis

entwurf2Wie ich im letzten Beitrag schon erzählt hatte, beruht der Tod des Spielmanns auf einem historischer Mordfall.

2014 wurden in den Schweizer Alpen die Reste von drei Skeletten entdeckt, die man zusammen in eine Grube geworfen hatte. Eines gehörte einer Frau in den 40ern, das andere einem Mann zwischen 20 und 30. Die dritte Tote war eine Frau unbestimmten Alters, von der sich lediglich die Schienbeine erhalten hatten. Der Schädel der anderen Frau und des Mannes wiesen erhebliche Verletzungen auf, die von später hinzugezogenen Archäologen auf Schwerthiebe (bei der Frau) bzw. eine Lanze zurückgeführt wurden. Das Alter der Knochen wurde auf etwa 1200 Jahre geschätzt.
Die Toten lagen nicht neben-, sondern teilweise aufeinander und es gab keine Hinweise auf Kleidung, geschweige denn auf Grabbeigaben. Demnach handelte es sich nicht um eine reguläre Bestattung, sondern um eine Art Massengrab.
Aber das war nicht die einzige Besonderheit dieses Grabes. Sonderbar war außerdem, dass die eine Frau durch Schwertverletzungen gestorben war. Es ist zwar keine Seltenheit dass Männerskelette aus dieser Zeit Spuren von Schwertverletzungen aufweisen, aber bei Frauen kommt so etwas fast nie vor. Und dann lag dieses Grab auch noch weit entfernt von einer Siedlung oder einem Handelsweg.

Keine Angst, ich nehme den Inhalt der Geschichte nicht vorweg. Aber drei Tote, die eines gewaltsamen Todes gestorben sind und ein einsames Grab – das schreit doch geradezu nach einer Geistergeschichte, oder?

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Der Fluch des Spielmanns – Am Anfang war der Mord

entwurf2Irgendwo im Blog habe ich schon mal erwähnt, dass der Fluch des Spielmanns einen höchst realen Hintergrund hat. Die Geschichte beruht auf einem 1200 Jahre alten Mordfall. Nagelt mich bitte nicht auf juristischen Termini fest. Natürlich kann nach so langer Zeit niemand mehr sagen, ob Heimtücke, Arglist, niedere Beweggründe oder ein anderes Mordmotiv im Spiel waren. Fakt ist aber, dass im 8. Jahrhundert drei Menschen eines gewaltsamen Todes gestorben sind.

Der Fluch des Spielmanns ist ein Versuch, das Wie und das Warum zu erklären.

Wie es dazu kam und was an den Toten so bemerkenswert ist, erzähle ich in den nächsten Beiträgen.


Der Fluch des Spielmanns ist als eBook in den Formaten ePub und Mobi erhältlich und damit für fast alle Lesegeräte verfügbar. Zu beziehen über Amazon und alle Online-Buchhandlungen der Tolino Allianz. Zum Beispiel:

Ab heute im Handel: Der Fluch des Spielmanns

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Im dritten Band des Codex Aureus geht es ins europäische Frühmittelalter. Wer sind die drei Geister, die Corvin jede Nacht heimsuchen und ihn sogar in die abgelegene Hütte von Vater Gion verfolgen?

In den nächsten Tagen werde ich ein bisschen zu den Hintergründen der Geschichte erzählen. Heute gibt es erst einmal einen Link zur Leseprobe.

Korrektur zum Fluch des Spielmanns

Mir ist so nebenbei gerade aufgefallen, dass sich in den Spielmann ein Fehler eingeschlichen hat: In den Anmerkungen heißt es, dass das „Bache bene“, das die Spielleute anstimmen ein Anachronismus sei. Tatsächlich heiße es „In Taberna“ und stamme aus der Carmina Burana.
Von dieser Behauptung stimmt nur der zweite Teil. Das „Bache bene“ heißt tatsächlich „Bache bene venies“ bzw. wird unter diesem Titel geführt. „In Taberna“ ist etwas anderes.

Tut mir aufrichtig leid, ich werde den Fehler umgehend korrigieren.

Und nachdem die wirklich sehr verschieden sind, weiß ich echt nicht, wie das passieren konnte. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass es sich um Trinklieder handelt.

Historisch oder Phantastisch?

In dem Blog vom Quadspreche wurde gerade die Frage behandelt, woran man Fantasyromane erkennt. Für mich ist die Antwort relativ einfach: Wenn eine Geschichte phantastische Elemente enthält, z. B.: die Intervention höherer Mächte, paranormale Fähigkeiten, Fabelwesen erfundene Völker, Orte oder Riten, ist es Fantasy. Historisch ist eine Geschichte, wenn sie in der Vergangenheit spielt und sich auf Fakten stützt.
Auch die können schlecht recherchiert sein, wie die durch unzählige Mittelalterromane kullernden Kartoffeln beweisen. Aber in dem Moment, wo das Übernatürliche ins Spiel kommt, ist es vorbei mit „historisch“.
Deshalb sind in meinen Augen weder „Die Nebel von Avalon“ noch „Der Medicus“ historische Romane – ganz egal, wie sie vermarktet werden. Sie sind Fantasy, genau wie „Der Fluch des Spielmanns“, obwohl ich mich wirklich bemüht habe, die Lebenswirklichkeit des 8. Jahrhunderts realistisch zu rekonstruieren. Aber durch die drei Geister wird es zu Fantasy. Historischer Fantasy, aber Fantasy.

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Der Fluch des Spielmanns – Codex Aureus (3) erscheint am 15. Oktober 2016 im ePub und Mobi Format. Erhältlich bei Amazon und in den Online Buchhandlungen der Tolino-Allianz.