IndieBuchtober: Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da

Das haben wir schon im Kindergarten gesungen und aus irgendwelchen Gründen ist es hängengeblieben.

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Wind, hei hussassa!
Schüttelt ab die Blätter,
bringt uns Regenwetter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!

Tatsächlich faucht draußen gerade der Wind und treibt Regen gegen die Fensterscheiben, während ich diesen Text schreibe. Vielleicht ist das der Grund, warum mir bei der Tagesaufgabe zum IndieBuchtober als Erstes dieses Kinderlied eingefallen ist. Heute ist nämlich ein Indie-Buch mit einem herbstlichen Cover gefragt. Auch dafür böte sich Schwesternband von Wiebke Tillenburg an. Aber da ich das vor ein paar Tagen schon vorgestellt habe, scheidet dieses Buch leider aus. Challenges leben von der Abwechslung.

Aber es kann ja wohl nicht so schwer sein, ein Buchcover mit Kürbissen zu finden; mit roten Blättern vor blauem Himmel oder eins, in dem ein schon braun und wellig gewordenes Blatt in einer Pfütze treibt. Reife Äpfel, Nüsse, Birnen, Pilze, Nebel, Korngarben … Nichts!*
Wenn es nach Buchcovern geht, gibt es Frühling, Sommer und Winter. Dazwischen klafft eine riesige Lücke.

Und dann ist da noch das Problem, dass Indie-Bücher extrem schwer zu finden sind. In den stationären Buchhandel kommen sie nur ausnahmsweise, was in den Zeiten von Corona nicht mal ein Nachteil sein muss. Aber auch die Algorithmen der Online-Buchhandlungen bevorzugen klar die Bücher aus Publikumsverlagen und die Suchfunktion ist unterirdisch. Inzwischen gibt es zwar meist auch eine Abteilung „Indie-Autoren“, aber die ähnelt einer Kruschkiste, in sich der Anleitungen zum Stricken von Babyschuhen, Fantasyromane, Splatter und Einhand-Erotik mit Krimi, Western, Romance, BDSM, Poesie und Low-Carb-Rezepten mischt. Vermutlich habe ich noch ein paar Genres vergessen, aber ich werde mindestens einen Liter Gehirnbleiche brauchen, um die Cover der sogenannten Erotiktitel wieder aus dem Kopf zu bekommen.
Das nächste Mal, wenn wieder von den Leiden des deutschen Buchhandels und dem bösen Amazon die Rede ist, werde ich an diese Suche zurückdenken. Corona wäre ein guter Anlass gewesen, die Online-Shops auszubauen und zu verbessern. Getan hat sich nichts. Und eine Branche, die Bedürfnisse seiner Kunden so konsequent ignoriert, dass sie es nicht mal fertig bringt, aus den zu jedem Buch mitgelieferten Metadaten eine vernünftige Suchfunktion zusammenzuklöppeln, hat es irgendwann auch nicht mehr verdient, zu überleben.

Am Ende war ich schon fast so weit, mich von der Belletristik ab und den Kochbüchern zuzuwenden. Es gibt bestimmt einen Indie-Titel: wie „Herbstgenüsse – die besten Rezepte meiner Oma“ mit Äpfeln, Pilzen, Kürbissen oder etwas in der Art auf dem Cover. Nur, weil ich ein Kochbuch nicht wirklich gut zu einem Blog passt, bei dem es um Fantastik, Selfpublishing und ein bisschen auch der Geschichte geht, habe ich es nicht getan, sondern weitergesucht.

Wie du siehst, bin ich schließlich sogar noch fündig geworden. Die Blätter des Herbstbringers von Fabienne Siegmund hat nicht nur den Herbst im Titel, sondern auch schöne Herbstblätter auf dem Cover.
Der Klappentext spricht von einem Geheimnis und die Leseprobe las sich angenehm. Außerdem genießt der OHNEOHREN-Verlag in der Fantastikszene einen guten Ruf. Deshalb habe ich auch keine Bedenken, das Buch hier zu präsentieren, auch wenn ich es selber noch nicht gelesen habe.


*Oder besser gesagt: Fast nichts. Es gab zwei oder drei Bücher, die ich im Rahmen dieser Challenge leider nicht zeigen kann, weil sie in großen Publikumsverlagen erschienen sind, also nicht Indie sind – und ungefähr doppelt so viele Indie-Bücher, die aber leider völlig an meinem Geschmack vorbeigingen.


Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.Wir gruseln uns weiter23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

Mehr über den IndieBuchtober findest du auf der Webseite von Indie-Buecher.com.

(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

Achtung! Es könnte blutig werden.

Heute, am siebten Tag des IndieBooktober wird es blutig. Oder besser gesagt: Es sollte blutig werden. Aber dies ist die erste Aufgabe, zu der mit nichts einfällt: Kein Buch mit Blut auf dem Cover. Auch kein besonders blutiges Buch, über das ich gerne sprechen würde. Schon, weil mich die blutigen Details gar nicht so sehr interessieren.

Nicht, dass sie mich groß stören. In der Regel langweilen sie mich. Ich hab ja schon erzählt, dass ich in meinem Leben als Juristin oft Obduktionsakten studiert habe und gegen das, was ein Motorradunfall bei 130 km/h mit einem menschlichen Körper anrichten kann, sind die meisten Splatterszenen harmlos. Falls ich doch das dringende Bedürfnis nach offenen Wunden, Blut, Eiter oder den verschiedenen Stadien der Sepsis habe, greife ich zu medizinischer Fachliteratur oder starte eine Random-Suche im Internet.

Dementsprechend unblutig sind auch meine Bücher. Damit will ich nicht sagen, dass bei mir keins fließt. Das tut es durchaus. Aber ich ergehe mich nicht in Einzelheiten, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

Da die Tagesaufgabe nun aber lautet, ein blutiges Buch vorzustellen, habe ich mir gedacht: „Wenn ich keins weiß – vielleicht mag einer der klugen Menschen, die hier mitlesen, mir einen Tipp geben?“
Deshalb frage ich dich: Welches Buch, mit viel Blut auf dem Cover oder innerhalb der Geschichte sollte ich unbedingt lesen? Es sollte ein Indie-Titel sein, d. h. im Selfpublishing oder in einem der kleinen, unabhängigen Verlage erschienen sein.

Photo by Karolina Grabowska on Pexels.com

Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.gruseliges Buch23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

Mehr über den IndieBuchtober findest du auf der Webseite von Indie-Buecher.com.

(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

Ich sehe schwarz

Nach den Vorgaben des IndieBuchtober, der Challenge rund um Bücher aus kleinen, unabhängigen Verlagen und von Selfpublisher:innen, steht heute ein schwarzes Cover auf dem Plan.

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt ein Indie-Buch mit schwarzem Cover besitze. Klar hätte ich mich mit einem Foto vom Tolino aus der Affäre mogeln können, weil das Display nur Graustufen wiedergibt. Aber erstens ist grau nicht schwarz und zweitens wäre es geschummelt.

Schließlich habe ich aber doch noch eins gefunden. Diese Ausgabe von Zu einem Preis gehört zu einer ganzen Reihe. James Tiptree Jr. war ein sehr bekannter Name in der Science-Fiction – bis bekannt wurde, dass es sich dabei um das Pseudonym einer Frau* handelte. Danach wurden ihre Geschichten immer weniger aufgelegt und gerieten weitgehend in Vergessenheit, bis sich der Septime Verlag 2012 ihrer annahm und eine komplette Werkausgabe herausbrachte.

Science-Fiction und Grusel gehen nicht gut zusammen – könnte man denken. Schließlich ist Science-Fiction fast schon per Definition das rational aufgeklärte Gegenstück zu allem Übernatürlichen, Paranormalen und Mysteriösen. Aber dann lies Die Screwfly Solution und sag mir, dass es dich beim letzten Satz nicht gruselt.

Ich glaube, ich habe einen Grundstücksmakler gesehen.

James Tipptree Jr. (Alice B. Sheldon)

Ihr richtiger Name lautet Alice B. Sheldon. Sie war promovierte Psychologin, Malerin, Kunstkritikerin, Offizierin in der US-Army, arbeitete für die CIA und betrieb eine Hühnerfarm. Ihre ersten Erzählungen veröffentlichte sie mit 51 Jahren und, wie sie selbst schreibt, eher aus einer Laune heraus. Alice B. Sheldon lebte von 1915 bis 1987.


Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.schwarze(s) Cover21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.gruseliges Buch23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober
Mehr über den IndieBuchtober findest du auf der Webseite von Indie-Buecher.com.

(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

Neues aus dem Autorenleben

Die Frankfurter Vampirnovelle „Biss zum letzten Akt“ hat eine Neuauflage bekommen und endlich auch ist das Problem mit dem verrutschten Cover beseitigt. Der Schriftzug auf dem Rücken sitzt nun genau da, wo er hin soll und auch der rote Rahmen sieht nun richtig gut aus.

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Biss zum letzten Akt in neuem Glanz. Da möchte man doch sofort zubeißen – äh, zugreifen.

Sehr stolz und glücklich macht mich gerade auch, dass Thalia mich mit meinem E-Book „Der Esel als Pilger“ unter den Top-AutoInnen listet und die Redaktion von Bücher.de die Geschichte ebenfalls empfiehlt. Ich muss gestehen: Ich mag das Eselchen. Nicht nur, weil es das erste E-Book war, das ich veröffentlicht habe.

Keine Liebe für den Kobold

GIMP-Icon

Wenn es eine Medaille für Zeitverschwendung gäbe, hätte ich vermutlich schon mehrfach Gold gewonnen. Irgendwie sind neue Projekte ja immer spannender als das, was man schon kann. Zuletzt hatte ich mir in den Kopf gesetzt, den Umgang mit GIMP zu lernen.
Bisher habe ich die Cover meiner und die Bilder für Twitter mit PaintShop gestaltet, mit dem ich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut zurecht komme. Aber meine Version ist schon älter, hakt gelegentlich und manches ist etwas kompliziert. Also Zeit, sich nach was Besserem umzusehen und da punktet GIMP nicht nur dadurch, dass es kostenlos ist, sondern auch mit coolen Features, die ich so bisher nirgends gesehen habe.

Nachdem ich zur Vorbereitung stundenlang Tutorials auf youtube geguckt habe, wähnte ich mich vorbereitet. Also habe ich eine neue GIMP-Version (eine alte lag schon auf dem Rechner; dies war nicht mein erster Versuch) runtergeladen.
Damit begann leider auch das alte Elend. GIMP zeigte sich störrisch, wie eh und je. Dinge, die laut Video funktionieren sollen, funktionierten nicht oder ganz anders. Anzeigen waren nicht da, wo sie laut verschiedenen Tutorials sein sollten. Die coolen Features ließen mich im Stich.

Um es kurz zu machen: Ich habe den Kampf aufgegeben und bin zu PaintShop zurückgekehrt. Das, woran ich mit GIMP mehrere Tage gebastelt habe, ohne zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen, hat mit meiner alten PaintShop-Version zwar immer noch ein paar Stunden gedauert, aber ich habe ein Ergebnis, mit dem sich weiter arbeiten lässt.
Sorry, GIMP. Wir sind nicht füreinander geschaffen. Ich habe eine aktuellere Version von PaintShop bestellt.

[Selfpublishing] Welche Software wird gebraucht? – Teil 4: Grafik

Wer Bücher veröffentlichen will, muss Bilder bearbeiten können. Für Sach- und Fachbücher ist das selbstverständlich, aber auch bei Belletristik steht man spätestens beim Cover vor der Frage „und nun?“
Die meisten Distributoren bieten einen Coverservice an, der vielfach sogar kostenlos ist. Die dort gebotenen Möglichkeiten sind allerdings beschränkt und dementsprechend schlicht fallen die Ergebnisse aus. Wer mehr will, muss sich das Cover anders besorgen und da wir Selfpublisher*innen im Normalfall knapp bei Kasse sind, ist Selbermachen durchaus eine Option.

Cover thump

Im Folgenden will ich deshalb einen kleinen Überblick über die Programme liefern, mit denen ich gearbeitet habe und von meinen Erfahrungen berichten. Die Eindrücke sind natürlich subjektiv. Nur, weil ich mit einem Programm nicht zurechtkomme, heißt das nicht notwendig, dass das auch anderen so geht.
Und noch eins vorweg: Selbst gute Software garantiert keine guten und schon gar keine schnellen Ergebnisse. Sie garantiert gar nichts. Auch Covergestaltung erfordert zumindest ein bisschen Talent, auf jeden Fall aber Kreativität und viel Zeit. Wem der Blick für Bilder fehlt, wer keine Lust hat, sich in die Funktionsweise eines Grafikprogramms einzuarbeiten, stundenlang nach passenden Bildern und Schriften zu suchen, um sie in fieseliger Kleinarbeit zu einem zumindest passablen Ergebnis zu verbinden, sollte ernsthaft überlegen, lieber ein Cover zu kaufen. Premades gibt es schon für kleines Geld, wobei diese Cover so schlicht gestaltet sind, dass man in vielen Fällen genauso gut auf die Dienste der Distributoren zurückgreifen kann.
Es ist wie immer eine Abwägungsfrage. Mit steigendem Aufwand steigt nämlich auch der Preis für Premades und individuelle Cover können richtig teuer werden. Wenn man die Zeit und die Möglichkeiten hat, aber wenig Geld, kann es sich daher durchaus lohnen, Cover selber zu gestalten.

Jetzt aber mal genug mit Vorreden. Kommen wir zum eigentlichen Thema: Grafikprogramme.

Photoshop

Wenn man an Bildbearbeitung denkt, denkt man fast automatisch auch an Photoshop. Das Programm ist so bekannt, dass es schon als Verb in die deutsche Sprache eingegangen ist. Ich photoshoppe, du photoshoppst, das Bild ist gephotoshoppt worden, wird problemlos verstanden.
Ich hatte es auch mal (ist lange her), erstanden in irgendeinem Abverkauf von Altversionen und es war prima. Konnte viel, ließ sich gut bedienen und wenn ich die CD wiedergefunden hätte, als ich den neuen Rechner eingerichtet habe, würde ich vielleicht heute noch damit arbeiten. Neu anschaffen werde ich es mir aber nicht und zwar schon deshalb nicht, weil man Photoshop nicht mehr kaufen kann. Man kann nur noch befristet gültige Lizenzen erwerben und das rentiert sich für mich auf Dauer nicht.
Danke adobe, ich bin raus!

Canva

Canva ist ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm von Google und gerade für die Erstellung von Grafiken fürs Netz ganz nützlich. Einige Bekannte erstellen damit jedenfalls durchaus überzeugend wirkende Bilder. Angeblich kann es auch zum Coverdesign eingesetzt werden.
Ich komme mit Canva allerdings weniger gut zurecht. Meine Probleme fangen damit an, dass Canva nur online läuft, aber meinen Lieblingsbrowser Opera nicht unterstützt. Mit Firefox geht es einigermaßen, aber Canva möchte (wer hätte es gedacht), am liebsten Chrome. Und Chrome mag ich nicht, weil mir alle möglichen Programme den immer wieder aufdrängen wollen. Da frage ich mich schon, welche Daten da abgegriffen werden.
So weit zu meiner privaten Paranoia, aber wie schon angedeutet, habe ich Canva auch mal auf Firefox ausprobiert. Es ging darum, eine einfache Grafik für Twitter zu erstellen: links ein Bild, rechts ein Text auf hellem Untergrund. Dabei sollte das Bild nach rechts hin verblassen, weil ich keinen abrupten Übergang wollte. Schon das war nicht drin. Mit Canva lassen sich auch keine Elemente ausschneiden und neu einfügen. Dafür verrutschten die wenigen Elemente, die ich hatte, ständig. Kurzum: Ich war nicht glücklich. Ein Cover werde ich damit gar nicht erst versuchen.

dfds

GIMP

GIMP ist eine Open Source Software und ebenfalls kostenlos. Wer mich kennt, wird sich vermutlich das Weitere denken, weil ich generell immer sehr für Open Source bin.
Falsch gedacht.
GIMP ist genial. Höre ich jedenfalls immer wieder. Deshalb habe ich ihm auch immer neue Chancen gegeben. Ich habe sogar dicke Bücher ausgeliehen, um dieses Programm zu verstehen. Es hat keinen Sinn. Wer nie vorher mit Grafikprogrammen gearbeitet hat, für den ist der GIMP vielleicht sogar eine Offenbahrung. Aber wir zwei, der GIMP und ich, finden in diesem Leben wohl nicht mehr zueinander.

PaintShop

PaintShop pro X5 ist das Programm, das ich aktuell nutze. Ich habe es vor vier Jahren gekauft, als die Nachfolgeversion X6 auf den Markt kam und wir sind ganz gute Kumpels geworden.
PaintShop ist eine Software für alle, die mehr wollen als Fotos gut aussehen zu lassen und vielleicht noch mit Text zu kombinieren. Zugegeben, es braucht Zeit, sich mit den vielfältigen Möglichkeiten vertraut zu machen (und ich will keinesfalls behaupten, alle auch nur zu kennen, geschweige denn, sie ausreizen zu können), aber wenn man die Sache mit den Ebenen mal verstanden hat, lässt sich PaintShop sogar ziemlich intuitiv bedienen. Bisher hat PaintShop noch alle meine Wünsche erfüllt, lediglich bei Zeichnungen hakelt es. Aber als meine Version auf den Markt kam, waren Grafiktabletts auch noch keine Massenwahre. Corel verspricht, dass diese Probleme in der neuesten Version gelöst seien und ich überlege am Upgrade.
Selbstverständlich kann man unter Paint Shop auch jetzt schon auch die gewünschte Auflösung einstellen und Bilder in verschiedenen Formaten (und vor allem verschiedenen Auflösungen) speichern kann. Das ist deshalb wichtig, weil es sicherstellt, dass die Bilder nicht nur auf dem Bildschirm gut aussehen, sondern auch beim Druck.

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Und sonst?

Die bisher vorgestellten Programme sind vorwiegend dafür gemacht, schon vorhandene Bilder, vor allem Fotos, zu bearbeiten. Für das Erstellen von Vektorgrafiken oder Freihandzeichnungen sind eventuell andere Programme besser geeignet. Wer das vorhat, sollte sich zusätzlich auch die Programme Inkscape (für Vektorgrafiken) und Paint.NET näher ansehen.
Beide haben den Vorteil, kostenlos zu sein und sind absolut ausreichend, wenn es darum geht, einzelne Elemente zu entwerfen und in ein Cover einzufügen.


Ausgaben 1,2,3-1

Codex Aureus – Jetzt ist es raus

So sieht es aus, das Cover des neuen Codex Aureus, der am 07.08. in den Handel kommt. Ich hoffe, es gefällt euch. Und ich hoffe, ihr hattet bei der Enthüllung ein bisschen Spaß und habt fleißig mitgeraten.

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Für diejenigen, die sich jetzt fragen, wer die Schöne auf dem Titel ist: Das ist Silke. Meine Protagonistin. Und keine Sorge: Biss zum letzten Akt hat nichts vom Porträt einer Dame. Silke ist keine Dame. Silke ist Badass. Aber dazu in den kommenden Tagen mehr.