Geister gibt es nur zu Halloween?

Von wegen!

In den europäischen Sagen und Legenden spukt es zu allen Jahreszeiten. Das gilt nicht nur für die, eher in Schlössern und Burgen beheimateten, weißen Frauen. In den Wäldern muss man sich nachts vor Huckaufs fürchten und im Moor sollte man keinesfalls den Irrlichtern folgen. Aber auch auf freiem Feld ist man nicht sicher, weil dort Hafermann und Roggenmuhme ihr Unwesen treiben.

Jetzt, nachdem die Ernte eingeholt wurde, geben die letztgenannten zwar Ruhe – dafür beginnt allerdings bald die Zeit der wilden Jagd.

Eine wunderbare Zeit, sich ein bisschen zu gruseln. Denn als aufgeklärte Menschen glauben wir selbstverständlich nicht an Geister, oder?

Vorankündigung 1

 

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Vom Newsletter und einem explodierten Drabble

Noch etwas, das ich fast vergessen hätte: Spätestens wenn ein neues Buch ansteht, muss ein Newsletter raus. Und demnächst steht die Veröffentlichung von Was von ihnen blieb an.

Also Grußwort schreiben, Buchvorstellung, sonstige Neuigkeiten und als Bonbon ein Drabble. Möglichst eins, das zum Buch passt. Exklusiv, also bisher unveröffentlicht.
Tja und da haben wir ein Problem. Ein großes, fettes Luxusproblem. Das Drabble ist nämlich sozusagen explodiert, d. h. die Geschichte wollte sich keinesfalls auf 100 Worte beschränken lassen.
Wer den Newsletter abonniert hat, darf sich also auf eine Mini-Erzählung freuen.

Ich muss nur noch das Grußwort fertig schreiben. Nur noch … Nun, ja.

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Was von ihnen blieb erscheint demnächst als 6. Band im Codex Aureus.

Wie immer als eBook und wie immer für fast alle Lesegeräte.

Der Klappentext, mein Endgegner

Es ist bei jedem Buch das Gleiche: Da habe ich ein paar tausend Worte geschrieben, aber so bald ich etwas über das Geschriebene sagen soll, verwandelt sich das Hirn in einen weiten, öden Raum, durch den höchstens Satzfetzen treiben. Muffig gewordene Klischees. Worthülsen. Formulierungen, so dürr und hölzern, dass sie schon vom Hinsehen splittern. Sprachmüll eben.

Bei dem neuen Band für den Codex Aureus war es noch ein bisschen komplizierter, denn Was von ihnen blieb enthält zwei Novellen. Wie also beiden gerecht werden, ohne zu langatmig zu werden? Wie genug erzählen, ohne viel zu verraten?

Inzwischen hoffe ich, eine Lösung gefunden zu haben. Ein herzliches Dankeschön an die Schwestern vom Nornennetz. Ihr habt mir mit eurer Kritik sehr geholfen!

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Was von ihnen blieb erscheint demnächst als sechster Band im Codex Aureus. Der genaue Erscheinungstermin steht noch nicht fest.

Erhältlich über den Buchhandel und bei Amazon.

Juristische Fallstricke im Marketing

Auf voicerepublic gibt es bekanntlich viele spannende Vorträge. Darunter auch einen von Tilman Winterling, darüber, welche Inhalte im Blog oder auf Instagram als Werbung gekennzeichnet werden müssen. Tilman Winterling ist Jurist und der Gründer von 54 Books, kennt das Ganze also von beiden Seiten.

https://voicerepublic.com/talks/detox

Über vieles habe ich mir nie Gedanken gemacht, weil es so offensichtlich ist, dass z. B. meine Seiten zum Codex Aureus Werbung sind. Schließlich habe ich sie zu dem Zweck eingerichtet, dass man sich dort über meine Bücher informieren kann und hoffentlich anschließend so begeistert ist, dass man sie gleich lesen möchte. Um das zu ermöglichen gibt es dort alle möglichen Verkaufslinks.
Was sollte das anderes sein, als Werbung?
Aber jetzt weiß ich, dass gerade deshalb ein Hinweis rein muss, dass es tatsächlich welche ist. Na, dann. Ich muss wegen der DSGVO sowieso noch mal ran …

 

Ein Geständnis und eine Neuauflage

Jetzt muss ich etwas zugeben, das mir sehr, sehr peinlich ist: Das erste Buch, das ich im Print herausgebracht habe, ist Mist. Nicht die Geschichte. Die ist nach wie vor gut und thematisch aktueller denn je, obwohl es eine Fantasyerzählung ist.
Zeichensetzung und Rechtschreibung allerdings … Das ist mir echt peinlich! Deshalb habe ich auch so wenig Werbung für Steppenbrand gemacht. Ich kann schließlich nicht guten Gewissens ein Buch anpreisen, von dem ich selber nicht überzeugt bin.

Nun kannst du dir sicher schon denken, dass ich das nicht erzähle, um mein eigenes Buch schlecht zu reden. Ich erzähle es zum Einen, weil ich mich bei denen entschuldigen möchte, die das Buch gekauft und sich geärgert haben.
Ich erzähle es aber auch, weil ich gerade dabei bin, Abhilfe zu schaffen. Inzwischen habe ich das Skript korrigiert und demnächst wird Steppenbrand in einer neuen, korrigierten Auflage erscheinen. Um beide auch optisch unterscheiden zu können, habe ich das Cover leicht verändert. So ist hoffentlich gewährleistet, dass niemand versehentlich die fehlerhafte Auflage kauft, so lange noch Bücher am Markt sind.

Steppenbrand PrintA2

So sieht die neue Auflage aus. Allerdings sieht man hier noch die Beschnittränder, die hoffentlich ganz wegfallen, so dass der rote Rahmen jetzt direkt mit den Buchkanten abschließt. Der auffallendste Unterschied ist aber vermutlich, dass der Reihentitel und mein Name die Positionen getauscht haben und Codex Aureus jetzt unter dem Titel Steppenbrand steht.

Außerdem gibt es innen jetzt am Ende jedes Kapitels eine kleine Grafik: Dolch und Blumen. Natürlich hat auch sie etwas mit der Geschichte zu tun. Wer das Buch schon kennt, weiß vielleicht, was es damit auf sich hat.

Dolch und Blumen

Denen, die schon die erste Auflage besitzen, mache ich folgendes Angebot: Schickt euer Exemplar an die im Impressum angegebene Adresse. Im Gegenzug erhaltet ihr die überarbeitete Ausgabe. Natürlich erstatte ich euch auch das Porto (in Briefmarken). Schließlich möchte ich, dass ihr Spaß am Lesen habt.

#CharactersofSeptember (Tag 15) – Serainas glücklichst Kindheitserinnerung

Bei der Challenge #CharactersofSeptember sprechen Charaktere aus Büchern und Filmen über sich selbst, auch über Details, die dort nur eine untergeordnete Rolle spielen (wenn überhaupt). Bei mir ist es Seraina, der Geist einer fahrenden Spielfrau aus dem Frühmittelalter, die sich den Fragen stellt.

Nike: „Hallo Seraina, nach dem, was du die letzten Tage erzählt hast, war deine Kindheit ziemlich trist. Gab es denn auch schöne Momente?“

Seraina: „Es war nicht alles schlecht. Ich hatte ein Bett, damals. Mit Kissen und Decken und allem was dazu gehört. Natürlich zusammen mit meinen Geschwistern, aber wir mussten nicht auf dem Boden schlafen. Unsere Kleidung war ordentlich und sauber – schon weil alles andere der Herrschaft Schande gemacht hätte. Und es gab immer genug zu essen. Gutes Essen, keine zusammengeklaubten Reste.“

Nike: „Sind das die Momente, in denen du besonders glücklich warst? Beim Essen und Ins-Bett-Gehen?“

Seraina: „Nein, das sind nur die Dinge, die ich später am meisten vermisst habe. Zusammen mit der Wärme. Es war herrlich warm dort. Als Kind habe ich das als ganz selbstverständlich genommen, aber das war es natürlich nicht.
Glücksmomente … Das sind nur Erinnerungsfetzen. Der Bach, in dem das Tuch nach dem Walken gewaschen wurde – wir haben darin gespielt, musst du wissen. Wenn ich daran zurück denke, wie das Wasser in der Sonne geglitzert hat, wenn wir uns nassgespritzt haben. Wie kühl es an den Beinen war. Die kleinen Steine unter den Füßen. Schlamm, der zwischen den Zehen quillt – und dazu die Sonne. Die helle, warme Sonne. Das war schön!“


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem gibt es das eBook bei diesen Anbietern:

https://books2read.com/Spielmannsfluch

(Der Klick auf eines der Icons leitet in den jeweiligen Shop weiter)

[Werkstattbericht] – Eine Religion entsteht

Wie ich vor ein paar Tagen schon auf Twitter gemutmaßt habe, wird das Schreiben dieses Mal noch ein bisschen länger dauern. Meine nächste Geschichte möchte nämlich ein Roman werden.

Sorry dafür, es war anders geplant.

Die Liebesgeschichte hatte ich ja noch kommen sehen. Aber dass die Backstory so viel Raum fordern würde … Aktuell beschäftigt mich die Religionsgeschichte von Hesbaan.
Ja, du hast richtig gehört: Religionsgeschichte. Auch Religionen sind keine starren, monolitischen Gebilde, auch wenn manch religiöse Fanatiker es gern anders hätte. Daher ist es vielleicht kein Wunder, dass mir, als ich einen Propheten brauchte, sofort der Name Dafuq al Banejid einfiel.
Mir ist noch nicht ganz klar, ob das nicht vielleicht zu offensichtlich ist. Aber, wenn man es unbefangen liest … Nö. Oder?

Nike in Flammen
Bild: Elenor Avelle

#CharactersofSeptember (Tag 14) – Serainas Kindheit

Wer hier mitliest, weiß inzwischen vermutlich, dass sich bei #CharactersofSeptember fiktive Charaktere selbst vorstellen. Bei mir ist es Seraina, eine der Spielfrauen aus Der Fluch des Spielmanns, die die Fragen beantwortet.

Nike: „Wir hatten ja gestern schon über deine Familie, bzw. deren Fehlen gesprochen. Hattest du denn so etwas, wie eine Bezugsperson?“

Seraina: „Bezugsperson? Du meinst jemanden, der sich kümmert?“

Nike: „Ja. Jemanden, den man auch mal was fragen kann. Der Vorbild ist.“

Seraina: „Meine Schwester vielleicht.“

Nike: „Du hattest Geschwister?“

Seraina: „Fünf sogar. Die Herrin hat das nicht so gerne gesehen, wie du dir vielleicht vorstellen kannst. Lauter Münder, die gefüttert werden müssen. Constantia war die Älteste, sie hat sich um uns gekümmert, bis sie selbst alt genug war, in den Walkbottich zu steigen. Danach war ich selber für die Kleinen verantwortlich.“

Nike: „Wie alt warst du da?“

Seraina: „Ich weiß nicht mehr genau. Sechs, vielleicht auch sieben.“

Nike: „Und eure Mutter?“

Seraina: „Die hat natürlich auch gearbeitet. Bis sie dann zu krank wurde, und kurz darauf ist sie dann ja auch gestorben.“

Nike: „So, wie du über sie redest, klingt das nicht nach einem innigen Verhältnis.“

Seraina: „Ich hab sie schon gemocht, irgendwie. Aber sie war ja nie da, außer nachts und da wollte sie immer nur schlafen. Und als sie dann krank wurde und nicht mehr arbeiten konnte, habe ich längst selbst in der Werkstatt geschuftet.“

Nike: „Das klingt echt hart. Immerhin hattest du da deine Schwester.“

Seraina: „Constantia? Nein. Sie haben sie verkauft. Ich habe keine Ahnung, was aus ihr geworden ist.“


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem gibt es das eBook bei diesen Anbietern:

https://books2read.com/Spielmannsfluch

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#CharactersofSeptember (Tag 3) – Serainas Humor

Bei der Challenge #CharactersofSeptember geht es darum, einen fiktiven Charakter näher vorzustellen. Ich habe mich für Seraina aus Der Fluch des Spielmanns entschieden.

Nike: „Hallo Seraina! Schön, dass du wieder da bist. Heute geht es um Humor. Genauer gesagt, um die Frage, was dich zum Lachen bringt.“

Seraina: „Sei gegrüßt. Das ist eine schwierige Frage. Wenn ich ehrlich sein soll, kann ich gar nicht so genau sagen, warum ich zuletzt so richtig von Herzen gelacht habe. Es ist mit den Jahren seltener geworden. Auf dem Fest habe ich mich natürlich amüsiert. Das war schön! Das Essen, das gute Bier, die Gesichter der Leute …
Ich weiß, dass ich gelacht habe. Ich kann mich sogar noch an das Gefühl erinnern. Aber worüber wir gelacht haben – das kann ich gar nicht mehr sagen.“

Nike: „Und sonst? Gibt es irgendeinen Witz, den du besonders magst?“

Seraina: „Corvin mit seinem Pisspott! Ich meine, ich kenne die Geschichte inzwischen in und auswendig. Er zeigt sie ja fast jedes Mal. Aber das ist witzig! Und die Gesichter der Leute, wenn er sich das Ding über den Kopf stülpt. Da muss ich mich jedes Mal beherrschen, nicht laut zu lachen. Danke, dass du mich daran erinnert hast!“

Nike: „Ich danke dir Seraina!“


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Der Fluch des Spielmanns ist für alle gängigen Lesegeräte erhältlich, z. B. bei diesen Anbietern: https://books2read.com/Spielmannsfluch

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Neue Challenge #CharactersofSeptember: Seraina

Für September ist eine Challenge ausgerufen, die ich sehr spannend finde. Es geht darum, einen fiktiven Charakter näher vorzustellen. Spannend ist es, weil die Fragen es durchaus in sich haben.

Ich habe eine Weile mit mir gerungen, welchen Charakter ich vorstellen soll. Spontan ist mir Dejasir no’Sonak aus Steppenbrand eingefallen. Vielleicht, weil ich das Buch gerade als Print herausgebracht habe, vielleicht aber auch, weil er immer noch so etwas, wie mein Lieblingsschurke ist.
Aber über Steppenbrand habe ich schon so viel erzählt und immer der gleiche Charakter ist auch langweilig.
Als nächstes habe ich an Silke gedacht, meine neueste Protagonistin. Sehr badass. Über sie ließe sich auch einiges erzählen. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto weniger gefiel mir die Idee. Silke darf ihre Geheimnisse also noch eine Weile behalten.

Statt dessen also Seraina. Sie ist einer der Geister aus „Der Fluch des Spielmanns“. Damit ist sie formal zwar nur eine der Nebenfiguren – aber sie gibt der Geschichte eine entscheidende Wendung.
Außerdem war ihr (realer) Tod Anlass, dass diese Geschichte überhaupt entstanden ist. Seraina hat es nämlich wirklich gegeben. Ihre Knochen wurden vor einigen Jahren zufällig bei Bauarbeiten entdeckt. „Der Fluch des Spielmanns“ rekonstruiert eine Möglichkeit, wie sie dort hingekommen sind.


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Der Fluch des Spielmanns ist für alle gängigen Lesegeräte erhältlich, z. B. bei diesen Anbietern: https://books2read.com/Spielmannsfluch

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