Lebenszeichen

Auf dem Blog ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden, aber mein Karma fand, dass ich mich noch um zwei bis drei andere Dinge kümmern sollte. Immer nur Familie, Schreiben, Bloggen, Social Media, Marketing – das war ihm auf die Dauer wohl zu wenig. Na, jedenfalls hat es für Abwechslung gesorgt.

Leider hat es dabei übersehen, dass der Tag trotzdem nicht mehr als 24 Stunden hat und der Mensch irgendwann vielleicht auch mal schlafen sollte (eine vollkommen überbewertete Tätigkeit, ich weiß). Deshalb sind Blog und Schreiben leider ein bisschen kurz gekommen.

Aber ich habe gute Nachrichten:

  • Die Vampirgeschichte ist in der ersten Version fertig. Aktuell fräse ich mich durch die Überarbeitung, was vor allem bedeutet, Anachronismen zu eliminieren. Dadurch, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt, hat sich leider einiges eingeschlichen, was dort nichts zu suchen hat. Wäre ich Jasper Fforde, würde ich vermutlich jetzt überlegen, welchen Schaden Anachronismen in Romanen anrichten können und wie ich Thursday Next aus dem Ruhestand holen kann. Allerdings bin ich nicht Jasper Fforde.
  • Dafür habe ich eine weitere Geschichte aus der Welt der Khon in Planung. Sie spielt etwa 60 Jahre nach Steppenbrand. Damit ist sie vollkommen eigenständig zu lesen, obwohl es natürlich immer wieder Bezüge gibt. Sogar die goldenen Reiter tauchen wieder auf. Über den Umfang kann ich jetzt noch nichts genaueres sagen, aber vermutlich wird sei deutlich länger sein, als alle bisher im Codex Aureus erschienenen Texte. Aktuell fliegen mir die Ideen dafür nur so zu oder vielmehr habe ich das Gefühl, die Geschichte sei schon da, ich müsse sie nur finden und nacherzählen.
  • Außerdem beabsichtige ich, Steppenbrand als Print herauszugeben, da die Veröffentlichung über BoD weitaus günstiger ist, als gedacht. Erscheinungsdatum ist ein paar Wochen vor der neuen Khon-Story, die aufgrund der vermuteten Länge ebenfalls für den Druck vorgesehen ist.

Trotzdem wird es im Blog die nächste Woche sehr ruhig bleiben, weil ich mit der 30-Jahr-Feier meines Mittelaltervereins beschäftigt bin. Auch meine Vorbereitungen hierfür sind arg ins Hintertreffen geraten. Aber danach …

Hoffe ich jedenfalls.

Wir lesen uns.

Bekenntnisse

Leider bin ich durch Krankheiten quer durch die Familie und die Tage auf der Buchmesse so raus aus der Vampirgeschichte, dass mit der Wiedereinstieg sehr schwer fällt. Parallel dazu wächst schon die nächste Geschichte in meinem Kopf, die wieder in der Welt der Khon und der Wüstenstädte spielen wird.

Aber erst schreibe ich die Geschichte der Vampirin fertig. Versprochen!

[Selfpublishing] Ein Jahr Codex Aureus

Vor einem Jahr startete der Codex Aureus mit der Fabel „Der Esel als Pilger“. Das „Eselchen“ war ursprünglich nur dazu gedacht, auszuprobieren, wie das Veröffentlichen von eBooks genau funktioniert.

Ausgaben 1,2,3-1
Inzwischen sind drei weitere Codex-Ausgaben erschienen, die alle ihre Liebhaber gefunden haben. Das bestätigt mich in der These bestätigen, dass auf dem Markt auch eine Nische für kürzere Fantasy-Formate gibt. Allerdings sind alle mit rund 50 Seiten auch deutlich länger, als der „Esel“.

Bei jeder einzelnen Ausgabe habe ich viel dazu gelernt.

Buchcover Codex Aureus - Der Esel als Pilger

Die erste (und bitterste) Lektion war die Reaktion auf das Cover des „Esels“. Ich hatte mir viel Mühe damit gegeben und war ganz begeistert von mir, auch weil ich endlich begriffen hatte, wie das mit den verschiedenen Ebenen bei Paintshop funktioniert.
Und dann wurde es bei der ersten Präsentation als viel zu dunkel befunden. Außerdem als zu unruhig, zu kontrastarm, mit zu vielen Schriften, die zudem noch schlecht lesbar seien.
Gut, ich habe das getan, was vermutlich jeder Anfänger macht: Ich habe mein Baby verteidigt. Tatsächlich mag ich es immer noch. Aber nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, habe ich es trotzdem geändert. Schließlich soll das Cover in erster Linie potentiellen Lesern gefallen. Oder, wie Marketingleute das so charmant ausdrücken: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Das soll nicht heißen, dass mir das neue Cover nicht gefällt. Natürlich gefällt es mir. Sonst hätte ich es nicht genommen.

Cover für Steppenbrand, die Geschichte von Dejasir no'Sonak, der eigentlich nur das Beste für sich und sein Volk wollte.

Bei der zweiten Ausgabe, Steppenbrand, bin ich tiefer in die Geheimnisse der ePub-Convertierung eingestiegen. Steppenbrand enthält ziemlich viele Worte einer selbst erfundenen Sprache, was seit Tolkien einerseits zur klassischen Fantasy dazu gehört, den Text aber stellenweise schwer lesbar macht. Also hatte ich mir überlegt, ein Glossar einzufügen und – weil ein eBook im Grunde nichts anderes ist, als ein HTML-Dokument – mit Hyperlinks zu arbeiten. Die Idee war, dass jedes neue Wort mit dem Glossar verlinkt wurde, vom Glossar dann aber auch ein Hyperlink in den Text zurückführte. Ich hatte das kurz zuvor in einem Krimi gesehen und fand es so superschick, dass ich es auch unbedingt haben musste.
Die Links zu setzen war kein Problem. Das Problem war, dass die Konvertierung sie mir immer wieder zerschoss. Ich war schon kurz davor, aufzugeben und Steppenbrand ohne Links rauszubringen, als völlig unerwartet Hilfe von Michaela Stadelmann alias Textflash kam, die mir Sigil empfahl. Ich bin ihr dafür bis heute unendlich dankbar.
Außerdem habe ich bei Steppenbrand gelernt, dass Tolino media keine Verkaufslinks mag. Nicht mal zu den eigenen Partnern, weil sie nicht wissen, ob es nicht irgendwann mehr werden.

entwurf2Der Fluch des Spielmanns hat mich einmal mehr davon überzeugt, dass Code entweder doch irgendwo etwas mit Magie zu tun hat, oder dass Computer insgeheim Sadisten sind, die sich darüber amüsieren, wie sie ihre Nutzer in den Wahnsinn treiben. Wieso? Nun, ich habe die Geschichte mit Papyrus Author geschrieben und auch damit konvertiert.
Der Validator sagte es gäbe ein Problem und nannte die Stellen.
Ich habe versucht, die Stellen mit Sigil zu überprüfen – nur fand Sigil die Stellen nicht.
Na gut. Blöd gelaufen. Aber kein Grund, die Nerven zu verlieren. Immerhin hatte bei Steppenbrand, das ich komplett mit OpenOffice geschrieben und konvertiert hatte, die Konvertierung auf Anhieb geklappt. Also habe ich das Papyrus-Dokument in ein .doc verwandelt, in OpenOffice geladen und konvertiert.
Der Validator sagte, es gäbe Probleme. Aber immerhin weniger.
Sigil wusste trotzdem nicht weiter.
Also habe ich es mit LibreOffice versucht, das ich mir kurz zuvor runtergeladen hatte, weil OpenOffice nicht mehr weiterentwickelt wird. Hätte ja sein können, dass das Problem dort lag.
Der Validator fand neue Fehler.
Dann habe ich das .doc in ein .odt (das Format von Open- und LibreOffice) verwandelt. Inzwischen schon ein bisschen genervt, was aber auch nichts half.
Ich weiß nicht mehr genau, wie viele Versuche ich gemacht habe. Irgendwas war immer. Bis ich es aus lauter Verzweiflung noch mal mit Papyrus Autor versucht habe und – oh Wunder! – der Validator nichts zu maulen fand. Was die Ursache war, weiß ich bis heute nicht. Nur, dass eine Fehlermeldung beim Validator offenbar kein Grund zur Panik ist.

o-tannenbaum-klein„O Tannenbaum“ schließlich hat mich gelehrt, dass man sich vom Weihnachtsgeschäft nicht zu viel erwarten sollte und Weihnachtgeschichten alles andere als Selbstgänger sind. Die Hoffnung, „Schöne Bescherung„, das kurz vorher bei Clue Writing veröffentlicht wurde, werde auch Werbung für O Tannenbaum“ machen, erwies sich ganz schnell als Satz mit X. Und nach Weihnachten geraten Geschichten, die an Weihnachten spielen, völlig aus dem Blick.
Insofern ist der Titel auch blöd gewählt, weil „O Tannenbaum“ eine reine Weihnachtsgeschichte suggeriert, obwohl es eigentlich ein modernes Märchen ist. „Das ist immer noch mein Baum!“ oder „Die Dryade“ wäre daher ein deulich besserer Titel gewesen.

Aber ich will überhaupt nicht maulen. Jede einzelne Ausgabe des Codex Aureus hat gute Kritiken bekommen. Meine Leser verzeihen mir großzügig Rechtschreib- und Grammatikfehler (oder schicken mir sogar korrigierte Fassungen, wie der unglaubliche Elyseo da Silva es bei Steppenbrand getan hat. Auch dafür ganz, ganz herzlichen Dank).

Was ausbaufähig ist, ist auf jeden Fall das Marketing. Ich schreibe zwar viel darüber, aber an der praktischen Umsetzung hapert es manchmal. Selbständig heißt nun mal auch bei Autoren selbst und ständig – und da ist es oft schwer, die Prioritäten richtig zu setzen.

Aktuell beschäftige ich mich damit, Banner für verschiedene soziale Medien zu erstellen, um die Sichtbarkeit meiner Bücher zu erhöhen. Außerdem habe ich eine Idee für eine (wie ich finde) ganz witzige Kampagne, um mich als Fantasy-Autorin bekannter zu machen.
Und dann wird es meine Geschichten voraussichtlich auch auf die Ohren geben. Aber dazu mehr, wenn das Ganze in trockenen Tüchern ist.

Was leider gar nicht geklappt hat, ist den Termin für die 5. Ausgabe einzuhalten, weil nacheinander verschiedene Familienmitglieder krank geworden sind und meine Depressionen darin einen willkommenen Anlass gesehen haben, auch mal wieder zu Besuch zu kommen. Aber jetzt ist sowieso erst mal Buchmesse in Leipzig und Buchmessen sind ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für Neuerscheinungen. Bücher unbekannter Autoren werden besser wahrgenommen, wenn sich der Trubel gelegt hat – das ist etwas, was ich von der Frankfurter Buchmesse gelernt habe.
Dafür ist diese Ausgabe des Codex Aureus vermutlich die am Besten angeteaserte. Ich hoffe, die Neugier hält noch ein bisschen. Ich verspreche, dass es sich lohnen wird. Muss ich ja. Denn wenn ich nicht von meinen Geschichten überzeugt wäre, wer dann? Und wie könnte ich sie mit gutem Gewissen veröffentlichen?

Aber auch im zweiten Jahr wird es noch eine Menge Überraschungen geben. Für mich. Für dich. Für Sie. Für euch. Ich hoffe, nur gute!

Autorenleben: Wann und wie hast du mit dem Schreiben angefangen?

Wie man aus dem Titelbild sieht, ist das mal wieder eine Frage aus der #Autorenwahnsinn Challenge von Schreibwahnsinn.de.

Wann genau ich angefangen habe, kann ich nicht mehr sagen. Sehr früh jedenfalls. Ich habe als Kind sehr viel gemalt und meine Bilder hatten immer Geschichten, ähnlich den Wimmelbüchern. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, aus diesen Bildergeschichten kleine Bücher zu machen, was im Nachhinein seltsam ist, weil Comics in meinem Elternhaus verpönt waren. Sie galten als Schund, wohingegen meinen Eltern sehr daran gelegen war, dass wir „gute Bücher“ lasen.
Damals (wir reden von den 1970ern und 80ern) wurden darunter vor allem Klassiker und problemorientierte Werke verstanden. Menschen mit schlimmen Schicksalen, die gegen die Kälte der Gesellschaft, die Grausamkeit der Welt kämpfen und schließlich doch scheitern. Dass ich auch Märchen, Sagen, Fantasy- und Abenteuergeschichten verschlang, gab Anlass zur Sorge, ich könne den Kontakt zur Realität verlieren.
Aber obwohl ich eine echte Leseratte war, kam ich erst relativ spät auf die Idee, meine Geschichten in Worte und nicht in Bilder zu fassen.

In der 5. oder 6. Klasse habe ich an einem Schreibwettbewerb für Schüler zum Thema Alltagsrassismus teilgenommen (Den gab es damals schon. Nazis auch.) und sogar irgendeinen Platz belegt. Welchen weiß ich nicht mehr, aber mein Preis war ein seht zeitgeistiger Postkartenkalender mit schrecklich lieben Sprüchen, mit dem ich als Punk, der ich war, überhaupt nichts anfangen konnte. Das Ding ist umgehend in den Müll gewandert.

Danach klafft eine Erinnerungslücke bis nach dem Studium. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, ob ich in der Zeit irgendwelche freiwilligen, ernsthaften Schreibversuche unternommen habe.
Dann las ich das Nibelungenlied und war hingerissen. So etwas wollte ich auch schreiben! Historisch. Trotzdem modern. Ein neues, großes Werk des magischen Realismus!
Natürlich bin ich grandios gescheitert. Mehrfach sogar. Man gibt ja nicht einfach etwas auf, nur weil man immer wieder daran scheitert. Erst recht nicht, wenn schon so viel Arbeit darin steckt.

Zum Glück stieß ich irgendwann auf Elronds Haus*, und dort auf Fanfiction. Das Gute an der Community dort war, dass sie sich stark am Kanon orientierte. Mary Sues und OOC**s waren nicht gerne gesehen. Aber ich fand ohnehin die Teile spannender, über die sich Tolkien nur wenige Informationen geliefert hat. Sie ließen den größten Raum, die eigene Fantasie spielen zu lassen. Damals entstand u. a. die Urfassung zu Steppenbrand, aber auch andere Kurzgeschichten, die ich jetzt nach und nach in den Codex Aureus einfließen lasse.

Ohne Elronds Haus und die Fanfictions wäre ich vielleicht nie so weit gekommen. Aber damals habe ich nicht nur festgestellt, dass mir das Schreiben Spaß macht, sondern auch dass meine Geschichten Leser finden, auch wenn mein Stil ausbaufähig war.

Aber die Sache mit dem Stil ist eine andere Geschichte und geht schon weit, weit über die Frage hinaus.


* Elronds Haus war ein Forum zu Tolkiens Geschichten. Leider existiert es nicht mehr.
** Charaktere, die sich anders verhalten, als vom Verfasser beschrieben

Realistische Vampire (1) – Wie wird man eigentlich Vampir?

An der Überschrift für diesen Artikel habe ich lange überlegt. Ursprünglich wollte ich ihn mit Fantasy und Realismus überschreiben, aber das hätte auf eine grundsätzlichen Auseinandersetzung hingedeutet, die ich an dieser Stelle nicht führen wollte. Hier sollte es wirklich in erster Linie um realistische Vampire gehen.

Warum mir das wichtig ist? Der Anlass ist natürlich, dass ich gerade selber über Vampire schreibe. Da bleibt es nicht aus, dass man sich ein paar Gedanken macht.
Um es vorab zu sagen: Ich finde supersexy, superstarke, superschnelle Charaktere totlangweilig. Erst recht, wenn sie auch noch reich und mächtig sind und außergewöhnliche Fähigkeiten, wie Telepathie, Gedankenkontrolle und ähnliches besitzen. Dummerweise trifft all‘ das auf moderne Vampire zu.
Dracula hatte zwar schon einen hohen Glamourfaktor, aber immerhin glitzerte er nicht in der Sonne, sondern verbrannte. Außerdem war er der Antagonist – und Antagonisten verzeiht man gerne ein paar Sonderfähigkeiten, weil sie den Helden am Ende um so heroischer aussehen lassen.

Aber wenn mich etwas an einem literarischen Helden antörnt, dann ist das nicht seine Überlegenheit, sondern die Art, wie er mit seinen Schwächen umgeht. Das gleiche gilt selbstverständlich für Heldinnen.
Als ich beschloss, über Vampire zu schreiben, war es daher logisch, zuerst über mögliche Schwächen nachzudenken. Das brachte mich auf die Frage, wie man zum Vampir wird.
Bei Dracula geschieht das, indem der Graf das Opfer dreimal beißt und ihm dann sein eigenes Blut verabreicht. Diese Blutspende hat sich als Topos teilweise bis in die Neuzeit erhalten, aber ehrlich gesagt, überzeugt mich dieser Übertragungsweg nicht.

Im 19. Jahrhundert, als sich gerade die Erkenntnis durchzusetzen begann, dass Krankheiten nicht auf einem Ungleichgewicht von „Körpersäften“ basierten, mag so eine Erklärung noch logisch geklungen haben. Aber der menschliche Verdauungstrakt ist erstaunlich robust. Mit ein bisschen Blut wird er problemlos fertig.
Da Vampirismus aber nun mal ansteckend zu sein scheint, wäre eine Übertragung durch ein Virus eine logische Erklärung. Nur nicht durch den Magen-Darm-Trakt, sondern durch eine Infektion der Wunde. Wenn sich das Virus im Speichel befindet, gerät beim Biss automatisch in die Blutbahn.
Allerdings ergäbe es wirklich keinen Sinn, wenn jeder Gebissene zum Vampir werden würde. Damit entzöge es seinem Wirt auf Dauer die Existenzgrundlage. Einfacher ausgedrückt: Wenn alle zum Vampir werden, gibt es irgendwann keine Menschen mehr. Die Nahrung stirbt aus.
Also muss das Immunsystem gewinnen. Meistens jedenfalls.

Die Blutspende ergibt trotzdem einen Sinn. Welchen, verrate ich ein anderes Mal.

Teaser und Marketingbilder

Durch die Grippe, oder was auch immer mich gepackt hat, war ich in den letzten Tagen leider kaum in der Lage zu schreiben. Wenn sich das Hirn wie Matsch anfühlt, kommt auch keine gescheite Formulierung bei den Fingern an.

Was aber lustigerweise trotzdem ging, war Bildbearbeitung. Vielleicht, weil man da nicht groß denken, sondern in erster Linie machen muss (jedenfalls auf dem Niveau, auf dem ich praktiziere). Herausgekommen sind ein paar ganz hübsche Teaser und Marketingbilder, zuletzt das hier für meine Vampirgeschichte:

teaser2

Aber auch der „Valentinsteaser“ für Steppenbrand ist, wie ich finde, sehr schön geworden.

auszug-wiedersehen-shoulaika-dejasir

Weniger zufrieden bin ich mit den Marketingbildern. Da habe ich Probleme mit der Lesbarkeit der Schrift. Außerdem stimmt das Verhältnis von Schrift, Bild und eingebundenem Cover noch nicht.
Außerdem bin ich mit den Texten unzufrieden. Aber gut. Ich lerne. Und das für O Tannenbaum ist zumindest schon einigermaßen ok.

werbung-versuch-1

Die beiden anderen empfinde ich zu gruselig, um sie im Blog zu veröffentlichen. Die gibt es exklusiv auf Twitter – da verschwinden sie am Schnellsten wieder. ^^

[Challenge] #Autorenwahnsinn (1): Meine Schreibziele in diesem Monat

Quelle: https://www.rawpixel.com

Die Challenge Autorenwahnsinn ist vom Schreibwahnsinn-Blog ausgerufen und ich hänge mich da gerne ran, weil ich solche Challenges als gute Möglichkeit empfinde, Abwechslung ins Blog zu bekommen und trotzdem beim Thema zu bleiben. Das heißt, jeden Freitag gibt es eine neue Frage, die ich im Laufe der Woche beantworten werden.

In der Eingangsfrage geht es um die Schreibziele. Mein vorrangiges Ziel ist natürlich, die Vampirgeschichte für den nächsten Codex Aureus zu beenden.
Außerdem wollte ich schon für die nächste Ausgabe plotten, die wieder in der Welt der Khon spielen soll und für die eine Liebesgeschichte angedacht ist. Liebe – und das mir. Aber auch das ist in gewisser Weise eine Challenge.
Drittens schlägt die Geschichte von Nele, die ich mit „Die Luziden“ gestartet habe, Wurzeln, oder besser gesagt: Sie treibt aus. Dazu muss ich mir bei Gelegenheit auch noch ein paar Gedanken machen. Vor allem die Frage, wer und was die „Sehenden“ sind, ist gerade ziemlich spannend.
Und ganz abgesehen von der Fantastik bereite ich „nebenbei“ noch einen Sachvortrag mit dem Titel „Krank im Kloster“ vor, der sich mit verschiedenen Aspekten der Krankenpflege und Klostermedizin im Hochmittelalter befasst.

Ein paar Gedanken zum Newsletter

Die Entscheidung, einen Newsletter haben zu wollen, ist gefallen; das Versprechen innerhalb diesen Jahres zu starten, steht. Inzwischen habe ich auch eine ungefähre Vorstellung davon, wie die „technische“ Umsetzung funktioniert.

Also wird es Zeit, sich auch Gedanken über die Inhalte zu machen. Was möchte ich erreichen? Wen möchte ich erreichen? Oder anders ausgedrückt: Was soll das Ding eigentlich?
Eine reine Erinnerungsmail nach dem Motto: Hey, mich gibt’s noch, schau mal auf meinem Blog vorbei, da sind spannende Dinge passiert, ist mir zu wenig. (Auch wenn es natürlich immer empfehlenswert ist, vorbeizuschauen, weil hier dauernd spannende Dinge passieren. Und nein, ich bin gar nicht von mir selbst überzeugt. ;-))
Andererseits … Wenn ich die Behauptungen einiger Experten lese, was angeblich nötig sei, um Abonnenten zu gewinnen und zu halten, bin ich kurz davor, sofort wieder zu kapitulieren. Bei einigen bekommt man fast den Eindruck, man müsse sich die Gnade der Abonnenten erkaufen. Mit einer kostenlosen Dreingabe z. B., einer Kurzgeschichte oder einer Anleitung, die es für Abonnenten exklusiv gibt. Oder wenigstens mit regelmäßigen Gewinnspielen, um die Leser bei Laune zu halten. Vielleicht haben diese Experten recht. Was weiß ich schon.

Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl. Sollte ein Newsletter nicht aus sich heraus interessant sein? Ist es nicht genug, Hintergrundinformationen früher oder exklusiv zu bekommen? Nehmen Abonnenten, die sich nur wegen der mitgelieferten „Bontjes“ eintragen, die restlichen Inhalte überhaupt wahr?
Wie gesagt: Ich weiß es nicht. Ich bin kein Guru, sondern selbst eine Suchende. Aber, wenn ich von mir auf andere schließen kann, dann lesen diejenigen, die sich nur wegen der Extra-Belohnung eingetragen haben, den ganzen Rest nicht. Möglicherweise locke ich damit also nur Menschen an, die gar nicht in meine Zielgruppe fallen. Was mich zu den Fragen vom Anfang zurückbringt: Was ist mein Ziel und wer meine Zielgruppe?

Wenn ich mir als Ziel setze, Werbung für meine Bücher zu machen, indem ich die Kontakte zu Lesern verbessere und Neugier auf die Neuerscheinungen wecke, ist die Zielgruppe klar: Leser. Noch genauer: Menschen, die gerne Fantasy „für zwischendurch“ lesen. In erster Linie diejenigen, die den Codex Aureus schon kennen, aber gerne auch die, die nur allgemein neugierig sind.
Dementsprechend sollte der Schwerpunkt m. E. auf Inhalten liegen, die irgendwie mit dem Codex Aureus und seinen Geschichten verknüpft sind. Das schließt nicht aus, dass es auch mal ein Gewinnspiel, eine Fortsetzungsgeschichte oder einen Verweis auf besonders interessante Blogartikel geben wird. Aber mit dem Versprechen darauf zu werben, halte ich für unseriös.

Wie sehen Sie, wie siehst du das? Ergeben diese Gedanken Sinn?

Werkstattbericht 12.01. bis 17.01.2017

Auch in den letzten Tagen fielen wieder ein paar Recherchearbeiten an, die zum Teil so interessant waren, dass sie mich deutlich länger beschäftigt haben, als unbedingt nötig.

  • Frühlingsball im Palmengarten
  • Wijs, Wurdulaks und Widergänger
  • Pausen bei Opern (speziell Turandot)
  • Namen und Tragweisen der Kopfbedeckungen von Muslimas
  • Trojaner und andere Hackingmethoden
  • Bitcoins
  • Nebenwirkungen von Medikamenten gegen Halluzinationen (für das Spontanprojekt)

Das Spontanprojekt ist als Entwurf fertig. Aus irgendwelchen Gründen wollte es von Anfang an Young Adult sein, wobei die körperlichen Vorzüge der Heroine keine Rolle spielen. Dafür gibt es einen unglaublich heißen Typen. Menschlich. Kein Elf, wie anfangs gedacht. Plus einen Drachen, von dem ich am Anfang noch nichts wusste.
Nein, ich glaube nicht, dass ich damit beim Wettbewerb etwas reiße. Ich hoffe aber, das Plotbunny zu bannen, indem ich die Geschichte abschließe. Eine magisch begabte 17 Jährige ist das Letzte, was ich als Untermieterin möchte.

Bei der Vampirgeschichte für den nächsten Codex Aureus führten mich die Recherchen zuerst geradewegs an den Rand eines riesigen Plotlochs. Zum Glück ist es mit Hilfe meine Ältesten gelungen, diesen Krater zu stopfen. Jetzt sind alle Unternehmungen der Vampirin tatsächlich notwendig. Allerdings weiß ich nicht, ob sie ihre Agentur behält. Möglicherweise fliegt der Teil wegen Irrelevanz wieder raus.

Codex Aureus: Alles so schön neu hier

Erinnert sich noch jemand an die alte Vorstellungsseite des Codex Aureus? Nein? Nicht schlimm, sie war grausam. Das heißt, die Struktur war schon ok, aber der Text … Keine Ahnung, was mich geritten hat, als ich das formuliert habe, aber das ist jetzt auch egal.

Heute habe ich die Seite nämlich von Grund auf überarbeitet. Jetzt ist nicht nur viel klarer, was der Codex Aureus ist, die Beschreibung liest sich auch deutlich schwungvoller. Außerdem hat die Seite ein eigenes Titelbild bekommen und die Abstände in der Tabelle sind endlich einheitlich.