[Fundstück] suedies kleiner Schreibratgeber – starke, weibliche Figuren

Abgesehen davon, dass ich „männliche Männer“ wie Old Shatterhand und James Bond inzwischen als leicht lächerliche Klischees und mindestens ebenso nervig wie die unbeliebte Mary Sue finde, kann ich dem Artikel nur zustimmen.
https://www.wattpad.com/449001773-mach-ein-meinungsbuch-suedie-haben-sie-gesagt

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Zum Schluss von #CharactersofSeptember: Wofür Seraina kämpft

Die Challenge „Characters of September“ bot fiktiven Charakteren die Möglichkeit, selbst auf Fragen zu antworten. Bei mir war es die Spielfrau Seraina, die mehr über sich und ihr Leben preisgab. Alles andere erzählt die Geschichte Der Fluch des Spielmannsdie als eBook sowohl über die Tolino-Händler also auch über Amazon erhältlich ist.

Nike: „Letzter Tag heute, wie fühlst du dich?“

Seraina: „Müde. Es war gut, mal wieder rauszukommen. Aber nun ist es auch genug.“

Nike: „Dann eine letzte Frage noch: Wofür setzt du dich ein? Welche Ziele hast du?“

Seraina: „Ziele? Ich bin tot! Alles, was ich noch will, ist meine Ruhe.“

Nike: „Moment, gestern hast du noch gesagt …“

Seraina: „Gestern ging es um die Frage, was ich ändern würde, wenn ich könnte. Aber wir Toten können nichts ändern. Wir sind nur Schatten und Erinnerung. Blass, blutleer und ohne Macht oder Einfluss. Das Heute ist eure Welt. Du hast gestern gesagt, sie sei besser geworden. Gerechter. Gratuliere! Aber wir sind nicht mehr Teil davon, also müsst ihr euch kümmern. Ihr könnt neue Fehler machen oder unsere wiederholen; das Erreichte ausbauen oder zerstören. Uns Tote kümmert das nicht mehr. Aber eure Kinder, vielleicht.“


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem kann es bei diesen Anbietern heruntergeladen werden:

https://books2read.com/Spielmannsfluch

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#CharactersofSeptember (Tag 27) – Seraina und die Tränen

Wer mitliest, kennt es bereits: Characters of September ist eine Challenge, bei der fiktive Charaktere selbst zu Wort kommen. Bei mir beantwortet Seraina, eine Spielfrau aus dem 8. Jahrhundert die Fragen. Sie ist eine der Figuren aus der Erzählung Der Fluch des Spielmanns.

Nike: „Hallo Seraina, noch vier Tage, dann ist die Challenge zuende. Ich hoffe, die Fragen sind dir nicht zu nahe gegangen.“

Seraina: „Sei gegrüßt. Nein, es passt schon. Wenn es zu viel ist, sage ich das auch. Du kennst mich.“

Nike: „Das ist gut, denn heute wird es wieder sehr persönlich und zwar geht es darum, wann du das letzte Mal geweint hast – und warum.“

Seraina: „Ich habe in meinem Leben viele Tränen vergossen, aber wann das letzte Mal und warum? Das ist alles so lange her und es gab so viele Gründe zu weinen. Hunger, Schmerzen, Verachtung …
Nicht, dass es irgendwie geholfen hätte. Es erschöpft nur und die Probleme bleiben. Aber das sagt sich so leichthin. Wenn es so weit ist, weint man ja doch. Aber irgendwann … Irgendwann hat es aufgehört. Die Probleme waren noch da. Die Gefühle auch. Aber ich hatte keine Tränen mehr. Ganz so, als wäre ich innerlich vertrocknet.“


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem kann es bei diesen Anbietern heruntergeladen werden:

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#CharactersofSeptember (Tag 26) – Worauf Seraina stolz ist

„Characters of September“ ist eine Challenge, bei der fiktive Charaktere selbst zu Wort kommen. Bei mir stellt sich Seraina, eine Spielfrau aus dem frühen Mittelalter, den Fragen. Sie ist eine der Figuren aus der Erzählung Der Tod des Spielmanns.

Nike: „Hallo Seraina. Schön, dass du wieder da bist. Nachdem wir uns gestern über Scham unterhalten haben, geht es heute um Stolz. Gibt es etwas, auf das du rückblickend besonders stolz bist?“

Seraina: „Sei gegrüßt, Nike. Stolz ist ein großes Wort und wir waren kleine Leute. Stolz konnten wir uns nicht leisten. Aber doch, es gibt eine Sache, auf die ich tatsächlich stolz bin.“

Nike: „Lass mich raten. Darauf, dass du weggelaufen bist? Du hast diesen Moment der Freiheit erwähnt.“

Seraina: „Das war ein wundervolles Gefühl. Aber stolz? Nein! Stolz bin ich darauf, Corvin das Leben gerettet zu haben. Wenigstens ihm.“


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem kann es bei diesen Anbietern heruntergeladen werden:

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#WirSchreibenDemokratie – Und ich schreibe mit

Eigentlich sollte das hier eine politikfreie Zone werden,

schrieb ich vor etwa anderthalb Jahren als Reaktion auf das Erstarken der AfD,

ein Wolkenschloss mit Elfenbeintürmchen sozusagen, abgeschieden von der realen Welt. Genau wie meine Geschichten. Ich verstehe mich nicht als politische Schriftstellerin.

Inzwischen hatte ich Zeit diese Position zu überdenken. Ich verstehe mich nach wie vor nicht als politische Schriftstellerin. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ich irgendwen zu irgendetwas bekehren will. Meine Geschichten sollen in erster Linie unterhalten. Aber natürlich habe ich eine Meinung und eine Haltung. Beides prägt die Figuren, die ich erschaffe und die Geschichten, die ich erzähle. Ich glaube nicht, dass ich z. B. einen klassischen James Bond schreiben könnte, einfach, weil ich dieses Klischee des männlichen Mannes (ja, die Doppelung ist beabsichtigt) albern und ein bisschen ekelhaft finde.

Diese Haltung prägt natürlich auch die Beiträge im Blog, die sehr viel politischer sind als ursprünglich geplant. Spätestens, seit ich angefangen habe, auch über Sprache zu schreiben und Tipps zur Figurenentwicklung zu geben, ist das Politische sozusagen durch die Hintertür hereingekommen.
Das gestrige Wahlergebnis hat mich bewogen, nun auch die Vordertür zu öffnen, denn das, was da gestern in den Bundestag eingezogen ist, hat mit Demokratie nichts am Hut. Bei Ankündigungen, wie, man werde sich „sein Volk zurückholen“, möchte ich schreien. Ich bin nicht das Volk von irgendwem. Ich bin kein Eigentum, kein Besitz und ganz bestimmt lasse ich mich von niemandem einfach holen! Schon gar nicht von einem alten Mann mit Hundekrawatten. Das ist nicht mein Kandidat und das Land, von dem er träumt ist und war nie meine Heimat.

Mein Deutschland ist ein reiches, fruchtbares Land, wobei ich „reich“ und „fruchtbar“ nicht nur im materiellen Sinne verstehe. Mein Deutschland ist ein Land, dessen Bewohner so selbstbewusst sind, dass sie anderen offen gegenüber treten können. Ein Land, in dem Kultur sich nicht als etwas gegebenes, abgeschlossenes verstanden wird, weil sie schon immer von anderen Kulturen befruchtet wurde und weil man es versteht, von anderen zu lernen. Mein Deutschland ist das Land, in dem jeder in den Grenzen der Gesetze nach seiner Façon selig werden kann und in dem Freiheit ganz selbstverständlich auch die Freiheit des anders Denkenden bedeutet.
Das ist vielleicht eine Utopie. Aber eine, für die es sich zu leben und zu streiten lohnt.

Auch das ist ein Zitat aus dem Artikel von vor anderthalb Jahren und in diesem Punkt hat sich meine Meinung kein bisschen geändert. Deshalb schließe ich mich dem vom Nornennetz aufgebrachten Hashtag #WirSchreibenDemokratie an und deshalb wird es hier von jetzt an auch offen politische Artikel geben. Wer das nicht erträgt, braucht hier ja nicht mitzulesen. Noch ist es ein freies Land und wenn ich mit meiner Stimme, mit meinen Worten oder mit meinen Taten irgendetwas dazu beitragen kann, wird es das auch bleiben!

#CharactersofSeptember (Tag 25) – Dafür schämt sich Seraina am Meisten

Die Challenge Characters of September lässt fiktive Charaktere selber zu Wort kommen. Bei mir ist es Seraina, einer der Geister aus der Erzählung Der Fluch des Spielmanns, die sich den Fragen stellt. Seraina ist zwar nicht die Hauptfigur, nimmt aber innerhalb der Geschichte eine sehr wichtige Rolle ein. Vor allem aber ist sie meine Inspiration beim Schreiben gewesen, da der Fund ihrer Gebeine Anlass zum Schreiben dieser Geschichte war.

Nike: „Hallo Seraina! Schön, dass wir uns wiedersehen.“

Seraina: „Sei du auch gegrüßt. Aber ich bin froh, wenn das hier überstanden ist. Ich möchte endlich wieder schlafen. In Ruhe.“

Nike: „Dann will ich gleich auf den Punkt kommen: Was ist das, wofür du dich am Meisten schämst, wenn du zurückdenkst.“

Seraina: „Am Meisten schämen … Als wenn das so einfach zu sagen wäre. Und wie soll ich einen einzelnen Moment herausgreifen, wo doch mein ganzes Leben Scham und Schande war?“

Nike: „Kannst du uns das etwas näher erklären?“

Seraina: „Ich habe durch meine Flucht gegen das Gesetz und durch mein Leben mit Corvin gegen gute Sitten verstoßen, ja.“

Nike: „Das heißt, dass du deine Entscheidung letztlich doch für falsch hältst?“

Seraina (schüttelt den Kopf): „Nein. Das war schon richtig. Trotzdem: Wenn die Leute ständig auf dich herabblicken und dir zu verstehen geben, dass du nichts bist, dann bleibt das irgendwann haften. Es ist wie Schmutz, der sich unter die Haut frisst, bis auf deine Seele und diesen Schmutz wirst du nie, nie wieder ganz los – selbst, wenn nur du selber ihn sehen kannst.
Und es hat nicht erst angefangen, als ich weggelaufen bin. Die Scham begleitet mich, seit ich denken kann. Wäre sie nicht gewesen, wäre ich doch gar nicht erst weggelaufen. Aber auch als ich noch der familia der Herrin gehörte, war ich schon Dreck. Indem ich weglief und mich mit Corvin zusammentat, war ich wenigstens einmal frei. Für einen kurzen, angstvollen, aufregenden Moment nur, bis mich die Scham wiederfand und mich nie mehr losließ. Aber schon um dieses Moments willen, hat sich alles gelohnt.“

Nike: „Das ist nach heutigen Maßstäben alles sehr schwer nachvollziehbar. Um so mehr danke ich dir dafür, dass du uns so offen davon erzählst!“


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#CharactersofSeptember (Tag 24) – Seraina über das Schrecklichste, was sie Corvin angetan hat

Wer hier mitliest, weiß inzwischen vermutlich sehr genau, dass es bei Characters of September darum geht, fiktiven Charakteren eine Stimme zu geben. Trotzdem schreibe ich es für die Neueinsteiger sicherheitshalber noch einmal dazu.
Bei mir beantwortet Seraina, eine Spielfrau aus dem frühen Mittelalter die Fragen.

Nike: „Hallo Seraina! Noch einmal herzlichen Dank, dass du dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Ich weiß, dass dir die Fragen sehr zusetzen und auch die nächste wird vermutlich nicht leicht. Es geht darum, was das Schrecklichste war, das du jemandem, den du liebst, angetan hast.“

Seraina: „Du hast recht. Ich hätte es mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen sollen, bevor ich zusage. Oder die Fragen genauer lesen. Manche davon sind wirklich …
Warum wird so in den düsteren Winkeln der Seele gestochert? Was soll das bringen? Glaubt wirklich jemand, mich besser zu kennen, nur weil solche Sachen ans Licht gezerrt werden? Ist denn der Kern meines Seins das Böse? Sind es nicht auch die hellen Dinge? Meine Talente und Fähigkeiten, die schönen Erlebnisse; das, was mich mit anderen verbindet? Warum sprechen wir nicht über meine Beziehung zu Corvin oder – wenn es denn schon hart und schwer sein muss – über das Leben als Fahrende und darüber, wie es ist, Geld für Ehre zu nehmen?“

Nike: „Tut mir leid, aber …“

Seraina: „Ja, ja, ich weiß. Du hast die Fragen nicht gemacht und so weiter. Hatten wir schon. Also kurz die Antwort: Das Schlimmste, was ich Corvin, meiner großen Liebe angetan habe, war natürlich die Drohung, ihn mit in den Tod zu nehmen. Ich habe damals keinen anderen Weg gesehen, aber es zerschneidet mir immer noch das Herz, wenn ich an das Entsetzen in seinen Augen denke.“


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#CharactersofSeptember (Tag 23) – Serainas erster Kuss

Characters of September ist eine Challenge, bei der fiktive Charaktere selber das Wort ergreifen. Bei mir ist es Seraina, eine der Spielfrauen aus Der Fluch des Spielmanns, die im Interview Rede und Antwort steht (wenn sie denn Lust hat).

Nike: „Hallo Seraina. Schön, dass du wieder da bist.“

Seraina: „…“

Nike: „Ok, ich sehe schon: Du bist immer noch sauer. Aber ich habe mir die Fragen nicht ausgedacht – und du hast gesagt, du würdest antworten.“

Seraina: „Ja.“

Nike: „Ich fürchte, die nächste Frage wird wieder heikel. Es geht darum, wie dein erster Kuss war.“

Seraina: „Meinen ersten Kuss, ja? Den habe ich vom zweiten Sohn unserer Herrin bekommen. Kurz bevor er mir befahl, mich hinzuknieen und sein Ding in den Mund zu nehmen. Willst du mehr Einzelheiten?“

Nike: „Danke, ich glaube, das reicht.“


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#CharactersofSeptember (Tag 17) – Serainas Freunde

Bei Characters of September kommen fiktive Charaktere zu Wort. Bei mir stellt sich Seraina, eine Spielfrau und Geist aus Der Fluch des Spielmanns den Fragen der Challenge.

Nike: „Hallo Seraina und danke noch mal, dass du dir so viel Zeit nimmst. Heute wird es aber vermutlich ein kurzes Interview, denn heute geht es um deinen Freundeskreis. Nach dem, was du in den vergangenen Tagen erzählt hast, ist der eher klein, oder?“

Seraina (lacht): „Klein ist eine gelungene Untertreibung. Wenn man Corvin als meinen Freund und nicht als meinen Mann betrachtet, habe ich neben Hulda genau einen Freund.“

Nike: „Das heißt, du würdest ihn immer noch als deinen Freund ansehen? Trotz seines Verrats?“

Seraina: „Was meinst du mit Verrat? Dass er Hulda nachgestiert hat? Welcher Mann hat das nicht?
Dass er nicht mit uns gestorben ist? Warum sollte er! Ich bin froh, dass er überlebt hat!“

Nike: „Trotzdem hast du ihn nach eurem Tod verfolgt.“

Seraina: „Ja. Ich bin nicht stolz darauf. Ich hatte Angst. Ich war wütend und enttäuscht. Also habe ich ihm Angst gemacht. Als ob er nicht selbst genug gehabt hätte. Deshalb würde ich auch nicht von Verrat sprechen. Und letztlich … Ich will nicht sagen, dass alles gut geworden ist. Das nicht. Aber er hat überlebt. Ich hätte mich nur gerne richtig verabschiedet. Ihn noch einmal umarmt und gesagt, wie sehr ich ihn liebe!“


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#CharactersofSeptember (Tag 16) – Serainas Freunde

Die Challenge #CharactersofSeptember lässt Charaktere aus Büchern oder Filmen zu Wort kommen. Bei mir ist es Seraina, eine der Spielfrauen aus Der Fluch des Spielmanns, die sich den Fragen stellt.

Nike: „Hallo Seraina, nachdem wir uns über deine Herkunft und deine Familie unterhalten haben, geht es heute um Freunde. Hast du einen besten Freund oder eine beste Freundin?“

Seraina: „Ich hatte im Leben genau eine Freundin. Jedenfalls nachdem ich mit Corvin durchgebrannt bin.“

Nike: „Hulda?“

Seraina: „Ja, Hulda. Natürlich hatten wir unsere Differenzen, besonders, wenn es um Pirmin ging. Aber trotzdem …“

Nike: „Du hast sie in einem unserer Gespräche als „so etwas wie eine Schwester“ bezeichnet. Als jüngere nehme ich an. Hulda war schließlich sehr viel jünger als du.“

Seraina: „Sie hätte die Tochter sein können, die ich nie gehabt habe. Aber unsere Beziehung war nicht so. Schwester trifft es eher.“

Nike: „Kannst du sie näher beschreiben? Hulda, meine ich.“

Seraina: „Sie war sehr schön. Das ist das, was natürlich als erstes ins Auge sprang: ihre Schönheit. Sie war zierlich wie eine Fee, dazu die blonden Haare, die blauen Augen und dieser Mund … Ihre Lippen waren wie reife Kirschen. Die Männer sind ihr natürlich nachgelaufen und sie hat es ausgenutzt. Aber das war nur ihre eine Seite. Sie war auch witzig, schlagfertig und sie hatte ein großes Herz! Alles, was sie hatte, hat sie mit uns geteilt, und wenn sie gesehen hat, dass jemand noch schlechter dran war, hat sie geholfen, als hätte sie ein Haus und Kisten voller Silber.
Weißt du, wie sie zu ihren tanzenden Hunden gekommen ist? Das war nämlich so, dass ein Bauer die ersaufen wollte. Aber Hulda hat sie ihm abgekauft. Pirmin hat sie dafür grün und blau geprügelt, weil es doch unser aller Geld war. Hulda hat geweint und gebettelt und ihn am Ende überredet, dass sie sie behalten darf. Und die Hunde haben es ihr gedankt. Sie haben immer getan, was Hulda wollte, ganz als wüssten sie, dass sie ihnen zweimal das Leben gerettet hat.“


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