Kürbisgemetzel

Wir haben Oktober. Halloween steht vor der Tür. Zeit für den uralten Brauch, die Kürbisse zu schlachten!

Na gut, so alt nun auch wieder nicht. Jedenfalls nicht bei uns in Deutschland. Hier gibt es zwar einige Bräuche zu Allerseelen (d. h. dem 1. November), zu denen auch gehört, den Toten eine Kerze aufs Grab zu stellen, aber Kürbisse gehören ursprünglich überhaupt nicht hierher. Der kam erst über einen Umweg aus Irland zu uns.

Auch in Irland gab es den Brauch, an all Hallows eve eine Laterne für die toten Seelen aufzustellen. Der Legende nach schnitzten die armen Leute ihre Laternen aus Rüben, weil die billig waren (Wir reden hier über das 18./19. Jahrhundert und wenn es damals schon Kürbisse in Irland gab, dann nur als teure Importe.).
In der Zeit wanderten aber auch viele Iren aus. Im Zuge dieser Auswanderung kam der Brauch nach Amerika und dort begegneten die Ausgewanderten dem Kürbis. Sie entdeckten schnell, dass sich Kürbisse viel besser zu Laternen eignen, weil sie größer und standfester sind. Außerdem ist das weiche Innere schnell rausgekratzt.
Nach Deutschland kamen Halloween und der inzwischen dazugehörende Kürbis aber erst mit den Familien der hier nach dem zweiten Weltkrieg stationierten Soldaten. Den großen Durchbruch erreichte Halloween aber erst, als der Einzelhandel entdeckte, dass sich mit Kostümen, Halloweenartikeln, Halloweenkochbüchern u. s. w. richtig Geld machen lässt.

Nein, das wird keine Kapitalismuskritik, keine Sorge. Ich mag Kürbisse. Außerdem befinden wir uns noch immer im IndieBuchtober, d. h. auch heute stelle ich wieder ein Indie-Buch vor.

Dieses Mal ist es das Kürbisgemetzel der Münchner Schreiberlinge, eine Anthologie, in der sich alles um Spuk und Grusel dreht und wo in jeder Geschichte ein Kürbis auftaucht.

Anders, als der Titel suggeriert, werden nicht alle gemetzelt. Manche überleben. So z. B. das sehr schwatzhafte Gemüse aus der Auftaktgeschichte.

Kürbisgemetzel ist ein sehr schönes Buch für lange Herbstabende. Selbst, wenn man Kürbissen kulinarisch nichts abgewinnen kann.



Alle Aufgaben der IndieBuchtober Challenge auf einen Blick
:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Werwölfe bei Neumond
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbisgemetzel
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.Wir gruseln uns weiter23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.Der Herbst, der Herbst,
der Herbst ist da
26.10.Buch und Schal
12.10.Heißes für die kalte Zeit27.10.schwarz und orage
13.10.Nun schlägt es dreizehn28.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichte29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

Mehr über den IndieBuchtober findest du auf der Webseite von Indie-Buecher.com.

(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

[IndieBuchtober] Schaurige Kurzgeschichte

Nein, das ist kein Schreibfehler. Zwar stand bis gestern „schaurige Kurzgeschichten“ in der Ankündigung, und ich habe auch überlegt, ob ich das nutzen soll, um mal wieder Werbung für den Codex Aureus zu machen. Genau gesagt, für den 6. Band. Dann bin ich aber doch davon abgekommen. Was von ihnen blieb enthält zwar zwei Kurzgeschichten, in denen es spukt – aber so richtig schaurig sind die nicht.

Deshalb lasse ich das und empfehle heute eine einzelne Kurzgeschichte: Das Haus der verlorenen Zeit von Nicole Neubauer. Schon das Setting ist klassisch gruselig. Ein Haus im Wald. Seit Jahren verlassen. Ein Lost Place, in dem rätselhafterweise immer noch eine Glühbirne brennt. Ein Highlight für Urban Explorers, die verlassene Plätze erkunden und dokumentieren. Doch als einer von ihnen es mit dem Codex der Urbexer nicht so genau nimmt wird deutlich, dass das Haus mehr ist als nur eine gruselige Kulisse.

Das Haus der verlorenen Zeit bildet den Auftakt der Anthologie Briefe aus dem Sturm, die von Wiebke Tillenburg und Magret Kindermann unter dem Namen „Nikas Erben“ herausgegeben wurde.


Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick
:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.Wir gruseln uns weiter23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.Der Herbst, der Herbst,
der Herbst ist da
26.10.Buch und Schal
12.10.Heißes für die kalte Zeit27.10.schwarz und orage
13.10.Nun schlägt es dreizehn28.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichte29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

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(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

IndieBuchtober: Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da

Das haben wir schon im Kindergarten gesungen und aus irgendwelchen Gründen ist es hängengeblieben.

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Wind, hei hussassa!
Schüttelt ab die Blätter,
bringt uns Regenwetter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!

Tatsächlich faucht draußen gerade der Wind und treibt Regen gegen die Fensterscheiben, während ich diesen Text schreibe. Vielleicht ist das der Grund, warum mir bei der Tagesaufgabe zum IndieBuchtober als Erstes dieses Kinderlied eingefallen ist. Heute ist nämlich ein Indie-Buch mit einem herbstlichen Cover gefragt. Auch dafür böte sich Schwesternband von Wiebke Tillenburg an. Aber da ich das vor ein paar Tagen schon vorgestellt habe, scheidet dieses Buch leider aus. Challenges leben von der Abwechslung.

Aber es kann ja wohl nicht so schwer sein, ein Buchcover mit Kürbissen zu finden; mit roten Blättern vor blauem Himmel oder eins, in dem ein schon braun und wellig gewordenes Blatt in einer Pfütze treibt. Reife Äpfel, Nüsse, Birnen, Pilze, Nebel, Korngarben … Nichts!*
Wenn es nach Buchcovern geht, gibt es Frühling, Sommer und Winter. Dazwischen klafft eine riesige Lücke.

Und dann ist da noch das Problem, dass Indie-Bücher extrem schwer zu finden sind. In den stationären Buchhandel kommen sie nur ausnahmsweise, was in den Zeiten von Corona nicht mal ein Nachteil sein muss. Aber auch die Algorithmen der Online-Buchhandlungen bevorzugen klar die Bücher aus Publikumsverlagen und die Suchfunktion ist unterirdisch. Inzwischen gibt es zwar meist auch eine Abteilung „Indie-Autoren“, aber die ähnelt einer Kruschkiste, in sich der Anleitungen zum Stricken von Babyschuhen, Fantasyromane, Splatter und Einhand-Erotik mit Krimi, Western, Romance, BDSM, Poesie und Low-Carb-Rezepten mischt. Vermutlich habe ich noch ein paar Genres vergessen, aber ich werde mindestens einen Liter Gehirnbleiche brauchen, um die Cover der sogenannten Erotiktitel wieder aus dem Kopf zu bekommen.
Das nächste Mal, wenn wieder von den Leiden des deutschen Buchhandels und dem bösen Amazon die Rede ist, werde ich an diese Suche zurückdenken. Corona wäre ein guter Anlass gewesen, die Online-Shops auszubauen und zu verbessern. Getan hat sich nichts. Und eine Branche, die Bedürfnisse seiner Kunden so konsequent ignoriert, dass sie es nicht mal fertig bringt, aus den zu jedem Buch mitgelieferten Metadaten eine vernünftige Suchfunktion zusammenzuklöppeln, hat es irgendwann auch nicht mehr verdient, zu überleben.

Am Ende war ich schon fast so weit, mich von der Belletristik ab und den Kochbüchern zuzuwenden. Es gibt bestimmt einen Indie-Titel: wie „Herbstgenüsse – die besten Rezepte meiner Oma“ mit Äpfeln, Pilzen, Kürbissen oder etwas in der Art auf dem Cover. Nur, weil ich ein Kochbuch nicht wirklich gut zu einem Blog passt, bei dem es um Fantastik, Selfpublishing und ein bisschen auch der Geschichte geht, habe ich es nicht getan, sondern weitergesucht.

Wie du siehst, bin ich schließlich sogar noch fündig geworden. Die Blätter des Herbstbringers von Fabienne Siegmund hat nicht nur den Herbst im Titel, sondern auch schöne Herbstblätter auf dem Cover.
Der Klappentext spricht von einem Geheimnis und die Leseprobe las sich angenehm. Außerdem genießt der OHNEOHREN-Verlag in der Fantastikszene einen guten Ruf. Deshalb habe ich auch keine Bedenken, das Buch hier zu präsentieren, auch wenn ich es selber noch nicht gelesen habe.


*Oder besser gesagt: Fast nichts. Es gab zwei oder drei Bücher, die ich im Rahmen dieser Challenge leider nicht zeigen kann, weil sie in großen Publikumsverlagen erschienen sind, also nicht Indie sind – und ungefähr doppelt so viele Indie-Bücher, die aber leider völlig an meinem Geschmack vorbeigingen.


Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.Ich sehe schwarz21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.Wir gruseln uns weiter23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober

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(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

Ich sehe schwarz

Nach den Vorgaben des IndieBuchtober, der Challenge rund um Bücher aus kleinen, unabhängigen Verlagen und von Selfpublisher:innen, steht heute ein schwarzes Cover auf dem Plan.

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt ein Indie-Buch mit schwarzem Cover besitze. Klar hätte ich mich mit einem Foto vom Tolino aus der Affäre mogeln können, weil das Display nur Graustufen wiedergibt. Aber erstens ist grau nicht schwarz und zweitens wäre es geschummelt.

Schließlich habe ich aber doch noch eins gefunden. Diese Ausgabe von Zu einem Preis gehört zu einer ganzen Reihe. James Tiptree Jr. war ein sehr bekannter Name in der Science-Fiction – bis bekannt wurde, dass es sich dabei um das Pseudonym einer Frau* handelte. Danach wurden ihre Geschichten immer weniger aufgelegt und gerieten weitgehend in Vergessenheit, bis sich der Septime Verlag 2012 ihrer annahm und eine komplette Werkausgabe herausbrachte.

Science-Fiction und Grusel gehen nicht gut zusammen – könnte man denken. Schließlich ist Science-Fiction fast schon per Definition das rational aufgeklärte Gegenstück zu allem Übernatürlichen, Paranormalen und Mysteriösen. Aber dann lies Die Screwfly Solution und sag mir, dass es dich beim letzten Satz nicht gruselt.

Ich glaube, ich habe einen Grundstücksmakler gesehen.

James Tipptree Jr. (Alice B. Sheldon)

Ihr richtiger Name lautet Alice B. Sheldon. Sie war promovierte Psychologin, Malerin, Kunstkritikerin, Offizierin in der US-Army, arbeitete für die CIA und betrieb eine Hühnerfarm. Ihre ersten Erzählungen veröffentlichte sie mit 51 Jahren und, wie sie selbst schreibt, eher aus einer Laune heraus. Alice B. Sheldon lebte von 1915 bis 1987.


Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Ach, was gruselt mir!20.10.das allergruseligste Buch
06.10.schwarze(s) Cover21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.gruseliges Buch23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober
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Ach, was gruselt mir!

Heute ist der 5. Tag des IndieBuchtobers, der Challenge für Indie-Bücher und gefragt ist ein Gruselzitat. Das Erste, was mir dazu einfiel, war ein Zitat aus einem der Grimm’schen Märchen, das ich sehr liebe: Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen.

„Ach, was gruselt mir, was gruselt mir, liebe Frau! Ja, nun weiß ich, was Gruseln ist.“

Allerdings ist dieses Zitat gar nicht gruselig, sondern im Kontext extrem witzig. Außerdem geht es bei der Challenge um Indie-Bücher und für die Grimm’schen Märchen kenne ich inzwischen fast mehr Internetquellen als Bücher. Auch wenn dieses Zitat damit aus dem Rennen ist, lies das Märchen bei Gelegenheit. Es lohnt sich. Versprochen!

Aber damit fehlt mir wieder ein gutes Gruselzitat. Und was ist das überhaupt genau: Grusel? Mein Synonymlexikon sagt, dass es etwas mit Grauen, Furcht und Entsetzen zu tun hat – allerdings meist nicht auf der realen Ebene. In Grusel schwingt die Angst vor dem Übernatürlichen mit, den Mächten, die sich nicht durchschauen und beherrschen lassen. Daher bin ich mir nicht hundertprozentig sicher, ob das folgende Zitat aus dem Kurzroman Splitter der Nacht von Katrin Ils wirklich gruselig ist oder doch „nur“ Grausamkeit bezeugt.

Vielleicht ist das genauso, wie in dem verlinkten Märchen: Über das, was der Eine als gruselig empfindet, kann der Andere nur lachen. Über das Zitat lachen wird vermutlich niemand. Und ich fand die Szene gruselig, auch wenn keine Geister darin vorkommen, sondern „nur“ Magie.

Das Feuer des Ofens zauberte rote Reflexe in ihr langes Haar, ihr Gesicht war unverletzt. Der Körper endete eine Handbreit unter ihrem Herzen, eine Büste mit aufgebrochenem Brustkorb. Jara konnte das Organ unter den Rippen pochen sehen und den Zauber, der sich wie eine Schlange darum geschlungen hatte und es zwang, immer weiter zu schlagen.

Katrin Ils, Splitter der Nacht

Ich habe in meinem anderen Leben als Juristin oft mit Obduktionsberichten zu tun gehabt. Daher habe ich ein ungefähres Verständnis davon, was menschlichen Körpern zustoßen kann. Trotzdem hat mich die Szene nicht deshalb so gepackt, weil das, was Katrin Ils beschreibt, weit darüber hinausgeht, sondern weil sie auf die Details gar nicht weiter eingeht, sondern sich auf den emotionalen Impact konzentriert. (Hier muss ich den Anglizismus verwenden, da mir kein deutscher Begriff einfällt, der auch nur annähernd daran heranreicht.) Jara und Fai, die Frau, von der am Ende der Szene nur noch Kopf und Torso übrig sind, sind so etwas wie Freundinnen. Du kannst dir vorstellen, was das mit Jara macht.

Alle Aufgaben der Challenge auf einen Blick:

01.10.Was lesen im Oktober?16.10.Buch mit Werwölfen
02.10.Kerze und Buch17.10.Kürbis
03.10.Supernatural18.10.Herbstkrimi oder -Thriller
04.10.Buch mit Hexen19.10.Buch mit Zombies
05.10.Gruselzitat20.10.das allergruseligste Buch
06.10.schwarze(s) Cover21.10.herbstliche/schaurige Lyrik
07.10.blutiges Buch(cover)22.10.liebste*r Horrorautor*in
08.10.gruseliges Buch23.10.Buch mit Geistern
09.10.Buch mit Vampiren24.10.Buch und Laub
10.10.düsterer Buchtitel25.10.gruseliges Buchcover
11.10.herbstliches Cover26.10.Buch und Schal
12.10.Buch und Heißgetränk27.10.schwarz und orage
13.10.Seite/Kapitel 13 Satz 1328.10.Buch mit Monstern
14.10.schaurige Kurzgeschichten29.10.Buchtipps für Halloween
15.10.Herbstbuch30.10.liebster Halloweenfilm
31.10.Lieblingsbuch im Oktober
Mehr über den IndieBuchtober findest du auf der Webseite von Indie-Buecher.com.

(Die Titel der kommenden Beiträge können anders lauten)

Indiebuchtober – die etwas andere Challenge

Gestern auf Twitter gesehen: Eine Challenge für Indie-Bücher – und dann auch noch überwiegend Fantastik. Genau mein Beuteschema! Ich bin sicher, da den einen oder anderen Beitrag beisteuern zu können. Sei es hier im Blog oder auch mal ausschließlich auf Twitter (wenn ich mich ganz kurz fassen muss).

Dann werde ich den Sonntag mal für die Planung nutzen, um die Beiträge nicht immer erst auf den allerletzten Drücker fertig zu haben.

#CharactersofSeptember (Tag 26) – Worauf Seraina stolz ist

„Characters of September“ ist eine Challenge, bei der fiktive Charaktere selbst zu Wort kommen. Bei mir stellt sich Seraina, eine Spielfrau aus dem frühen Mittelalter, den Fragen. Sie ist eine der Figuren aus der Erzählung Der Tod des Spielmanns.

Nike: „Hallo Seraina. Schön, dass du wieder da bist. Nachdem wir uns gestern über Scham unterhalten haben, geht es heute um Stolz. Gibt es etwas, auf das du rückblickend besonders stolz bist?“

Seraina: „Sei gegrüßt, Nike. Stolz ist ein großes Wort und wir waren kleine Leute. Stolz konnten wir uns nicht leisten. Aber doch, es gibt eine Sache, auf die ich tatsächlich stolz bin.“

Nike: „Lass mich raten. Darauf, dass du weggelaufen bist? Du hast diesen Moment der Freiheit erwähnt.“

Seraina: „Das war ein wundervolles Gefühl. Aber stolz? Nein! Stolz bin ich darauf, Corvin das Leben gerettet zu haben. Wenigstens ihm.“


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem kann es bei diesen Anbietern heruntergeladen werden:

https://books2read.com/Spielmannsfluch

(Der Klick auf eines der Icons leitet in den jeweiligen Shop weiter)

#CharactersofSeptember (Tag 24) – Seraina über das Schrecklichste, was sie Corvin angetan hat

Wer hier mitliest, weiß inzwischen vermutlich sehr genau, dass es bei Characters of September darum geht, fiktiven Charakteren eine Stimme zu geben. Trotzdem schreibe ich es für die Neueinsteiger sicherheitshalber noch einmal dazu.
Bei mir beantwortet Seraina, eine Spielfrau aus dem frühen Mittelalter die Fragen.

Nike: „Hallo Seraina! Noch einmal herzlichen Dank, dass du dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Ich weiß, dass dir die Fragen sehr zusetzen und auch die nächste wird vermutlich nicht leicht. Es geht darum, was das Schrecklichste war, das du jemandem, den du liebst, angetan hast.“

Seraina: „Du hast recht. Ich hätte es mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen sollen, bevor ich zusage. Oder die Fragen genauer lesen. Manche davon sind wirklich …
Warum wird so in den düsteren Winkeln der Seele gestochert? Was soll das bringen? Glaubt wirklich jemand, mich besser zu kennen, nur weil solche Sachen ans Licht gezerrt werden? Ist denn der Kern meines Seins das Böse? Sind es nicht auch die hellen Dinge? Meine Talente und Fähigkeiten, die schönen Erlebnisse; das, was mich mit anderen verbindet? Warum sprechen wir nicht über meine Beziehung zu Corvin oder – wenn es denn schon hart und schwer sein muss – über das Leben als Fahrende und darüber, wie es ist, Geld für Ehre zu nehmen?“

Nike: „Tut mir leid, aber …“

Seraina: „Ja, ja, ich weiß. Du hast die Fragen nicht gemacht und so weiter. Hatten wir schon. Also kurz die Antwort: Das Schlimmste, was ich Corvin, meiner großen Liebe angetan habe, war natürlich die Drohung, ihn mit in den Tod zu nehmen. Ich habe damals keinen anderen Weg gesehen, aber es zerschneidet mir immer noch das Herz, wenn ich an das Entsetzen in seinen Augen denke.“


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#CharactersofSeptember (Tag 21) – Serainas Kindheit

Characters of September ist eine Challenge, die fiktiven Charakteren die Gelegenheit gibt, über sich selber zu reden. Bei mir kommt Seraina zu Wort, eine Spielfrau aus dem 8. Jahrhundert. Ein Teil ihrer Geschichte wird in Der Fluch des Spielmanns erzählt.

Nike: „Hallo Seraina, noch mal zurück zu deinen Jahren als Sklavin. Du warst damals ja doch Teil der familia und du hast uns auch von einigen glücklichen Augenblicken erzählt. Kann daraus schließen, dass du eine halbwegs glückliche Kindheit hattest?

Seraina: „Glaubst du ernsthaft, ich hätte ein Dach über dem Kopf, ein Bett, Kleidung und regelmäßiges Essen aufgegeben, um ein Leben auf der Straße zu führen, den Unbilden des Wetters ausgesetzt, ohne zu wissen, wann ich wieder etwas in den Magen bekomme, wenn meine Kindheit auch nur halbwegs erträglich gewesen wäre? Dass ich Corvin nur aus romantischen Gefühlen gefolgt bin? Nein, so naiv war ich nicht.
Meine Kindheit bestand aus Verwünschungen, Maulschellen, Tritten, Stockhieben, Angst und Einsamkeit, und später, als ich älter wurde, kamen noch harte Arbeit und die Begehrlichkeiten der Männer dazu. Ich war Sklavin, mich schützte keiner. Eher hat mich die Herrin geschlagen, weil ich die Männer vom Arbeiten ablenke. Später konnte ich mir wenigstens aussuchen, wem ich zu Willen bin und habe noch Geld dafür bekommen.“


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#CharactersofSeptember (Tag 20) – Seraina und Haustiere

Bei Characters of September kommen fiktive Charaktere zu Wort. Bei mir ist es Seraina, aus Der Fluch des Spielmanns die auf die Fragen der Challenge antwortet. Zum besseren Verständnis ihrer Antworten muss gesagt werden, dass Seraina seit ca. 1200 Jahren tot ist. Ihre Knochen wurden vor einigen Jahren bei Bauarbeiten gefunden. Der Fluch des Spielmanns ist auch eine mögliche Rekonstruktion der Umstände ihres Todes.

Nike: „Hallo Seraina, nach den Fragen zu deiner Familie und Freunden geht es heute um Tiere. Genau gesagt, um Haustiere.“

Seraina: „Haustiere? Was soll das sein?“

Nike: „Tiere, die man sich als Gesellschaft hält. Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten …“

Seraina: „Meine Herrin damals hatte einen Vogel in einem Käfig. Und natürlich hatten sie Hunde, um Haus und Werkstatt zu verteidigen. Aber die waren im Hof angekettet. Ins Haus haben die nie gedurft und das war auch gut so. Ich hatte Angst vor denen.
Nur vor Huldas Hunden hatte ich keine Angst. Aber die waren auch ganz anders. Außerdem habe ich sie ja schon gekannt, als sie noch ganz klein waren.
Katzen habe ich nur ein paar mal im Wald gesehen. Und Ratten?! Warum sollte jemand Ratten haben wollen? Da wo ich groß geworden bin, hielt man Frettchen, um sie loszuwerden! Die anderen Tiere kenne ich nicht.“


Anm.: Tatsächlich kann Seraina keine Meerschweinchen kennen, da diese erst in der Neuzeit aus Süd- und Mittelamerika nach Europa kamen. Kaninchen hingegen waren in Norditalien bereits bekannt, wurden aber in speziellen Gehegen gehalten, so dass sie vermutlich wirklich nie eins gesehen hat.

 

 


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem gibt es das eBook bei diesen Anbietern:

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