Lebenszeichen

Auf dem Blog ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden, aber mein Karma fand, dass ich mich noch um zwei bis drei andere Dinge kümmern sollte. Immer nur Familie, Schreiben, Bloggen, Social Media, Marketing – das war ihm auf die Dauer wohl zu wenig. Na, jedenfalls hat es für Abwechslung gesorgt.

Leider hat es dabei übersehen, dass der Tag trotzdem nicht mehr als 24 Stunden hat und der Mensch irgendwann vielleicht auch mal schlafen sollte (eine vollkommen überbewertete Tätigkeit, ich weiß). Deshalb sind Blog und Schreiben leider ein bisschen kurz gekommen.

Aber ich habe gute Nachrichten:

  • Die Vampirgeschichte ist in der ersten Version fertig. Aktuell fräse ich mich durch die Überarbeitung, was vor allem bedeutet, Anachronismen zu eliminieren. Dadurch, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt, hat sich leider einiges eingeschlichen, was dort nichts zu suchen hat. Wäre ich Jasper Fforde, würde ich vermutlich jetzt überlegen, welchen Schaden Anachronismen in Romanen anrichten können und wie ich Thursday Next aus dem Ruhestand holen kann. Allerdings bin ich nicht Jasper Fforde.
  • Dafür habe ich eine weitere Geschichte aus der Welt der Khon in Planung. Sie spielt etwa 60 Jahre nach Steppenbrand. Damit ist sie vollkommen eigenständig zu lesen, obwohl es natürlich immer wieder Bezüge gibt. Sogar die goldenen Reiter tauchen wieder auf. Über den Umfang kann ich jetzt noch nichts genaueres sagen, aber vermutlich wird sei deutlich länger sein, als alle bisher im Codex Aureus erschienenen Texte. Aktuell fliegen mir die Ideen dafür nur so zu oder vielmehr habe ich das Gefühl, die Geschichte sei schon da, ich müsse sie nur finden und nacherzählen.
  • Außerdem beabsichtige ich, Steppenbrand als Print herauszugeben, da die Veröffentlichung über BoD weitaus günstiger ist, als gedacht. Erscheinungsdatum ist ein paar Wochen vor der neuen Khon-Story, die aufgrund der vermuteten Länge ebenfalls für den Druck vorgesehen ist.

Trotzdem wird es im Blog die nächste Woche sehr ruhig bleiben, weil ich mit der 30-Jahr-Feier meines Mittelaltervereins beschäftigt bin. Auch meine Vorbereitungen hierfür sind arg ins Hintertreffen geraten. Aber danach …

Hoffe ich jedenfalls.

Wir lesen uns.

Nun doch Schreibtipps im Blog

Das ist eines der Ergebnisse der Umfrage im Beitrag vom 27. Dezember: Die potentiellen Leser des Blogs möchten Schreibtipps; etwas, das ich in der Eindeutigkeit nicht erwartet hätte.
Die Umfrage war aber noch in anderer Hinsicht aufschlussreich. Nachdem ich den Beitrag zunächst nur über meine Hauptkanäle, als Twitter und den WordPress-Reader geteilt habe, sahen die Ergebnisse nämlich ganz anders aus. Da rangierten die Selfpublisher-Themen an erster Stelle, gefolgt von den Fachartikeln zu Fantasy, Mythen und Historischem und Werkstattberichten. Die Schreibtipps kamen erst auf Platz 5.
Dieses Verhältnis änderte sich erst, als ich den Artikel über Facebook in verschiedenen Foren geteilt habe. Interessant ist außerdem, dass die Bereiche „Nachrichten vom Buchmarkt“, „Persönliches und Privates“ sowie „Rezensionen“ kaum angeklickt wurden.

Daraus ziehe ich den Schluss, dass meine jetzigen Leser mit dem Themenmix grundsätzlich zufrieden sind, ich das Blog aber für andere Inhalte öffnen muss, um neue Leser zu gewinnen. Aktuell sind Autoren offenbar die am Besten erreichbare Gruppe und da sie als Vielleser gelten, sind sie natürlich auch Teil der Zielgruppe des Blogs. Und da sie sich offenbar über Schreibtipps gewinnen lassen, wird es zukünftig Schreibtipps geben.
Allerdings muss ich mir noch überlegen, wie genau diese Schreibtipps aussehen werden. Schließlich sollen sie, wenn es sie schon gibt, auch etwas Neues darstellen. Artikel darüber, wie man den perfekten Protagonisten verfasst oder Adjektivitis vermeidet, gibt es aber schon reichlich. Außerdem misstraue ich Königswegen und Ratschlägen, die den Anspruch erheben, immer und unter allen Umständen gültig zu sein. Schon deshalb werde ich mich davor hüten. Da ich außerdem keine Ratgeberliteratur veröffentliche, sondern phantastische und manchmal historische Erzählungen, wird es bei der Ausrichtung des Blogs auf Fantasy und historisches bleiben. Auch in Zukunft werden phantastische und historische Themen im Mittelpunkt stehen. Da dieser Bereich in der Umfrage an dritter Stelle genannt wird, wäre es vermutlich sinnvoll, ihn sogar ausbauen, z. B. durch eine regelmäßige wöchentliche Rubrik.

In dem Sinne: Es bleibt spannend. Ich hoffe, du bleibst / Sie bleiben mir gewogen.

Gute Vorsätze und konkrete Pläne für 2017

Irgendwie gehören gute Vorsätze zum Jahreswechsel. Man nimmt sich vor, im neuen Jahr abzunehmen oder wenigstens gesünder zu essen, endlich eine Fremdsprache zu lernen, öfter bei den Eltern anzurufen oder ganz allgemein ein besserer Mensch zu werden. Auch für mein Blog und das Veröffentlichen habe ich ein paar gute Vorsätze gefasst. Vor allem den, professioneller zu werden.

Meine guten Vorsätze

Bisher agiere ich mit dem Blog noch vollkommen spontan. Es gibt weder einen Veröffentlichungsplan, noch bestimmte Termine. Ich schreibe darüber, was mich gerade anspringt und zu den Zeiten, wo mir etwas einfällt. Dadurch kann es passieren, dass an einem Tag drei Artikel erscheinen und dann eine Woche oder länger gar nichts.
Ähnlich ist es mit den Veröffentlichungen. Gut, da plane ich die Termine und im vergangenen Jahr hat das auch ganz gut geklappt. Aber Werbung? Marketingkampagnen? Die überlege ich mir immer erst im letzten Moment. Wenn überhaupt.
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Beides will ich 2017 ändern. Für das Blog will ich einen Veröffentlichungsplan ausarbeiten. Das muss nicht heißen, dass gar nichts mehr spontan läuft, aber es sollte feste Termine für bestimmte Themen geben. Also z. B. Selfpub-Themen immer montags, Werkstattberichte am Mittwoch und Fantasy am Freitag. Und ich habe mir vorgenommen, zumindest für einzelne Ausgaben des Codex Aureus schon parallel zum Schreiben zu überlegen, wie, wo und wann ich auf das Erscheinen hinweisen will, atmosphärische Hintergründe und passende Pitches zu entwickeln.
Mal sehen, wie lange ich das durchhalte. Denn eins ist mal sicher: Viele Vorsätze halten nicht länger als der Kater zu Neujahr. Ein mehr Ausdauer traue ich mir dann allerdings doch zu.

Konkrete Pläne

Auch dieses Jahr soll es wieder 4 Ausgaben des Codex Aureus geben. Als Veröffentlichungstermine peile ich den 15. März, 15. Juni, 15. September und 15. Dezember an.
In der März-Ausgabe wird es um Großstadtvampire gehen. Allerdings nicht um die angesagte hippe Glitzer-und-Glamourvariante. Meine Vampire sind … anders. Aber dazu werde ich noch ein paar Blogbeiträge schreiben.
Im Juni steht eine neue Geschichte aus der Welt der Khon auf dem Plan. Dieses Mal wird es deutlich emotionaler, denn im Zentrum wird eine Liebesgeschichte stehen.
Für September plane ich wieder eine Geistergeschichte und zwar die Special Extendet Version von „Alte Geister„. Der Version hier im Blog fehlt ein ganzes Stück vom Anfang. Außerdem endet sie am ersten Wendepunkt.
Nur bei der Dezemberausgabe bin ich mir noch nicht sicher. Vielleicht zur Abwechslung was mit echtem Happy End.
Der wesentlichste Plan für das Blog ist, dieses Jahr endlich einen Newsletter zu starten. Auch inhaltlich wird es ein paar Änderungen geben. Aber bevor ich dazu konkret werde, muss ich mir erst mal überlegen, wie ich die Ergebnisse der Umfrage umsetze.

Wie sieht es bei dir/bei Ihnen aus? Hast du/haben Sie gute Vorsätze und Pläne für 2017?

Interview auf Literaturschock.de

Wer mich besser kennenlernen will: Susanne Kasper hat mich zu meinem Blog und den Gründen, weshalb ich blogge interviewt. Das ganze Interview gibt es auf literaturschock.de.

Ich sehe übrigens nicht immer so irre aus, wie auf dem Foto. Solche Eindrücke entstehen, wenn man keine professionellen Autorenfotos vorrätig hat, sondern auf schnell geschossene Selfies zurückgreift. Deshalb ganz wichtiger Vorsatz für 2017: Endlich zum Fotografen!

Themenwechsel

Weil ich nach der Ankündigung, das Theme wechseln zu wollen, schon mehrfach gefragt wurde: Es wird Ascentia werden und nach Wechsel wird das Blog ungefähr so aussehen:

neues-theme

Allerdings wird die linke Spalte verschwinden, weil ich finde, dass sie beim Lesen zu sehr ablenkt und auch am Feintuning muss ich noch ein bisschen arbeiten. Das muss aber bis zum Wochenende warten, weil sich gerade das Feintuning meist als furchtbarer Zeitfresser rausstellt.

Bye, bye Bold Life

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Bold Life heißt das bisherige Theme dieses Blogs. Ich mag es sehr. Es ist schlicht, übersichtlich und passt optisch hervorragend zu dem, was ich schreibe. Aber leider kann es keine Tabellen und lässt mir keine Möglichkeit, am CSS rumzuschrauben. Wenn „Der Fluch des Spielmanns“ erscheint, brauche ich diese Möglichkeit aber, um die einzelnen Ausgaben des Codex Aureus übersichtlich vorstellen zu können. Hintereinander, wie bisher, ist schon jetzt zu unübersichtlich.

Die hübsche Optik reicht einfach nicht mehr.

mural-1347673_640Also heißt es es Abschied nehmen. Ich habe heute schon einige Themes durchgesehen und mehrere für die engere Auswahl vorgemerkt. Bevor ich mich endgültig für eines entscheide, werde ich sie aber durchtesten. Deshalb kann es sein, dass sich das Aussehen des Blogs in nächster Zeit immer mal wieder ändert.

Ich hoffe, du bleibst mir trotz solcher Äußerlichkeiten gewogen.

 

Liebster Award: Danke an Textflash!

Herzlichen Dank an Michaela von Textflash für die Nominierung für den Liebster Award und gleichzeitig eine Folgeempfehlung. Auf Textflash gibt es jede Menge Informationen über Bücher, Autoren und den Buchmarkt. Vieles davon hat mich zu eigenen Artikeln inspiriert.

Da mein Blog schon zum zweiten Mal nominiert wurde, hier in aller Kürze nur ganz kurz das Wesentliche: Der Liebster Award ist eine Art Kettenbrief mit dem Ziel, kleine Blogs zu vernetzen und bekannter zu machen. Dazu werden von demjenigen, der die Nominierung ausspricht, Fragen gestellt, die die Nominierten beantworten und dann ihrerseits neue Blogs nominieren.

(die genauen Regeln finden sich weiter unten)

Michaelas Fragen:

Wem würdest du gern drei Wünsche erfüllen?

So richtig mit Zauberstab und Glitzerstaub? Da würde ich für Viele gerne die gute Fee sein; allen voran für meinen jüngeren Sohn. Da käme schon ein kleines Wunder sehr gelegen und mit dreien wäre auch anderen Kindern in seiner Situation geholfen.

 

Welche Leute sollten sich deiner Meinung nach mal miteinander unterhalten?

Alle und öfter. Vor allem sollten sie einander zuhören.

 

Welcher Musiker hat den passenden Song zu deinem Buch bzw. zu einem deiner Texte geschrieben?

Da ich ein Augen- und kein Ohrenmensch bin, müssen andere darüber entscheiden.

 

Wenn du ein Musikinstrument sein könntest, welches wärest du?

Wie eben angedeutet, kenne ich mich mit Musik und Instrumenten nicht besonders gut aus, aber wenn ich wählen müsste, würde ich vermutlich das Klavier nehmen, weil es diesen riesigen „Stimm“-Umfang hat und auch sonst unglaublich vielseitig ist.

 

Angenommen, du bekommst eine einstündige Audienz bei einem Glaubensführer, egal, welcher Religion er vorsteht. Welche Themen würdest du mit ihm diskutieren?

Wie er bei der Masse an Göttern und Religionen begründet, dass ausgerechnet sein Gott der Richtige ist, bzw. woher er die Sicherheit nimmt, den richtigen Glauben zu vertreten und aus welchen Glaubenssätzen er seine Ethik richtigen Handelns ableitet.

 

Jemand schenkt dir einen Gutschein für einen Sprachkurs, der so lange dauert, bis du die Sprache perfekt beherrscht. Welche Sprache würdest du lernen? Schwierige Entscheidung:

Der Kopf sagt: „Französisch“, weil Frankreich direkt nebenan liegt; der Bauch möchte lieber Spanisch, warum auch immer.

 

In wie vielen Sprachen kannst du “danke” sagen?

In 9 (Deutsch, Dänisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Russisch, Spanisch, Türkisch)

 

Kannst du die Frage Nr. 8 formulieren?

Nein, ich arbeite noch immer an der Formulierung nach der nach dem Universum und dem ganzen Rest, damit 42 endlich Sinn ergibt. ^^

 

Welche(n) verstorbene(n) Autor(in) würdest du gern mal treffen?

Gesetzt den Fall, ich bekomme einen Babelfisch mit auf die Reise: Marie de France. Die würde ich nicht nur ihrer Dichtungen wegen zu gerne einmal besuchen.

 

Erzählst du mir deinen Lieblingswitz?

Ja, so bald er mir wieder eingefallen ist, gerne!

 

Gibt es etwas, das ich deiner Meinung nach in diesem Fragenkatalog vergessen habe?

Ich vermisse die Frage danach, was man im Falle der Weltherrschaft als Erstes ändern würde. Aber die werde ich dann eben selber stellen.

Die Nominierten

Für die nächste Runde nominiere ich:

Alles Autoren mit sehr interessanten Blogs, die auch, aber nicht nur ums Schreiben, Veröffentlichen und Autorendasein kreisen.

Eure Aufgabe:

  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, gestellt hat.
  • Nominiere 2 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • 
Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
  • Das Beitragsbild kannst du optional in deinen Beitrag einfügen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.

Und jetzt meine Fragen:

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
  2. Hast du Vorbilder? Welche?
  3. Angenommen, du übernimmst morgen die Weltherrschaft: Was würdest du als Erstes ändern?
  4. Was liest du aktuell? Bitte poste den ersten Satz nach der Stelle, an der du eine Pause gemacht hast.
  5. Welche Bücher willst du in nächster Zeit lesen?
  6. Wen (egal ob lebendig, tot oder fiktiv) würdest du gerne für dein Blog interviewen?
  7. Die Zombieapokalypse ist da; die Erde wird evakuiert. Du gehörst zu den Glücklichen, die eine Rettungskapsel besitzen. Sie hat noch fünf freie Plätze. Wen nimmst du mit an Bord? (wieder egal ob lebendig, tot oder fiktiv)
  8. Stell dir vor, du hast eine Zeitmaschine: Wohin würdest du reisen?
  9. Eine gute Fee erscheint und verspricht, dir drei Wünsche zu erfüllen. Was wünscht du dir?
  10. In welchem Roman würdest du leben wollen?
  11. Was ist dein aktuelles Herzensprojekt? Bitte stelle es in ein paar Sätzen vor.

Die Burg ruft!

Die nächsten Tage wird es hier auf dem Blog etwas stiller werden, weil ich ins Mittelalter abtauche. Vier Tage Burgbelebung in Österreich. Kein Kaffee, kein Handy, kein WLAN. Dafür viele liebe Leute, interessante Gespräche und – wenn das Wetter hält: nasse Füße. Trotzdem werde ich mich nachher wieder wundern, warum wir modernen Menschen uns in so unbequeme Klamotten zwängen. Ok, Tütenärmel sind definitiv ungeeignet zum Autofahren, aber ein weiter Rock allemal komfortabler, als eine enge Jeans.

Die moderne Klamotte muss aber auch deshalb sein, weil ich auf dem Rückweg bei Verwandten Station machen werde, die Wert auf zeitgenössische Kleidung legen. Auch da werde ich es vermutlich nicht schaffen, länger online zu sein.

Ende nächster Woche bin ich dann aber wieder da und kümmere mich um Kommentare und den versprochenen Artikel zum Marketing von eBooks. Darin werde ich beleuchten, welche Fehler man beim Selbstmarketing über soziale Medien vermeiden sollte.

Veröffentlichen reicht nicht. Marketing von eBooks

Ob für Ruhm, Ehre oder Reichtum, wer schreibt, will in der Regel auch gelesen werden. Aber wie findet man als Autor und Selfpublisher seine Leser? Noch dazu, wenn man „nur“ eBooks schreibt?

Nach meinem Artikel dazu, warum ich Preisaktionen bei eBooks für kontraproduktiv halte, ging die Diskussion auch hinter den Kulissen weiter. Ich habe daraus so viel für mich mitgenommen, dass ich beschlossen habe, eine kleine Artikelserie über eBook-Marketing zu starten.

Zwar kann ich keinesfalls als alte Häsin auf dem Gebiet bezeichnen, weil ich selber noch am Anfang stehe. Aber dafür bin ich bereit, auch neue Wege auszuprobieren und werde hier erzählen, was klappt und was nicht. Deal?

Warum überhaupt Marketing?

Du hast ein Buch geschrieben und veröffentlicht. Also nehme ich an, dass du möchtest, dass es auch gelesen wird. Mir geht das jedenfalls so. Versteh mich nicht falsch: Ich finde es vollkommen o. k., nur für sich und vielleicht noch ein paar gute Bekannte zu schreiben; aber wenn wir ehrlich sind, hoffen die meisten von uns irgendwo auch auf Ruhm, Ehre und (wenigstens ein bisschen) Geld. Für meinen Teil sind mir Ruhm und Ehre vergleichsweise egal, aber ich möchte auf lange Sicht einigermaßen vom Schreiben leben können.

Aber egal, was genau die Motivation ist: Ein Buch veröffentlicht zu haben, ist keine Garantie dafür, dass irgendwer es liest. Genau genommen sind die Chancen deutlich höher, übersehen zu werden. Ganz besonders, wenn man ausschließlich eBooks veröffentlicht.

Mit anderen Worten: Wer gelesen werden will, muss etwas dafür tun. Leser kommen nicht von allein; man muss sie irgendwie ködern. Nichts anderes ist Marketing.

Besonderheiten des eBook-Marketings

Wenn ich mir angucke, welche Marketinginstrumente andere Autoren für ihre Bücher nutzen, stelle ich fest, dass einiges für mich von vornherein ausscheidet, weil ich nur eBooks veröffentliche. So sind z. B. Lesezeichen offenbar ein sehr beliebter Werbeträger – nur was soll man in einem eBook damit. Es hilft auch wenig, die örtliche Buchhandlung zu überreden, das Buch ins Programm zu nehmen.

Bei eBooks muss man andere Wege finden, um sichtbar zu werden.

Natürlich wäre es eine Idee, Anzeigen zu schalten. Aber ob die jemand liest? Das wage ich zu bezweifeln und mir fehlt das nötige Geld, es zu probieren.

Etwas spezifischer wären Flyer. Wenn man die da auslegt, wo sich potentielle Leser aufhalten, könnte das auch bei eBooks klappen. Voraussetzung ist also, dass man seine Zielgruppe kennt und weiß, wo man sie trifft. Allerdings ist die Reichweite begrenzt und auch Flyer kosten Geld.

Die kostengünstigste Lösung ist das Internet. Bei eBook-Lesern kann man voraussetzen, dass sie das Netz und soziale Medien nutzen. Außerdem bietet das Internet eine hohe Reichweite. Meine Blog-Artikel werden nicht nur aus dem deutschsprachigen Ausland, sondern regelmäßig auch aus Albanien, Irland, Kanada, Spanien und den USA abgerufen. Auf Twitter folgen mir Menschen, bei deren Sprache ich nicht einmal die Buchstaben verstehe. Unwahrscheinlich, dass ich auch nur einen davon mit einem Flyer erreicht hätte.

Wie finde ich meine Leser im Netz?

Natürlich ist „das Internet“ auch wieder riesig und nicht jede Ecke ist geeignet, um Leser zu finden. Ganz generell gilt aber, dass man dort, wo man sich selber wohlfühlt, auch Gleichgesinnte trifft. Sie gilt es aufzuspüren, anzusprechen und für sich zu gewinnen. Erfolgreiches Marketing setzt Kontakte voraus. Wenn du andere davon überzeugen kannst, dass dein Buch toll ist, werden sie wieder andere überzeugen. Auf diese Weise baust du dir nach und nach einen Unterstützerkreis auf – oder eine Fanbase, wenn dir der Ausdruck lieber ist.

Wichtig ist dabei, sich nicht auf einen einzelnen Kanal festzulegen, sondern verschiedene Kanäle zu bespielen und zu verbinden. So nutze ich mein Blog für längere Artikel (wie diesen) und Hintergrundinformationen, die langfristig sichtbar bleiben sollen. Für kleinere Artikel mit schnellerer Verfallszeit nutze ich Facebook nutze ich für mittlere Artikel und Kurzmitteilungen sende ich über Twitter. Aber sowohl die Facebookartikel, als auch Twittermitteilungen verlinke ich immer wieder auf das Blog. In dieses Konzept lassen sich auch Podcasts und Buchtrailer gut einbinden.

Newsletter

Eine weitere Möglichkeit, Leser zu binden, sind regelmäßige Mailingaktionen per Newsletter. Ich gebe zu, damit bisher noch gar keine Erfahrung zu haben, denn so ein Newsletter setzt voraus, dass du schon E-Mail-Adressen hast, an die du etwas versenden kannst und die habe ich bisher noch nicht. Außerdem bedeutet ein Newsletter zusätzliche Arbeit, denn du musst für Inhalte sorgen. Deshalb hatten für mich Blog, Twitterauftritt und die Seite bei Facebook bislang Priorität. Aber: Ein Newsletter ist für die Zukunft fest eingeplant. Aktuell versuche ich noch, die Technik dahinter zu verstehen und in meinen Blog einzubinden (was bei meinen Englischkenntnissen leider nicht so einfach ist). Die nächste Ausgabe des Codex Aureus hoffe ich dann schon mit dem Newsletter ankündigen zu können.

Das war jetzt ganz viel Grundsätzliches zum eBook-Marketing und vermutlich war dir vieles schon bekannt. Ich hoffe natürlich, dass dir der Artikel trotzdem gefallen hat und du mir und dem Blog treu bleibst. Im Gegenzug verspreche ich, dass der nächste Artikel deutlich spezifischer wird.