Ich bin dann mal fort – für ein paar Tage

Die nächsten Tage wird es sehr ruhig im Blog werden. Nicht nur, dass ich tagsüber die meiste Zeit auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs bin, es kommt auch eine gute Freundin zu Besuch – und ich werde meine BartBroAuthors Kollegen kennenlernen. Ein paar davon zumindest.
Damit sind auch die Abende verplant. Jedenfalls der vom Mittwoch und Donnerstag.

Am Freitagabend setze ich mich ganz ab, verschwinde aus dem hier und jetzt und reise ins Mittelalter. Am Wochenende bin ich als Adelige vom Dienst eingeteilt. Heißt: Ich muss als Burgherrin im klammen Palas hocken, weil man die Burg so schön archaisch rekonstruiert hat, während „mein“ Gesinde in der Küche Spaß hat.
Na, denen werde ich zusätzlich Feuer unter’m Hintern machen. ^^

Wir lesen uns dann ab Montag wieder.

Vielleicht auch erst ab Dienstag – je nachdem, wie fertig ich nach den fünf Tagen bin.

Hilfe, ich werde berühmt!

Ok, das war jetzt übertrieben, aber: Der Kollege und Mit-BartBroAuthor Bruno Thyke hat ein langes Interview mit mir geführt und auf seinem Blog veröffentlicht.
Wenn du wissen willst, wie ich als Autorin so ticke, schau doch mal hier vorbei:

Augenschelm fragt: Nike Leonhardt

Es geht um das Dasein als Autorin, das Schreiben und Veröffentlichungen und ein bisschen auch um meine Bücher.

Selfpublishing: Mehr als Drama, Humor und Happy End

Die Selfpublishing-Branche in Deutschland boomt“, wusste Die Zeit vor ein paar Tagen zu berichten. Was danach folgte, war allerdings mehr oder weniger der Pressemappe des Kindle-Storyteller-Awards entnommen: Viel über Poppy J. Anderson alias Alexandra Graham alias Carolin Bendel, die erste deutsche Selfpublisherin, deren Bücher die Millionenmarke überschritten haben. Ein bisschen KDP, ein bisschen über den Kindle-Storyteller-Award und sehr viel Amazon. Dazwischen noch zwei andere Autorennamen und ein kräftiger Schwung Platitüden über das, was angeblich den Selfpublisher ausmacht: „Drama, Humor und Happy End.“

Man weiß nicht recht, ob man das Popcorn rauskramen, sich lachend abwenden oder sich über so viel Klischee leise weinend ins Eck verkriechen soll.

Klar gehen Drama, Humor und Happy End immer. Das weiß man spätestens seit dem Aufkommen der Heftromane im 19. Jahrhundert. Noch heute übertrifft ihre Auflage die der „ernsthaften Belletristik“ bei weitem, ohne dass irgendein Redakteur auf die Idee kommt, deshalb vom Boom des Buchmarkts zu sprechen. Geschweige denn, dass man den gesamten Printsektor dahingehend verallgemeinert, Bücher seien seichte Unterhaltung voller Klischees, „die Emotionen und Unterhaltung pur versprechen“.

Bei eBooks wird mit genau diesen Verallgemeinerungen hantiert. Da ist Die Zeit ganz auf einer Linie mit Wolfgang Tischer vom Literaturcafe, der selbstveröffentlichte eBooks ausschließlich als „Markt für das Minderwertige“ sieht.
Von so einer renommierten Zeitung, wie der Zeit hätte ich mehr Differenzierung erwartet. Vor allem aber mehr Recherche.

Von fehlender Recherche zeugt schon die Tatsache, dass Selfpublishing praktisch mit Amazon (bzw KDP) gleichgesetzt wird, obwohl im Printbereich diverse Anbieter existieren und auf dem eBook-Sektor die Tolino Media GmbH praktisch gleichauf liegt.

Ich hätte auch erwartet, dass auch außerhalb der Pressemappe nach Autorennamen gesucht und berichtet wird – und wenn es nur diejenigen wären, die ihre Bücher zum Kindle-Storyteller-Award angemeldet haben.
Aber selbst abseits davon wäre man mit wenig Aufwand schnell fündig geworden und dann wäre vielleicht aufgefallen, dass es jenseits von Drama, Humor und Happy End durchaus mehr zu finden gibt: Autoren, wie Jens Michael Volckmann zum Beispiel, dessen Novelle „Neunundneunzig Namen“ ganz hervorragende Gegenwartsliteratur ist – die aber kein Verleger ins Programm nehmen wird, weil deutsche Verlage keinen Markt für Novellen und Kurzgeschichten sehen. Man könnte auch über Nina C. Hasse schreiben, deren Steampunk-Krimi „Ersticktes Matt“ vor einiger Zeit einen so furiosen Start hingelegt hat, dass der Titel es sogar in die Top Ten der Twitter-Hashtags geschafft hat. Man könnte über Autorenvereinigungen, wie die BartBroAuthors oder Quindie schreiben, über Plattformen wie Neobooks; darüber was Amazons Konkurrenten Tolino und Kobo anders machen oder, oder, oder.
Möglichkeiten gäbe es genug. Wenn man denn über Selfpublisher schreiben will.

Wenn es dagegen darum ging, über den Kindle-Storyteller-Award und Poppy Andersson zu berichten, ist der Artikel durchaus gelungen, segelt aber unter falscher Flagge und bewirkt damit ebenfalls eine Desinformation des Lesers, denn wie schon gesagt, haben Selfpublisher deutlich mehr zu bieten, als Schmonz und Klischee. Darin unterscheiden sie sich um nichts vom normalen Buchmarkt.

Liebster Award: Danke an Textflash!

Herzlichen Dank an Michaela von Textflash für die Nominierung für den Liebster Award und gleichzeitig eine Folgeempfehlung. Auf Textflash gibt es jede Menge Informationen über Bücher, Autoren und den Buchmarkt. Vieles davon hat mich zu eigenen Artikeln inspiriert.

Da mein Blog schon zum zweiten Mal nominiert wurde, hier in aller Kürze nur ganz kurz das Wesentliche: Der Liebster Award ist eine Art Kettenbrief mit dem Ziel, kleine Blogs zu vernetzen und bekannter zu machen. Dazu werden von demjenigen, der die Nominierung ausspricht, Fragen gestellt, die die Nominierten beantworten und dann ihrerseits neue Blogs nominieren.

(die genauen Regeln finden sich weiter unten)

Michaelas Fragen:

Wem würdest du gern drei Wünsche erfüllen?

So richtig mit Zauberstab und Glitzerstaub? Da würde ich für Viele gerne die gute Fee sein; allen voran für meinen jüngeren Sohn. Da käme schon ein kleines Wunder sehr gelegen und mit dreien wäre auch anderen Kindern in seiner Situation geholfen.

 

Welche Leute sollten sich deiner Meinung nach mal miteinander unterhalten?

Alle und öfter. Vor allem sollten sie einander zuhören.

 

Welcher Musiker hat den passenden Song zu deinem Buch bzw. zu einem deiner Texte geschrieben?

Da ich ein Augen- und kein Ohrenmensch bin, müssen andere darüber entscheiden.

 

Wenn du ein Musikinstrument sein könntest, welches wärest du?

Wie eben angedeutet, kenne ich mich mit Musik und Instrumenten nicht besonders gut aus, aber wenn ich wählen müsste, würde ich vermutlich das Klavier nehmen, weil es diesen riesigen „Stimm“-Umfang hat und auch sonst unglaublich vielseitig ist.

 

Angenommen, du bekommst eine einstündige Audienz bei einem Glaubensführer, egal, welcher Religion er vorsteht. Welche Themen würdest du mit ihm diskutieren?

Wie er bei der Masse an Göttern und Religionen begründet, dass ausgerechnet sein Gott der Richtige ist, bzw. woher er die Sicherheit nimmt, den richtigen Glauben zu vertreten und aus welchen Glaubenssätzen er seine Ethik richtigen Handelns ableitet.

 

Jemand schenkt dir einen Gutschein für einen Sprachkurs, der so lange dauert, bis du die Sprache perfekt beherrscht. Welche Sprache würdest du lernen? Schwierige Entscheidung:

Der Kopf sagt: „Französisch“, weil Frankreich direkt nebenan liegt; der Bauch möchte lieber Spanisch, warum auch immer.

 

In wie vielen Sprachen kannst du “danke” sagen?

In 9 (Deutsch, Dänisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Russisch, Spanisch, Türkisch)

 

Kannst du die Frage Nr. 8 formulieren?

Nein, ich arbeite noch immer an der Formulierung nach der nach dem Universum und dem ganzen Rest, damit 42 endlich Sinn ergibt. ^^

 

Welche(n) verstorbene(n) Autor(in) würdest du gern mal treffen?

Gesetzt den Fall, ich bekomme einen Babelfisch mit auf die Reise: Marie de France. Die würde ich nicht nur ihrer Dichtungen wegen zu gerne einmal besuchen.

 

Erzählst du mir deinen Lieblingswitz?

Ja, so bald er mir wieder eingefallen ist, gerne!

 

Gibt es etwas, das ich deiner Meinung nach in diesem Fragenkatalog vergessen habe?

Ich vermisse die Frage danach, was man im Falle der Weltherrschaft als Erstes ändern würde. Aber die werde ich dann eben selber stellen.

Die Nominierten

Für die nächste Runde nominiere ich:

Alles Autoren mit sehr interessanten Blogs, die auch, aber nicht nur ums Schreiben, Veröffentlichen und Autorendasein kreisen.

Eure Aufgabe:

  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, gestellt hat.
  • Nominiere 2 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • 
Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
  • Das Beitragsbild kannst du optional in deinen Beitrag einfügen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.

Und jetzt meine Fragen:

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
  2. Hast du Vorbilder? Welche?
  3. Angenommen, du übernimmst morgen die Weltherrschaft: Was würdest du als Erstes ändern?
  4. Was liest du aktuell? Bitte poste den ersten Satz nach der Stelle, an der du eine Pause gemacht hast.
  5. Welche Bücher willst du in nächster Zeit lesen?
  6. Wen (egal ob lebendig, tot oder fiktiv) würdest du gerne für dein Blog interviewen?
  7. Die Zombieapokalypse ist da; die Erde wird evakuiert. Du gehörst zu den Glücklichen, die eine Rettungskapsel besitzen. Sie hat noch fünf freie Plätze. Wen nimmst du mit an Bord? (wieder egal ob lebendig, tot oder fiktiv)
  8. Stell dir vor, du hast eine Zeitmaschine: Wohin würdest du reisen?
  9. Eine gute Fee erscheint und verspricht, dir drei Wünsche zu erfüllen. Was wünscht du dir?
  10. In welchem Roman würdest du leben wollen?
  11. Was ist dein aktuelles Herzensprojekt? Bitte stelle es in ein paar Sätzen vor.