Lebenszeichen

Da ich so lange nichts veröffentlicht habe, wollte ich wenigstes kurz vermelden, dass es mich und das Blog noch gibt. Das Leben bietet gerade ein Übermaß an Herausforderungen und die restliche Zeit fülle ich damit, die notwendigen Anpassungen an die DSGVO vorzunehmen. Soweit das eben geht.

Trotzdem: Mich, das Blog und meine Bücher wird es weiter geben. Und bald gibt es auch wieder neuen Lesestoff. Versprochen!
Bis dahin empfehle ich einen Klick auf die Kategorie Leseproben. Da gibt es auch einige unbekanntere Geschichten zu entdecken.

 

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Warum ausgerechnet Fantastik?

Warum mich diese Frage gerade wieder beschäftigt? Vor ein paar Tagen hatte ich folgendes Gespräch:

„Woran schreibst du gerade?“
„Eine Geschichte über Werwölfe im Wilden Westen.“
Kurze Pause, dann: „Gab es das denn?“

Den Teil kennst du vielleicht schon von Twitter. Aber es ging natürlich weiter, auch wenn mir keine besonders schlagfertige Antwort eingefallen ist. Ich habe lediglich gesagt, dass ich persönlich nicht an die Existenz von Werwölfen glaube und deshalb davon ausgehe, dass es auch im Wilden Westen keine gegeben haben wird.
Darauf kam die Antwort:

„Ach, wieder so ein Fantasy-Kram.“

Mit dem deutlichen Unterton: „Kannst du denn nicht mal was RICHTIGES schreiben.“

Um es ganz klar zu sagen: Natürlich kann ich über die reale Welt und die Spannungen darin schreiben. Es gibt schließlich genug davon. Aber warum sollte ich?
Über die reale Welt zu schreiben, bedeutet auch, sich selber auf genau diese eine Realität zu beschränken. In gewisser Weise bedeutet es auch, sein Denken auf das zu hier und jetzt zu beschränken. Und genau das will ich nicht. Für mich ist die Fantastik ein Experimentierfeld. Wenn man fantastische Elemente in die Realität integriert oder neue Welten baut, werden andere Gesellschaftsmodelle denkbar. Es ist möglich, sich von einem anthropozentrischen Weltbild zu lösen, ohne dass das Ergebnis weird wirkt. Fantastik beschränkt sich eben nicht darauf, bestehende Denkmuster durch Drachen, Magie oder Raumschiffe aufzupeppen oder Klischees in Endlosschleife zu wiederholen. Natürlich gibt es das alles. Aber wer wollte bestreiten, dass es das in der „normalen“ Belletristik auch gibt?

Eigentlich müsste die Frage in der Überschrift daher andersrum gestellt werden: Warum sollte man sich beschränken? Warum etwas anderes schreiben, als Fantasy?

Ausgaben 1,2,3,4

Mehr zu meinen Büchern gibt es hier.

Triff mich auf der Leipziger Buchmesse

Nicht mal mehr zwei Wochen bis zur Leipziger Buchmesse! Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und nun ist es höchste Zeit, anzukündigen, wofür.

Dass ich auf der Buchmesse sein würde, hatte ich ja schon längst geschrieben. Ich werde am Nornenstand (Halle 2 J303) die Neuauflage von Steppenbrand und die gerade erschienene Taschenbuchausgabe von Biss zum letzten Akt präsentieren. Beide Bücher wird es dort auch zu gewinnen geben.
Selbstverständlich werde ich den Stand auch mitbetreuen. Falls sich nichts ändert, sind meine „Dienstzeiten“ am Donnerstag den 15.03 von 12:00 bis 14:00 Uhr und am Sonntag von 16:00 bis zum Schluss um 18:00. Aber auch sonst werde ich mich oft dort herumtreiben.

Außerdem werde ich bei zwei Talkrunden mitmachen und eine Lesung halten.
Die erste Talkrunde hat die Frage Was macht mich zum Schriftsteller? und findet am Donnerstag den 15.03. um 15:00 statt (Forum autoren@leipzig, Halle 5, Stand D600). Veranstalter ist das Netzwerk Autorenrechte im BVjS, weitere Teilnehmer: Gino Leineweber, Eva Leipprand und Tanja Steinlechner.

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Die zweite Talkrunde wird vom Nornennetz veranstaltet und befasst sich mit Frauen in der Fantastik. Die Diskussion wird sich nicht nur um die vielbeschworenen starken Frauenrollen drehen, sondern auch über Frauen im Literaturbetrieb. Mitdiskutierende sind Nora Bendzko und Katherina Ushachov, die Moderation hat Stella Delaney. (17.03.2018 ab 16:30 Uhr, Leseinsel Fantasy, Halle 2, Stand H410/J400)

Meine Lesung findet am Nornenstand (Halle 2 J 303) statt. Ich werde dort am Sonntag, den 18.03. von 11:00 bis 11:30 Uhr aus „Der Fluch des Spielmanns“ und „Biss zum letzten Akt“ vorlesen und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen.

Lesung und Meet & Greet mit Nike Leonhard, Sonntag den 18.03.2018 v. 11:00-11:30 am Stand des Nornennetzes auf der Leipziger Buchmesse (Halle 2 J 303)

NaNoWriMo (Tag 6) – erstaunlicherweise noch im Soll

Soll ich was verraten? Am Wochenende habe ich geschwänzt. Statt zu schreiben bin ich auf einer Geburtstagsfeier gewesen, habe bis in die Puppen gezockt und viel zu viel getrunken. Scheiß auf den Wordcount. Der Spaß war die Müdigkeit danach allemal wert.

Die Müdigkeit hält bis jetzt an. Deshalb habe ich mein Tagesziel auch um ein paar hundert Worte unterboten. Trotzdem bin ich laut Statistik immer noch im Soll.
Eigentlich könnte ich für heute also Schluss machen.

Andererseits ist übernächstes Wochenende eine Tagung, auf die ich mich schon seit Monaten freue. Und überhaupt ist es mit Wochenenden und Schreiben so eine Sache, wenn die ganze Familie um einen herumspringt.

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Bildquelle: janeb13 via pixabay

#NaNoWriMo (Tag 3): Über eine liebenswürdige Antagonistin

Aktuell schreibe ich das Tagebuch der Antagonistin, bin also sehr mit ihr verbunden und gewinne sie dadurch richtig lieb. Sie ist ein lieber Mensch mit guten Absichten. Das ist einerseits gut, weil das (hoffentlich) auch auf die Gefühle der Leserschaft

überträgt, was der Geschichte dann eine Tiefe gibt, die ich nicht eingeplant hatte. Andererseits muss ich aufpassen, dass die die Biege noch kriegt, sonst kippt das Ganze und die Geschichte wird unglaubwürdig.

Die Protas müssen noch ein bisschen warten, bis ich mich mit ihnen befassen kann. Aber das ist auch fair, weil sie zu diesem Zeitpunkt (also dem, zu dem die Antagonistin schreibt) noch gar nicht geboren sind.

Im Buch werden sich Haupthandlung und Tagebuchauszüge abwechseln, bis die Antagonistin für sich selber sprechen kann und beides zu einem Handlungsstrang zusammenfließt. Ein bisschen, wie bei modernen Thrillern, wo der irre Killer auch immer wieder Kapitel bekommt, in denen er seine Perspektive darlegt – nur ist meine Antagonistin halt tot. Oder auch nicht. Jedenfalls nicht vollständig.

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Quelle: DasWortgewand via pixabay

Mörderische Pläne für den #NaNoWriMo

Ich habe Fun Facts über den NaNo und den Schreibprozess von „Shirrin und Barkat“ (so heißt das Projekt) versprochen. Nun also …

Ich habe die Angewohnheit, mit mir selber zu reden. Das geht von einem gemurmelten: „wo ist jetzt wieder …?“ bis zu längeren Pro-und-Kontra-Diskussionen. Je mehr mich etwas beschäftigt, desto intensiver.
Und so ein Roman beschäftigt mich sehr, selbst wenn ich gerade nicht am Rechner sitze. Vielleicht sogar gerade dann, weil die Gedanken dann nicht auf den Text fokussiert sind, sondern freier flottieren. Jedenfalls kam es heute morgen bei der Hunderunde zu folgendem Selbstgespräch:

Wird höchste Zeit, dass der Opa stirbt. Dann noch ein paar Monate und ich kann den Rest der Familie umbringen.

Ich hoffe, mich hat keiner gehört.

Alles NaNo, oder was?

Es ist November und irgendwie gehört es schon fast dazu, beim NaNo (NaNoWriMo = National November Writing Month) mitzumischen. Ziel ist es, in dieser Zeit 50.000 Worte zu schreiben und gerne auch ein paar darüber.

Das passt in diesem Jahr für mich um so besser, weil immer wieder angefragte Spinn-off zu Steppenbrand gerne ein Roman werden möchte. Da bringt der NaNo hoffentlich den nötigen Schwung, um im Schreibfluss zu bleiben und den einen oder anderen ebenfalls notwendigen Tritt, nicht in bewährte Prokrastinationsmuster zu verfallen.

Das heißt aber auch, dass es im November keine langen Blogartikel geben wird. Dafür verspreche ich öfter mal Fun Facts über das Werk und den Schreibprozess zu bringen. Hier gleich der erste:

In der Backgroundstory taucht ein Prophet namens Dafuq al Bernejd auf. Der Name entstand spontan, verrät aber vielleicht gerade deshalb einiges über meine Einstellung zu Propheten, Auserwählten und Esoterik. Ich hoffe, das ist nicht zu auffällig.

[Werkstattbericht] – Eine Religion entsteht

Wie ich vor ein paar Tagen schon auf Twitter gemutmaßt habe, wird das Schreiben dieses Mal noch ein bisschen länger dauern. Meine nächste Geschichte möchte nämlich ein Roman werden.

Sorry dafür, es war anders geplant.

Die Liebesgeschichte hatte ich ja noch kommen sehen. Aber dass die Backstory so viel Raum fordern würde … Aktuell beschäftigt mich die Religionsgeschichte von Hesbaan.
Ja, du hast richtig gehört: Religionsgeschichte. Auch Religionen sind keine starren, monolitischen Gebilde, auch wenn manch religiöse Fanatiker es gern anders hätte. Daher ist es vielleicht kein Wunder, dass mir, als ich einen Propheten brauchte, sofort der Name Dafuq al Banejid einfiel.
Mir ist noch nicht ganz klar, ob das nicht vielleicht zu offensichtlich ist. Aber, wenn man es unbefangen liest … Nö. Oder?

Nike in Flammen
Bild: Elenor Avelle

[Werkstattbericht] #Autorenleben

Zum heutigen Werkstattbericht musste ich mal keine Gedanken machen. Das hat mir Señor Rolando vom Büchergefahr! Podcast mit seinem Interview abgenommen.
Wer also schon immer wissen wollte, wie das Leben einer zukünftigen Bestsellerautorin aussieht, welche Vorteile ich mir vom Netzwerken verspreche oder einfach mal hören will, wie ich „in echt“ klinge, erfährt das hier:

Büchergefahr! Folge 55: Alltag einer Autorin

Büchergefahr!Interview