#CharactersofSeptember (Tag 20) – Seraina und Haustiere

Bei Characters of September kommen fiktive Charaktere zu Wort. Bei mir ist es Seraina, aus Der Fluch des Spielmanns die auf die Fragen der Challenge antwortet. Zum besseren Verständnis ihrer Antworten muss gesagt werden, dass Seraina seit ca. 1200 Jahren tot ist. Ihre Knochen wurden vor einigen Jahren bei Bauarbeiten gefunden. Der Fluch des Spielmanns ist auch eine mögliche Rekonstruktion der Umstände ihres Todes.

Nike: „Hallo Seraina, nach den Fragen zu deiner Familie und Freunden geht es heute um Tiere. Genau gesagt, um Haustiere.“

Seraina: „Haustiere? Was soll das sein?“

Nike: „Tiere, die man sich als Gesellschaft hält. Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten …“

Seraina: „Meine Herrin damals hatte einen Vogel in einem Käfig. Und natürlich hatten sie Hunde, um Haus und Werkstatt zu verteidigen. Aber die waren im Hof angekettet. Ins Haus haben die nie gedurft und das war auch gut so. Ich hatte Angst vor denen.
Nur vor Huldas Hunden hatte ich keine Angst. Aber die waren auch ganz anders. Außerdem habe ich sie ja schon gekannt, als sie noch ganz klein waren.
Katzen habe ich nur ein paar mal im Wald gesehen. Und Ratten?! Warum sollte jemand Ratten haben wollen? Da wo ich groß geworden bin, hielt man Frettchen, um sie loszuwerden! Die anderen Tiere kenne ich nicht.“


Anm.: Tatsächlich kann Seraina keine Meerschweinchen kennen, da diese erst in der Neuzeit aus Süd- und Mittelamerika nach Europa kamen. Kaninchen hingegen waren in Norditalien bereits bekannt, wurden aber in speziellen Gehegen gehalten, so dass sie vermutlich wirklich nie eins gesehen hat.

 

 


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Die Erzählung Der Fluch des Spielmanns ist als eBook für alle gängigen Lesegeräte erhältlich. Unter anderem gibt es das eBook bei diesen Anbietern:

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#CharactersofSeptember (Tag 19) – Was Seraina verabscheut

Im Rahmen der Challenge Characters of September stellen sich fiktive Charaktere selber vor. Bei mir ist es Seraina, eine Spielfrau aus dem frühen Mittelalter, die aus ihrem Leben (und von ihrem Tod) erzählt.

Nike: „Hallo Seraina, nachdem wir gestern darüber gesprochen haben, was dir an deinen Freunden wichtig ist, geht es heute genau um das Gegenteil: Was kannst du bei anderen gar nicht leiden?“

Seraina: „Das ist seltsam. Bei dem was wichtig ist, fiel mir nur eine Sache ein. Aber jetzt – das ist ein ganzer Strauß an Eigenschaften, die ich nicht mag. Heimtücke, Arglist, Neid, Gier, Überheblichkeit …“

Nike: „Wenn du jetzt auch noch ‚Wollust‘ sagst, haben wir fast die sieben Todsünden.“

Seraina: „Was sind ‚Todsünden‘? Und was sollte gegen Wollust sprechen?“

Nike: „Die sieben Todsünden, vor denen die christliche Kirche warnt? Nie davon gehört?“

Seraina: „Wenn es dafür Essen gibt, gehe ich schon mal in eine Kirche. Aber sonst? Was sollte ich da?“


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#CharactersofSeptember (Tag 18) – Was Seraina an Freunden schätzt

Seraina ist einer der Geister aus Der Fluch des Spielmanns. Im Rahmen der Challenge #CharactersofSeptember erzählt sie aus ihrem Leben als Spielfrau im frühen Mittelalter.

Nike: „Unser gestriges Gespräch über deine Freunde ist unerwartet lang geworden. Ich bin gespannt, ob das heute ebenso ist. Heute geht es nämlich darum, was dir bei deinen Freunden wichtig ist.“

Seraina: „Dann wird das heute ein kurzes Gespräch. An meinen Freunden ist mir vor allem der Zusammenhalt wichtig. Alles andere lässt sich ertragen. Gerade wenn man sonst niemanden hat.“


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#CharactersofSeptember (Tag 17) – Serainas Freunde

Bei Characters of September kommen fiktive Charaktere zu Wort. Bei mir stellt sich Seraina, eine Spielfrau und Geist aus Der Fluch des Spielmanns den Fragen der Challenge.

Nike: „Hallo Seraina und danke noch mal, dass du dir so viel Zeit nimmst. Heute wird es aber vermutlich ein kurzes Interview, denn heute geht es um deinen Freundeskreis. Nach dem, was du in den vergangenen Tagen erzählt hast, ist der eher klein, oder?“

Seraina (lacht): „Klein ist eine gelungene Untertreibung. Wenn man Corvin als meinen Freund und nicht als meinen Mann betrachtet, habe ich neben Hulda genau einen Freund.“

Nike: „Das heißt, du würdest ihn immer noch als deinen Freund ansehen? Trotz seines Verrats?“

Seraina: „Was meinst du mit Verrat? Dass er Hulda nachgestiert hat? Welcher Mann hat das nicht?
Dass er nicht mit uns gestorben ist? Warum sollte er! Ich bin froh, dass er überlebt hat!“

Nike: „Trotzdem hast du ihn nach eurem Tod verfolgt.“

Seraina: „Ja. Ich bin nicht stolz darauf. Ich hatte Angst. Ich war wütend und enttäuscht. Also habe ich ihm Angst gemacht. Als ob er nicht selbst genug gehabt hätte. Deshalb würde ich auch nicht von Verrat sprechen. Und letztlich … Ich will nicht sagen, dass alles gut geworden ist. Das nicht. Aber er hat überlebt. Ich hätte mich nur gerne richtig verabschiedet. Ihn noch einmal umarmt und gesagt, wie sehr ich ihn liebe!“


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[Werkstattbericht] – Eine Religion entsteht

Wie ich vor ein paar Tagen schon auf Twitter gemutmaßt habe, wird das Schreiben dieses Mal noch ein bisschen länger dauern. Meine nächste Geschichte möchte nämlich ein Roman werden.

Sorry dafür, es war anders geplant.

Die Liebesgeschichte hatte ich ja noch kommen sehen. Aber dass die Backstory so viel Raum fordern würde … Aktuell beschäftigt mich die Religionsgeschichte von Hesbaan.
Ja, du hast richtig gehört: Religionsgeschichte. Auch Religionen sind keine starren, monolitischen Gebilde, auch wenn manch religiöse Fanatiker es gern anders hätte. Daher ist es vielleicht kein Wunder, dass mir, als ich einen Propheten brauchte, sofort der Name Dafuq al Banejid einfiel.
Mir ist noch nicht ganz klar, ob das nicht vielleicht zu offensichtlich ist. Aber, wenn man es unbefangen liest … Nö. Oder?

Nike in Flammen
Bild: Elenor Avelle

#CharactersofSeptember (Tag 14) – Serainas Kindheit

Wer hier mitliest, weiß inzwischen vermutlich, dass sich bei #CharactersofSeptember fiktive Charaktere selbst vorstellen. Bei mir ist es Seraina, eine der Spielfrauen aus Der Fluch des Spielmanns, die die Fragen beantwortet.

Nike: „Wir hatten ja gestern schon über deine Familie, bzw. deren Fehlen gesprochen. Hattest du denn so etwas, wie eine Bezugsperson?“

Seraina: „Bezugsperson? Du meinst jemanden, der sich kümmert?“

Nike: „Ja. Jemanden, den man auch mal was fragen kann. Der Vorbild ist.“

Seraina: „Meine Schwester vielleicht.“

Nike: „Du hattest Geschwister?“

Seraina: „Fünf sogar. Die Herrin hat das nicht so gerne gesehen, wie du dir vielleicht vorstellen kannst. Lauter Münder, die gefüttert werden müssen. Constantia war die Älteste, sie hat sich um uns gekümmert, bis sie selbst alt genug war, in den Walkbottich zu steigen. Danach war ich selber für die Kleinen verantwortlich.“

Nike: „Wie alt warst du da?“

Seraina: „Ich weiß nicht mehr genau. Sechs, vielleicht auch sieben.“

Nike: „Und eure Mutter?“

Seraina: „Die hat natürlich auch gearbeitet. Bis sie dann zu krank wurde, und kurz darauf ist sie dann ja auch gestorben.“

Nike: „So, wie du über sie redest, klingt das nicht nach einem innigen Verhältnis.“

Seraina: „Ich hab sie schon gemocht, irgendwie. Aber sie war ja nie da, außer nachts und da wollte sie immer nur schlafen. Und als sie dann krank wurde und nicht mehr arbeiten konnte, habe ich längst selbst in der Werkstatt geschuftet.“

Nike: „Das klingt echt hart. Immerhin hattest du da deine Schwester.“

Seraina: „Constantia? Nein. Sie haben sie verkauft. Ich habe keine Ahnung, was aus ihr geworden ist.“


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[Selfpublishing] Welche Software wird gebraucht? – Teil 3: Das Manuskript für den Druck vorbereiten

Wer seine Bücher im Print über eine der gängigen Plattformen veröffentlichen will, braucht ein PDF. So weit so einfach. PDFs lassen sich schließlich mit jedem gängigen Textverarbeitungsprogramm erzeugen. Deutlich schwieriger ist es, PDFs zu erzeugen, bei denen das Ergebnis auch gut aussieht.

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Anders als das eBook erfordert der Druck extrem viele Festlegungen. Schließlich soll das Schriftbild harmonisch wirken. Dazu gehört nicht nur die Auswahl des Fonts. Man muss auch darauf achten, dass sich die Zeilen auf gegenüberliegenden Seiten auf gleicher Höhe befinden. Neue Kapitel müssen auf einer neuen Seite beginnen. Man braucht Seitenzahlen, allerdings nicht überall. Außerdem es gilt Hurenkinder und Schusterjungen genauso zu vermeiden wie zu große Abstände zwischen den Worten.
Die gestalterischen Anforderungen des Buchsatzes wären noch mal einen eigenen Artikel, wenn nicht sogar eine Serie wert. Aber hier soll es ja um Software gehen und da muss man leider eines feststellen: Keins der mir bekannten Textverarbeitungsprogramme ist geeignet, diese Anforderungen zu erfüllen.
So sehr ich Open Office und seinen Nachfolger Libre Office sonst propagiere: Ich habe einmal ein Leporello (DIN A4, 2x gefaltet, Vorder- und Rückseite bedruckt) mit Open Office gesetzt und bin darüber fast wahnsinnig geworden. Ein Buch – nie im Leben! Von anderen SPler*innen weiß ich, dass es ihnen mit Word genauso geht. Selbst Papyrus Autor, das verspricht, ein vollwertiges DTP* zu liefern, konnte in dem Punkt (zumindest in der Version 7) nicht überzeugen.

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Die Lösung ist – wie nicht anders zu erwarten – für den Buchsatz auf eine, speziell dafür geschriebene Software zurückzugreifen.
Die Standartlösung ist InDesign von Adobe. Es ist weit verbreitet und entsprechend viele Tutorials lassen sich im Netz finden. Der Nachteil: InDesign gibt es nur als Abo. Wer es nutzen will, muss jedes Mal wieder zwischen 24 und 30 Euro zahlen.
Dieser Preis war einer der Gründe, weshalb ich vor Prints lange zurückgeschreckt war. Es ist zwar nicht viel, aber auf Dauer summieren sich die ganzen Miniausgaben einfach. Und wenn man wie ich den Anspruch hat, irgendwann vom Schreiben leben zu können, muss man das Geld irgendwie auch wieder reinholen.
Mein Familiennerd hat mir deshalb LaTex empfohlen. Aber LaTex kenne ich noch in Uraltversionen: furchtbar kompliziert, kein WYSIWYG und insgesamt ganz gruselig. Da habe ich mich nicht rangetraut, obwohl natürlich auch Programme mit der Zeit gehen und die Beschreibung des Nachfolgers Texmaker bei Chip eigentlich sehr vielversprechend klingt.
Statt dessen bin ich der Empfehlung von J. M. Volckmann gefolgt, der seine 99 Namen mit Scribus gesetzt hat. Scribus ist eine kostenlose Open Source Software, die zum Betrieb das ebenfalls kostenlose Open Source Programm Ghostscript benötigt. Hat man beides auf dem Rechner, hat man eine professionelle Lösung, für verschiedene Anwendungen, die jedenfalls beim Veröffentlichen von Belletristik keine Wünsche offen lässt. Das einzige Problem ist, eine vernünftige Anleitung zu finden. Es gibt zwar ein Wiki, das aber vor allem für erfahrene Anwender geeignet ist, die Tutorials auf Youtube sind überwiegend unbrauchbar (jedenfalls, für Menschen, die Belletristik veröffentlichen wollen). Auf den Seiten des Wieken-Verlags gibt es jedoch eine sehr gute, neunteilige Einführung.
Hat man sich erst mal eingefunden, ist der Umgang mit Scribus unproblematisch. Ich habe Steppenbrand damit gesetzt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


 

*Desktop-Publishing


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Steppenbrand ist überall im Buchhandel bestellbar.

BoD, 8o Seiten, ISBN 978-3-7440-89631-3
4,99 €

Zur Leseprobe

#CharactersofSeptember (Tag 7): Serainas Reaktionen auf Lob und Kritik

Seraina ist einer der Charaktere aus der Erzählung Der Fluch des Spielmanns, deren Handlung im frühen Mittelalter angesiedelt ist. Während die Handlung im Buch von ihrem Gefährten Corvin erzählt wird, kommt sie hier erstmals selber zu Wort.

Nike: „Ich grüße dich, Seraina. Heute soll es darum gehen, wie du mit Lob und Kritik umgehst. Kannst du Lob leicht annehmen?“

Seraina: „Sei ebenfalls gegrüßt, Nike – und was für eine Frage! Ich bin Spielfrau! Wir Spielleute leben für den Applaus. Er füllt zwar nicht unsere Mägen, aber doch unsere Herzen! Es ist der Applaus, der die harten Zeiten erträglich macht, das Misstrauen und die scheelen Blicke, die uns begrüßen, wenn wir in ein Dorf kommen und die uns auch begleiten, wenn wir wieder gehen. Aber im Moment der Aufführung, da ist das alles vergessen. Das ist der Moment, wo man uns liebt, obwohl wir fremd und ohne Leumund sind. Wir gieren danach, wie die Hunde nach Krumen von der Tafel.“

Nike: „Das klingt, als würdest du ziemlich viel tun, um gelobt und geliebt zu werden.“

Seraina: „Tut das nicht jeder? Wohnt nicht die Sehnsucht nach Anerkennung in jedem Menschen? Nur ist es für die Satten und Sesshaften, für solche, die ihren Platz haben, so selbstverständlich, sie zu erhalten, dass sie sie vielleicht gar nicht bemerken.“

Nike: „Und Kritik? Wie gehst du mit Kritik um.“

Seraina: „Was ist schon Kritik? Wenn ich die Bälle nicht greifen kann und sie zu Boden fallen, muss ich mehr üben. Das ist selbstverständlich. Da rechte ich mit mir mehr, als jeder andere es vermag. Aber wenn man mich beschimpft, weil ich ehrlos bin, weil ich bei fremden Männern gelegen, geflucht und gestohlen habe – dann sollen sie reden. Rechtschaffenheit füllt den Magen nicht, und sie vermag auch das Herz nicht zu wärmen.“

Nike: „Das heißt, Kritik an deiner Lebensführung weist du von dir.“

Seraina: „Was soll ich sonst tun? Ich habe nur dieses Leben. Wenn ich reich wäre, wäre es leicht rechtschaffen zu leben. Aber da ich nun einmal arm bin, tue ich mein Bestes, um zu überleben.“


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[Werkstattbericht] #Autorenleben

Zum heutigen Werkstattbericht musste ich mal keine Gedanken machen. Das hat mir Señor Rolando vom Büchergefahr! Podcast mit seinem Interview abgenommen.
Wer also schon immer wissen wollte, wie das Leben einer zukünftigen Bestsellerautorin aussieht, welche Vorteile ich mir vom Netzwerken verspreche oder einfach mal hören will, wie ich „in echt“ klinge, erfährt das hier:

Büchergefahr! Folge 55: Alltag einer Autorin

Büchergefahr!Interview