[Selfpublishing] Welche Software wird gebraucht? – Teil 3: Das Manuskript für den Druck vorbereiten

Wer seine Bücher im Print über eine der gängigen Plattformen veröffentlichen will, braucht ein PDF. So weit so einfach. PDFs lassen sich schließlich mit jedem gängigen Textverarbeitungsprogramm erzeugen. Deutlich schwieriger ist es, PDFs zu erzeugen, bei denen das Ergebnis auch gut aussieht.

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Anders als das eBook erfordert der Druck extrem viele Festlegungen. Schließlich soll das Schriftbild harmonisch wirken. Dazu gehört nicht nur die Auswahl des Fonts. Man muss auch darauf achten, dass sich die Zeilen auf gegenüberliegenden Seiten auf gleicher Höhe befinden. Neue Kapitel müssen auf einer neuen Seite beginnen. Man braucht Seitenzahlen, allerdings nicht überall. Außerdem es gilt Hurenkinder und Schusterjungen genauso zu vermeiden wie zu große Abstände zwischen den Worten.
Die gestalterischen Anforderungen des Buchsatzes wären noch mal einen eigenen Artikel, wenn nicht sogar eine Serie wert. Aber hier soll es ja um Software gehen und da muss man leider eines feststellen: Keins der mir bekannten Textverarbeitungsprogramme ist geeignet, diese Anforderungen zu erfüllen.
So sehr ich Open Office und seinen Nachfolger Libre Office sonst propagiere: Ich habe einmal ein Leporello (DIN A4, 2x gefaltet, Vorder- und Rückseite bedruckt) mit Open Office gesetzt und bin darüber fast wahnsinnig geworden. Ein Buch – nie im Leben! Von anderen SPler*innen weiß ich, dass es ihnen mit Word genauso geht. Selbst Papyrus Autor, das verspricht, ein vollwertiges DTP* zu liefern, konnte in dem Punkt (zumindest in der Version 7) nicht überzeugen.

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Die Lösung ist – wie nicht anders zu erwarten – für den Buchsatz auf eine, speziell dafür geschriebene Software zurückzugreifen.
Die Standartlösung ist InDesign von Adobe. Es ist weit verbreitet und entsprechend viele Tutorials lassen sich im Netz finden. Der Nachteil: InDesign gibt es nur als Abo. Wer es nutzen will, muss jedes Mal wieder zwischen 24 und 30 Euro zahlen.
Dieser Preis war einer der Gründe, weshalb ich vor Prints lange zurückgeschreckt war. Es ist zwar nicht viel, aber auf Dauer summieren sich die ganzen Miniausgaben einfach. Und wenn man wie ich den Anspruch hat, irgendwann vom Schreiben leben zu können, muss man das Geld irgendwie auch wieder reinholen.
Mein Familiennerd hat mir deshalb LaTex empfohlen. Aber LaTex kenne ich noch in Uraltversionen: furchtbar kompliziert, kein WYSIWYG und insgesamt ganz gruselig. Da habe ich mich nicht rangetraut, obwohl natürlich auch Programme mit der Zeit gehen und die Beschreibung des Nachfolgers Texmaker bei Chip eigentlich sehr vielversprechend klingt.
Statt dessen bin ich der Empfehlung von J. M. Volckmann gefolgt, der seine 99 Namen mit Scribus gesetzt hat. Scribus ist eine kostenlose Open Source Software, die zum Betrieb das ebenfalls kostenlose Open Source Programm Ghostscript benötigt. Hat man beides auf dem Rechner, hat man eine professionelle Lösung, für verschiedene Anwendungen, die jedenfalls beim Veröffentlichen von Belletristik keine Wünsche offen lässt. Das einzige Problem ist, eine vernünftige Anleitung zu finden. Es gibt zwar ein Wiki, das aber vor allem für erfahrene Anwender geeignet ist, die Tutorials auf Youtube sind überwiegend unbrauchbar (jedenfalls, für Menschen, die Belletristik veröffentlichen wollen). Auf den Seiten des Wieken-Verlags gibt es jedoch eine sehr gute, neunteilige Einführung.
Hat man sich erst mal eingefunden, ist der Umgang mit Scribus unproblematisch. Ich habe Steppenbrand damit gesetzt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


 

*Desktop-Publishing


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Steppenbrand ist überall im Buchhandel bestellbar.

BoD, 8o Seiten, ISBN 978-3-7440-89631-3
4,99 €

Zur Leseprobe

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[Werkstattbericht] #Autorenleben

Zum heutigen Werkstattbericht musste ich mal keine Gedanken machen. Das hat mir Señor Rolando vom Büchergefahr! Podcast mit seinem Interview abgenommen.
Wer also schon immer wissen wollte, wie das Leben einer zukünftigen Bestsellerautorin aussieht, welche Vorteile ich mir vom Netzwerken verspreche oder einfach mal hören will, wie ich „in echt“ klinge, erfährt das hier:

Büchergefahr! Folge 55: Alltag einer Autorin

Büchergefahr!Interview

[Selfpublishing] Welche Software wird gebraucht? – Teil 2: E-Books veröffentlichen

Nachdem es im letzten Beitrag dieser Serie um Software ging, die beim Schreibprozess hilft, will ich diesen und den nächsten Artikel dem Veröffentlichen widmen. Ich behandle das in getrennten Artikeln, weil eBooks und Print sehr unterschiedliche Anforderungen an die Software stellen. Das liegt daran, dass eBooks – anders als gedruckte Bücher – kein festes Layout benötigen.

Der einfache Weg

Im Grunde braucht man für eBooks nur eine Datei. Das Format hängt auch davon ab, wo man veröffentlichen und wie viel Einfluss man auf das Aussehen des eBooks nehmen will.

Ok, ich sehe ein, der letzte Halbsatz ist ein bisschen verwirrend, nachdem ich oben noch schrieb, eBooks hätten kein festes Layout. Um es kurz zu machen: E-Books sind idealerweise dynamisch „gesetzt“, d. h. Schriftart und -größe können beim Lesen individuell angepasst werden. Aber das Aussehen eines Textes wird auch durch andere Faktoren mitbestimmt, z. B. den Zeilenabstand, den Einzug, ob Kapitälchen oder Initialen verwendet werden … Du siehst, es gibt selbst bei eBooks einiges an Gestaltungsmöglichkeiten.

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Wer es sich einfach machen will, kann darauf aber verzichten. Den meisten Anbietern reicht ein Word-Dokument in den Formaten .doc oder .docx. Bevorzugt wird .doc, das ist offensichtlich leichter konvertierbar und weniger fehleranfällig.*
Das klingt nach einem Argument, sich die Office Suite von Microsoft zu kaufen. Kann man machen, muss man aber nicht, weil Libre Office diese Formate genauso zuverlässig produziert, wie Microsoft selber. (Ist getestet, ich tausche mich öfter mit Menschen aus, die nur Word haben. So lange ich die Konvertierung nicht vergesse, gibt es nie Probleme).

ePubs erzeugen

Wenn man mehr Einfluss auf die Gestaltung nehmen will, reicht ein Word Dokument nicht. Dann braucht man ein ePub.
ePub ist im Prinzip HTML, nur mit anderer Endung. Und hier gibt es eine schlechte Nachricht für Word-Nutzer: Word kann das nicht. Hier punktet mal wieder das kostenlose Libre Office. Zwar kann die Standartversion ebenfalls keine ePubs erzeugen, aber es gibt mit Writer2ePub ein Plugin (Ad-On? Erweiterung? Über die Begrifflichkeiten bin ich mir nie klar geworden), das sich kostenlos herunterladen und problemlos installieren lässt. Danach ist die Konvertierung nur noch ein Klick.
Auch die Scrivener und Papyrus Author, die ich schon im letzten Artikel vorgestellt habe, können ePubs erzeugen.
Nur, wer mit Word arbeitet, braucht ein zweites Programm.

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Die allgemeine Empfehlung lautet in diesem Fall Calibre oder Jutoh.
Calibre ist ein Open Source Programm, das eigentlich zur Verwaltung von eBooks entworfen wurde, und das kostenlos aus dem Netz heruntergeladen werden kann.
Jutoh dagegen kostet Geld. Nicht viel, nur 30 Euro. Dafür kann man eBooks damit auch gleich bearbeiten.
Da ich selber mit Open Office bzw. Papyrus Author arbeite, brauche ich beides nicht. Daher kann ich auch nichts darüber sagen, wie gut oder schlecht sich diese Programme bedienen lassen. Matthias Mattig hat darüber aber einiges geschrieben und wirbt sehr für Jutoh, eben weil sich das ePub damit auch gleich bearbeiten lässt.

ePubs bearbeiten

Das ist in der Tat ein Vorteil, denn dazu sind die bisher aufgeführten Programme nicht in der Lage. Papyrus Autor bietet zwar einige Formatvorlagen, aber auch damit lassen sich ePubs lediglich erzeugen, aber nicht verändern. Das spricht erst mal für Jutoh.

Es gibt aber auch dazu eine kostenlose Alternative, nämlich Sigil.
Den Hinweis darauf bekam ich von Textflash, einer ehemaligen Verlegerin, die heute ausschließlich als Schriftstellerin tätig ist. Sie hat mir Sigil empfohlen, weil sie ihre eBooks mit Sigil formatiert hat, als sie noch verlegerisch tätig war. Tatsächlich ist es so einfach zu bedienen, wie eine normale Textverarbeitung. Daher ist es vor allem Bequemlichkeit, wenn ich mich bei meinen Büchern weitgehend auf die Vorlagen von Papyrus verlasse.

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Validieren

Es gibt einen Nachteil, den ePubs gegenüber Word-Dateien haben: Da die Konvertierung nicht beim Distributor erfolgt, muss man sie validieren, also überprüfen, ob sie auch lesbar sind. Auch dafür braucht man wieder ein Programm, das aber weder gekauft noch heruntergeladen werden muss. Es steht nämlich frei verfügbar im Internet. Aus diesem Grund habe ich es auch verlinkt:
http://validator.idpf.org

Die Bedienung ist denkbar simpel: Datei hochladen, auf „validieren“ klicken und abwarten. Wenn das ok kommt, ist alles gut. Andernfalls muss man mit Sigil oder Jutoh noch mal ran. In einigen Fällen reicht es aber schon, die Konvertierung zu wiederholen. Warum? Das wissen die Götter.

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Und was ist mit Mobi?

Wenn du ausschließlich über Amazon veröffentlichen willst, fragst du dich vielleicht, wieso ich das amazon-eigene Format Mobi gar nicht erwähne.
Nun, es ist nicht notwendig, obwohl sich Mobi mit Papyrus Autor, Scrivener und wohl auch mit Calibre erzeugen lässt. Es gibt aber keine Möglichkeit, Mobi-Dateien später zu bearbeiten. Außerdem nimmt Amazon ePub-Dateien sehr dankbar an.
Daher ist das Erzeugen von Mobi-Dateien eigentlich überflüssig (es sei denn, man selber möchte welche verschicken).


* Man kann natürlich auch PDFs als eBook hochladen. Allerdings sind die meisten PDFs auf eBook-Readern wegen der festen Formatierung miserabel zu lesen. Entweder ist die Schrift Augenpulver oder man ist ständig dabei, den Text hin und herzuschieben.
PDFs sind daher nur empfehlenswert, wenn man seine Leser*innen gründlich frustrieren will.

[Selfpublishing] Welche Software wird gebraucht? – Teil 1: Der Schreibprozess

In Foren kommt immer wieder die Frage auf, welche Software man braucht, um eBooks und/oder Prints zu veröffentlichen. Dazu schon mal vorab: Die Eine Antwort darauf gibt es nicht. Es gibt großartige Software für verschiedenste Zwecke und Anwender. Daher muss das, was für den einen stimmt, für die andere noch längst nicht passen. Deshalb werde ich mich mit Empfehlungen zurückhalten und nur erzählen, was ich verwende und warum.

Ganz grundsätzlich braucht man geeignete Programme für folgende Bereiche:

  • Schreiben (Verfassen von Manuskripten)
  • Erstellung von eBooks
  • Buchsatz für Print
  • Grafik für Covergestaltung, Werbung etc.

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Schreiben

Das eine Textverarbeitung unverzichtbar ist, dürfte klar sein, oder? Ich kenne jedenfalls niemanden, der noch glaubt, mit einem handgeschriebenen Manuskript irgendwo landen zu können. Selbst Verlage bestehen immer öfter auf der Einsendung einer Textdatei und im Selfpublishing bleibt gar keine andere Wahl. Ganz egal, ob man nun eBooks oder ausschließlich auf Papier veröffentlichen will – man braucht eine digitale Vorlage.

Die Frage ist eher, was die Textverarbeitung können soll. Wenn man „einfach nur“ Texte runtertippen will, reicht ein normales Office-Programm. Sehr beliebt ist Word, vermutlich einfach deshalb, weil es bekannt ist. Ein exzellenter Ersatz (und in meinen Augen sogar besser) ist der Writer aus dem Libre Office.
Ganz grundsätzlich kann Libre Office alles, was Word kann, „versteht“ deutlich mehr Textformate (darunter .doc und .docx), lässt sich durch unzählige Plugins ausbauen – und ist vollständig kostenlos. Ich habe vor Jahren mit dem Vorgänger Open Office angefangen, weil der (im Gegensatz zu Word) auch alte Worddateien lesen konnte und bin hochzufrieden, wenn es um kurze Texte geht.
Bei langen Texten zeigen sich die Nachteile dieser Office Pakete: Sie sind vor allem auf Büroarbeit ausgelegt. Nicht auf das Verfassen von Manuskripten mit mehreren hundert Seiten Umfang, Dutzenden von Haupt- und Nebenfiguren und diversen Schauplätzen. Das macht das Verwalten und Auffinden von Informationen mühsam. Es gibt zwar die Suchfunktion, man kann sich selbst Datenbanken anlegen und Sprungmarken in den Text setzen – aber es braucht eine große Selbstdisziplin, das auch tatsächlich zu tun.

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Das ist der Punkt, an dem verschiedene Spezialprogramme ansetzen. Sie versprechen Hilfe beim Plotten, Ordnen des Stoffs und der Informationen. Sehr beliebt sind Dramaqueen, Scrivener und Papyrus.
Wer nur Unterstützung beim Aufbau und Plotten sucht, dem reicht vielleicht sogar der y-Writer. Der y-Writer fällt in die Kategorie „nicht schön, aber ganz praktisch“. Man kann den Aufbau vorstrukturieren, indem man Szenen definiert und die dann Kapiteln zuordnet. Darüber hinaus bietet der y-Writer Datenbanken für Figuren und Orte, in die man auch Bilder einbinden kann, einen Wordcount, diverse Statistikfunktionen und einige wirklich nützliche Einstellungen. Die Nachteile sind, dass die deutsche Übersetzung nicht dolle ist (das ist jedenfalls bei meiner Version so), die Dateien in seltsamer Reihenfolge abgespeichert werden, das Design alles andere als hübsch ist. Dafür ist das Programm kostenlos.
Ich habe meinen ersten Roman mit y-Writer geplottet und in weiten Teilen auch geschrieben (nein, den gibt es nicht zu kaufen), aber so richtig warm geworden bin ich mit dem Programm nicht. Letztendlich habe ich alles wieder nach Open Office kopiert und dort zu Ende geschrieben.

Wegen der oben schon beschriebenen Einschränkungen von normalen Textverarbeitungsprogrammen, bin ich letztendlich auf Papyrus Author umgestiegen. Ob man Papyrus nimmt oder Scrivener, ist fast schon eine Glaubensfrage. Scrivener bietet unzweifelhaft tolle Funktionen und scheint deutlich bedienfreundlicher als Papyrus. Da hat man manchmal das Gefühl, die Programmierer hätten den Ehrgeiz gehabt, alles anders zu machen, als in anderen Programmen. Für jemanden, der seit Jahren keine Maus beim Schreiben mehr braucht, eine echte Nervenprobe.
Scrivener ist außerdem schon im Grundpreis deutlich günstiger und wird den NaNo-Teilnehmern auch noch vergünstigt angeboten.
Trotzdem hat Papyrus einige Vorteile, die ich erst nach und nach so richtig zu schätzen lerne. Der größte ist die Rechtschreib- und Grammatikfunktion. Dank enthaltenen Duden erkennt dieses Programm jeden unvollständigen Satz und findet jeden Rechtschreibfehler (bei falschen Wörtern stößt es allerdings an seinen Grenzen). Für Selfpublisher, die sich kein Korrektorat leisten können, lohnen sich Papyrus alleine deshalb schon. Darüber hinaus kann man in Papyrus, wie beim y-Writer Szenen definieren, umstellen und verschieben, es bietet aber auch einen Zeitstrahl, mit dem man (angeblich, ich komme mit dem Ding nicht zurecht) im Auge behalten kann, wann welcher Charakter wo was getan hat und eine Mindmap, die sich perfekt zum Ideen finden und sortieren eignet. Man kann Notizen schreiben und an eine virtuelle Tafel kleben, natürlich kommentieren und, und, und … Ach, und eine „normale“ Textverarbeitung besitzt es auch. Ich könnte mein Libre Office eigentlich auch löschen.
Mache ich aber nicht, denn ich arbeite nach wie vor gern damit.

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Dramaqueen ist noch mal etwas ganz anderes. Dramaqueen wurde ursprünglich nicht für Romanschriftsteller, sondern für Drehbuchautoren entworfen. Der Ansatz dieses Programms ist die charakterorientierte Storyentwicklung. Dementsprechend bietet Dramaqueen Analysetools, die helfen sollen, Plot- und Spannungslöcher aufzuspüren, sowie die Figurenentwicklung voranzutreiben. Einiges davon ähnelt den Funktionen des y-Writers, ist aber optisch deutlich ansprechender.
Ich muss zugeben, selbst keine Erfahrungen mit Dramaqueen zu haben, sondern nur Bilder und Tutorials zu kennen. Aber einige meiner Bekannten nutzen es und schwören darauf.

Letztendlich gilt das oben Gesagte: Die perfekte Software gibt es nicht. Man muss ausprobieren, womit man selber am besten zurecht kommt.

 

Es hat geklappt!

Und fast hätte ich es nicht mitbekommen, weil der Postbote das Päckchen klammheimlich im Briefkasten deponiert hat. Dort wäre es auch das Wochenende über geblieben, wenn mein Großer keine Langeweile gehabt und deshalb erst in den Schränken und schließlich auch im Briefkasten nach Abenteuern gesucht hätte.
So habe ich es bekommen, während ich eigentlich gerade dabei war Abendessen zu kochen. Als ich die Verpackung aufgerissen habe, haben mir die Hände gezittert, so nervös war ich. Nicht, dass am Ende alles schief und krumm und ganz fürchterliche Farben …

Nein, hat es nicht. Zwar hat BoD sich nicht an seine eigenen Beschnittgrenzen gehalten oder ich habe bei der Umrechnung von Pixeln in Zentimeter doch einen Fehler gemacht – aber egal! Es sieht gut aus. Ich mag es. Auch Satz und Schriftbild sind sehr gut geworden.

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Leider habe ich bei all der Aufregung nicht daran gedacht, Bilder vom Auspacken zu machen und diese Aufnahme vom Handy ist auch eher mäßig. Aber zum Zeigen reicht es.

Ab jetzt ist Steppenbrand überall im Buchhandel erhältlich.
BoD, 8o Seiten, ISBN 978-3-7440-89631-3
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Biss zum letzten Akt

Nach der Coverenthüllung gestern hat sich vielleicht der eine oder die andere gefragt, worum es in der Geschichte eigentlich geht.

Deshalb hier nun der Klappentext:

Image8Die moderne Gesellschaft stellt Vampire vor neue Herausforderungen.

Das muss auch Silke feststellen, die als Ex-Junkie einiges gewöhnt ist. Immer wieder machen ihr die deutsche Bürokratie und allzu neugierige Nachbarn zu schaffen. Und weit und breit keine geheime Vampirgesellschaft, die hilft.

Silke entwickelt einen Plan, um endgültig unterzutauchen. Aber vorher gibt es noch einiges zu erledigen.

Der erste Frankfurter Vampir-Krimi. Ein Crossover aus Urban-Fantasy und Krimi-Noir, gewürzt mit schwarzem Humor.

Ab dem 07.08. in allen guten eBook-Stores.

Newsletter: Test erfolgreich abgeschlossen

Der Inhalt des Newsletters steht. Die Testmail kam an und – was soll ich sagen – der ist schon echt gut geworden. Ja, Eigenlob und so, aber wenn’s schon stinkt, kann ich auch gleich sagen: saugeil!

So.

Ich bin stolz drauf. Dazu stehe ich.


P.S.:

Manchmal mag das Pop-up offenbar nicht. Diejenigen, bei denen das der Fall ist, können mir gern eine Mail mit dem Betreff „Newsletter“ an Nike.Leonhard@web.de schicken, ich trage das dann händisch nach.

Parallel arbeite ich daran, das Pop-up zuverlässiger zu machen. Langfristig möchte ich ohnehin gern eine eigene Seite für die Newsletteranmeldung einrichten. Aktuell scheitert das noch daran, dass WP die Einstellungen immer wieder zerschießt.

Der Newsletter steht

Es ist geschafft. Das Pop-up für den Newsletter ist aktiv und funktioniert. Ein Template ist eingerichtet und schon zum größten Teil gefüllt. Ein paar Anpassungen noch und der erste Newsletter kann raus. Wenn ihr es heute also rumpeln gehört habt, dann muss das kein Gewitter gewesen sein. Ihr könntet auch das Poltern des Steins gehört haben, der mir vom Herz gefallen ist.
Newsletter sind für mich Neuland und das Ding einzurichten, hat mich reichlich Nerven gekostet. Aber nun kann ich ein Ergebnis präsentieren, auf das ich zugegebenermaßen auch ein bisschen stolz bin.

Inhaltlich dreht sich fast alles um meine Bücher. Newsletterabonenten werden Informationen nicht nur früher bekommen, sondern auch exklusiven Zusatz- und Hintergrundinfos erhalten. Dagegen muss ich alle, die auf ein Geschenk als Abobelohnung hoffen, leider enttäuschen. So etwas gibt es nicht und ich habe auch für die Zukunft keine geplant. Aber ich verspreche, dass der Newsletter selbst immer wieder kleine Überraschungen bereit halten wird. Es lohnt sich also, sich einzutragen, und ihn auch zu lesen.

Das genaue Datum für die Verschickung hängt auch ein bisschen davon ab, wie schnell sich die ersten Interessenten eintragen. Aber schon jetzt freue ich mich auf eure Ideen, Anregungen und auch auf eure Kritik!


P. S.: Wenn bei euch das Pop-up nicht aufpoppt, könnt ihr mir auch gerne eine Mail mit dem Betreff „Newsletter“ und eurer Mailadresse an nike.leonhard@web.de schicken. Ich pflege das dann automatisch ein.
Ich arbeite noch daran, dass die Newsletteranmeldung eine eigene Seite bekommt. Aktuell zerschießt mir WP aber regelmäßig die Einstellungen.

[Selfpublishing] E-Lending – erlaubte Abzocke

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Bericht über die Session von Janet Clarke auf dem Literaturcamp Heidelberg stehen. Statt dessen habe ich mich entschlossen speziell über eines der Themen zu bloggen, die Janet bei ihrer Sitzung auch angesprochen hatte: Das E-Lending.

Das Wort klingt schon nach Elend und genau das ist es in meinen Augen auch. E-Lending bedeutet nichts anderes, als dass sich Bibliotheken die Möglichkeiten von eBooks voll zunutze machen können. D. h. statt Lizenzen müssen sie nur noch ein Exemplar eines eBooks kaufen und können es dann so unbegrenzt vielen Nutzern gleichzeitig zugänglich machen. Das ist natürlich ein schöner Vorteil für die Onleihe gegenüber Amazon, da die Onleihe ja noch mal deutlich günstiger ist. Im Prinzip bekommt die Onleihe damit das Recht, genau das zu tun, was Piratenseiten schon lange machen. Nur eben legal.

Für Verlage, Selfpublisher und Autor*innen ist eine Katastrophe.

Genau das hat der Bundestag aber gerade beschlossen. Versteckt im Gesetz zur Änderung des Urheberrechts in Bildung und Wissenschaft.  Allerdings beschränkt sich die Regelung nicht auf wissenschaftliche Bibliotheken oder wissenschaftliche Werke, sondern gilt allgemein für alle Bibliotheken und alle eBooks. Die einzige Beschränkung besteht darin, dass pro Sitzung nur bis zu zehn Prozent des Buches heruntergeladen werden dürfen. Diese „Beschränkung“ ist jedoch Augenwischerei, weil keine Begrenzung der Sitzungen vorgesehen ist. Wenn man 10% ausgelesen hat, holt man sich einfach die nächsten 10% ohne Wartezeit.
Und da Dateien nicht abnutzen, geht das unbegrenzt lange. Für die Bibliotheken eine große Ersparnis, da sie eBooks – anders als gedruckte Bücher – nicht nachkaufen muss. Wunderbar auch für die Leser*innen, die so noch billiger an Lesestoff kommen.

Nur diejenigen, die die Bücher geschaffen haben, gehen leer aus.

Und erzähle mir jetzt keiner, das sei Werbung!


Bei der Veröffentlichung hatte ich ganz vergessen, eine Quelle mitzuliefern. Hier ist ein Artikel aus dem Börsenblatt, der sich u.a. mit diesem Thema befasst.

[Selfpublishing] Marketing wie auf dem Fischmarkt

War jemand schon mal auf dem Hamburger Fischmarkt? Oder einem seiner „Ableger“, die seit einigen Jahren durch die Republik tingeln? Wenn ja, dann kennt ihr vermutlich diese Stände, an denen Marktschreier ihre Ware anpreisen. „Aaaale! Wunderbare Aaaaale! Und nicht nur ein‘, sonnern gleich drei für eins, ist das nicht ’n Angebot? Aber weist du was, ich pack dir noch ’ne Makrele drauf. Und ’ne Forelle. Und weil du’s bist, auch noch ’n Stück Heilbutt! Und das Ganze nur dreizehn Euro! Dreizehn Euro Herrschaften, dafür bekommt ihr da drüben nicht mal ’ne Forelle!“
Kennst du? Für alle, die es nicht kennen, habe ich hier ein Video:

Das ist schon Overkill.

Was das mit Selfpublishing zu tun hat? Da beobachte ich etwas ganz ähnliches. Das fängt schon bei den Newslettern an. „Trag dich ein und du bekommst eine Kurzgeschichte gratis!“ Richtig in die Vollen geht es aber, wenn man ein Buch direkt bestellt. Da ist oft schon die Verpackung der Knüller! Extravagante Kartons, mit Stempeln oder kleinen Zeichnungen verziert, lassen schon beim Empfang die Vorfreude steigen. Und dann der Inhalt erst: das Buch selbst oft noch einmal extra verpackt. Vielfach außerdem mit Widmung, aber jedenfalls signiert. Dazu gibt es ein Lesezeichen gratis. Und einen Sticker. Und Tee. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Ein Gefühl, wie Weihnachten. Soooo viele Geschenke! Das ist toll.

Auf der anderen Seite habe ich aber auch ein bisschen das Gefühl, dass mich jemand mit der schieren Masse bestechen will. Das finde ich schade, denn das hieße auf der Kehrseite, dass da jemand seinem eigenen Produkt nicht traut. Dabei möchte ich als Leserin doch gerade durch die Inhalte gefesselt werden. Sei es nun beim Buch oder beim Newsletter, möchte ich, dass der Mehrwert in der Sache selbst liegt.
Und so sehr ich es verstehe, dass man als Autor/Autorin sein Buch nicht einfach in irgendeinen Karton packen will – schon die tolle Verpackung und die Widmung machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.

Aber vielleicht bin ich auch mal wieder hyperkritisch. Deshalb die Frage: Sind Goodies bzw. Freebies ein Zeichen von Unsicherheit?