So sieht’s aus

Überarbeitungsnotizen

Überarbeitungsvermerke. Auch Fantasy braucht Realismus.

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13 Kommentare zu „So sieht’s aus

  1. Hallo Nike, ein sehr interessanter Einblick. Danke dafür!

    Aber an einem Punkt muss ich einhaken: Worauf beziehst du die Angabe, dass es Heimcomputer erst ab 1982 gegeben habe? Zum Beispiel den Commodore PET gab es ab ca. 1977 auch zu für den Normalbürger erschwinglichen Preisen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/PET_2001

    Der erste IBM PC datiert aus dem Jahr 1981:

    https://de.wikipedia.org/wiki/IBM_Personal_Computer

    Heimcomputer im eigentlichen Sinne waren damals auch schon mehrere verfügbar, etwa der Apple II, der Sinclair ZX 81 oder der Commodore VC 20.

    Wahrscheinlich spielt das für die Geschichte gar keine Rolle … Wie dem auch sei, ich freue mich auf das Endprodukt!

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    1. Hallo Michael, danke für die Aufklärung!
      Ich muss gestehen, dass ich gar nicht mehr weiß, woher ich die Daten habe. Aber ganz sicher habe ich Wikipedia auch genutzt. Vielleicht habe ich den Fehler gemacht, nur auf den C64 zu gucken, den ich als den ersten verfügbaren Heimcomputer wahrgenommen habe. Aber diese These habe ich jetzt nicht zusätzlich geprüft. ^^
      Wie du schon mutmaßt, spielt das für die Geschichte zu diesem Zeitpunkt nämlich keine Rolle. Ich hatte lediglich bemerkt, dass mir ein paar Anachronismen durchgerutscht sind, darunter die Hauptstadt, Währung und Crack. Daraufhin habe ich eine Liste der Dinge geschrieben, die auch raussollen. 🙂

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      1. Ich wollte auch nicht klugscheißen, Nike. Heimcomputer der 80er sind ein Steckenpferd von mir, deswegen werde ich da immer schnell hellhörig. Der C64 kam allerdings 1982 auf den Markt, da hast du ganz Recht 🙂 .

        Deine Vorgehensweise macht absolut Sinn und wenn ich mal in die Verlegenheit gerate, ähnliches zu schreiben, schaue ich mir da gerne was von ab. Man gewöhnt sich schnell an Dinge wie den Euro und sowas, nicht wahr?

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  2. Ich finde es interessant, dass du extra einen Vermerk dafür gemacht hast, dass es keine „Cracknutten“ gab (was ja scheinbar irgendwie wichtig für die Geschichte ist). Und jetzt frage ich mich, ob das wirklich stimmt, weil Crack doch im Jahr 1981 schon existiert haben muss und noch viel wichtiger: Was wäre der Ersatz für Cracknutten?

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      1. Das war auch mein Gedanke. Vielleicht hatte sich auch einfach das Wort „Cracknutte“ noch nicht etabliert, weil man noch nicht festgestellt hatte, dass es besser über die Lippen geht als „Kokainbordsteinschwalbe“ und „Marihuanaprostituierte“.

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      2. Ja, klar. Ich würde das Wort wohl auch nur im Notfall nutzen. Aber die Geschichte zeigt uns, dass solche Gedankengänge eigentlich keine Rolle spielen.
        Aber vielleicht verstehe ich da auch einfach nur was falsch? Haben deine Recherchen ergeben, dass es das Wort zu der Zeit nicht gab, oder hast du für dich entschieden, dass es in der von dir geschaffenen Welt nicht existiert?

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  3. Meine Recherchen haben ergeben, dass Crack zu der Zeit keine Rolle spielt. Deshalb kann es auch keine Cracknutten geben. Mehr sagt der Bearbeitungsvermerk erst mal nicht.
    Es gibt weiterhin Drogen und Prostituierte. Und ich muss neue Worte oder Wortkombinationen finden, die einen ähnlich abfälligen Klang haben. Der ist nämlich wichtig. Nicht die konkrete Droge.
    Alle Klarheiten beseitigt? ^^

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    1. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob zu dieser Zeit schon derart vulgäre Sprachkonstrukte überhaupt Anwendung fanden (dafür bin ich dann damals doch zu grün hinter den Ohren gewesen). Vielleicht sollte man sich nochmal im Umfeld von Christiane F. und ähnlicher zeitbezogener Lektüre informieren, was da so gebräuchlich war. Ich habe da jetzt nämlich fast ausschließlich den sogenannten „Stricher“, bzw. die „Stricherin“ im Ohr. Wobei da natürlich der Bezug auf eine konkrete Droge wegfällt.

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      1. Ich bin mir ziemlich sicher, dass vulgäre Sprachkombinationen damals genauso verbreitet waren, wie heute. Eher sogar verbreiteter, weil Sprache nicht in dem Maß reflektiert wurde, wie es inzwischen üblich ist. Allerdings unterschied man stärker zwischen Schrift- und Alltagssprache. Deshalb bin ich sehr sicher, dass Christiane F. durch das Lektorat geschliffen und von „unpassenden“ Ausdrücken, Slang und Gossenjargon befreit wurde.
        Unabhängig davon ist die verwendete Sprache ebenso Fiktion, wie die Handlung. Dialoge sind nie das getreue Abbild tatsächlicher Gespräche, sondern auf Wirkung bedachte, künstliche Nachbildungen, die in Wahrheit an den Leser gerichtet sind. Weil sich das ändert, klingen Romane des 18. und 19. Jahrhunderts oft angestaubt. Mit anderen Worten: Wer sein Publikum erreichen will, muss Wortwahl und Duktus an das sich wandelnde Verständnis anpassen. Ob es das Wort schon gab, ist dabei m. E. nachrangig.

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      2. Okay, das mit der verwendeten Sprache und der Fiktion ist natürlich richtig. Ich war halt über das von dir verwendete Wort Realismus gestolpert. Ich gebe zu, dass ich da vielleicht etwas harte Maßstäbe anlege, vielleicht auch nicht dem „normalen“ Publikum entspreche.

        Aber am Ende des Tages schreibst du ja keinen historischen Roman und insofern wirst du es schon gut hinkriegen, da bin ich mir sicher!

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