[Selfpublishing] Doofe Werbung!

Werbung nervt. Vor allem solche, wie im Beitragsbild. Niemand lässt sich gerne vorgeschrieben bekommen, wie sie zu leben und was er zu kaufen hat. Ich bin da keine Ausnahme.

Aber das bringt mich auch in eine Zwickmühle, denn als Selfpublisherin brauche ich Werbung. Ohne Werbung werden meine Bücher nicht gesehen, also auch nicht gekauft. Anders als Verlagsautoren habe ich auch niemanden, der mir das abnimmt. Keine Marketingabteilung, die sich coole Kampagnen ausdenkt, die den Leser*Innen sagen: „Kauft Nikes Bücher, sie sind sehr gut!“
Ich muss das schon selber machen.

Leider reicht es auch nicht, in den sozialen Medien präsent zu sein und hier im Blog Artikel zu allem möglichen zu schreiben. Dadurch präsentiere ich nur mich. Nicht meine Bücher. Aber um die geht es auch. Von denen will ich schließlich irgendwann leben können.
Deshalb muss ich neben den wirklich interessanten Diskussionen, die sich auf Twitter und Facebook immer wieder ergeben und zusätzlich zu den Blogartikeln auch immer wieder mal Hinweise auf meine Bücher einstreuen. Auch auf die Gefahr, zu nerven. Aber wenn ich es nicht tue, geraten meine Bücher eventuell in Vergessenheit und das wäre schade. Denn sie sind sehr gut.

Glaubst du nicht? Dann mach dir selbst ein Bild. Zum Beispiel auf meiner Autorenseite auf Amazon.

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11 Kommentare zu „[Selfpublishing] Doofe Werbung!

  1. Schon merkwürdig, dass viele Künstler (und da schließe ich mich selbst mit ein) Probleme mit der Selbstvermarktung haben. Ich kann nur sagen, dass mich solch ein Hinweis von Dir mitnichten stört (zumal derart sympathisch gemacht), sondern gleich animiert hat, mir Deinen „Spielmann“ zu holen (und dass, obwohl ich ja nicht sonderlich ebook-afin bin 🙂 ). Also: Nur weiter mit der Werbung!

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  2. Ich kann es zum Beispiel nicht ausstehen, wenn Autoren 3 mal oder öfter am Tag, ihre Werbeline droppen und dann einen Link zu Amazon posten alá „Hier entscheidet sich das Schicksal der Welt! Buch XYZ. Jetzt bei Amazon!“. Bloße Werbung ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Es hat seine Gründe, warum Adblocker so beliebt sind. Wenn man einem Leser einfach sagt „Guck mal, Keule! Mein Buch!“ dann hat das eher einen negativen Effekt. Wenn dann aber auf Social-Media jemand fragt „Hey, wie detailliert muss der Hintergrund eines Historien-Romans sein? Wie Frei darf ich sein?“ und man dann seinen eigenen Historie-Roman nimmt, aber als Quelle, um dann zu zeigen wie man es macht, ist das viel effektivere Werbung, denn sie sieht nicht aus wie eine Werbung, fühlt sich nicht so an und der Leser hat das Gefühl SELBST darauf zu kommen, ein Buch zu kaufen.

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    1. Danke für den Kommentar, David.
      Das erinnert mich an den Spruch von Antoine de Saint-Exupéry:
      Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

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  3. Du hast vielleicht keine Marketingabteilung, aber du hast dir mit deinen Aktivitäten und deinem ganzen (nicht nur Autorin-)Sein einen sehr guten Ruf geschaffen. Will sagen: Wenn mich jemand fragt, oder sich die Gelegenheit bietet, dann sage ich auch schon mal »Kauft Nikes Bücher. Sie sind sehr gut!«

    😉 🙂

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  4. Ich stimme dir total zu, danke für den Beitrag. Es ist schön zu sehen, dass es anderen genauso geht wie mir. 😀

    Ich gehöre (leider) auch zu den Leuten, die sich schwer tun, die eigenen Produkte zu verkaufen. Irgendwie hängt in meinem Kopf immer noch dieser Gedanke fest: „Eigenlob stinkt.“ So hat man das eben gelernt, irgendwann mal. Langsam gelingt es mir aber, mich davon zu lösen.

    Ich versuche, genau wie du, einfach ein bisschen mich selbst zu präsentieren. Was mir wichtig ist, was ich mag, worüber ich gerne schreibe, wie ich arbeite. Auch bei anderen Autoren erlebe ich genau das als angenehm. Da bekomme ich dann auch Lust, die Bücher zu lesen. Wesentlich mehr als wenn ich nur ständig „da, kauft mein Buch“-Posts sehe.

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  5. Ich denke dass Selfpublisher unbegründete Blockaden haben.
    Um ein Werk bekannt zu machen, hilft nunmal nur gezielte Werbung. Die Verlage machen ja auch nichts anderes. Sie bewerben auch die Bücher, damit sie wahrgenommen werden. Als Selfpublisher ist es für mich nur selbstverständlich, dass man selbst diese Aufgabe übernimmt.
    Ich denke die Frage ist doch eher… WIE mache ich das. Und was vielleicht abschreckt sind die negativen Beispiele von Leuten die keine Ahnung haben, wie Marketing funktioniert und dann 3 mal täglich den selben Mist posten.
    Werbung ist eine Kunst für sich. Und man muss es lernen. Und man muss es durchdenken. Und einfach ist es sicher auch nicht, aber eine schöne und gezielte Werbung wird von den Kunden auch nicht schlecht wahrgenommen, ganz im Gegenteil.
    Was ich damit sagen will… Trau dich ruhig 🙂

    Liebe Grüße, Anja

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    1. Danke für deinen Kommentar, Anja! 🙂
      Die Sache ist: Ich trau mich ja und ich hoffe sehr, dass ich den von dir angesprochenen Fehler nicht mache. Aber es ist schwer. Nicht so sehr, weil es bedeutet, sich Konzepte zu überlegen, auszuarbeiten und durchzuhalten, sondern vor allem, weil alles in mir drin aufschreit: „Eigenlob stinkt!“Gut, diese Stimme ist leiser geworden, aber der Hang zu relativieren und abzuschwächen, ist immer da. Die einfachste Methode, sich dem nicht auszusetzen, besteht darin, „objektiv“ zu werben. Also 3x täglich Cover und den Verkaufslink in die sozialen Medien zu posten – und alle damit zu nerven.
      In dem Punkt haben es Verlage bzw. Verlagsautoren deutlich leichter. Wenn eine Marketingabteilung oder Werbeagentur die Kampagnen ausarbeitet, ist das wie die Stimme eines Dritten.
      Meine Hoffnung ist, dass ich mit meinen Artikeln, andere Selfpublisher sensibilisiere, indem ich von meinen eigenen Problemen beim Marketing erzähle. Es würde der Werbung insgesamt und dem Image der Selfpublisher gut tun. Und natürlich hoffe ich indirekt auch, den einen oder die andere auf meine Bücher aufmerksam zu machen. Das würde meinem Konto gut tun, 😉

      Liebe Grüße, Nike

      Gefällt 1 Person

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