Positionen – Gabriele Haefs

Dieser Artikel ist eine so wunderbare Ergänzung zu der aktuellen Diskussion über Sexismus in der Sprache, die gerade auf den Blogs von Frau Schreibseele und mir läuft, dass ich ihn unbedingt übernehmen muss.

Herland

Kaiser Wilhelm und der Frust des Chamäleons

Von Gabriele Haefs

Gabriele Haefs_Miguel Ferraz Foto: ©Miguel Ferraz

Als Übersetzerin muss ich ja eigentlich ein Chamäleon sein und in die Sprache von anderen schlüpfen, und dabei ganz neutral bleiben, es heißt ja schließlich „das“ Chamäleon. Aber oft denke ich, es könnte „der“ Chamäleon heißen – so männlich geprägt ist die Sprache in gar zu vielen Übersetzungen. Ich glaube nicht einmal, dass es so gewollt ist, aber das Männliche gilt nun einmal als „normal“, und also wird männlich übersetzt und das soll dann „neutral“ sein. So ungefähr habe ich es immer wieder erlebt – und der Frust wird dann besonders groß, wenn ich es zur Sprache bringe und nur auf blöde Blicke stoße.

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