#Inspirationsfeuer: Schreibratgeber

Zugegeben, ich liebe Schreibratgeber. Ich habe Schreibratgeber zu allen möglichen Themen. Sogar zu solchen, in denen ich gar nicht schreibe, wie z. B. Heftroman oder Erotik. Sie nehmen inzwischen mehr als ein Regalbrett ein und jedes Jahr kommen ein paar dazu.

Nicht, weil ich mir irgendwie unsicher wäre. Inzwischen bin ich sicher, schreiben zu können, sogar gut schreiben zu können. Aber auch bei meinen ersten Versuchen, gut zu schreiben, bin ich nie dogmatisch irgendwelchen Regeln gefolgt. Bibeln sind nichts für mich. Als Fantasy-Autorin erschaffe ich mir meine Götter selber und so, wie ich sie brauche. Stil kann man meiner Meinung nach sowieso nicht bewusst lernen. Stil ist etwas, das sich durch Übung entwickelt.

Aber es inspiriert ungemein, sich mit fremden Gedanken auseinander zu setzen – sogar, wenn man sie nicht teilt. Gerade, wenn man sie nicht teilt. So schön es ist, bestätigt zu werden – erst in der Auseinandersetzung mit Gegenpositionen wächst und lernt man. Entweder, indem man feststellt, dass man die besseren Argumente hat. In dem Fall kann man seiner selbst noch sicherer sein (und seien wir ehrlich: Gewinnen ist ein tolles Gefühl). Im anderen Fall, weil sich plötzlich neue Wege und Möglichkeiten eröffnen.

Nike in Flammen
Danke für dieses wundervolle Bild an Elenor Avelle

Deshalb liebe ich Schreibratgeber. Mein absoluter Favorit ist immer noch „Romane und Kurzgeschichten schreiben“ von Alexander Steele (Autorenhaus Verlag). Viel mitgenommen habe ich auch aus „Kreativ schreiben“ von Fritz Gesing (Dumont), auch wenn Feststellungen, wie die, dass viele Autoren inzwischen ein Textverarbeitungsprogramm nutzen, das Buch etwas angestaubt wirken lassen. Weitaus moderner ist Stephan Waldscheidt, der übrigens auch Selfpublisher ist. Besonders herausheben möchte ich auch Elizabeth Benedict, deren „Erotik schreiben“ (Autorenhaus Verlag) viel mehr bietet, als der Titel verspricht.

Wobei mir bei dieser Aufzählung einfällt, dass ich lange keinen neuen Ratgeber mehr gekauft habe. Kannst du mir einen empfehlen?


Dieser Artikel ist Teil der Blogparade #Inspirationsfeuer von den Rechargers. Die Idee stammt von Eva-Maria Obermann, die die Aktion auch weiterhin über ihr Blog Schreibtrieb betreut. Es lohnt, sich beide mal anzusehen!

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7 Kommentare zu „#Inspirationsfeuer: Schreibratgeber

    1. Immer her mit den Tipps. Bisher habe ich aus reiner Faulheit zwar hauptsächlich deutsche gelesen, aber bei den Ratgebern ist es wie bei den Romanen: Das Meiste am Markt ist übersetzt. Und meinem Englisch schadet gelegentliches Training bestimmt nicht. ^^

      Gefällt mir

      1. Uneingeschränkt alles von Donald Maass, besonders „The Fire in Fiction“ und „The Breakout Novel“. Grandiose Analysen von erfolgreichen Autoren und Romanen verschiedener Genres, perfekt auf den Punkt gebracht.
        Grad gesehen, dass er ein neues draußen hat *runs off to buy*.

        Dann liebe ich noch James Scott Bell, hier v.a. „Writing Fiction for All You’re Worth: Strategies and Techniques for Taking Your Fiction to the Next Level“. Lese ich gerade zum 2. Mal, eine bunte Mischung an Tipps für Schreiballtag, Disziplin, Plotprobleme etc. auf Basis seiner Blogbeiträge.
        „The Art of War for Writers“: Hab ich schon mehrmals als Print verschenkt. Egal welche Krise man beim Schreiben hat, hier findet sich ein Lösungsansatz dafür. Quintessenz: Durchhalten! 😀
        Und einer meiner ersten Ratgeber und noch immer einer meiner liebsten, was die Basics angeht: „Plot and Structure: Techniques and Exercises for Crafting a Plot that Grips Readers from Start to Finish“. Hat mir vor einigen Jahren echt die Augen geöffnet, wo das alles für mich noch Neuland war 🙂

        Weniger ein Schreibratgeber, sondern mehr eine Anleitung zum Durchhalten und auf dem Genre mein absoluter Liebling (und zu Unrecht eher unbekannt): „The Courage to Write – How Writers Transcend Fear“ von Ralph Keyes. Dieses Buch ist dafür verantwortlich, dass ich mit meinen Geschichten an die Öffentlichkeit gegangen bin und weiterschreibe, egal wie schwer es mir an manchen Tagen auch fallen mag.
        In dem Buch geht’s nicht um Schreibtechniken, sondern um das Herz des Autors und wie man es schafft, genug Mut zum Schreiben und in weiterer Folge zum Veröffentlichen aufzubringen.

        Gefällt 1 Person

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