[Selfpublishing] Schreiben unter Pseudonym

Lewis Caroll tat es. Iny Lorenz tun es. Und ich mache es zugegebenermaßen auch: Schreiben unter Pseudonym. Stehe ich deshalb weniger hinter meinen Büchern? Nein, natürlich nicht. Wenn ich nicht von meinen Geschichten überzeugt wäre, würde ich sie gar nicht erst veröffentlichen.

Welche Gründe sprechen für ein Pseudonym?

Es gibt viele Gründe, sich ein Pseudonym zu suchen. Die von Kolleginnen und anderen Buchmenschen am häufigsten genannten sind:

  • Anonymität
  • häufiger Name
  • Verwechslungsgefahr mit anderen Autoren
  • unpassender Name
  • Markenbildung und -schärfung

Den Wunsch nach Anonymität habe ich ganz auf die Liste gesetzt, weil er auch am häufigsten genannt wird. In diesen Fällen schwingt manchmal ein bisschen Scham mit. Schließlich müssen die Kollegen nicht wissen, dass man Krimis mit schwulen Polizisten verfasst und den Verwandten zu erklären, dass man die heißen Szenen in seinen Erotikromanen nicht alle selbst erlebt hat, ist auch nicht unbedingt einfach.

Auch ein häufiger Name ist ein guter Grund, ein Pseudonym zu wählen, vor allem, wenn die Gefahr besteht, mit anderen Autoren verwechselt zu werden. Schließlich will man unter diesem Namen auch gefunden werden. Wie schwierig das ist, wenn man einen häufigen Nachnamen trägt, wird schnell klar, wenn man bei Wikipedia z. B. „Müller“ nachschlägt. Nicht nur, dass es darunter etliche Schriftsteller gibt, man will vielleicht auch nicht unbedingt mit einem Politiker, Schlagersternchen oder Sportler gleichen Namens in Verbindung gebracht werden.

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Bild: leandrodecavalhophoto via pixabay

Auch ein als unangenehm oder unpassend empfundener Name kann ein Grund für ein Pseudonym sein. Jürgen Fick (Fick ist in einigen Teilen Norddeutschlands ein sehr üblicher Familienname) taugt vielleicht noch für sehr explizite Erotik. Aber seien wir ehrlich: Selbst da klingt die Kombination aus dem biederen Vor- und dem „gewagten“ Nachnamen absurd. Und einen heiteren Familienroman würde man ihm vermutlich ebenso wenig abnehmen, wie Chantalle Himmelsbächer den knallharten Thriller.

Viele Autorinnen geben auch Markenbildung und -schärfung als Grund an, was von den Verlagen unterstützt wird. Der Grund ist, dass viele von uns in verschiedenen Genres schreiben. Als Leserin knüpft man aber auch an den Autor bestimmte Erwartungen. Das ist mir bei einem Roman von Sarah Paretsky deutlich geworden. Normalerweise schätze ich sie wegen ihrer realistischen hard-boiled Krimis, aber irgendwann ist mir ein sehr esoterisch angehauchter Geisterroman von ihr in die Hände gefallen, an dem ich alles vermisst habe, was ich an ihren Krimis liebe. Vielleicht hätte das Buch eine Chance gehabt, wenn ich die Krimis nicht gekannt hätte … Aber so: nein. Ging gar nicht.
Aus dem gleichen Grund hat J. K. Rowling vermutlich auch nur einen einzigen Krimi unter diesem Namen veröffentlicht. Inzwischen veröffentlicht sie als Rowling ausschließlich Fantasy. Ihre Krimis erscheinen unter Pseudonym.
Indirekt unter Markenbildung fällt auch, wenn man Pseudonyme benutzt, um einen sehr hohen „Literaturausstoß“ zu bemänteln. Vielschreiber werden ja oft mit Schlechtschreibern verwechselt, d. h. ihnen wird mangelnde Qualität unterstellt. Stephan King hat sich genau deshalb Pseudonymen bedient, um seinen Marktwert hoch zu halten.

Probleme mit dem Pseudonym

Natürlich gibt es Nachteile.
Wer ein Pseudonym nutzt, um anonym zu bleiben, hat als Selfpublisher z. B. erhebliche Nachteile bei der Werbung. Wenn es keinen Verlag gibt, der das Marketing übernimmt, muss man selber auf Menschen zugehen – und da bietet sich der eigene Freudes- und Bekanntenkreis nun mal als Erstes an. Denen klar zu machen, dass du Bücher schreibst, ist eine Sache (ich finde schon das schwer). Sie dazu zu bringen, sich ein Pseudonym zu merken, ist ungleich schwieriger.
Aber auch in den sozialen Medien stößt man mit einem Pseudonym auf Schwierigkeiten. Xing z. B. verbietet Pseudonyme ganz, ist also vollkommen ungeeignet, sich unter Pseudonym mit anderen zu vernetzen und sich einen Namen zu machen. Auch Facebook ist mit Pseudonym nur schwer nutzbar. Eigentlich darfst du dir dann nämlich nur eine Seite einrichten, was bedeutet, dass du nicht von dir aus Kontakt zu den Profilen „echter Menschen“ aufnehmen kannst. Außerdem kommst du als Seite nicht in Gruppen. Die Möglichkeiten, sich zu vernetzen, sind daher sehr eingeschränkt. Die einzige (aber eigentlich verbotene) Alternative besteht darin, deinem Pseudonym einen eigenen Account einzurichten – was inzwischen allerdings die Angabe einer Mobilfunknummer voraussetzt. Dumm, wenn du die schon für deinen privaten Account verwendet hast.

Geringere Probleme macht die Impressumspflicht in Büchern, auf Webseiten und in Blogs. Hier reicht es, einen Empfangsbevollmächtigten anzugeben. Das kann ein Impressumsdienst sein (wie ihn z. B. Papyrus Autor seinen Nutzern anbietet), aber auch der Nachbar, ein Familienangehöriger oder eine Freundin. Hauptsache, es ist eine Kontaktaufnahme möglich und die Post landet irgendwo, wo sich dich am Ende erreicht.
Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass du deinen eigenen Namen als Kontaktadresse angeben kannst, ohne dass man daraus zwingend schließen kann, dass das Pseudonym zu diesem Namen gehört.

Was macht ein gutes Pseudonym aus?

Wie immer gibt es also keinen Königsweg. Letztlich muss jede/r selbst entscheiden, was in seinem/ihren Fall das Beste ist. Wer sich für ein Pseudonym entscheidet, sollte sich die Zeit nehmen, gründlich darüber nachzudenken, welches das Richtige ist.
Dabei lassen sich die beiden wesentlichen Kriterien eines guten Pseudonyms schon aus dem ersten Absatz ableiten: Ein gutes Pseudonym ist ein Name mit hohem Wiedererkennungswert, der zum Genre passt.

Zum Wiedererkennungswert gehört auch, dass der Name eingängig sein sollte. Deshalb Vorsicht bei exotischen Namen. Qui Xiaolong ist zwar (für Europa) selten, aber (für Europäer) auch schwer zu merken. Drago Fellner bleibt deutlich besser haften.

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Bild: Mysticartdesign via pixabay

Natürlich kommt dann auch noch der Wohlfühlfaktor dazu. Ein Pseudonym, wird idealerweise so etwas, wie eine zweite Haut. Nicht unbedingt eine andere Identität, eher wie Kleidung, die bestimmten öffentlichen Anlässen vorbehalten bleibt. Auch da wählt man vorzugsweise das, was einem selber gefällt. Allerdings sollte das Pseudonym langlebiger sein. Schließlich will man in der Regel mehr als ein Buch veröffentlichen. Also lieber keinen hochkreativen, top-angesagten Namen wählen. Nichts veraltet so schnell, wie die Mode. Und nichts ist später so peinlich. Das gilt für Klamotten genauso wie für Namen.

Auch ich habe meinen Namen sehr bewusst gewählt und mir Bestandteile gesucht, die für mich hohen Symbolwert besitzen. Nike ist die griechische Siegesgöttin. Leonhard kommt von Löwenherz. Beides zusammen drückt für mich den Willen aus, mich in einem schwierigen Umfeld erfolgreich zu behaupten.
Ich finde außerdem, dass der Name gut klingt, ungewöhnlich genug ist, um aufzufallen und zur Phantastik passt. Wenn ich besser nachgedacht und ein bisschen Marktforschung betrieben hätte, hätte ich mich vermutlich trotzdem dagegen entschieden, weil der Name Nike fast automatisch mit Sportbekleidung assoziiert wird. Da ich mich weder für Sport, noch für Klamotten sonderlich interessiere, ist mir das aber entgangen. Jetzt muss ich mit den Folgen klarkommen.


Und du? Schreibst du unter Pseudonym oder Klarnamen? Was sind die Vor- und Nachteile, die du erlebst?

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22 Kommentare zu „[Selfpublishing] Schreiben unter Pseudonym

  1. Ich schreibe unter meinem Klarnamen.
    Da ich ohnehin als freie Lektorin arbeite und WENN ich mir doch noch einen Brotjob suchen muss, um die Selbstständigkeit zu supporten (Was ich nicht hoffe), dann am Besten auch irgendwas mit Schreiben (z.B. Workshops an der Volkshochschule) machen möchte, ist es für mich eher von Vorteil, wenn etwaige Kund*innen auch meine Bücher finden.
    Derzeit glaube ich, dass ich kein Pseudonym brauche, da ich auch in verschiedenen Genres irgendwie immer politisch-feministische Aspekte drinhabe, sodass egal ob High Fantasy, Dystopie oder Märchenadaption trotzdem klar ist: Wo mein Name draufsteht, kriegt man genau das, was man erwartet :).
    Aber ich würde zu gerne auch was veröffentlichen, wo „Evanesca Feuerblut“ draufsteht. Also ein offenes Pseudonym. Vielleicht reserviere ich mir das für FUN-tasy oder irgendwas in der Richtung. Also für lustige Prosa. Wer weiß…

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      1. Öhm, nein, das muss jemand anders sein :D. Ich kenne Textflash zwar flüchtig über Twitter, aber wir hatten noch nie die Ehre der Zusammenarbeit :).
        Wobei ich ehrlich sein muss, ich liebe jede einzelne meiner KG-Veröffentlichungen. Das sind alles Herzenstexte ❤

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      2. Dann habe ich das in der Tat verwechselt. 🙂
        Gang abgesehen davon finde ich es gut, dass du zu deinen KGs stehst. Meines Erachtens sind KGs die am stärksten unterschätzte Literaturgattung. Und das sage ich nicht, weil ich selbst aktuell „nur“ Texte von maximal 100 Seiten veröffentliche.

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  2. Für mich stellt sich die Frage ja noch nicht so richtig, da ich bis jetzt ja „nur“ die eine Veröffentlichung am Start habe. Aber ich habe mich recht frühzeitig darauf festgelegt, dass ich unter meinem Realnamen veröffentlichen möchte.

    Wobei ich es mir durchaus vorstellen kann, auch ein Pseudonym zu verwenden, wenn ich mal was ganz anderes schreiben sollte. Konkrete Überlegungen in dieser Hinsicht habe ich angestellt, als ich an meinem Erotik-Romance-Hardcore-Roman gearbeitet habe, der am Ende dann doch (noch) nicht fertig gestellt wurde.

    Aber die Spannbreite, die ich inzwischen als „meine“ Genres angeben würde, also Krimi bis Horror, kann ich mit meinem Realnamen gut vereinbaren. Und da habe ich auch keine Probleme damit, mit ihnen in direkte Verbindung gebracht zu werden.

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  3. Mein Pseudonym hängt für mich mit der Steampunk-Szene zusammen, in der ich unterwegs bin, denn dort haben fast alle einen „Steampunk-Namen“.
    Für meinen ersten Steampunk-Roman habe ich den Namen dann beibehalten, das bot sich für mich einfach an. Auch wenn der Nachname etwas missverständlich ist – ich werde oft gefragt, was ich denn nun bin – Zeichnerin oder Autorin. Aber im Grunde bin ich beides 🙂
    Ich habe bei Facebook keinen eigenen Account unter diesem Namen, es ist ein offenes Pseudonym, aus dem ich kein Geheimnis mache.
    Es kommt immer mal wieder vor, dass ich vor Veranstaltungen versehentlich mit meinem Klarnamen angekündigt werde, aber wenn ich darauf hinweise, dass ich mit meinem Pseudonym genannt werden möchte, wird es in der Regel entsprechend geändert. Ansonsten habe ich noch keine Nachteile erlebt.

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    1. Das ist doch wunderbar, wenn dein Pseudonym eine Bedeutung hat und in einer Community bekannt ist, für die du auch schreibst. Besser kann es fast gar nicht laufen.
      Meine Aliase aus der Mittelalterszene sind als Pseudonyme leider vollkommen untauglich. 🙂

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  4. Wunderbarer Einblick. 🙂

    Es ist wirklich spannend, wie das mit den Pseudonymen manchmal so ist. Vor allem dann, wenn man vom Verlag dazu gedrängt wird unter einem zu schreiben. Bei „Marc Elsberg“, beispielsweise. Sein richtiger Name schreit so deutlich „Kommt aus dem Süden“, dass man wohl Angst hatte, seine Bücher (unter anderem „Black Out“ und „Helix“) würden sich im Norden einfach nicht verkaufen.

    Als Buchhändler kann ich nur beipflichten und dazu raten, bei der Namenswahl nicht übermäßig kreativ zu werden. Wie Du oben schon mit dem chinesischen Namen angedeutet hast ist es oft schwer sich diese Namen zu merken. Und wenn weder der Kunde noch der Buchhändler genau wissen, wie man die Autorin XY schreibt, dann kann es schon mal passieren, dass doch etwas anderes gelesen wird. Sonderzeichen (auch die Umlaute, zB) können darüber hinaus noch ein zusätzliches Hemmnis bilden.

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  5. Ich habe mir vor einiger Zeit ein Pseudonym überlegt.  Nun als ich ihn in Google eingab, stellte ich fest, dass jemand mit diesem Namen einen privaten Facebook-Account besitzt.

    Darf ich den nun benutzen oder nicht?

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    1. Das ist natürlich keine verbindliche Rechtsauskunft, aber dir kann niemand verbieten, so zu heißen, wie andere lebende oder verstorbene Personen. Ausnahme: Der Name ist als Künstlername bereits zu einer Marke geworden, wie bei Blümchen oder DJ Ötzi.

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  6. Liebe Nike,
    ich finde jedenfalls deinen Namen gut gewählt für dein Genre.

    Bei mir hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Aussprache des Vornamens nicht für jeden klar ist. Aber wie hätte ich mir denn vor fünf Jahren denken können, dass er heute auf Messen und Lesungen von jemand angekündigt werden wird?
    Margarete von Navarra war eine Autorin, die Geschichten über die „Anziehungskraft der Geschlechter“ (lt. Wikipedia) schrieb. Ich schätze aber, dass die Leser meiner Romane diesen Zusammenhang in der Regel nicht herstellen 😉 Macht aber nix …
    Auf jeden Fall sollte man sich also (mehr als ich) Zeit nehmen für die Suche nach einem Pseudonym, was aber die Auswahl auch nicht einfacher macht. Hauptsache finde ich auch, dass man sich mit dem Namen identifiziert.
    Unter meinem Klarnamen schreibe ich Kurzkrimis für Anthologien als Gegenpol (fast ohne Erotik…)

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    1. Liebe Margeaux,
      Margarete von Navarra war mir bis eben auch kein Begriff. Ich dachte, Margeaux sei eine Anspielung auf die Geschichte der O. Das fand ich sehr passend. 😀 Allerdings kenne ich mich mit französischer Aussprache auch nicht wirklich aus. 🙂

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      1. Dann korrigiere ich dich jetzt gleich mal: Man schreibt meinen Vornamen ohne das e: Margaux, gesprochen wird es einfach Margo, mit der Betonung auf der zweiten Silbe.
        Ja, die Geschichte der O hätte auch gepasst …
        Und genau wie du kennen sich viel mit französisch nicht aus und können es deshalb auch nicht aussprechen. Ich bin da etwas vorbelastet und machte mir darüber wenig Gedanken. Zu wenig jedenfalls …

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  7. Mein Klarname kommt in meinem Brotjob zum Einsatz, den ich von meinem Autorendasein strikt getrennt halte. Außerdem gibt’s unter dem Namen schon eine bekannte Internetpräsenz einer Frau aus seiner anderen Branche, da wollte ich keine Verwechlungen riskieren.
    Als Autorin habe ich 2 Pseudonyme. Das eine hat sich schon vor Jahren (eigentlich Jahrzehnten ;-)) ergeben, das andere habe ich mir bewusst aufgebaut, mit dazugehörendem Branding und Social Media Präsenzen, und fahre bis jetzt sehr gut damit.
    Ich habe nicht vor, die beiden Pseudonyme ewig geschlossen zu halten, aber ich werde die beiden schriftstellerischen Bereiche immer strikt trennen, damit sich die Leserschaft auskennt, was sie von dem jeweiligen Namen erwarten kann.

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  8. Waaas, Nike Leonhard ist gar nicht dein echter Name? Und ich hab das geglaubt. Als nächstes erzählst du noch, dass du in Wirklichkeit kein Einhorn bist. Oh…

    Ja, die Frage „Pseudonym oder kein Pseudonym“ stellt sich mir auch. Das Grundproblem bei meinem bürgerlichen Namen ist: Er ist kurz und einfach und wird ständig falsch geschrieben. Ich schrieb es schon im Tintenzirkel-Forum: Der Personaler, der meine Bewerbung vor sich liegen hat, googelt „Miriam Debus“ und findet Drachenkopfelfen mit Borderlinestörung – die potentielle Leserin, die meinen Namen nur gehört hat, googelt „Mirijam Weber“ und findet nichts. Optional Mirjam, Myriam, Mariam, Ebers, Debers. Dabei ist der Name eigentlich praktisch. In Ascii-Zeichen darstellbar, gaukelt keine bestimmte Nationalität vor und auch kein anderes Genre.

    Bei Facebook bin ich übrigens nicht. Nie gewesen. Was will ich auf einer Seite, auf der Nazicontent verbreitet werden kann, aber erzählmirnix-Comics gesperrt werden. Möglicherweise ist das als zukünftige Selfpublisherin unhaltbar, aber was soll man machen.

    Und der innere Troll sagt: Es ist schön, dass du den Punkt Anonymität GANZ auf die Liste setzt. Sonst wäre nur Anony oder nur mität drauf gewesen! Oder nur ein halber Punkt!

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  9. Sehr schöne Zusammenfassung der Vor- und Nachteile eines Pseudonyms. Vielen Dank dafür! Ich selbst habe bereits vor einigen Jahren aus Gründen der Anonymität ein Pseudonym gewählt. Im Bereich Erotika ist das angebracht, sobald man auch noch einen „normalen“ Job hat. Du beschreibst die Feinheiten dieser Situation ja schon recht treffend. Zum Schutz der Privatsphäre (vor allem als Frau) erachte ich die Vorteile eines Pseudonyms als absolut unschlagbar. Betreffend der Nachteile empfinde ich den des schwierigen Marketings als Selfpublisher als sehr schwerwiegend. Man muss ständig rumtricksen. Bisher habe ich lediglich in Magazinen etc. veröffentlicht. Jetzt kommt ein Buch. Da war lange die Frage: Suche ich mir vielleicht doch einen Verlag? Ich habe mich dagegen entschieden (davon abgesehen, dass ich das eh als aussichtslos betrachte) und plane für Impressum etc. eine der von dir beschriebenen Lösungen. In Planung ist auch eine Veröffentlichung in einem komplett anderen Genre. Auch hier werde ich ein – anderes – Pseudonym wählen. Du hast es schon beschrieben: Wer mich aus dem Erotikabereich kennt, mag nichts anderes als Erotika von mir lesen. Also, ich erachte deinen wunderbaren Artikel als vollständig und abschließend. Bleibt mir nur zu sagen: Nike ist ein schöner Vorname und ich denke dabei nicht im Geringsten an Sport! Und vielleicht sollte ich mir mal deine Bücher näher ansehen? Viel Erfolg weiterhin!

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    1. Danke für deinen Kommentar und deine Erfahrungen. Erotik hätte ich auch nie unter meinem echten Namen veröffentlicht.
      Dir ebenfalls viel Erfolg! Wenn du Fragen zum Veröffentlichen hast, kannst du mich gerne ansprechen, auch wenn ich bisher „nur“ eBooks herausgebracht habe.

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      1. Bei mir wird es beides werden: Papierbuch und eBook. Danke für deine guten Wünsche und das Hilfsangebot. Wer weiß, vielleicht stoße ich ja auf etwas, das du wissen könntest. Dann komme ich darauf zurück 🙂 Liebe Grüße und viel Erfolg!

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  10. Ich selbst schreibe meine Kurzgeschichten und Geidchte unter eigenem Namen, habe aber im Job schon öfters Autoren kennegelernt, die auf ein Pseudonym beharren, auch wenn die Verlage mal dagegen sind. Das liegt dann oft daran, dass es entweder Erotikromane sind, wie schon hier erwähnt, oder eben autobiographische Inhalte, die nur leicht verfälscht wurden. Manche legen sich auch Pseudonyme zu, wenn sie Jugend- oder Kinderbücher schreiben.

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