Ein paar Gedanken zum Newsletter

Die Entscheidung, einen Newsletter haben zu wollen, ist gefallen; das Versprechen innerhalb diesen Jahres zu starten, steht. Inzwischen habe ich auch eine ungefähre Vorstellung davon, wie die „technische“ Umsetzung funktioniert.

Also wird es Zeit, sich auch Gedanken über die Inhalte zu machen. Was möchte ich erreichen? Wen möchte ich erreichen? Oder anders ausgedrückt: Was soll das Ding eigentlich?
Eine reine Erinnerungsmail nach dem Motto: Hey, mich gibt’s noch, schau mal auf meinem Blog vorbei, da sind spannende Dinge passiert, ist mir zu wenig. (Auch wenn es natürlich immer empfehlenswert ist, vorbeizuschauen, weil hier dauernd spannende Dinge passieren. Und nein, ich bin gar nicht von mir selbst überzeugt. ;-))
Andererseits … Wenn ich die Behauptungen einiger Experten lese, was angeblich nötig sei, um Abonnenten zu gewinnen und zu halten, bin ich kurz davor, sofort wieder zu kapitulieren. Bei einigen bekommt man fast den Eindruck, man müsse sich die Gnade der Abonnenten erkaufen. Mit einer kostenlosen Dreingabe z. B., einer Kurzgeschichte oder einer Anleitung, die es für Abonnenten exklusiv gibt. Oder wenigstens mit regelmäßigen Gewinnspielen, um die Leser bei Laune zu halten. Vielleicht haben diese Experten recht. Was weiß ich schon.

Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl. Sollte ein Newsletter nicht aus sich heraus interessant sein? Ist es nicht genug, Hintergrundinformationen früher oder exklusiv zu bekommen? Nehmen Abonnenten, die sich nur wegen der mitgelieferten „Bontjes“ eintragen, die restlichen Inhalte überhaupt wahr?
Wie gesagt: Ich weiß es nicht. Ich bin kein Guru, sondern selbst eine Suchende. Aber, wenn ich von mir auf andere schließen kann, dann lesen diejenigen, die sich nur wegen der Extra-Belohnung eingetragen haben, den ganzen Rest nicht. Möglicherweise locke ich damit also nur Menschen an, die gar nicht in meine Zielgruppe fallen. Was mich zu den Fragen vom Anfang zurückbringt: Was ist mein Ziel und wer meine Zielgruppe?

Wenn ich mir als Ziel setze, Werbung für meine Bücher zu machen, indem ich die Kontakte zu Lesern verbessere und Neugier auf die Neuerscheinungen wecke, ist die Zielgruppe klar: Leser. Noch genauer: Menschen, die gerne Fantasy „für zwischendurch“ lesen. In erster Linie diejenigen, die den Codex Aureus schon kennen, aber gerne auch die, die nur allgemein neugierig sind.
Dementsprechend sollte der Schwerpunkt m. E. auf Inhalten liegen, die irgendwie mit dem Codex Aureus und seinen Geschichten verknüpft sind. Das schließt nicht aus, dass es auch mal ein Gewinnspiel, eine Fortsetzungsgeschichte oder einen Verweis auf besonders interessante Blogartikel geben wird. Aber mit dem Versprechen darauf zu werben, halte ich für unseriös.

Wie sehen Sie, wie siehst du das? Ergeben diese Gedanken Sinn?

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