Frankfurter Buchmesse 2016 im Rückblick

Wie ich hier schon mal irgendwo geschrieben hatte, war diese Buchmesse für mich insofern eine Premiere, als ich das erste Mal an den Fachbesuchertagen dort war – und das in der Doppelrolle als Twitterwesen (Presse) und Selfpublisherin. Diejenigen, die mir auf Twitter folgen, werden es gemerkt haben – entschuldigt, wenn ich eure Timeline zu sehr zugemüllt habe.

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Wenigstens zeitweise habe ich es sogar unter die Top10 gebracht

Nach allen ungefilterten Eindrücken wird es Zeit ein Fazit zu ziehen, bevor sich die Erinnerungen ins Unterbewusste absetzen.

Besucher

Die erste Feststellung ist immer noch, dass es an den Fachbesuchertagen leerer ist, als an den Publikumstagen. Nicht sehr, aber fühlbar.
Am schwächsten war nach meinem Empfinden der Mittwoch besucht. Das kann natürlich daran liegen, dass ich nur am Vormittag dort war, aber ich hatte den Eindruck, dass die Messe da erst so langsam in Schwung kommen musste. Freitag war es entschieden am vollsten und da lagen auch die meisten Veranstaltungen.

Veranstaltungen und Vorträge

Womit wir beim nächsten Thema wären: Veranstaltungen und Vorträge. Da ich ja auch in meiner Rolle als Selfpublisherin auf der Buchmesse war, hatte ich mir hauptsächlich Vorträge aus diesem Bereich auf die Agenda gesetzt. Die Meisten waren leider nur dem Titel nach interessant.
Positiv aufgefallen sind mir vor allem die Vorträge von Annika Bühnemann zur Professionalisierung von Selfpublishern und der des Justiziars von Random House zum Urheberrecht. Alle anderen taugten mehr als Impulsreferate für spontane Unterhaltungen im Publikum. Meist mit dem Tenor: „das hätten wir auch spontan halten können – und zwar besser.“
Auf andere Weise anregend waren die Diskussionsrunden im Orbanism Space. Beim sogenannten Twittertreffen ging es vorwiegend um Literatur in kleinen Formen, was mich wegen Themenverfehlung geärgert hätte, wenn es nicht so verdammt unterhaltsam gewesen wäre der Akkordeonistin und Milch_Honig zuzuhören. Richtig spannend wurde es dann auf dem Bloggertreffen der Buchblogger (leider gab es keins der bloggenden Autoren). Dort stellte sich nämlich heraus, dass Buchblogger zwar gerne mit ihren Blogs Geld verdienen würden, gleichzeitig aber fürchten, schon durch die Annahme von Rezensionsexemplaren korrumpiert oder zumindest in den Augen ihres Publikums unglaubwürdig zu werden. Entsprechend heftig fiel die Reaktion auf die Frage aus, was eigentlich dagegen spräche, sich ähnlich den Beatybloggern für Rezensionen bezahlen zu lassen. Das Selbstbewusstsein, im Bloggen nicht nur ein nettes Hobby, sondern Arbeit zu sehen, scheint bei Buchbloggern ebenso wenig ausgeprägt, wie die Haltung, dass man eine Bezahlung auch annehmen kann, ohne sich zu einer positiven Kritik zu verpflichten.

Kontakte

Ich habe auf der FBM16 gefühlt mit mehr Menschen gesprochen, als sonst im ganzen Jahr. Kann sein, dass sich das ändert, wenn ich auch die Leipziger Buchmesse mit auf den Kalender setze, aber als singuläres Ereignis war die Masse an Sozialkontakten wirklich überwältigend.
Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich die Meisten schon vorher über soziale Medien, vor allem über Twitter kannte. Ohne diese vorherigen Kontakte wäre die Messe trotz der Menschenmassen für mich vermutlich eine sehr einsame Angelegenheit geworden, denn meine Fähigkeit auf Andere zuzugehen und neue Bekanntschaften zu knüpfen, ist im 1st Life eher unterentwickelt.

Fazit

Nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein. Mit konkreteren Fragestellungen und einer besseren Planung (hoffe ich). Auf jeden Fall aber mit mehr Zeit.

Vielleicht treffen wir uns dann ja.

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