Filme, die ich nicht sehen werde: Jumanji (2)

Das Original Jumanji fand ich toll. Gute Geschichte, witzig erzählt, tolle Darsteller. Als ich hörte, dass davon ein Sequel gedreht werden sollte, war ich schon nur noch mäßig begeistert. Aber anscheinend gehen den Hollywoodregisseuren die Ideen aus; anders sind Neuverfilmungen wie die von Die glorreichen Sieben oder Ben Hur kaum zu erklären. Und immerhin: Jumanji sollte ein Sequel werden und nicht nur ein aufgemotztes Remake.

Nachdem ich jetzt das erste Set-Foto gesehen habe, weiß ich allerdings, dass ich mir das nicht anzutun brauche. Was darauf zu sehen ist? Vier Menschen in Dschungelkulisse. Die Rollen sind unschwer zu erahnen. Mittig ist der Big-Boy, das Alpha Männchen: groß, muskulös, Siegertyppose. Neben ihm steht sein Sidekick, der etwas ängstliche Eingeborene der die Ausrüstung schleppt und für die lustigen Sprüche zuständig ist. Rechts außen der dicke Wissenschaftler (und Finanzier?) dessen nerdyness man unschwer an Fliege, Einstecktuch und Brille erkennt. Zwischen ihm und Big Boy: das Weibchen mit trotzig entschlossenem Blick und ich kann nur hoffen, dass der ihre geheime Superkraft ist, sich Spinnen, Dornenranken und andere Dschungelbewohner vom Leib zu halten, denn im Gegensatz zu den männlichen Kollegen, die alle Safariausrüstung tragen, muss die Arme mit einem denkbar knappen Bustier und Hot-Pants auskommen. Gut, immerhin hat sie Lederstiefel und Handschuhe, aber der Großteil der Haut ist trotzdem nackt.

jumanji-sequel
Das ist besagtes Foto. Millionen Moskitos werden ihr diese Ausrüstung danken! Bildquelle: Moviepilot

Ich will hier keine Sexismusdebatte führen. Wenn irgendwer beim Anblick des Bauchnabels ins Sabbern kommt und deswegen in den Film rennt – meinetwegen. Ich sehe in der Schauspielerin auch kein armes Opfer. Sie hat die Rolle angenommen und wird dafür (hoffentlich gut) bezahlt. Es sei ihr gegönnt.
Trotzdem finde ich dieses Foto insgesamt zum Würgen und die Aufmachung des Weibchens ganz besonders, weil sie saumäßig unpraktisch ist. Wer so doof ist, mit einer Ausrüstung in den Dschungel zu gehen, die noch nicht mal für einen Querfeldeinlauf durch heimische Wälder geeignet ist, für den zahle ich kein Eintrittsgeld. Zumal die Männchen nicht aussehen, als würden sie so viel Doofheit durch übermäßiges Hirn wettmachen. Ja, es ist Fantasy, aber Fantasy heißt nicht: Es lebe das Stereotyp.
Wegen dem Aussehen der Männchen würde ich übrigens auch keinen Eintritt zahlen, der ist nicht mein Beuteschema. Aber das nur am Rande. Mir ging es um die Geschichte, die dieses Bild verspricht und das sagt: maximal Dschungelcamp.

Und das guck ich auch nicht.

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6 Kommentare zu „Filme, die ich nicht sehen werde: Jumanji (2)

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