Fortschritte beim Fluch

Gestern habe ich die erste Überarbeitung von „Der Fluch des Spielmanns“ abgeschlossen. Dabei ist die Geschichte noch mal kräftig gewachsen. Aber das war auch nötig. Einige wichtige Teile waren definitiv zu kurz abgehandelt, wodurch viel Spannung verschenkt wurde. An anderen Stellen musste ich nachbessern, weil die Konsequenzen der Handlungen sonst nicht allgemeinverständlich gewesen wäre.

Was ihr aber wirklich gut getan hat war, dass ich den Charakter der zweiten Hauptfigur grundlegend geändert habe. Der Aufwand dafür war vergleichsweise gering; die Handlung ist fast identisch geblieben, aber der Plot hat sich in einer entscheidenden Nuance verändert und gibt der Geschichte im letzten Moment noch eine ironische, fast komische Wendung.

Die Devise „kürzen, kürzen, kürzen“ ist definitiv nichts für mich. Jedenfalls nicht am Anfang. Bevor die Geschichte veröffentlichungsreif ist, braucht sie mindestens noch einen zweiten Durchgang. Auch wenn ich schon beim Schreiben versuche, Schmonz und Manierismen zu vermeiden, schmuggeln sie sich irgendwie doch immer wieder ein. Wahrscheinlich werde ich dabei auch noch das eine oder andere Plotloch entdecken.
Erst danach geht es ans Kürzen und eine weitere stilistische Überarbeitung. Inhaltlich wird sich dann aber nichts mehr ändern.

Außerdem muss ich noch ein bisschen am Cover basteln. Das Grundkonzept steht zwar schon, aber ich bin noch auf der Suche nach der optimalen Schrift für den Titel. Vermutlich schwanke ich zwischen einer irischen Unziale, der karolingischen Minuskel und einer Bastarda. Wenn ich den richtigen Fond gefunden habe, muss ich sie „nur noch“ in Farbe und Größe optimieren.
Das sind die Arbeiten, die ich zwischen den einzelnen Überarbeitungsphasen erledige. Das hat den Vorteil, dass der Text immer ein paar Tage Zeit zum Reifen hat. (Oder prosaischer ausgedrückt: Mit etwas Abstand sehe ich meine Fehler besser.)

Ganz zum Schluss werde ich noch ein kurzes Nachwort schreiben. Der Text selber ist zwar Fantasy, nimmt aber an einigen Stellen Bezug auf sehr reale historische Gegebenheiten. Die muss man zwar nicht kennen, um die Geschichte zu verstehen – aber als Leserin freue ich mich immer über solche „Bonbons.“
Und wenn ich ganz viel Zeit habe, werde ich mich vielleicht sogar noch an einige Skizzen wagen.

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