Lucifer

Seit neuestem gibt es eine Serie auf Amazon Prime Video, die ich sehr gerne sehe: Lucifer. Die Serie ist ein Crime-Fantasy-Crossover, das auf einem Spin Off zu Gaimans Sandman Comics beruht und ursprünglich für den amerikanischen Fernsehsender Fox produziert wurde.

In Los Angeles ist der Teufel los. Lucifer Morningstar, der Herr der Hölle hat sich selbst auf unbestimmte Zeit beurlaubt und zusammen mit dem Dämon Mazikeen einen höchst irdischen Nachtclub eröffnet. Allerdings hat er sein Verlangen, andere für ihre Verfehlungen zu bestrafen, nicht verloren und als eines seiner Protegees getötet wird, stürzt er sich begeistert in die Ermittlungsarbeit. Dabei kommt ihm seine Fähigkeit zugute, Menschen dazu zu bringen die Wahrheit zu sagen, selbst wenn sie dabei ihre geheimsten Wünsche offenlegen. Seine große Schwäche ist jedoch, dass er immer die Wahrheit sagen muss, was immer wieder zu Spannungen mit seiner Partnerin Detective Chloe Decker führt. Sie ist zudem die Einzige, die gegen Lucifers Charme immun ist.
Auch Gott ist not amused und beauftragt Lucifers Bruder, den Engel Amenadiel, Lucifer zurückzubringen. Andernfalls, so die Drohung, müsse Amenadiel Lucifers Job übernehmen. Der tut sich mit Mazikeen zusammen, die sich wegen der drohenden Vermenschlichung ihres Chefs sorgt.

Ein bisschen erinnert das Ganze an Serien wie Castle oder den Mentalist mit einem Schuss Dexter. Aber Lucifer setzt noch einmal eine Schippe drauf. Ein Protagonist, der nicht nur trinkt, sondern auch alles nimmt, was gute Laune macht und grundsätzlich bereit ist mit jedem Sex zu haben (auch mit mehreren gleichzeitig), ist dann doch ein bisschen anders.
Wobei man dazu sagen muss, dass sämtliche expliziten Szenen sorgfältig umschifft werden. Da macht sich dann doch die amerikanische Prüderie bemerkbar: Selbst wenn der Herr der Hölle nach durchtriebener Nacht mit drei Frauen im Bett aufwacht, trägt er immer noch Shorts und die Frauen ordentlich sitzende BHs und passende Höschen.

Abgesehen von solchen kleinen Unstimmigkeiten ist die Serie aber, wie schon oben gesagt, sehr unterhaltsam. Popcornkino im Kleinen sozusagen.

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