Selfpublishing Rocks!

Selfpublishing Rocks ist eine Initiative, deren Verlinkung mir ein Herzensanliegen ist. Gegründet hat sie Stephan Waldscheidt, dessen Schreibratgeber wahrscheinlich vielen ein Begriff sind. Kurz gesagt geht es um eine freiwillige Selbstverpflichtung für Indie-Autoren, die dabei helfen soll, Selbstverlegern und ihren Büchern ein besseres Image bei Lesern, aber auch bei Verlagen, Buchhändlern, Verlagsautoren und anderen Institutionen im Literaturbetrieb zu verschaffen. Dazu können sich Selbstverleger freiwillig Qualitätskriterien auferlegen, die auch für die meisten Verlage selbstverständlich sind.

Und das ist der Inhalt der Selbstverpflichtung:

1. Ich respektiere meine Leser und nehme sie und ihre Ansprüche ernst.

2. Ich biete die beste mir mögliche Qualität an – in Inhalt und Aufmachung.
Das heißt unter anderem:
+ gründliche und mehrfache Überarbeitung des Geschriebenen
+ Fakten-Check bei Sachbüchern und Ratgebern
+ zitieren nur mit Quellen-Angaben
+ Respekt vor der Leistung von anderen: Beachtung des Urheberrechts
+ keine Plagiate
+ keins meiner Bücher erscheint, ohne dass es zuvor von Test-Lesern geprüft wurde, egal ob das Bekannte sind oder bezahlte Profis
+ gründliches Lektorat und Korrektorat von mir selbst und / oder Dritten
+ ein zumindest ordentliches und liebevoll gestaltetes Cover, zu dem ich die Meinung von Dritten einhole oder das Fachleute für mich erstellen

3. Ich biete meine Bücher zu fairen, sich im Rahmen des Üblichen bewegenden Preisen an und garantiere ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung.
Ich verzichte dabei insbesondere auf extrem überhöhte Mondpreise, die das Ansehen der Selfpublisher schädigen, ebenso wie auf dauerhafte Gratisaktionen oder extrem niedrige Preise. Mit Letzterem soll verhindert werden, dass bei den Lesern eine Umsonst- oder Billig-Mentalität einreißt, die längerfristig das ganze Selfpublishing gefährdet. Die Buchpreisbindung in Deutschland sorgt bis heute dafür, dass unsere Buchlandschaft noch immer sehr vielfältig ist. Wenn sich die Leser daran gewöhnen, so gut wie gar kein Geld mehr für Bücher ausgeben zu müssen, schadet das langfristig allen Autoren, Verlagen und Händlern – und am Ende auch den Lesern selbst.

4. Ich vermarkte und bewerbe meine Bücher selbstbewusst – aber ich spamme niemanden mit Werbung voll, nicht in den sozialen Netzen und erst recht nicht per Mail. Dabei bemühe ich mich um inhaltlich korrekte und informative oder unterhaltsame Werbung in erträglichen Dosierungen und verzichte auf marktschreierisches Feilbieten meiner Bücher.

5. Ich respektiere die Arbeit anderer Selfpublisher. Ich will kein Hauen und Stechen, keinen brutalen Wettbewerb, stattdessen gesundes und beflügelndes Konkurrenzdenken und ein faires Miteinander in einem Markt, der groß genug für alle ist, die Qualität anbieten.

6. Ich respektiere die Arbeit von Verlagen und Buchhändlern. Beide sind nach wie vor essenziell für eine Verbreitung des Buchs und für sein Image.

7. Ich respektiere auch die Autorenkollegen, die sowohl mit Verlagen zusammenarbeiten als auch andere Bücher selbst veröffentlichen (Hybrid-Autoren).

8. Ich will als Selbstverleger permanent besser werden und bilde mich weiter – als Autor und als Unternehmer.

9. Ich verfolge meine Autorenkarriere mit Nachhaltigkeit. Vor jeder Veröffentlichung stelle ich mir die folgenden Fragen: Muss dieser Text, an dem ich gerade arbeite, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Ist dieses das richtige Buch für mich als Autor zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere? Ist es tatsächlich gut genug? Stehe ich hinter dem Inhalt? Kann ich auch noch morgen dazu stehen? Oder schade ich mir damit selbst? Ich respektiere eben nicht nur meine Leser, sondern auch mich selbst als Autor.

Dieser Initiative schließe ich mich gerne an!

Gute Bücher direkt vom Erzeuger -- Selfpublishing rocks! -- Eine Initiative der Selbstverleger & Indie-Autoren

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11 Kommentare zu „Selfpublishing Rocks!

  1. In einigen Punkten für erstaunlich lockere „Vorgaben“ (insbesondere bei Punkt 2). Bei anderen muss man eigentlich den Kopf schütteln, dass darüber überhaupt ein Wort verloren werden muss.

    Doch, dem kann ich mich auch anschließen.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, ich stimme dir zu, die Vorgaben sind recht locker. So, wie ich es verstanden habe, soll es aber auch nur die grundlegenden Qualitätskriterien sichern. Dass das leider immer nötig ist zeigt sich ja leider doch immer wieder an entsprechenden Negativbeispielen.
      Was mich fast mehr wundert ist, dass die Initiative schon 2015 gegründet wurde und so wenig Wiederhall gefunden hat.

      Gefällt 1 Person

      1. Gerne. Wenn es funktioniert. Muss gerade nochmal einen eigenen Beitrag schreiben und den Link umleiten, der führt gerade ins Nirvana. Merke: Reblogge nur, wenn du zu Hause eingeloggt bist.

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      2. Ich verstehe es nicht, aber er verlinkt immer noch zu meiner Faserland-Review, die eins meiner Plugins automatisch erstellt hat.

        Gefällt mir

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