Von Glück und Geistern

Bei der 4. Cluewriting Challenge habe ich mit meiner Kurzgeschichte „Der Kinobesuch der alten Dame“ ein Buchpaket aus dem Verlag die Waage gewonnen! 500 Geistergeschichten von Pu Sung-Lin in 5 Bänden. In Leinen gebunden und mit Holzschnitten.

Buchpaket
Das ist das Buchpaket (das Bild ist ein Screenshot von der Seite mit den ausgelobten Gewinnen http://www.cluewriting.de/downloads/events/preise_cwc4.pdf)

Ich bin so unglaublich überglücklich! So schöne Bücher, so viel zu lesen!

Ganz, ganz herzlichen Dank an Rahel und Sarah von Cluewriting und an den Verlag die Waage, der diese grandiosen Bücher (und noch andere) als Gewinn zur Verfügung gestellt hat.

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Steppenbrand in der 777 Challenge auf Facebook

Nina Hasse, die Autorin von Ersticktes Matt hat mich auf Facebook zur 777 Challenge nominiert. Dabei gilt es, 7 Sätze von Seite 7 des aktuellen Werks zu posten und anschließend 7 weitere Autoren für die Teilname zu nominieren.

Natürlich habe ich die Herausforderung angenommen. Was dabei herausgekommen ist? Bitte hier weiterlesen!

FDA Schreibhain

Tolles Projekt! Da ist wirklich aus jedem Genre etwas dabei. Die Streams werde ich auf jeden Fall verfolgen.

SCHREIBHAIN

Logo RadioIn Kooperation mit dem FDA Bayern startet die Autorenschule Schreibhain am 01. August 2016 eine zwölfteilige Reihe mit Radiobeiträgen zum Thema: Schreiben in verschiedenen Genres. Neben einer Einführung in die jeweilige literarische Gattung, gibt es praktische Schreibübungen und Interviews mit Autor*innen und Expert*innen aus der Buchbranche. Die Sendungen sind als Stream auf der Seite des Literaturradio Bayern abrufbar.

Programmübersicht:

1.August 2016: Unterhaltung oder Literatur? Von Festlegungen, Pseudonymen und der Einordnung auf dem deutschsprachigen Buchmarkt

15. August 2016: Krimi schreiben: Ermittlerfiguren und Spannungsaufbau

19. September 2016: Thriller: Das Spiel mit der Angst

17. Oktober 2016: Liebesromane: Was die Welt im Innersten zusammenhält

21. November 2016: Erotik: Vanilla oder BDSM? Das Kopfkino ankurbeln

19. Dezember 2016: Humor: Warum es hohe Kunst ist, das Publikum zum Lachen zu bringen.

16. Januar 2017: Fantasy: Vom Welten bauen und erfinden

20. Februar 2017: Fantastik: Magischer Realismus

20…

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Neuer Service bei Amazon

Amazon führt eine neue Funktion ein. Seit kurzem kann man seinen Lieblingsautoren folgen, soweit diese ein Autorenprofil eingerichtet haben. In diesem Fall wird man von Amazon per Mail über z. B. über Neuerscheinungen dieser Autoren informiert. Das zum Beispiel dann sehr hilfreich, wenn man gerne Genreliteratur abseits der Bestsellerlisten liest; ganz besonders natürlich, wenn diese ausschließlich als eBook veröffentlicht wird.

Folgen auf Amazon
Wie zu sehen, kann man mir jetzt auch auf Amazon folgen

Das Verfahren ist denkbar einfach: Man sucht sich ein Buch des betreffenden Autors und klickt auf den Autorennamen. Es öffnet sich eine Seite, auf der alle Bücher dieses Autors angezeigt werden. Sofern der Autor sich beim Autorenservice von Amazon angemeldet hat, befindet sich oben links ein Bild und darunter der „Folgen“-Button.

Edit:
Ganz stabil scheint das System aber noch nicht zu funktionieren, denn als ich eben ein neues Bild machen wollte, war der Button wieder verschwunden.

ausgelesen: Das Nibelungenlied

Natürlich kann man sich fragen, ob es sinnvoll ist, ein vor 800 Jahre geschriebenes Buch zu besprechen, das außerdem immer wieder als das deutsche Nationalepos bezeichnet wird. Meiner Meinung nach, ist das Erste kein Hinderungsgrund und das Zweite eher ein Argument, den Inhalt genauer unter die Lupe zu nehmen. Goethe selbst prognostizierte, dass der Text noch Jahrhunderte später die Gemüter beschäftigen würde (behauptet jedenfalls der Klappentext).

Wenn er das tatsächlich gesagt hat, gebe ich ihm recht. Das Nibelungenlied ist auch heute noch eine großartige Geschichte voller Gewalt, Intrigen, Verrat und unsterblicher Liebe. Nur die Form ist etwas ungewöhnlich. Aber daran gewöhnt man sich.

Und warum Nationalepos?

Eine gute Frage, die ich mir beim Lesen auch immer wieder gestellt habe. Grob zusammengefasst und auf moderne Begrifflichkeiten gebracht, geht die Geschichte nämlich so:

Worms und Umgebung wurde von den Burgundern regiert. Nomineller Chef war der König, Gundahar oder etwas einfacher: Gunther. Tatsächlich hatte aber sein oberster Berater, Hagen, das sagen. Ein Mann über dessen Herkunft nichts bekannt ist (nur, dass er eben kein Burgunder war) und der seinen Rang seiner Klugheit und Gerissenheit verdankte.
Gunther hatte außerdem noch zwei Brüder (Gernot und Giselher) die für die Geschichte aber keine Rolle spielen und eine Schwester, Krimhild.
Krimhild war nicht sonderlich klug, aber wunderhübsch und auch sonst ein nettes Mädchen. Nur mit Männern hatte sie nichts am Hut, denn sie hatte einen dummen Traum gehabt und seitdem wusste sie, dass sie entsetzlich leiden würde, wenn sie sich je verliebte.
So lebten sie glücklich und zufrieden, bis eines Tages eine Horde Hooligans in den Hof geritten kam. Ihr Anführer, Sigfrid von Xanten wurde seinem schlechten Ruf auch gleich gerecht, indem er Gunther zubrüllte: „Du komm runter da, Alda, ich mach dich Krankenhaus!“ Was man als Hool in solchen Situationen eben brüllt.
Aber dann sah er Krimhild und wurde plötzlich ganz friedlich. Sigfrid war vielleicht nicht die größte Leuchte im Kandelaber, aber sogar ihm war vermutlich klar, dass es nicht der beste Weg in das Herz einer Frau ist, erst ihren Bruder umzubringen. Und er wollte Krimhild. Mehr als alles andere.
Von dem Moment an waren Sigfrid und Gunther (der niemandem böse sein konnte) die besten Freunde – sehr zum Missfallen Hagens, der jetzt zwei Trottel unter Kontrolle halten musste, was natürlich schief ging. Gunther und Sigfrid schlossen nämlich einen Pakt: Wenn Sigfrid Gunther half, Brunhilde, die schöne Königin von Weit-Weit-Weg zu heiraten, sollte er als Belohnung Krimhild heiraten dürfen. Auf Brunhilde war Gunther nämlich schon lange scharf. Nur traute er sich nicht, ihr einen Heiratsantrag zu machen, denn Brunhilde hatte an die Heirat gewisse Bedingungen geknüpft und wer die nicht erfüllte musste sterben.
Sigfrid fand den Vorschlag fair und sagte seine Hilfe zu. Dass er mit Brunhilde so gut wie verlobt war, fand er nicht so erwähnenswert. Kurze Zeit später brach man nach Weit-Weit-Weg auf. Sigfrid hielt sein Versprechen und brachte Brunhilde mit ein paar magischen Tricks zu der Überzeugung, Gunther wäre sein Chef und vor allem stärker als er und damit der viel bessere Ehemann.
Dummerweise war Brunhilde nicht blöd und durchschaute die Intrige, als sofort nach der Rückkehr die Verlobung von Sigfrid und Krimhild bekannt gegeben wurde. Es war aber auch nicht sehr subtil von Sigfrid, bei der Hochzeitsfeier aufzustehen und zu Gunther zu sagen: „So, Bro, ich hab dir geholfen, nun bist du dran!“
Danach war Brunhilde ziemlich angefressen, weshalb die Hochzeitsnacht für Gunther zu einer sehr unerfreulichen Angelegenheit wurde. Trotzdem hätte sich die Sache mit der Zeit vielleicht eingerenkt, wenn sich Gunther nicht am nächsten Tag bei Sigfrid ausgeheult hätte. Der versprach wieder seine Hilfe und so kam Gunther am Ende zu dem, was er für sein eheliches Recht hielt. Was genau sich abspielte, ist nicht ganz klar, aber in jedem Fall war es übel für Brunhilde, die sich nun nur noch damit trösten konnte, wenigstens die Frau vom Chef zu sein.
Bis ihr aufging, dass Sigfrid nichts für Gunther tat und auch keine Abgaben zahlte. An diesem Punkt wäre es gut gewesen, wenn sie sich mit Hagen beraten hätte, aber auf die Idee kam sie nicht. Statt dessen lud sie Sigfrid und Krimhild zum Familientreffen ein. Dabei eskalierte der Versuch, Krimhild auszuhorchen. Krimhild pachte Beweise aus, dass nicht nur Gunther keineswegs Sigfrids Chef war, sondern Brunhilds Ehe vermutlich ungültig und ihr Sohn eventuell sogar Sigfrids Bastard war.
Natürlich versuchte Brunhilde zu retten, was zu retten war. Aber das einzige, was geholfen hätte, wäre ein öffentlicher Widerruf von Sigfrid gewesen und der sagte nur: „Nö!“, während Gunther tat, was er am besten konnte, nämlich nichts. An seiner Stelle handelte Hagen und am Ende war Sigfrid tot. Die Situation schien bereinigt.
Nur Krimhild reagierte nicht, wie erwartet. Statt mit der Leiche nach Xanten zu den Schwiegereltern zu entschwinden, nahm sie sich ein Haus in Worms und fing an, nach Auftragskillern zu suchen. Als der Plan fehlschlug, suchte sie Verbündete im Ausland und fand Attila, den König der Hunnen. Der hatte keine Ahnung, dass er Mittel ihrer Rache sein sollte, sondern meinte, eine gute Partie zu machen. Er hatte zwar ein halbes Weltreich erobert, aber noch nicht gesichert und Krimhild hatte Verbindungen und sah immer noch fantastisch aus. Auch Gunther fand das eine prima Idee, um seine Schwester auf andere Gedanken zu bringen und so zog Krimhild ab nach Ungarn.
Der Rest ist bekannt: Es gab noch ein weiteres Familientreffen, das nur Attila überlebte.

Wenn das das deutsche Nationalepos sein soll, dann wäre das mehr Selbstironie, als ich meinen Landsleuten zutraue. Intelligent handeln hier vor allem die „Ausländer“, d. h. Hagen, Brunhilde und Attila (letzerer zeichnet sich außerdem durch eine anachronistisch anmutende Aufgeklärtheit hinsichtlich der Religion aus) und ausgerechnet der deutsche Held Sigfrid erscheint als hirnloser (wenn auch manchmal lieber) Muskelberg, der die Hose nicht zulassen kann.

Mein Fazit:

Nationalepos? Nein. Lesenswert? Auf jeden Fall!

Bloggoscope: Retro-Netzwerken mit Indie-Autoren

Ein Netzwerk aus bloggenden Indie-Autoren. Schöne Idee! Ich wäre dabei.

Textflash - Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite

So geht’s: Schreib denk Blog-Link deines Lieblings-Indie-Autors als Kommentar unter diesen Post. Ich schaue mir die Seite an und poste in den nächsten Tagen eine Kurzbeschreibung des Blogs.

Du bist selbst Indie-Autor und hast auch einen Blog? Fein 🙂 Poste den Link!

Was kostet das? Derzeit nix!

Welche Voraussetzungen gibt’s für einen Link-Vorschlag?
Derzeit keine, da ich mir die Blogs anschaue, bevor ich sie vorstelle.

Warum ausgerechnet Indie-Autoren-Blogs? Weil ich will und weil ich seit März 2016 auch ein Indie bin.

Wo wird der Blog vorgestellt? Ich habe Accounts auf den gängigen Plattformen, auf denen die Blogvorstellungen geteilt werden. Besuch mich einfach mal bei Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn … usw.usf.

Warum das alles? Die ersten Links habe ich 2007 noch auf meiner damals nigelnagelneuen Verlags-Homepage gepostet. Irgendwann kamen die sozialen Netzwerke mit den Like-Buttons auf, das Verlinken starb irgendwie aus … Ist aber nach wie vor eine tolle Sache, sich…

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Eine Zensur findet nicht statt

Offenbar mag mein Blog einige Menschen weniger, als andere. Jedenfalls hat es sich geweigert, einen Kommentar  zum Artikel über die Preisaktionen bei eBooks anzunehmen. Warum das so ist, damit werde ich die nächsten Tage zu ergründen versuchen.

Am Kommentar selber kann es nicht gelegen haben. Der war sehr nett, wie man sieht:

Flaus auf FB

Bis dahin: Wenn es Probleme gibt, schreib mich gerne auch auf Facebook an. Ich verspreche, mein Möglichstes zu tun, um sie abzustellen.

Selbstausbeutung als System – Preisaktionen bei eBooks

Dieser Artikel ist eine Ergänzung zu Artikeln von Nina Hasse und Carola vom Schreibkasten. Beide haben kürzlich über das Thema Preisaktionen bei eBooks gebloggt und da das für mich ebenfalls ein wichtiges Thema ist, würde ich es gerne aufgreifen und fortsetzen.

Preisaktionen führen zu falschen Erwartungen

Preisaktionen sind auf dem eBook-Markt inzwischen schon so sehr die Regel, dass es sich gleich mehrere Dienstleister darauf spezialisiert haben, für Geld über Twitter und andere soziale Medien verbreiten, dass dein eBook gerade umsonst zu haben ist.
Manche Leser erwarten offenbar schon, dass die Preise regelmäßig sinken. Jedenfalls habe ich von einer Autorin gehört, die direkt darauf angesprochen wurde, wann sie denn mal wieder …

Sie hat nicht und ich denke, das ist gut so. Meine Schwester hat schon schwer geschluckt, als ich ihr erzählt habe, was eBooks von Midnight by Ulstein und anderen Inprints kosten. (Man muss dazu sagen, dass meine Familie alles andere als technikaffin ist. Meine Schwester hat nie einen eBook-Reader angefasst; sie nutzt nicht mal die Apps auf ihrem Handy.) „Das ist doch ein Witz“, war ihre erste Aussage. „Davon kann man doch nicht leben!“
Dann habe ich ihr erzählt, dass selbst publizierte Bücher in der Regel sogar noch billiger angeboten werden.

Selfpublisher denken nicht wirtschaftlich genug

Nun ist meine Schwester Kauffrau mit Schwerpunkt Controlling. Da achtet man logischerweise auf sowas wie Gewinnziele, Kostenkontrolle etc. Anders viele Autoren, die anfangs oft nach dem Motto zu handeln scheinen: „Hauptsache, es wird gedruckt oder erscheint als eBook“

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Bildquelle: Pixabay

Mit dieser Einstellung machen die Vanity-„Verlage“ ihre Geschäfte, sie sichert die Vielzahl der on Demand Hersteller und natürlich macht sie sich auch im eBook-Sektor bemerkbar. Aber anders, als bei den Print-Versionen muss man beim eBook nicht in Vorkasse treten. Material braucht man keines und Lektorat, Korrektorat, Cover – das liegt alles bei einem selber.
Damit will ich nichts gegen Selfpublisher sagen. Ich weiß, dass die Meisten wirklich mit Herzblut an ihren Projekten hängen und unermüdlich daran arbeiten, sich und ihre Werke immer noch zu verbessern. Um Geld geht es nur wenigen, statt dessen hört man immer wieder die Antwort: „Wir schreiben ja nicht nur dafür!“ Wenn nicht in Lektorat und Cover investiert wird, liegt das eher daran, dass kein Geld dafür vorhanden ist.
Aber wenn man so produziert, d. h. alles selber macht, ist es auch leicht zu sagen: Hat mich nichts gekostet – das kann ich dann auch verschenken, wenn dadurch der Umsatz steigt.

Drei Fehlschlüsse beim Marketing

Ein Stück weit kann ich diese Einstellung sogar nachvollziehen. Denn wenn man sich so viel Mühe gemacht hat, will man natürlich auch gelesen werden. Also muss man Marketing betreiben, denn als man hat ja keinen Verlag hinter sich, der übernimmt. Man betreibt ein Blog, ist in den sozialen Medien aktiv, aber das Buch dümpelt irgendwo versteckt in einer ellenlangen Liste und wenn sich doch eins verkauft rutscht es vielleicht von Platz 236.456 auf Platz 236.447, wo es genauso unsichtbar ist.

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Bildquelle: Geralt via Pixabay

Da scheint es erst mal logisch, eine Preisaktion zu machen, um Kunden anzulocken. Macht der Metzger schließlich auch, wenn er einen Teller mit Wurststückchen hinstellt. Und das Buch hat einen – wie schon gesagt – ja nichts gekostet.
Dass das aus mehreren Gründen falsch gedacht ist, fällt erst bei näherem Hinsehen auf.
Der erste Unterschied ist, dass der Metzger dem Kunden keine ganze Salami mitgibt, in der Hoffnung, der Kunde möge wiederkommen, die nächste bezahlen und außerdem seinem Nachbarn vorschwärmen, wie gut die geschmeckt hätte. Der Metzger gibt dem Kunden höchstens eine Scheibe zum Kosten. Übertragen auf das Buch: eine Leseprobe.
Zweitens gibt der Metzger so ein Angebot niemals über soziale Medien oder per Zeitungsinserat bekannt, denn was dann passiert, ist eigentlich klar: Jeder potentielle Kunde greift eine Salami ab und die Hälfte davon verrottet ungegessen im Kühlschrank.
Ja gut, mag man einwenden, aber anders als die Salamiherstellung, kostet die Produktion eines eBooks ja nichts. Aber genau da liegt der dritte Denkfehler. Ein Buch zu schreiben kostet Zeit. Viel Zeit, wenn man nicht nur irgendwas runterstümpern will. Und natürlich sollte einem diese Zeit etwas wert sein. Als der Mindestlohn auf 8,84 € angehoben wurde, fanden das viele lächerlich wenig für ein so reiches Land. Aber bei Schriftsteller/innen findet man es anrüchig, wenn die mit ihrer Arbeit Geld verdienen wollen. Sag das mal einem Bäcker, einem Lehrerin oder Bankangestellten –  von jemandem aus der Konzernleitung von VW ganz zu schweigen. Selbst bei Musikern ist es ok, wenn die Kohle scheffeln – nur von Autor/innen wird erwartet, dass sie art pour l’art produzieren. Dabei müssen auch wir essen, trinken, Miete zahlen …

Kenne deinen Wert!

Schon unter diesem Aspekt halte ich es für falsch, unser Ansehen und den Wert unserer Arbeit noch zu verringern, indem wir unsere Bücher kostelos auf den Markt schmeißen. Das hat was von Grabbeltisch und genau so wird es auch wahrgenommen: als Ramsch.

Evelyn de Morgan: The Worship of Mammon, Eigentum des De Morgan Centres London
So gewinnt man keine Leser (Im Original: The Worship of Mammon von Evelyn de Morgan) Bildquelle: Wikipedia

Meinen Geschichten möchte ich dieses Schicksal gerne ersparen, auch wenn es bedeutet, dass es vielleicht lange dauert, bis der Codex Aureus wahrgenommen wird. Ich verdiene auch so kaum an der einzelnen Geschichte: Wenn ich für 99 Cent anbiete, bleiben mir nach Abzug von Mehrwertsteuer und der Marge für Amazon bzw. Tolino gerade mal 27 bzw. 28 Cent. Da muss man viele Geschichten verkaufen, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Aber wenn ich jetzt verschenke, wird bei jeder neuen Geschichte die Erwartung bestehen, dass es die auch für lau gibt.
Die 99 Cent empfinde ich als ausnehmend fairen Preis. Selbst die Tasse Kaffee bei Ikea ist inzwischen teurer und überdies schneller getrunken, als es dauert eine meiner Geschichten zu lesen. Von den Preisen bei Starbucks oder für Nespressokapseln will ich gar nicht reden, genauso wenig von denen für Eis, Schokolade oder andere Genussmittel. Aber anders als die machen Bücher nicht dick, verursachen weder Lungenschäden, noch Kater, sondern entführen höchst angenehm für einige Zeit in andere Welten. Das ist doch was wert, oder?
Und natürlich spricht nichts dagegen, sie an besondere Menschen oder zu bestimmten Anlässen zu verschenken. Einer Freundin, um ihr Freude zu bereiten, einem Mitblogger, weil er mit Tipps geholfen hat, Teilnehmer von Leserunden oder Buchblogger, die aufrichtiges Interesse signalisieren. Das ist aber etwas vollkommen anderes, als seine Bücher aller Welt umsonst nachzuschmeißen.

Ein Bild und 30.000 Wörter

Weil andere Blogger immer so schöne Bilder von sich, ihren Büchern oder ihren SUBs in den Beiträgen haben, habe ich heute ein paar Fotos von Steppenbrand geschossen.

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Codex Aureus – Steppenbrand: links auf dem Kindle Fire, rechts auf dem Tolino Vision

Für eine Fantasy-Geschichte, die in bzw. am Rande einer Steppe spielt, wirkt die Deko vielleicht ein bisschen zu üppig. Aber die weißen Blüten wollte ich unbedingt mit ins Bild nehmen, weil sie innerhalb der Geschichte eine wichtige Rolle spielen.

Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe von Steppenbrand.

 

 

 

 

 

 

Und das soll ich alles können!? – „Der Selfpublisher 02/2016“

Mit Buchsatz muss ich mich zwar bisher (noch) nicht herumschlagen, aber was für Zeit, Energie und Nerven ich schon ins Coverdesign gesteckt habe – in der Zeit hätte ich locker zwei Romane plotten und einen davon schreiben können.
Und es gibt trotzdem immer wieder Neues zu lernen und zu verbessern. Wobei: Darin besteht auch ein Teil des Reizes. 🙂

Mein Traum vom eigenen Buch

Ich gehöre zu den Autoren, für die es selbstverständlich ist, sich mit Informationen zu versorgen, die ihnen dabei helfen können, ihre Arbeit, oder ihr Hobby, ganz wie man es nennen will, zu vereinfachen – oder zu professionalisieren. Deswegen nehme ich auch gerne mal ein Buch oder eine Zeitschrift in die Hand, die mir entsprechende Kenntnisse zu bieten hat.

In diesem Zusammenhang ist es schwer möglich, am Uschtrin-Verlag und seinen Publikationen vorbeizukommen. Neben dem schon als legendär zu bezeichnenden „Handbuch für Autorinnen und Autoren“ erscheinen hier auch die Zeitschrift „Federwelt“ und, noch relativ neu, „Der Selfpublisher“, der nicht nur dem Namen nach die erste Publikation auf dem Zeitschriftenmarkt ist, die sich gezielt an die Eigenverleger und -verantwortlichen im Literaturzirkus richtet.

Die vorliegende zweite Ausgabe des Jahrgangs 2016 widmet sich dem Schwerpunkt „Vom Manuskript zur Veröffentlichung“ und was zunächst recht harmlos klingt, offenbart sich für einen Schriftsteller, der leicht aus der inneren…

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