Selfpub: Was kommt ins Buch?

Vermutlich denken jetzt einige: Was ’ne blöde Frage. Die Geschichte natürlich. Aber je näher die Veröffentlichung von Steppenbrand rückt, desto mehr Gedanken mache ich mir über das „was noch“. Also welche Informationen hineinkommen und ob ich noch zusätzliches „Bonusmaterial“ aufnehmen sollte. Bei meinem Erstling „Der Esel als Pilger“ habe ich mit dem Impressum begnügt, aber selbst da nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Impressum

Jedes Buch benötigt ein Impressum in dem die wichtigsten Informationen zusammengefasst sind. Dazu gehören

  • der Name des Autors,
  • der Verlag (wenn man einen gegründet hat)
  • eine ladungsfähige Anschrift (kein Postfach),
  • Erscheinungsjahr,
  • die Auflage (es sei denn, es ist die erste),
  • weitere Mitwirkende (z. B. Druckerei, Satz, Grafiker)
  • ISBN,
  • Urheberrechtsvermerk

Beide Textverabeitungsprogramme, mit denen ich arbeite, enthalten Vorlagen, die diese Informationen abfragen. Aber natürlich kann man auch mehr aufnehmen, z. B. einen Verweis auf das eigene Blog.
Interessanterweise steht das Impressum bei gedruckten Büchern meist am Anfang, bei eBooks aber ganz am Ende.

Nachwort/Danksagungen

Ich habe hier im Blog sehr viel zur Entstehung von Steppenbrand geschrieben und ich denke, dass das auch in einem Buch sinnvoll sein kann. Gerade wenn man ein bisschen vom Mainstream abweicht, interessieren sich die Leser vielleicht auch dafür, wie man auf seine Gedanken kommt. Andererseits kann es auch interessant sein, zu wissen, ob eine Geschichte isoliert für sich geschrieben wurde oder in einem größeren Kontext steht.
Auch zum Codex Aureus ließe sich z. B. noch einiges erzählen.

Bei Danksagungen zweifle ich ein bisschen am Sinngehalt. Als Leserin überblättere ich diese Listen aber regelmäßig. Trotzdem finden sie sich immer wieder. Irgendeinen Grund dafür wird es also geben. Klar: Wenn man von jemandem unterstützt wurde, ist es selbstverständlich, sich zu bedanken. Aber haben die Unterstützer etwas davon, erwähnt zu werden? Ist es gut für das Ego? Oder bringt es dem Autor einen Nutzen, weil er mit den Danksagungen Anstand demonstriert? Vielleicht ist die Liste aber auch ein Hinweis darauf, wie gründlich er zu einem Thema recherchiert hat (wenn darin besondere Experten genannt werden).

Autorenvita

Bei Printausgaben steht die meist auf der Rückseite des Schmutztitels. Bei eBooks scheint es kein System zu geben. Bei den Verlagsausgaben wird teilweise die Gestaltung der Printversion übernommen, andere verzichten ganz darauf. Bei Indie-Autoren steht die Vita (wenn es eine gibt) mal vorn, mal hinten.
Die Frage ist natürlich: Braucht man das? Ich denke, schon. Jedenfalls macht man nichts verkehrt, wenn man die Vita drin hat. So haben die Leser eine Chance, einen ein bisschen besser kennen zu lernen. Wenn ihnen das Buch gefallen hat, werden sie sich den Namen merken und die Chancen steigen, dass sie auch das Nächste kaufen.
Weil ich davon ausgehe, dass Leser sich aber in erster Linie für die Geschichte interessieren, würde ich die Vita ans Ende setzen.

Hinweise auf andere Veröffentlichungen

Wenn man noch andere Bücher geschrieben hat, sollte sich auch darauf ein Hinweis finden. Das kann z. B. im Anschluss an die Vita geschehen.

Social-Media

Wenn man in sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte man auch im Buch darauf hinweisen, wenn man möchte, dass Leser einem folgen.

Newsletter

Auch auf Newsletter sollte man hinweisen, wenn man einen hat.

Jetzt bin ich gespannt auf Reaktionen. Stimmen meine Einschätzungen? Ist irgendwas totaler Kokolores? Oder habe ich etwas vergessen?

 

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7 Kommentare zu „Selfpub: Was kommt ins Buch?

  1. Wir haben fast die gleiche Liste 🙂

    Statt einem Nachwort habe ich ein Glossar mit Götternamen/Symbolen etc. und Stadtkarte ist auch noch ein Punk bei mir.

    Zu den Widmungen/Danksagungen: Ich überblättere sie auch meistens, aber es einfach eine nette Sache für die Erwähnten und zum Teil auch eine Anstandssache: Eben, sich bei Experten etc öffentlich zu bedanken.

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    1. Danke für deinen Kommentar!
      Ein Glossar bekommt Steppenbrand auf jeden Fall auch, damit man im Bedarf die Begriffe der Khon nachschlagen kann.
      Trotzdem überlege ich an einem getrennten Nachwort. Ist natürlich auch die Frage, ob es nicht irgendwann zu viel wird.

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      1. Du kannst das Nachwort als Zusatzinformation auch in ein hübsches pdf verpacken und als Download anbieten: als Anreiz, sich für deinen Newsletter einzutragen vielleicht?

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