Rezension: Blut gegen Blut

Blut gegen Blut von Benjamin Spang ist ein düsteres Steampunk – Dark Fantasy Crossover. Im Land Nuun kämpfen drei Völker gegeneinander: Vampire, Werwölfe und Menschen. Die junge Mechanikerin Katrina wird in diesen Krieg hineingezogen, als sie sich der Doppelmond-Agentin Helena anschließt, um ihre Mutter von einer entsetzlichen Fehlentscheidung zu bewahren. Und plötzlich sind alle hinter ihr her: Die Inquisition, Werwölfe und ein Blutmagier der Vampire.

An dem Roman fällt als erstes auf, dass – obwohl von einem Mann geschrieben – die weiblichen Charaktere deutlich dominieren. Bis auf den Blutmagier tauchen Männer nur als Nebenfiguren und Platzhalter auf. Und noch etwas fällt auf: Keine dieser Frauen macht sich je Sorgen über ihre Figur, den Sitz ihrer Frisur oder ähnliches. Sie sind viel zu beschäftigt, zu tun was getan werden muss.
Ich weiß von beiden ehrlich gesagt, nicht mal die Augenfarbe und fand das einen sehr angenehmen Kontrast zum Mainstream, wo es Konsens zu sein scheint, dass eine Frau einen Mann (oder Vampir) zum Anschmachten braucht. Einen Moment lang dachte ich, dass auch Benjamin Spang es versemmelt hätte, indem er dieses Klischee bedient – aber nein. Die Geschichte nimmt dann eine ganz andere, unerwartete Wendung.

Auch sonst ist die Handlung von Blut gegen Blut wendungs- und abwechslungsreich. Die Vampire stehen deutlich mehr in der Tradition von Dracula, als der Biss-Romane und die Werwölfe haben mit einigen Überraschungen aufzuwarten. Der Logikfehler, der den Blutmagier zur Handlung motiviert, hat zum Glück keine Auswirkung auf die Glaubwürdigkeit des Plots.

Auch, wenn es vielleicht nicht das ganz große Kino ist, hat mir Blut gegen Blut Spaß gebracht und mich ein paar Stunden lang wirklich gut unterhalten.

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