Meldung und Meinung: Ein Anwalt, der klingonisch spricht

Eine sehr interessante Fragestellung – gerade auch, wenn man die Rechtsprechung zu Google Books berücksichtigt. Wenn es keine Urheberrechtsverletzung ist, Bücher kostenlos ins Netz zu stellen (und die Sicherheitsmaßnahmen sich problemlos umgehen lassen), kann dann der Gebrauch einer erfundenen Sprache eine Verletzung sein?

Mein Traum vom eigenen Buch

Es wirkt wie eine Meldung aus einem Narrenspiel und dennoch steckt eine ernsthafte Frage dahinter: wem gehört eigentlich Sprache und was macht sie aus?

Der Fall: Aus Anlass eines von Fans gedrehten Films, in dem die klingonische Sprache, bekannt aus dem Star-Trek-Universum, eine große Rolle spielt, hat das US-amerikanische Studio Paramount Pictures sein Urheberrecht geltend gemacht und liegt seitdem mit den Filmmachern, Fans und Unterstützern im Clinch.

Paramounts Auffassung lautet, dass das Klingonisch eine Sprache ist, die eigentlich nur aus Versatzstücken besteht, die speziell für die eigenen Filme und Fernsehserien entwickelt wurden und für die man selbstverständlich das Copyright besäße.

Die Fans kontern damit, dass sich die Sprache inzwischen weit über diese rudimentären Brocken hinaus entwickelt habe. Es gibt Übersetzungen aus der Weltliteratur, Hochzeiten, die auf klingonisch geschlossen wurden und, für mich eigentlich unvorstellbar, wenigstens einen klingonischen Muttersprachler (wobei da meiner Meinung nach die Eltern nicht unbedingt ganz sauber getickt…

Ursprünglichen Post anzeigen 186 weitere Wörter

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