… und Coverfreuden

Dank eines Tipps auf Twitter (auch hier noch Mal: „DANKE“ @monstersmagic) hat sich mein Bildproblem vom jetzt auf gleich gelöst. Auf pixabay habe ich auf Anhieb ein Bild gefunden, dass zwar nichts mit dem zu tun hat, was ich mir vorher vorgestellt habe – das aber  absolut perfekt zur Geschichte passt!

Vergleich

Jetzt braucht es eigentlich nur noch ein bisschen Feintuning. Wenn ich mich bloß entscheiden könnte, welche der beiden Versionen grundsätzlich besser ist. Was meint ihr?

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Cover: Der Hintergrund

Beim Umgang mit Grafikprogrammen beschleicht mich manchmal das Gefühl, gar nichts zu können. Was mit Pinsel, Palette und Zeichenfeder ganz einfach ist, wird digital zum Geduldsspiel. Aber es geht voran.  Inzwischen habe ich einen noch neuen Hintergrund, nämlich diesen hier:

Hintergrund3

Ich finde ihn nicht nur ziemlich schick, er passt  auch viel besser zum Obertitel „Codex Aureus“, als die vorherigen Entwürfe. Das Aussehen erinnert an alte Pergamente und auch die feine Schrift im Hintergrund ist ein subtiler Rückbezug auf den Titel.
Die Schriften sind sehr klassisch geworden und einheitlicher als zuvor. Und die Schrift im Titel wirkt sogar fast golden.

Meine Sorge, das Ganze könne langweilig wirken, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Was jetzt noch fehlt, ist eine passende Schrift für den Untertitel und natürlich das Bild. Für beides habe ich schon ein paar Ideen bzw. Entwürfe. Allerdings ist noch nichts darunter, was mich so weit hingerissen hat, dass ich es verwenden möchte. Da werde ich noch ein paar Stunden Bastelarbeit und ein bisschen Gehirnschmalz brauchen.

Covergedanken (mal wieder)

Buchcover Codex Aureus - Der Esel als Pilger
Cover für die Startgeschichte

Über meine Gedanken zum Cover für den Codex Aureus hatte ich schon früher einiges geschrieben. Das Ergebnis war der Entwurf links und eigentlich dachte ich, damit die perfekte Lösung gefunden zu haben: Ein Universalcover, in das nur noch der Titel der aktuellen Kurzgeschichte und ein passendes Bild eingefügt werden müssen.

Doch dann kam Alex, genau gesagt, Alexander Bartels, mit dem ich auf Twitter eine lange Diskussion hatte und der sehr fundiert begründete, warum das Cover seiner Meinung nach nicht funktioniert: Zu dunkel, zu wenig Kontrast, zu viele Schriften (bzw. Schriftschnitte).
Andere haben sich dem angeschlossen, gerade was den Kontrast angeht und deshalb habe ich mich schweren Herzens zu einer Generalüberholung entschlossen, auch wenn mir das Cover nach wie vor ganz gut gefällt. Aber, der Feind des Guten ist der Wurm, der dem Fisch schmecken soll, oder so ähnlich …

Der erste Angang, das Cover einfach aufzuhellen, war völlig unbefriedigend. Also bastele ich wieder. Fluche, weil mit Papier, Bleistift und Tuschen (bzw. anderen Farben) so viel leichter zu arbeiten ist, als mit Grafikprogrammen, sich handgemalte Bilder aber nicht verlustfrei auf die Festplatte übertragen lassen. Jedenfalls habe ich noch keinen Weg gefunden.

Hintergrund2Von den bisherigen Ergebnissen gefällt mir diese Vorlage noch am besten, obwohl eindeutig nicht optimal ist. Es wirkt zu historisch und zu wenig phantastisch. Außerdem ist es so wolkig und rosig, das es geradezu schreit: ROMANZE! (ja, in Versalien und mit Ausrufezeichen) – aber genau das schreibe ich ja nicht, auch wenn Steppenbrand eine Liebesgeschichte enthält.

Das endgültige Aus für diesen Entwurf kam aber, als ich versuchsweise die Zeichnung für Steppenbrand eingefügt habe. Das Ergebnis sah so altbacken aus, als käme es frisch aus den 60ern. Gruselig.

Aber wie gesagt: Ich arbeite dran. Sowohl an der Zeichnung, wie auch am Grundcover. Dadurch dauert es zwar länger, bis die nächste Geschichte erscheint, aber ich denke, das ist es wert. Schließlich will ich nicht irgendein Cover, sondern eines, bei dem möglichst viele Leser sagen: “Ey, das ist ja geil!”

Das Leben ist ein Arschloch – die Menschen sind es (oft) nicht

Als Nachtrag zum Blogbeitrag von heute morgen muss ich das doch noch mal klarstellen. Mir haben heute viele Leute geholfen und die Hilfe kam auch von unerwarteter Seite, wie z. B. von der Sachbearbeiterin bei der Krankenkasse, die während des Telefonats die Adresse eines Sanitätshaus raussuchte und empfahl, da doch gleich vorbei zu fahren, so bald die Ärztin das Rezept ausgestellt hätte.
Auf diese Weise hat mein Sohn heute schon einen Rollstuhl bekommen, leihweise erst Mal, der „richtige“ muss noch angepasst werden. Aber immerhin das ist geschafft.

Und nebenbei ist aus der ganzen Scheißsituation noch die Idee für ein Magiesystem entstanden. Also am Ende des Tages doch noch sowas, wie gute Nachrichten.

Das Leben ist ein Arschloch

Wahrscheinlich klingt es schon wie eine Ausrede, wenn ich mal wieder schreibe, dass sich die nächste Folge vom Codex Aureus leider noch etwas verzögert, weil ich im Moment leider zu viel anderes um die Ohren habe. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass es wie eine Ausrede klingt.

Fakt ist aber, dass es so ist. Und auch, wenn es sonst keine Sau interessiert, habe ich aktuell das Bedürfnis, wenigstens mir selber zu erklären, dass die Dinge manchmal aus dem Ruder laufen. Dass es nicht immer an mir liegt, wenn ein Plan schief geht. Dass die Zeit nun mal begrenzt ist und es Dinge gibt, die wichtiger sind, als eine Kurzgeschichte online zu stellen. Verdammt noch mal, ich bin nicht Superwoman und das Leben ist …

Jetzt höre ich mich erst recht an, wie ein Jammerlappen. Aber was soll ich machen? Mein Sohn ist unheilbar krank (wer genaueres wissen will, kann „Muskeldystrophie Duchenne“ googeln, mir fehlt gerade die Kraft, das auch noch zu erklären). Bisher ging’s noch, aber sein Zustand hat sich in den letzten Wochen verschlechtert. Erst wurde das Treppensteigen zur Qual und seit gestern kann er nicht mehr ohne Hilfe nicht mal mehr stehen.
Heißt: Ich telefoniere seit Wochen mit Krankenkasse, medizinischem Dienst, sonstigen Behörden, Sanitätshäusern und Ärzten, erzähle immer wieder die gleiche Scheißgeschichte, mache Termine, Termine, Termine. Das kostet Zeit. Viel Zeit. Vor allem von dem Kontingent, das ich eigentlich zum Schreiben, Überarbeiten, Zeichnen und Arbeiten am Cover reserviert habe, denn natürlich sollen die Kinder nicht alles mitbekommen. Die machen sich jetzt schon genug Sorgen, wie es in Zukunft weiter geht.
Vor allem kostet es aber auch Nerven. Nicht, dass man mir das anmerkt. Ich kann tolle Fassaden bauen: äußerlich bin ich immer freundlich, sachlich, unaufgeregt und inhaltlich kompetent. Schließlich ist niemandem damit gedient, wenn ich mitten in einem Gespräch zu heulen anfange. Im schlimmsten Fall würde man mich für eine hysterische Ziege halten, was meinem Sohn (und dem Rest der Familie) nur schaden würde.
Auch sonst funktioniere ich noch ganz gut – nur eben dann nicht, wenn keiner hinguckt. Wenn ich alleine bin und gerade nichts zu oganisieren ist.

Und deshalb verzögert sich die nächste Ausgabe vom Codex eben. Tut mir leid, aber geht nicht anders.

Sex, Sexismus und Fantasy

Mit dem Sex in der Fantasy ist es ein bisschen wie mit der hohen und der niederen Minne im Mittelalter. In der High Fantasy, wie bei der hohen Minne streiten edle Recken um edle Ziele – da fehlt die Zeit für Sex. Mann hat Besseres zu tun und Frauen kommen, wie beim Herrn der Ringe, überwiegend in der Rolle des edlen Fräuleins oder der tugendhaften Hausfrau daher.
Bei Sword and Sorcery (also der Low Fantasy) geht es nicht so hehr zu, da sind die Sitten rauher und die Ziele nicht ganz so hoch gehängt, so dass mehr Zeit für andere Dinge bleibt. Saufen z. B. Oder Sex. Manchmal. Aber auch da ist das Rollenmuster meist klar: Der Mann ist der Aktive, der Eroberer und die Frau/das Mädchen die Belohnung für seine Heldentaten. Selbst mit einer Frau als Hauptfigur ändert sich an dem Schema kaum etwas, außer, dass sie ihn will. IHN zu bekommen und zu behalten, ist ihr Ziel, das fortan ihr ganzen Denken und Handeln bestimmt.

Dieses Schema hat mir die Vampirromane vergällt, weil es da inzwischen meist nicht um mehr geht, als darum, dass ein Mädchen einen Mann will, den sie nicht bekommt – oder wenigstens nicht gleich. Besonders aufgestoßen ist es mir aber kürzlich bei „Die Begabte“ von Trudi Canavan. Das Buch besteht nämlich aus zwei Handlungssträngen mit jeweils eigenen Protagonisten: einem jungen Magier und einer magiebegabten jungen Frau. Beide haben erst Mal nichts miteinander zu tun. Aber sie erfüllen genau das Klischee: Der junge Mann zieht auf Abenteuer aus; erst freiwillig, dann unfreiwillig, aber immer getrieben von Wissensdurst. Die junge Frau wächst behütet auf, soll in die bessere Gesellschaft einheiraten, verliebt sich aber unstandesgemäß und setzt nun alles daran, ihren Geliebten zu behalten. Ach ja, sie malt auch. Gut sogar. Aber das interessiert sie allenfalls am Rande.

Und damit wären wir beim Sexismus.

Nein, ich meine damit nicht, dass das Mädchen in einer klassisch patriarchalischen Gesellschaft aufwächst. Ich meine noch nicht mal, dass sie sich in „falschen“ verguckt – mir geht es um dieses stupide: „Der Mann zieht hinaus ins Leben, das Mädchen wartet auf den „Richtigen“ und wenn der kommt, hängt am Ende der Himmel voller Geigen und es regnet Rosen und rosa Glitzer.“ Aber genau das exerziert „Die Begabte“ bis zum Erbrechen.
Dabei gibt es durchaus Gegenentwürfe in dieser Geschichte: Mädchen, die nicht tun, was sie sollen. Die sexuell aktiv sind, ohne in jemanden verliebt zu sein. Die es sogar tun, um andere Ziele zu erreichen. Aber, man ahnt es: Das sind die Bösen. Die Gegenspielerinnen, die der Protagonistin schaden wollen.
Und das ist dann schon der nächste Punkt, der mich ankotzt: Diese unterschwellige Botschaft, man müsse sich für „den Richtigen“ aufsparen. Also den, den man heiraten und mit dem man Kinder haben will. Sex nur so ist bäh! Und ganz böse wird es, wenn frau ihn als Machtinstrument einsetzt.

Warum eigentlich? Nehmen wir mal die Situation der Protagonistin: Sie kommt aus einer wohlhabenden Familie, hat aber selber kaum Geld. Als Frau unterliegt sie außerdem noch zahlreichen anderen Beschränkungen. Zum Beispiel kann sie nur bei ihrer Tante Malunterricht nehmen. Aber es gibt einen Maler, dessen Technik sie lernen will. Einen, der gleich bei der ersten Begegnung deutliches Interesse zeigt und der noch nicht mal hässlich ist.
Muss sie sich dann wirklich erst in ihn verlieben, um mit ihm ins Bett zu gehen? Oder wäre es nicht fast logischer, das einzige Zahlungsmittel zu nutzen und ihm Sex in Aussicht zu stellen, wenn er sie unterrichtet? Damit bekäme sie zwar definitiv einen anderen Charakter und die Geschichte auch. Einen, der deutlich weniger „nett“ und „moralisch“ wäre, ihr aber weitaus mehr Profil gäbe und sie in eine Reihe mit den irischen Sagenköniginnen stellen würde, die (obwohl verheiratet) schon mal eine Nacht heißen Sex als Gegenleistung für irgendwelche Gefallen versprachen. Außerdem würde die plötzlich deutlich glaubwürdiger, dass das Mädel nicht nur Talent zum Malen habe, sondern sein Können auch wirklich verbessern will. So wie die Dinge im Buch beschrieben sind, scheinen Talent und Wunsch nämlich nur ein Vorwand, um die Beiden irgendwie zusammenzubringen.

Um es noch mal klar zu sagen: Sexismus heißt für mich nicht, dass die Gesellschaft nicht patriarchalisch geprägt sein darf. Im Gegenteil: Das Schöne an der Fantasy ist, dass sie Raum für ganz viele Gesellschaftsentwürfe bietet, ob das jetzt Matriarchate, Oligarchien, patriarchale Clanstrukturen, lesbische Amazonenheere oder gegenderte Basisdemokratien sind.
Sexismus ist für mich das starre Festhalten an irgendwelchen Rollenklischees. Das heißt nicht, dass Frauen nur noch starke Kriegerinnen und Männer nur noch sanft säuselnde Heiler sein dürfen und es heißt ganz sicher nicht, dass in jedem Buch unbedingt ein Quotenschwuler dabei sein muss (Der gerät sonst nämlich genauso zum Klischee, wie das Mädchen, das unbedingt ein Junge sein will in den Büchern von Enyd Blyton).
Aber wenn es um Liebe und Sex geht, sollten schon ein bisschen mehr drin sein, als dieses biedermeierliche Getue im Geiste von Hedwig Courths-Mahler und der Gartenlaube.

Was aus einer Blogparade werden kann

Ganz tolle Idee von Anna Schmidt (bunt und farbenfroh), die ich gerne  weiterverbreite (und das nicht nur, weil ich auch bei der Blogparade dabei war):

Die Zusammenfassung Angefangen hat alles aus Ärger und Angst. Ärger über Nachrichten aus der aktuellen Tagespolitik, über Intoleranz, über politische Strömungen, die dem Gedanken unseres Grundgesetzes zuwider laufen und über das historische Vergessen in unserer Geschichte. Angst vor Entwicklungen, die wir nicht mehr aufhalten können, wenn wir nicht rechtzeitig einschreiten. Angst vor offensichtlich immer stärker […]

über Schreiben gegen Rechts – die Blogparade FÜR Toleranz + Vielfalt — Bunt und farbenfroh …

Oh, doch, ich lebe noch

Viel zu berichten gibt es allerdings nicht. Jedenfalls nichts sinniges, es sei denn, jemand wäre scharf auf einen Bericht über den Osterurlaub und das Familientreffen. Aber beides erspare ich euch lieber.

Dummerweise muss ich außerdem gestehen, dass ich mit den Arbeiten am Cover für den nächsten Codex Aureus noch nicht wirklich weiter gekommen bin. Die Ideen, die ich dazu habe, sehen zwar in der Vorstellung gut aus, sind aber in der Umsetzung … schwach. Ich verspreche aber hoch und heilig, die erste brauchbare Skizze hier zu posten.