Zwei phantastische Gedichte

Die Überschrift bezieht sich natürlich auf das Genre, nicht auf die Qualität. Ich bin heute in Blödellaune und zu Wortspielereien aufgelegt. Ernsthafte Beiträge gibt es ab morgen wieder.

 

Der Montagsdieb
(Danke an Karin Ils  für die Idee zu diesem Titel)

Ein Drache
Hielt Wache
Auf dem Burgdache.
Aus der Nacht
Mit Bedacht
Schlich ein Dieb
auf leiser Sohle.
Nun ist er Kohle.

Gestörte Nachtruhe

In den Schrei einer Eule
Mischte sich Werwolfgeheule.
„Blöde Töle“, schrie
genervt die Banshee.
„Ab in die Höhle!
Und lass das Gegröhle!“

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Autorenleben: Gedankenspiele zum Thema Hund und Werwolf

Um mal ein Beispielt zu geben, wie ich auf die Ideen für meine Geschichten komme: Gestern hatte ich plötzlich das Bild eines Babys im Hundzwinger vor Augen. Warum? Fragt mich bitte was einfacheres.

Aber aus der Frage, wie das Baby dahin kommt, lässt sich bestimmt eine Geschichte stricken. Es könnte ausgesetzt sein. Vielleicht umgibt es ein düsteres Familiengeheimnis, vielleicht ist es das Ergebnis verbotener Liebe, vielleicht ist seine Abstammung aber noch viel phantastischer: Wölfe lassen sich mit Hunden kreuzen. Werwölfe auch? Und wenn ja, was passiert, wenn? Ist das Baby vielleicht am Ende ein Wer… – ja, was wäre es denn dann eigentlich? Ein Werwolfshund? Und wie würde sich das auf sein weiteres Leben auswirken?

Man könnte natürlich auch auf die Idee kommen, die Abstammung von Romulus und Remus mal unter diesem Aspekt zu betrachten. Aber ich schweife ab. Das ist schon wieder ein ganz neues Feld und eine andere Geschichte.

Damit wären wir bei zwei Ideensplittern. Die kommen jetzt in den Inkubator und müssen reifen. Vielleicht wird mal was draus.

Das schwarze Einhorn darf bleiben

Es geht voran: Heute kam die Mitteilung des Einhornverlags, dass ich mein Einhorn verwenden kann. Deshalb hier schon mal vorab das Cover für die als Testlauf geplante Kurzgeschichte:

Buchcover Codex Aureus - Der Esel als Pilger
So sieht es aus, das Cover für die erste Geschichte

Heute schaffe ich es aber nicht mehr, den Text hochzuladen und zu prüfen. Für Montag stehen auch noch ein paar Termine an, aber ich hoffe, spätestens Dienstag alles fertig machen zu können.

Warum man als Selfpublisher Rechnungen an Amazon schreiben sollte

Ein sehr nützlicher Tipp aus der auch sonst immer wieder sehr empfehlenswerten Selfpublisher-Bibel: Da die Distributoren des eBooks (also Amazon, Kobo oder über was auch immer man seine Bücher vertreibt) die Umsatzsteuer abführen, das Finanzamt das aber nicht unbedingt weiß, sollte man eine Rechnung schreiben, in der die Umsatzsteuer ausgewiesen ist und gleichzeitig darauf hinweisen, dass der Distributor diese abführen muss.

Die kommt zu den Akten und macht Steuerberater und Finanzbeamte gleichermaßen glücklich.

Das erste Cover steht, aber …

Jetzt wollte ich eigentlich ganz stolz den Coverentwurf für die erste Geschichte posten, muss aber doch noch mal zurückrudern.

Sozusagen in letzter Minute habe ich nämlich noch eine mögliche, böse Urheberrechtsfalle entdeckt. Ganz unten auf’s Cover sollte ein kleines, schwarzes Einhorn, weil ich schwarze Einhörner mag und sie so schön zu Fantasy passen. Aber zum Glück habe ich noch einen lichten Moment gehabt und gegoogelt, ob nicht schon ein anderer Verlag eine ähnliche Idee hatte. Und siehe da: Es gibt einen Einhornverlag.
Bei dem besteht das Logo zwar aus dem Kopf eines weißen Einhorns, der aus dem Namenszug des Verlags herauswächst, während bei mir ein solitäres, schwarzes, sich aufbäumendes Einhorn auf’s Cover sollte, aber wer weiß – Juristen könnten da durchaus eine Verwechslungsgefahr sehen.

Und bevor ich mich mit Unterlassungsverfügungen herumschlage, habe ich dem Einhornverlag jetzt eine nette Mail geschrieben und sie gebeten, sich den Coverentwurf vorher anzusehen. Wenn sie ihr OK geben, ist alles gut, wenn nicht, bekommt das Tierchen auch noch Flügel. Pegasus ist auch nicht schlecht und einen gehörnten Pegasus gibt es meines Wissens noch gar nicht.

Ideen für die Cover

Inzwischen bin ich mit den Covern ein gutes Stück weiter gekommen.

Die Idee war und ist, die Geschichten mit einem weitgehend identischen Cover zu veröffentlichen, bei dem sich lediglich der Untertitel und ein graphisches Element ändern.

Der erste Entwurf beruhte auf der Idee, auch optisch umCover-Idee mit Schriften im Hintergrundzusetzen, dass es sich um Kurzgeschichten handelt, die unter einem gemeinsamen Obertitel veröffentlicht werden. Daher schien mir ein Hintergrund aus verschiedenen Schriften passend.
Wie man sieht, ist das Ergebnis leider Mist der Sorte „gut gemeint, aber …“
Das Gesamtbild ist entweder sehr unruhig, und lenkt von den Hauptinformationen (Titel, Untertitel, Autor) ab, oder wird so blass, dass es langweilig aussieht. Natürlich ließe sich einwenden, dass alles anders aussähe, wenn der Untertitel und das graphische Zentralelement eingefügt werden. Und auch bei den Schriften ließe sich noch ein bisschen verbessern. Besonders beim Obertitel könnte eine andere Schrift mehr Drama schaffen oder die phantastischen Elemente betonen.

Trotzdem glaube ich nicht, dass das Ergebnis genug Aufmerksamkeit erzielt, um den Blick eines potentiellen Lesers so lange zu fesseln, dass er Zeit hat, neugierig zu werden.

Beim zweiten Entwurf bin ich ganz anders vorgegangen, nämlich rein graphisch.

2. Entwurf für das Cover, diesmal rein graphischHerausgekommen ist ein vollkommen abstrakter Hintergrund, der jedoch Strukturen erahnen lässt. Da das Gehirn diese Strukturen mit Sinn zu füllen versucht, bekommt er etwas Geheimnisvolles. Die starken Hell-Dunkel-Kontraste suggerieren Drama und Spannung.
Natürlich ist hier auch die Schrift eine andere. Die des ersten Entwurfs wäre hier ganz unpassend. Die hier gewählte ist deutlich anachronistischer und unterstreicht damit das phantastische Element. Der Untertitel wird in der gleichen Schriftart ausgeführt werden, allerdings etwas kleiner. Dafür experimentiere ich da mit roten Initialen, auch wenn man die in der Schwarz-Weiß-Ansicht nicht erkennt.

Die Reaktionen meiner Test-Gucker waren in jedem Fall eindeutig: Das erste Cover wurde mit Attributen wie „nett“ und „hübsch“ bedacht. Beim zweiten kam ein spontanes „GEIL!“