Der Esel ist gestartet! Oder: Texte veröffentlichen via neobooks

Nachdem ich bei mir Accounts bei KDP, neobooks und Tolino media angelegt habe, geht es jetzt ans Eingemachte: das Hochladen. Eigentlich sollte nichts schief gehen können. Eigentlich. Trotzdem steigt die Spannung – und auch der Gruselfaktor, schließlich habe ich sowas noch nie gemacht.

Dieses Mal werde ich bei neobooks anfangen und bei KDP aufhören, weil neobooks auf der Startseite die ausführlichsten Infos hatte. Ich hoffe, dass das auch das Hochladen erleichtert und dazu führt, dass ich nichts vergesse.

Um bei neobooks ein eBuch zu erstellen, geht man auf „Buch veröffentlichen.“ Die sich daraufhin öffnende Seite macht den beruhigenden Eindruck, dass alles ganz einfach ist: Man kann die Manuskript-Datei wahlweise in ein dafür vorgesehenes Feld ziehen oder hochladen. Neobooks akzeptiert die Formate .doc, .docx und .epub. Ein bisschen blöd ist jetzt allerdings der Hinweis: „Bitte beachte unsere Formatierungsrichtlinien.“
Wie waren die noch gleich? Jetzt hätte ich mir gewünscht, dass die irgendwo verlinkt sind oder sich die Seite zum Hochladen wenigstens in einem neuen Fenster öffnet. Aber ok, noch mal suchen … Unter „Self Publishing“ -> „Wie funktioniert Self Publishing“ -> „richtige Formatierung“ findet sich schließlich ein langer Text über das Formatieren von .doc und .docx Dateien. Die wesentlichen Punkte sind Überschriften als Überschriften definieren, Textkörper als Textkörper und überflüssige Umbrüche vermeiden. Da ich mit OpenOffice arbeite und meine Datei längst in ein ePub verwandelt habe, interessiert mich das nur am Rande. Ganz am Ende gibt es schließlich einen Link auf „Erstellung einer epub-Datei. Könnte interessant sein, also auch noch mal gucken. Beschrieben ist die Verwandlung von .doc und .docx Dateien in epub mittels Calibre. Hilft mir nicht, denn ich nutze weder das eine, noch das andere. Immerhin sind die Formatierungsvorgaben kurz zusammengefasst und am Ende findet sich ein Link auf ein Validierungsprogramm (validator.idpf.org). Nach dem Anklicken habe ich mir gewünscht, die Programmierer der Seite hätten daran gedacht, den so zu programmieren, dass er sich auf einer neuen Seite öffnet, damit man seine Datei beim validator hochladen und parallel gucken kann, ob das Ergebnis den Vorgaben entspricht. Klar lässt sich das alles auch händisch einrichten, aber bedienerfreundlich ist das nicht.
Nächster Schritt also: Datei in den Validator laden, auf „validate“ klicken und die nächste Überraschung erleben: Der Validator zeigt nicht an, wie die Datei aussieht. Er sagt nur, ob es Probleme gibt oder nicht.

Bei mir sah das Ergebnis so aus
Bei mir sah das Ergebnis so aus

Immerhin. Habe die Datei also bei neobooks hochgeladen und auch da ein grünes Häkchen bekommen.

Sieht bisher gut aus
Sieht bisher gut aus

Im nächsten Schritt wird das Cover hinzugefügt. Neobooks akzeptiert hier .jpg und .tiff Dateien. Hier bekam ich wirklich ein Problem. Mein Coverentwurf ist zu schmal. Dummerweise habe ich beim Entwurf eine Standart-Einstellung von Paint Shop benutzt, die die verlangte Mindestbreite von 1600 Pixeln nicht erreicht. Wieder was gelernt. Aber zum Glück ein schnell behebbares Problem, auch wenn neobooks leider keine Angabe zur verlangten Mindeshöhe macht.

Wie man sieht, hat auch das geklappt
Wie man sieht, hat auch das geklappt

Danach kann man sich das „fertige“ Werk in einer Vorschau ansehen. Bisher wirkt alles ganz gut – allerdings fällt auf, dass das Impressum fehlt. Und mir ist nicht klar, wann man das einfügt. In den Anleitungen steht nichts dazu. Also einfach speichern und weiter und hoffen, dass es noch eingefügt werden kann. Notfalls muss ich eben alles noch einmal machen – mit Impressum. Halb so wild, denn eigentlich ist es wirklich einfach.

Tatsächlich wird das Impressum aber im nächsten Schritt erstellt. Also alles gut, Puls wieder runter. Jetzt gilt es nur noch, Preise festzulegen. Gut, das Eselchen soll gratis erscheinen, jedenfalls zunächst. Schließlich kennt mich kaum jemand und nur wegen des tollen Covers wird kaum einer die Geschichte kaufen.
Also behaupte ich, das wäre eine Gratisaktion und der reguläre Verkaufspreis läge bei 0,99 €. Das ist der Preis, für den ich die Geschichten regulär anbieten will. Leider lässt sich das Enddatum maximal auf den 17. April legen. Nun ja. Ist dann so. Dann wird es wohl öfter Gratisaktionen geben; ähnliche Werbemaßnahmen kennt man ja.

Kurz verwirrt mich die Frage, ob ich die Geschichte für die Ausleihe bei Skoobe freigeben will. Was bitte ist Skoobe? Neobooks schweigt sich (mal wieder) aus, aber Google verrät, dass es sich um eine App handelt. Natürlich soll die Geschichte darüber erhältlich sein! Ich brauche Leser. Je mehr, desto besser.
Die nächste Frage, die mich irritiert ist die nach Vorveröffentlichungen. Wenn da nicht stünde: „Hast du schon mal ein Buch …“ könnte ich guten Gewissens sagen: „Ja, habe ich. Unter anderem Namen, in einer Anthologie, aber ja.“ Aber Buch habe ich nicht. Also gehört in das Kästchen wohl kein Haken. Am Scouting-Verfahren will ich auch nicht teilnehmen, weil deutsche Verlage Kurzgeschichten sehr skeptisch gegenüberstehen. Also kann ich mir die Seite komplett sparen.

Danach geht alles ganz schnell, wodurch ich aber beinahe vergessen hätte, Amazon und Tolino von der Lieferung auszuschließen. Nur, weil mir beim Durchlesen der Zusammenfassung eine Formulierung in der Vita nicht gefiel, habe ich noch Mal zurück geblättert und dabei ist mir aufgefallen, dass …
Es gibt nämlich keinen eigenen Menüpunkt mit einer Liste, bei der man einzelne Distributoren ausschließen kann. Statt dessen muss man die Frage, ob das Buch schon irgendwo veröffentlicht ist, bejahen. Erst dann geht ein Untermenü auf, bei der man die beiden anderen ausschließen kann.

Nachdem auch das erledigt ist, alles noch mal durchlesen und dann kann das Buch freigegeben werden.

Was gerade passiert ist. Der Esel ist gestartet – jedenfalls bei neobooks.

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