Kurz ist nicht gleich wenig

Unter diesem Titel plädiert pressenet.info für ein höheres Ansehen der Kurzgeschichte. Den ganzen Artikel gibt es hier.

Diesem Plädoyer kann ich mich natürlich nur anschließen. Nicht nur, dass gut geschriebene Kurzgeschichten kleine literarische Juwelen sind, sie befriedigen außerdem den kleinen Lesehunger zwischendurch. Daher gefällt mir die Idee der Hosentaschengeschichten von Dorthe Hodemacher, auch wenn ich mit meinem Codex Aureus einen anderen Weg gegangen bin und meine Kurzgeschichten digital veröffentliche.

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Er ist da!

Die Kurzgeschichte „Codex Aureus – Der Esel als Pilger“ ist jetzt auch im Buchhandel erhältlich:

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Angebot bei Thalia
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Angebot bei Hugendubel

Damit ist der Testlauf für die Veröffentlichung eigener Texte erfolgreich abgeschlossen. Die Vorbereitungen für die Veröffentlichung der nächsten, deutlich längeren Kurzgeschichte sind bereits zu 2/3 abgeschlossen.

Helden vs. Schurken?

Neben dem Schreiben lese ich auch ziemlich viel. Romane, Zeitung, Twitter, Kochbücher, Schreibratgeber, um nur einige zu nennen. Aktuell lese ich mal wieder Sol Stein, „Über das Schreiben“ (erschienen bei Zweitausendeins). Das Buch ist sowas, wie ein Klassiker unter den Schreibratgebern, zumal Stein sowohl als Autor, als auch als Lektor erfolgreich war, bevor er das Buch schrieb.

Trotzdem stelle ich mal wieder fest, dass ich dieses Buch nicht mag. Nicht nur, weil Sol Stein nach meinem Empfinden ein bisschen sehr auf seinen Erfolgen herumreitet, sondern auch, dass ich manche seiner Behauptungen für falsch halte.
Aktuell geht es z. B. um Protagonisten und Antagonisten. Stein meint dazu, die beiden schwerwiegendste Fehler, der einem Autor unterlaufen könne, seien:

Ein Protagonist, der nicht weiß, was er will und ein Bösewicht, der im Grunde nichts weiter ist, als ein ungehobelter Rüpel.

Hinsichtlich des Protagonisten würde ich wenigstens noch grundsätzlich zustimmen können, wenn Stein nicht wenig später verlangen würde:

Nehmen wir zuerst einmal den „Helden“, der nicht heldenhaft ist, dem die notwendige Energie und zur Willenskraft zur Verfolgung seiner Ziele fehlt. Seien wir ehrlich, die Leser interessieren sich nicht für solche Schwächlinge. Ihr Interesse gilt der Person, die etwas will, die es unbedingt und auf der Stelle will.

He-Man statt Hamlet also. Auch Hobbits, deren Interesse eher der nächsten Mahlzeit, als einem Gewaltmarsch durch Mittelerde gilt, wären damit wohl raus. Trotzdem hat fast jeder den Namen Hamlet schon mal gehört. Bei He-Man würde ich meine Hand dafür nicht ins Feuer legen.
Außerdem finde ich Helden deutlich heldenhafter, wenn sie am Anfang überhaupt keinen Bock haben, vom Sofa runter zu kommen. Ganz abgesehen davon, dass jeder, der unbedingt mit Drachen kämpfen will, in meinen Augen ein Kandidat für die Darwin-Awards ist, weil sein Ende als Grillfleisch absehbar ist. Das Gleiche gilt für alle anderen Gefahrsuchtis. Intelligente Couch-Potatoes sind für mich im Buch wie im Leben deutlich attraktiver.  Hauptsache, sie kriegen ihren Arsch hoch, wenn es wirklich nötig ist. So wie die Hobbits eben.

Aber zurück zu Stein und seinen Vorstellungen zu Charakteren: Ich gebe ihm insoweit recht, dass ein Antagonist, der nur durch schlechtes Benehmen auffällt, eher nervt. Was ich aber nicht unterschreiben würde ist, dass der Antagonist unbedingt ein Bösewicht sein muss. Das Wort „Bösewicht“ in dem Zitat oben ist übrigens weder ein unpassend gewähltes Synonym, noch eine Fehlübersetzung. Stein schreibt am Ende der Passage:

Was die Charakterisierung des Bösewichts betrifft, so ist schlechtes Benehmen viel weniger eindrucksvoll als eine wahrhaft niedere Gesinnung, die diesen Menschen Befriedigung und sogar Freude dabei empfinden lässt, wenn er den Helden verletzt oder daran hindert, sein Ziel zu verwirklichen.

Kann man so sehen. Auf Sauron und Lord Voldemort trifft das bestimmt zu. Aber schon bei Saruman und Severus Snape habe ich da meine Bedenken. Und bei Game of Thrones von J.R.R. Martin wird oder bei der Königsmördertrilogie von Patrick Rotfuss wird es ganz unübersichtlich, wer da „gut“ und wer „böse“ ist.
Letztlich glaube ich auch nicht, dass solche Klischees nötig sind, so lange man starke Figuren mit gegensätzlichen Interessen hat. Das sind jedenfalls die Figuren, über die ich Bücher lesen und deren Geschichten ich erzählen will.

Warten auf den Buchhandel

Am vergangenen Mittwoch bekam ich Mail von Tolino Media:

Mitteilung von Tolino Media, dass das eBook jetzt ausgeliefert werde.

Gute Nachrichten also, auch wenn schon angekündigt wird, dass es 3 – 4 Werktage dauert, bis das Buch in den Onlineshops erhältlich ist. Aber die müssen das natürlich auch in den Bestand einpflegen – und das dauert. Klar.

Aber ich dachte auch, dann spätestens heute verkünden zu können, dass das Eselchen jetzt auch bei Thalia und Hugendubel usw. angekommen ist.

Aber Pustekuchen. Also geht das Warten weiter. Nicht auf Godot, sondern auf den (Online-)Buchhandel.

Fazit der ersten Veröffentlichung

Nachdem ich mit der Fabel „Der Esel als Pilger“ den ersten Beitrag für den Codex Aureus hochgeladen habe, ist es Zeit für ein Fazit:

  1. Das veröffentlichen von eBooks an sich ist ziemlich einfach – man braucht dafür weder HTML-Kenntnisse, noch großartige Software (kein Word, Scrivener oder Papyrus und auch kein Calibre. OpenOffice bzw. LibreOffice reicht vollkommen, wenn man das Ad-on für ePub installiert hat).
  2. Das Anlegen eines Kontos, wie auch das Hochladen der Dateien verläuft bei Tolino media und neobooks identisch. Amazon/KDP ist dagegen eine Nummer für sich. Nicht unbedingt schlechter, aber – anders und nach meinem Empfinden auch deutlich unübersichtlicher.
  3. Bei allen dreien hätte ich mir so etwas wie einen „Einführungskurs“ gewünscht, bei dem man vorab sehen kann, welche Schritte auf einen zukommen, weil die vorhandenen FAQs meine Fragen nicht vollständig beantwortet haben. Wenigstens hätte ich mir bei aber neobooks und Tolino media eine Verlinkung der Hilfeseiten bzw. Erklärungen per Hyperlink gewünscht.
  4. Bei amazon muss man bei der Preisgestaltung extrem aufpassen. Preisaktionen, wie bei neobooks und Tolino sind anscheinend nicht vorgesehen – oder gehen nur bei Büchern, die über KDP Selekt angemeldet sind.
  5. Trotz Vorbereitungen muss man mit Überraschungen rechnen. So teilte neobooks z. B. nachträglich mit, dass sie nichts unter 10 Seiten veröffentlichen. Davon steht zwar weder in den AGB etwas, noch habe ich sonst irgendwo auf deren Seiten etwas über eine Mindestseitenzahl finden können, aber sei’s drum.
    Tolino media teilte einen Tag später mit, es müssten noch Schlagworte ergänzt werden, damit das Buch auffindbar sei. So lange könne man leider nicht …
  6. Hochgeladen heißt nicht, dass das Buch auch erhältlich ist. Direkt abrufbar war es zunächst nur über Tolino media und auch nur, wenn man den Direktlink kannte: https://www.tolino-media.de/ebooks/nike-leonhard-codex-aureus-ebook-tolino-AVJaQHqyJFBxAPAyq9Dn
    Am schnellsten war Amazon; dort war das Buch war bereits nach 2 Std. erhältlich. Dafür gibt es dort Probleme wegen der Buchpreisbindung – ich biete das Buch schließlich über Tolino kostenlos an. Bei Amazon kostet es dagegen 0,99 € (das ist der Mindestpreis), ohne dass ich als Autorin eine Möglichkeit habe, selbst etwas zu ändern. Der (nur über Mail erreichbare) Support hat sich bisher auch nicht gerührt.
    Beim Veröffentlichen über Tolino media dauert es 3 – 4 Tage, bis das Buch bei den Händlern erhältlich ist, da die es nach der „Auslieferung“ erst in ihr System überspielen müssen.

Codex Aureus: Es wird orientalisch

Nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung und so ist nach „Der Esel als Pilger“ schon die nächste Geschichte für den Codex Aureus in Arbeit.

Die nächste Geschichte wird eher klassische Fantasy; allerdings ist das Setting nicht mittelalterlich-europäischen anmutend, sondern orientalisch inspiriert. Ich habe aber auch ein wenig bei Herodot gewildert und ein paar andere, obskure Bräuche einfließen lassen.
Es geht natürlich um gut und böse. Außerdem um Machtstreben und Gier. Und um Heldentum. Fantasy eben. Mir hat es viel Spaß gebracht, die Geschichte zu schreiben (aktuell überarbeite ich) und ich hoffe sehr, dass sie später genauso gern gelesen wird.

 

Esel auf Amazon

Wie schon die Anmeldung funktioniert auch das Hochladen von eBooks bei Amazon/KDP ganz anders, als bei der Konkurrenz.

Das fängt schon damit an, dass man bei KDP zuerst Angaben zum Titel, Autor, Genre usw. macht, dann das Cover hochlädt und dann erst den Text. Anders, als teilweise kolportiert, schluckt Amazon auch Texte im ePub-Format ohne zu mucken. Anschließend kümmert man sich um die Preisgestaltung, wobei die sehr US-lastig ist und ehe man es sich versieht, ist man auch schon durch und bekommt die Mitteilung, das Buch werde jetzt geprüft, man möge bitte warten.

Für mich ein klarer Fall von Uuuups!, denn anders, als der Text in den Formularen suggeriert, kann man die Formatierung NICHT mehr kontrollieren, wenn man auf „speichern und weiter“ geklickt hat. Auf diese Weise ist auch meine Preisaktion bei Amazon unter den Tisch gefallen. Ich hoffe aber sehr, das noch rechtzeitig ausbügeln zu können.

Esel jetzt auch bei Tolino media hochgeladen

Dieses Mal gab es keine Probleme, was deutlich auch daran lag, dass Tolino media die gleichen Formulare verwendet, wie neobooks. Tatsächlich ist die Ähnlichkeit so groß, dass ich mich vergewissert habe, auch wirklich auf der richtigen Plattform zu sein.

Jetzt bin ich gespannt auf die Reaktion dort. Bei neobooks gibt es nachträglich nämlich ein kleines Problem. Aber davon erzähle ich, wenn es abgeschlossen ist (in welche Richtung auch immer).

Jetzt kümmere ich mich erst Mal um Präsenz bei Amazon.

 

Der Esel ist gestartet! Oder: Texte veröffentlichen via neobooks

Nachdem ich bei mir Accounts bei KDP, neobooks und Tolino media angelegt habe, geht es jetzt ans Eingemachte: das Hochladen. Eigentlich sollte nichts schief gehen können. Eigentlich. Trotzdem steigt die Spannung – und auch der Gruselfaktor, schließlich habe ich sowas noch nie gemacht.

Dieses Mal werde ich bei neobooks anfangen und bei KDP aufhören, weil neobooks auf der Startseite die ausführlichsten Infos hatte. Ich hoffe, dass das auch das Hochladen erleichtert und dazu führt, dass ich nichts vergesse.

Um bei neobooks ein eBuch zu erstellen, geht man auf „Buch veröffentlichen.“ Die sich daraufhin öffnende Seite macht den beruhigenden Eindruck, dass alles ganz einfach ist: Man kann die Manuskript-Datei wahlweise in ein dafür vorgesehenes Feld ziehen oder hochladen. Neobooks akzeptiert die Formate .doc, .docx und .epub. Ein bisschen blöd ist jetzt allerdings der Hinweis: „Bitte beachte unsere Formatierungsrichtlinien.“
Wie waren die noch gleich? Jetzt hätte ich mir gewünscht, dass die irgendwo verlinkt sind oder sich die Seite zum Hochladen wenigstens in einem neuen Fenster öffnet. Aber ok, noch mal suchen … Unter „Self Publishing“ -> „Wie funktioniert Self Publishing“ -> „richtige Formatierung“ findet sich schließlich ein langer Text über das Formatieren von .doc und .docx Dateien. Die wesentlichen Punkte sind Überschriften als Überschriften definieren, Textkörper als Textkörper und überflüssige Umbrüche vermeiden. Da ich mit OpenOffice arbeite und meine Datei längst in ein ePub verwandelt habe, interessiert mich das nur am Rande. Ganz am Ende gibt es schließlich einen Link auf „Erstellung einer epub-Datei. Könnte interessant sein, also auch noch mal gucken. Beschrieben ist die Verwandlung von .doc und .docx Dateien in epub mittels Calibre. Hilft mir nicht, denn ich nutze weder das eine, noch das andere. Immerhin sind die Formatierungsvorgaben kurz zusammengefasst und am Ende findet sich ein Link auf ein Validierungsprogramm (validator.idpf.org). Nach dem Anklicken habe ich mir gewünscht, die Programmierer der Seite hätten daran gedacht, den so zu programmieren, dass er sich auf einer neuen Seite öffnet, damit man seine Datei beim validator hochladen und parallel gucken kann, ob das Ergebnis den Vorgaben entspricht. Klar lässt sich das alles auch händisch einrichten, aber bedienerfreundlich ist das nicht.
Nächster Schritt also: Datei in den Validator laden, auf „validate“ klicken und die nächste Überraschung erleben: Der Validator zeigt nicht an, wie die Datei aussieht. Er sagt nur, ob es Probleme gibt oder nicht.

Bei mir sah das Ergebnis so aus
Bei mir sah das Ergebnis so aus

Immerhin. Habe die Datei also bei neobooks hochgeladen und auch da ein grünes Häkchen bekommen.

Sieht bisher gut aus
Sieht bisher gut aus

Im nächsten Schritt wird das Cover hinzugefügt. Neobooks akzeptiert hier .jpg und .tiff Dateien. Hier bekam ich wirklich ein Problem. Mein Coverentwurf ist zu schmal. Dummerweise habe ich beim Entwurf eine Standart-Einstellung von Paint Shop benutzt, die die verlangte Mindestbreite von 1600 Pixeln nicht erreicht. Wieder was gelernt. Aber zum Glück ein schnell behebbares Problem, auch wenn neobooks leider keine Angabe zur verlangten Mindeshöhe macht.

Wie man sieht, hat auch das geklappt
Wie man sieht, hat auch das geklappt

Danach kann man sich das „fertige“ Werk in einer Vorschau ansehen. Bisher wirkt alles ganz gut – allerdings fällt auf, dass das Impressum fehlt. Und mir ist nicht klar, wann man das einfügt. In den Anleitungen steht nichts dazu. Also einfach speichern und weiter und hoffen, dass es noch eingefügt werden kann. Notfalls muss ich eben alles noch einmal machen – mit Impressum. Halb so wild, denn eigentlich ist es wirklich einfach.

Tatsächlich wird das Impressum aber im nächsten Schritt erstellt. Also alles gut, Puls wieder runter. Jetzt gilt es nur noch, Preise festzulegen. Gut, das Eselchen soll gratis erscheinen, jedenfalls zunächst. Schließlich kennt mich kaum jemand und nur wegen des tollen Covers wird kaum einer die Geschichte kaufen.
Also behaupte ich, das wäre eine Gratisaktion und der reguläre Verkaufspreis läge bei 0,99 €. Das ist der Preis, für den ich die Geschichten regulär anbieten will. Leider lässt sich das Enddatum maximal auf den 17. April legen. Nun ja. Ist dann so. Dann wird es wohl öfter Gratisaktionen geben; ähnliche Werbemaßnahmen kennt man ja.

Kurz verwirrt mich die Frage, ob ich die Geschichte für die Ausleihe bei Skoobe freigeben will. Was bitte ist Skoobe? Neobooks schweigt sich (mal wieder) aus, aber Google verrät, dass es sich um eine App handelt. Natürlich soll die Geschichte darüber erhältlich sein! Ich brauche Leser. Je mehr, desto besser.
Die nächste Frage, die mich irritiert ist die nach Vorveröffentlichungen. Wenn da nicht stünde: „Hast du schon mal ein Buch …“ könnte ich guten Gewissens sagen: „Ja, habe ich. Unter anderem Namen, in einer Anthologie, aber ja.“ Aber Buch habe ich nicht. Also gehört in das Kästchen wohl kein Haken. Am Scouting-Verfahren will ich auch nicht teilnehmen, weil deutsche Verlage Kurzgeschichten sehr skeptisch gegenüberstehen. Also kann ich mir die Seite komplett sparen.

Danach geht alles ganz schnell, wodurch ich aber beinahe vergessen hätte, Amazon und Tolino von der Lieferung auszuschließen. Nur, weil mir beim Durchlesen der Zusammenfassung eine Formulierung in der Vita nicht gefiel, habe ich noch Mal zurück geblättert und dabei ist mir aufgefallen, dass …
Es gibt nämlich keinen eigenen Menüpunkt mit einer Liste, bei der man einzelne Distributoren ausschließen kann. Statt dessen muss man die Frage, ob das Buch schon irgendwo veröffentlicht ist, bejahen. Erst dann geht ein Untermenü auf, bei der man die beiden anderen ausschließen kann.

Nachdem auch das erledigt ist, alles noch mal durchlesen und dann kann das Buch freigegeben werden.

Was gerade passiert ist. Der Esel ist gestartet – jedenfalls bei neobooks.

Es geht los: Anmeldung bei Tolino, neobooks und Amazon

Es geht in die heiße Phase mit der Veröffentlichung. Ich habe mich entschieden, den Codex Aureus nicht nur über neobooks, sondern auch über Amazon und Tolino direkt zu vertreiben. Also brauche ich bei allen dreien ein Konto.
Woran ich natürlich nicht gedacht habe, ist der ganze „Papierkram“, der damit verbunden ist. Für alle, die das auch vorhaben, schon mal vorab der Tipp: Haltet außer euren Steuerunterlagen auch eure EC-Karte bereit. Wenn ihr IBAN und BIC nicht im Kopf habt, werdet ihr sie brauchen.

Amazon

Um hier zu veröffentlichen, reicht es nicht, sich mit dem bestehenden Konto anzumelden. Statt dessen muss man ein neues Konto bei KDP einrichten. Gut, KDP ist die Publishing-Plattform, Amazon der Vertrieb. So weit ist das noch logisch. Aber wer hätte gedacht, dass man dabei auch eine Selbstauskunft für die amerikanische(!) Steuerbehörde erteilen muss? Sogar, wenn man ausschließlich über amazon.de verkaufen will. Außerdem muss man natürlich die gewünschte Zahlweise und die bevorzugte Währungsart eingeben. Warum Amazon dabei die Auszahlung per Scheck als Voreinstellung hat, bleibt aber das Geheimnis des Programmierers.
Insgesamt ist die Anmeldung aber einfach und das Formular selbsterklärend. Was mir gefehlt hat, war lediglich die Information, mit welchem Namen man sich anmelden sollte. Das ist schließlich nicht ganz unerheblich, wenn man unter Pseudonym(en) veröffentlicht und so ganz klar ist mir die Antwort immer noch nicht. Aber auch wenn Amazon/KDP nirgends darauf hinweist: Es ist möglich, sich mit einem Namen anzumelden und unter einem anderen zu veröffentlichen. Vermutlich ist es deshalb vermutlich besser, den richtigen Namen benutzen, weil es sonst beim Ausfüllen der Selbstauskunft für die amerikanische Steuerbehörde kritisch wird. Wenn man unter mehreren Pseudonymen schreibt, erleichtert das außerdem die Buchhaltung, weil man nur eine Abrechnung bekommt, statt für jedes Pseudonym eine.
Mit der Anmeldung bei KDP kann man aber immer noch keine Autorenseite anlegen. Dafür braucht man ein neues Konto, diesmal bei Author Central. Das ist zwar verlinkt – aber die Anmeldung bringt gar nichts, wenn man noch nichts veröffentlicht hat. Wenn Author Central keine Veröffentlichung findet, fliegt man. Also keine Chance, eine Autorenseite einzurichten, bevor das Buch erhältlich ist. Das ist, laut Auskunft von KDP etwa 12 Stunden nach dem Hochladen der Fall. Der Tipp bei KDP, sich auf einer Autorenseite vorzustellen, ist zu diesem Zeitpunkt also noch ziemlich für die Füße. Vorabmarketing ist hier offenbar nicht vorgesehen.

Tolino

Die Informationen bei Tolino media, der Selfpublishing-Plattform von Tolino, sind deutlich sparsamer, als bei den FAQs von KDP. Da wäre mehr, mehr gewesen. Dafür überrascht das Registrierungsverfahren positiv: Das Formular ist übersichtlich gestaltet, man kann den Nutzernamen frei wählen und braucht im Übrigen nur einen Namen, die eMail-Adresse und ein Passwort einzugeben. Um richtig loslegen zu können, muss man danach nur noch den Link in der Bestätigungsmail anklicken.
Anschließend ist es einem selbst überlassen, ob man erst sein Profil vervollständigen möchte oder lieber gleich das Buch hochladen will. Hier muss ich ein Kompliment an die Designer und Programmierer aussprechen: Die Formulare sind gut lesbar und die Menüführung ist sehr übersichtlich gestaltet. Ich habe mich hier deutlich wohler gefühlt, als bei Amazon.
Was fehlt, ist die Möglichkeit, öffentliche Autorenprofile einzurichten. Das eigene Profil dient ausschließlich für den „internen Gebrauch“, also zur Übersicht über Veröffentlichungen, Verkäufe und natürlich für die Abrechnung.

neobooks

Die Startseite von neobooks ist deutlich textlastiger und damit auch ein Stück unübersichtlicher, als die beiden anderen. Außer Werbung für die Plattform bietet sie aber auch nützliche Informationen für Autoren. Aber auch hier fehlt ein Hinweis darauf, mit welchem Namen man sich registrieren soll. Das Registrierungsformular ist dann allerdings fast identisch mit dem von Tolino media. Nur die Farben sind andere. Die Begrüßungsseite ist aber wieder ganz neobooks. Nach der Anmeldung kann man nicht nur Texte hochladen, sondern ist automatisch Teil der neobooks-Community. Die Möglichkeit zur Selbstdarstellung beschränkt sich dabei nicht auf die Foren; man kann sich auch ein Profil anlegen und darin über Interessen, Kenntnisse, Projekte etc. informieren. Inwieweit dieses Profil öffentlich ist, muss ich noch rausfinden, aber es lässt sich schon jetzt sagen, dass neobooks der Vorstellung von einem rundum-glücklich-Paket für Autoren schon sehr nahe zu kommen scheint.
Bevor ich weiter mache, lege ich mir hier erst Mal ein Profil an und gebe meine Finanzdaten ein.